- Wie sich Hautkrebs auf das Leben auswirkt, hängt von Hautkrebsart und Behandlung ab. Nach einer OP kann beispielsweise eine Narbe zurückbleiben, die vorübergehend jucken oder schmerzen kann. Bei einer längerfristigen medikamentösen Therapie können Nebenwirkungen den Alltag über einen längeren Zeitraum begleiten. Das ist beim Melanom häufiger als bei weißem Hautkrebs.
- Sonnenschutz und regelmäßige Nachsorgetermine sind wichtig nach Hautkrebs. Ein konsequenter UV-Schutz kann weitere Hautschäden verhindern und das Risiko für erneuten Hautkrebs senken. Die Nachsorge dient dazu, erneute Veränderungen der Haut frühzeitig zu erkennen – gleichzeitig kann die Sorge vor einem Rückfall ein Thema im Alltag sein.
- Im Umgang mit körperlichen und psychischen Folgen nach Hautkrebs können verschiedene Maßnahmen unterstützen. Dazu zählen Bewegung, ausgewogene Ernährung, Entspannungsverfahren und soziale Kontakte. Bei anhaltenden Belastungen können auch Rehabilitationsangebote, Krebsberatungsstellen oder Selbsthilfegruppen helfen.
Wichtig: Informationen aus dem Internet können Ihnen einen Überblick bieten. Sie sind aber nicht dazu geeignet, die Beratung durch einen Arzt oder eine Ärztin zu ersetzen.
Mit welchen körperlichen Beschwerden muss ich nach Hautkrebs rechnen?
Zum Weiterlesen
Die Operation ist die wichtigste Behandlung bei Hautkrebs. Was es für die Zeit nach einer OP zu beachten gibt, erfahren Sie im Text Operation (OP): Chirurgie bei Krebs.
Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Die möglichen körperlichen Folgen nach Hautkrebs und deren Dauer hängen von verschiedenen Faktoren ab. Unter anderem
- an welcher Art von Hautkrebs Sie erkrankt waren (Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom oder Melanom),
- wo der Hautkrebs lokalisiert war,
- in welchem Stadium Ihre Erkrankung war,
- welche Therapien Sie erhalten haben,
- wie Ihr allgemeiner gesundheitlicher Zustand ist.
Nach einer OP kann bei Ihnen langfristig eine Narbe zurückbleiben. Diese kann in manchen Situationen anfänglich schmerzen oder jucken. Eine geeignete Narbenpflege kann in dieser Situation helfen.
- Mehr dazu erfahren Sie im Abschnitt Wie pflege ich meine Narbe richtig?
Juckt oder schmerzt Ihre Narbe nach mehreren Wochen Pflege immer noch? Dann wurden beim Eingriff möglicherweise Nerven verletzt. Die Regeneration der Nerven benötigt oft mehr Zeit. Bei Fragen sind Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt geeignete Ansprechpersonen.
Sind bei Ihnen auch Lymphknoten entfernt worden, können sich bei Ihnen Schwellungen entwickeln. Solche sogenannten Lymphödeme bessern sich nur selten von allein. Es gibt aber gute Behandlungsmöglichkeiten und Tipps für den Alltag, die sich bewährt haben. Informationen darüber erhalten Sie in der Regel von Ihrem behandelnden Arzt oder Ihrer Ärztin in der Nachsorge oder Reha.
Wichtig zu wissen
Wenn Sie Ihre Krebstherapie abgeschlossen haben und weiterhin körperlich – oder auch psychisch– belastet sind, kann möglicherweise eine medizinische Reha helfen.
Auch Krebsmedikamente oder eine Bestrahlung können vorübergehend körperliche Beschwerden verursachen. Beispielsweise kann es während einer Strahlentherapie zu Hautausschlägen kommen. Unter einer Immuntherapie können zum Beispiel Magen-Darmprobleme oder eine starke Erschöpfung (Fatigue) auftreten.
- Die Beschwerden klingen meist innerhalb von wenigen Wochen nach abgeschlossener Therapie ab. Haben Sie daher etwas Geduld.
