Schematische, anatomische Darstellung der Haut mit leuchtendem Tumor

Melanom: Behandlung und Nebenwirkungen

Aktualisiert am:

Von: Teresa Glauner (Krebswissenschaftlerin, M.Sc.)

  • Haben Sie die Diagnose "Melanom", ist die Operation die wichtigste Behandlung: Lässt sich Ihr Tumor vollständig entfernen, sind Ihre Heilungschancen in der Regel sehr gut.
  • Abhängig von Ihrem Erkrankungsstadium können zusätzlich zur OP ergänzende Therapien infrage kommen, beispielsweise eine Immuntherapie oder zielgerichtete Krebsmedikamente.
  • Ist Ihr schwarzer Hautkrebs für eine OP zu stark fortgeschritten oder hat bereits metastasiert (Stadium IV), erhalten Sie meist eine Immuntherapie oder zielgerichtete Krebsmedikamente. Möglicherweise können Sie auch an einer klinischen Studie teilnehmen.

Hinweis

Die medizinische Leitlinie zur Behandlung vom Melanom stammt aus dem Jahr 2020 und wird aktuell überarbeitet. 

Seit 2020 gibt es jedoch viele neue Studienerkenntnisse, die sich auf die Behandlung von schwarzem Hautkrebs auswirken. Unser Text bildet daher nicht die Inhalte der medizinischen Leitlinie