Wenn Sie dagegen wegen eines Melanoms dauerhaft Medikamente einnehmen müssen, können auch Ihre Nebenwirkungen länger anhalten. Viele dieser Beschwerden können heute durch entsprechende Vorbereitung und Unterstützung gelindert werden. Wichtig ist, dass Sie Ihr Ärzteteam frühzeitig über Ihre Beschwerden informieren.
- Mehr zur Behandlung von Nebenwirkungen unter Nebenwirkungen und Spätfolgen bei Krebs: Belastende Symptome und Therapiefolgen.
Zum Weiterlesen
Welche Hautkrebstherapie welche Nebenwirkungen verursachen kann, lesen Sie in den Texten:
Welchen Grad der Behinderung bekomme ich bei Hautkrebs?
Das hängt von Ihrer Erkrankungssituation ab:
- Dabei spielen hauptsächlich Ihre Hautkrebsart und Ihr Erkrankungsstadium eine Rolle.
- Entscheidend sind aber auch welche körperlichen Einschränkungen oder Folgen Sie aufgrund Ihrer Erkrankung und/oder Behandlung haben.
Ab einem Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50 liegt eine Schwerbehinderung vor. Dann haben Sie in der Regel Anspruch auf:
- einen Schwerbehindertenausweis
- Nachteilsausgleiche, wie besonderer Kündigungsschutz oder zusätzliche Urlaubtage
Gut zu wissen
Ob bei einem Melanom im Stadium I oder einem Plattenepithelkarzinom im frühen Stadium eine Schwerbehinderung vorliegt, lässt sich nicht pauschal beantworten. In frühen Erkrankungssituationen kann es sein, dass keine oder nur ein geringer Grad der Behinderung besteht.
Wer hat keinen Anspruch auf Schwerbehinderung?
- Patienten mit Hautkrebsvorstufen, wie die aktinische Keratose
- Patienten mit einem Melanom in situ (Stadium 0)
- Patienten mit Basalzellkarzinomen ohne Metastasen
Zum Weiterlesen
Einen Antrag auf Schwerbehinderung können Betroffene beim Versorgungsamt stellen.
- Das für sie zuständige Versorgungsamt finden sie bei der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH) e.V. über die Ansprechpartnersuche, wenn sie den Bereich "Versorgungsamt" auswählen.
Weitere Informationen zu sozialrechtlichen Themen sowie geeignete Anlaufstellen finden Sie in den Texten unter Recht und finanzielle Absicherung bei Krebs: Was steht mir zu?
Auch Krebsberatungsstellen können bei sozialrechtlichen Themen helfen. Die Beratungen sind kostenfrei.
Wie pflege ich meine Narbe richtig?
Wichtig zu wissen
Nach der ersten Wundheilungsphase kann es noch mehrere Wochen bis einige Monate dauern, bis sich eine Narbe stabilisiert hat. Bis dahin bleibt der Bereich bei den meisten Menschen empfindlicher als das umliegende Gewebe.
Die erste Anlaufstelle bei Fragen zur richtigen Narbenpflege ist Ihr Arzt oder Ihre Ärztin. Möglicherweise hat er oder sie Sie schon darüber informiert. Dann ist es wichtig, sich daran zu halten und auch etwas Geduld zu haben.

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Wenn sich Ihre Narbe anhaltend empfindlich anfühlt, hilft es grundsätzlich, die Stelle feucht zu halten. Dafür eignen sich bestimmte Salben oder Cremes. Diese können Sie regelmäßig in das Narbengewebe einmassieren.
- Sie fragen sich, welches Produkt Sie nehmen sollten? Wenn Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Sie dazu nicht informiert hat, sind auch das Fachpersonal in der Apotheke geeignete Ansprechpartner.
Gut zu wissen: Wenn die Narbe Form oder Funktion der umliegenden Haut beeinträchtigt, kann die richtige Narbenpflege helfen, dies langfristig zu verbessern.
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Was kann ich für mich selbst tun?
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Mind-Body-Verfahren bei Krebs können wahrscheinlich die Lebensqualität verbessern. Mögliche Risiken sind eher gering – So lautet die Einschätzung von Fachleuten.
- Mehr dazu erfahren Sie im Text Alternative Medizin und Komplementärmedizin bei Krebs.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie Ihren Körper und Ihre Seele während oder nach der Hautkrebserkrankung unterstützen können. Beispiele sind:
- ausreichend Bewegung,
- ausgewogene Ernährung,
- sogenannte Mind-Body-Verfahren – dazu gehören beispielsweise Yoga, Tai-Chi, Qigong oder Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion
- soziale Kontakte zu Ihren Freunden und/oder Ihrer Familie – gemeinsame Gespräche oder Unternehmungen können von der Erkrankung ablenken oder im Alltag unterstützen
Grundsätzlich ist jedoch wichtig: Was Ihnen bei der Regeneration und Krankheitsbewältigung am besten hilft, müssen Sie selbst herausfinden.
- Wenn Sie unsicher sind, ob etwas für Ihre Erkrankung geeignet ist, sprechen Sie bitte mit Ihren Ärzten.
Nahrungsergänzungsmittel bei Hautkrebs

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Es gibt keine klinischen Studien zur Wirksamkeit und Sicherheit von Nahrungsergänzungsmitteln bei oder nach Hautkrebs – auch nicht zu Vitamin D.
Fachleute raten dazu, sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Die meisten Menschen können so alle wichtigen Nährstoffe aus der Nahrung aufnehmen.
- Mehr Informationen zum Thema Ernährung bietet unser Text zur Ernährung bei Krebs oder das Informationsblatt "Ernährung bei Krebs" (PDF).
Wie schütze ich mich am besten vor der Sonne?

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Für Sie als Hautkrebspatientin oder Hautkrebspatient gelten die gleichen Sonnenschutzmaßnahmen wie für gesunde Menschen – auch dann, wenn Sie schon mehrfach an Hautkrebs erkrankt sind.
- Empfehlungen dazu können Sie unter Hautkrebs: Risikofaktoren und Vorbeugung oder unter Vor UV-Strahlung schützen – Hautkrebs vorbeugen nachlesen.
Sollten für Sie dennoch individuell angepasste Schutzmaßnahmen notwendig sein, informiert Sie Ihre behandelnde Ärztin oder Ihr behandelnder Arzt darüber.
Wichtig zu wissen
Ausreichender UV-Schutz ist wichtig, um Ihr Risiko für einen erneuten Hautkrebs zu senken. Neue Hautschäden lassen sich dadurch verhindern.
Doch Achtung: Bestehende Hautschäden verschwinden durch Sonnenschutz nicht. Umso wichtiger sind
- regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen,
- Hautkrebs-Screenings und
- die Selbstkontrolle Ihrer Haut.
Sonnencreme bei Hautkrebs
Es gibt keine spezielle Sonnencreme, die Fachleute für Menschen mit Hautkrebs empfehlen.
Das heißt: Sie können die Sonnencreme verwenden, die sich für Ihren Hauttyp eignet. Dabei gilt es vor allem, einen geeigneten Lichtschutzfaktor (LSF) zu beachten.
- Näheres zum Thema Hauttyp erfahren Sie unter "Den eigenen Hauttyp beachten“ in unserem Text Hautkrebs: Risikofaktoren und Vorbeugung
- Informationen zur richtigen Anwendung von Sonnencreme lesen Sie unter "Sonnencreme richtig verwenden" in unserem Text Vor UV-Strahlung schützen – Hautkrebs vorbeugen.
Hinweis
In der Apotheke oder Drogerie gibt Sonnenschutzmittel, die als Medizinprodukt gelten. Die Hersteller solcher Produkte werben dafür, dass sie vor weißem Hautkrebs und dessen Vorstufen schützen.
- Doch Achtung: Keine der medizinischen Leitlinien zu Hautkrebs oder Hautkrebsvorbeugung nennt oder empfiehlt diese Produkte explizit, um (weiterem) Hautkrebs vorzubeugen.
Sonnenschutz beim Sport
Wichtig zu wissen
Vergessen Sie nicht, Ihre Augen zu schützen: Geeignete Sonnenbrillen tragen die Kennzeichnung "UV400".
Sie müssen mit Hautkrebs nicht auf Sport im Freien verzichten. Achten Sie aber darauf, dass auch währenddessen ein ausreichender Sonnenschutz besteht.
- Es gelten die allgemeinen UV-Schutzmaßnahmen.
Auch sollten Sie bedenken, dass Sie bei körperlicher Aktivität in der Sonne meist schwitzen. Daher ist es gut möglich, dass Sie sich häufiger mit Sonnencreme eincremen müssen.
Beim Sport kann auch spezielle UV-Schutzkleidung hilfreich sein. Sie ist in der Regel leicht, atmungsaktiv und trocknet schnell. Die Kleidung eignet sich auch zum Baden.
Zum Weiterlesen
Allgemeine Tipps zu Sport und Bewegung für Krebspatientinnen und Krebspatienten finden Sie unter Bewegung und Sport oder im Informationsblatt "Bewegung und Sport bei Krebs: Tipps für Patienten" (PDF).
Sonnenschutz bei der Arbeit
Wenn Sie in Ihrem Beruf vermehrt der Sonne ausgesetzt sind, können Anpassungen des Arbeitsplatzes oder Ihrer Tätigkeit notwendig sein.
Dazu gibt es auch gesetzliche Regelungen: Beispielsweise sind Arbeitgeber verpflichtet, ihre Mitarbeitenden mit geeigneten Maßnahmen ausreichend vor Sonnenstrahlung zu schützen.
Zum Weiterlesen
In unserem Text Arbeiten mit einer Krebserkrankung finden Sie ausführliche Informationen rund um das Thema – auch zu weiteren sozialrechtlichen Fragen gibt es Ansprechpartner, die konkrete Hilfe vermitteln oder Lösungsansätze aufzeigen.
Bekomme ich durch den Sonnenschutz einen Vitamin-D-Mangel?

Bild: © kuprevich, freepik
Grundsätzlich müssen Sie nicht davon ausgehen, durch Sonnenschutz-Maßnahmen einen Vitamin-D-Mangel zu entwickeln:
- Auch bei geringer Sonnenstrahlung bildet Ihr Körper in der Regel ausreichend Vitamin D.
- Zudem enthalten auch einige Lebensmittel Vitamin D. Ernähren Sie sich ausgewogen, versorgen Sie sich daher ebenfalls mit Vitamin D.
- Zusätzlich kann Ihr Körper Vitamin D speichern.
Wichtig zu wissen
In manchen Situationen kann eine zusätzliche Aufnahme von Vitamin D über Präparate sinnvoll sein. Fragen Sie diesbezüglich Ihre Hausärztin oder Hausarzt.
Wenn Sie dagegen ausreichend mit Vitamin D versorgt sind, bringt die zusätzliche Einnahme von Vitamin D-Präparaten keinen Nutzen – im Gegenteil: Sie kann Ihrer Gesundheit möglicherweise eher schaden.
- Weitere Informationen zu Vitamin-D erfahren Sie im Abschnitt "Vitamin-D-Mangel durch zu viel Sonnenschutz?“ im Text Vor UV-Strahlung schützen – Hautkrebs vorbeugen.
Was ist, wenn bei mir wieder etwas gefunden wird?
Entdeckt die Hautärztin oder der Hautarzt bei Ihnen wieder etwas Auffälliges, kann er oder sie frühzeitig handeln: Die Behandlung ist dadurch unter Umständen schonender. Zudem verbessert sich dadurch meist auch Ihre Heilungschancen.
- Vielleicht hilft Ihnen ein Perspektivwechsel: Versuchen Sie, die Nachsorge-Termine als etwas Gutes und Hilfreiches zu sehen.
Trotzdem kann die Sorge vor einem Rückfall bei Hautkrebs belastend sein – auch, weil Sie Ihre Haut möglicherweise häufig besonders aufmerksam beobachten.
Im folgenden Abschnitt haben wir daher einige Tipps für Sie zusammengestellt, die Ihnen im Umgang mit solchen Sorgen helfen können.
Hier ein paar allgemeine Tipps
Gut zu wissen
Fragen Sie auch in Ihrer Selbsthilfegruppe, was Anderen in dieser Situation geholfen hat.
Sprechen Sie in der Nachsorge über Ihre Gedanken und auch Gefühle:
- Die Ärztin oder der Arzt kann Ihre Situation am besten einschätzen und Ihnen erklären, wie groß Ihr Risiko für eine erneute Erkrankung oder einen Rückfall ist.
- Gemeinsam können Sie auch abwägen, ob für Sie zusätzliche Schutzmaßnahmen sinnvoll sind – neben dem UV-Schutz können auch Veränderungen im Lebensstil Ihr allgemeines Krebsrisiko senken.
Möglicherweise helfen Ihnen auch kleine Rituale vor oder nach den Nachsorge-Terminen. In der Praxis bewährt haben sich beispielsweise
- Sport und Bewegung, wie ein Spaziergang.
- Entspannungsübungen, wie Yoga, Tai-Chi oder Meditation.
- kreative Hobbys, wie Malen oder Singen.
- bestimmte Menschen, die Ihnen guttun und mit denen Sie sich verabreden möchten.
- spirituelle Wege.

Bild: © Krebsinformationsdienst, DKFZ; Foto: Tobias Schwerdt
Auch wohnortsnahe psychosoziale Krebsberatungsstellen sind gute Anlaufstellen, wenn Sie sich viele Gedanken machen und sich belastet fühlen.
Zum Weiterlesen
Ausführlichere Informationen, was Krebserkrankte bei psychischen Herausforderungen tun können, lesen Sie unter Seelische Belastungen bei Krebs.
Welche unterschiedlichen Ansatzpunkte es gibt, mit der Erkrankung umzugehen, erfahren Sie im Text Krebs und Psyche: Die Krankheit bewältigen.
Was, wenn mein Umfeld die Erkrankung unterschätzt?
Nicht verharmlosen
Manche Erkrankte mit Melanom im frühen Erkrankungsstadium machen die Erfahrung, dass ihr Umfeld ihre Erkrankung unterschätzt. Wer Kommentare hört wie "Das ist ja gar kein richtiger Krebs" oder "Zum Glück ist es nur Hautkrebs" fühlt sich womöglich unverstanden.
- Ein Melanom ist jedoch eine ernst zu nehmende Erkrankung: Je nach Ausgangssituation kann sie mit belastenden Behandlungen verbunden sein oder ein erhöhtes Rückfallrisiko mit sich bringen.
Wenn Sie sich mehr Verständnis für Ihre Erkrankungssituation wünschen, hilft es oft, möglichst offen darüber zu sprechen. Das gilt insbesondere gegenüber Familie und engen Freunden. So kann Ihr Umfeld einen Eindruck bekommen, was die Erkrankung für Sie bedeutet und möglicherweise Missverständnisse vermieden werden:
- Sie können zum Beispiel darüber sprechen, wie sich Ihre Erkrankung auf Ihr Leben auswirkt – körperlich und seelisch.
- Sie könnten auch darüber sprechen, wie Ihr Umfeld Sie unterstützen kann und was Ihnen guttut.
Wichtig ist: Sie entscheiden, wem Sie wie viel anvertrauen möchten. Das kann je nach Person und Situation unterschiedlich sein.
Wo finde ich gute Unterstützung?
Wichtig zu wissen
Sie müssen Ihre Hautkrebserkrankung nicht allein bewältigen.
Abhängig von Ihrer persönlichen Situation, gibt es verschiedene Unterstützungsangebote, die Sie nutzen können:
Sind Sie in einem Krankenhaus oder einer onkologischen Praxis in Behandlung, können Sie nach speziellen Gesprächsangeboten vor Ort erkundigen – beispielsweise eine sozialrechtliche, psychosoziale und psychoonkologische Beratung.
- Das gilt auch für die Zeit der Nachsorge oder der Rehabilitation.
Weitere Hilfs- und Unterstützungsangebote in allen Krankheitsphasen finden Sie hier:
In der Selbsthilfe

Bild: © pressmaster, freepik
Auch, wenn jeder seine ganz eigenen Erfahrungen mit der Krankheit macht, kann der Austausch mit anderen wertvoll sein.
In einer Gruppe mit anderen Betroffenen können Sie nützliche Informationen und praktische Tipps für den Alltag bekommen. Sie können Ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit anderen teilen und Zuspruch und Trost finden.
- Unter Krebs: Selbsthilfegruppen und Patientenverbände finden Sie geeignete Anlaufstellen für Hautkrebs.
In Krebsberatungsstellen
In einer regionalen Krebsberatungsstelle können Sie sich psychologisch beraten lassen. Sie können dort auch Hilfestellung in praktischen und sozialrechtlichen Fragen erhalten. Die Beratungen sind in der Regel kostenlos.
- Unter Psychosoziale Krebsberatungsstellen: Adresssuche können Sie gezielt nach Krebsberatungsstellen in Ihrer Nähe suchen.
In spezialisierten psychotherapeutischen Praxen
Wenn psychische Belastungen groß sind oder lange andauern, können Sie sich an eine ambulante psychotherapeutische Praxis wenden.
- Unter Ambulante Psychotherapie für Krebsbetroffene: Adresssuche können Sie gezielt nach Psychoonkologen, die in Ihrer Nähe psychotherapeutisch arbeiten, suchen.
Zum Weiterlesen
Quellen und Links für Interessierte und Fachkreise
Zum Herunterladen und Ausdrucken
- Broschüre "Ihr Weg durch die Krebserkrankung" (PDF)
- Informationsblatt "Sozialrecht und Krebs: Wer ist wofür zuständig?" (PDF)
- Informationsblatt: "Psychoonkologische Hilfen, Anlaufstellen für Krebspatienten" (PDF)
- Informationsblatt "Hautkrebs-Früherkennung" (PDF)
- Informationsblatt "Hautkrebsrisiko UV-Strahlung: Wie kann man sich schützen?" (PDF)
- Informationsblatt "Spätfolgen von Krebs: Vorbeugen, erkennen und behandeln" (PDF)
Quellen und weiterführende Informationen
Patientenleitlinien
Das "Leitlinienprogramm Onkologie" der Deutschen Krebsgesellschaft, der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF) bietet die Patientenleitlinie “Plattenepithelkarzinom der Haut und Vorstufen” für Menschen, bei denen eine aktinische Keratose, Cheilitis actinica, Morbus Bowen oder Plattenepithelkarzinom der Haut festgestellt wurde (Stand 12/2022, abgerufen am 02.03.2026).
Menschen, bei denen schwarzer Hautkrebs festgestellt wurde, können sich in der Patientenleitlinie “Melanom” zu ihrer Erkrankung informieren (Stand 1/2021, abgerufen am 02.03.2026).
Die Gesundheitsleitlinie "Prävention von Hautkrebs" des Leitlinienprogramms Onkologie informiert Bürgerinnen und Bürger darüber, wie Hautkrebs entsteht und ob bzw. wie man sich davor schützen kann. Das umfasst auch die Untersuchungen zur Früherkennung von Hautkrebs (Stand 2/2022, abgerufen am 02.03.2026).
Weitere Informationen
Auch das Infoportal Hautkrebs stellt Informationen für Betroffene, Angehörige und Interessierte zusammen. Die Internetseite informiert unter anderem zu verschiedenen Hautkrebsarten, Prävention und Früherkennung sowie zum Alltag mit Hautkrebs. Sie entstand auf Initiative der Nationalen Versorgungskonferenz Hautkrebs (NVKH) und wird von einem Team aus Ärztinnen und Ärzten, Patientenvertretenden, Forschenden und weiteren Fachleuten erstellt (abgerufen am 02.03.2026).
Der Grad einer Behinderung wird auf Grundlage der Versorgungs-Medizin-Verordnung (VersMedV) festgestellt, die den meisten Krankheiten und körperlichen Einschränkungen einen Grad der Behinderung zuordnet. In der Versorgungsmedizin-Verordnung finden Sie unter dem Punkt 17.13 Informationen zum Grad der Behinderung bei Hautkrebserkrankungen. (Stand: September 2024, abgerufen am 02.03.2026).
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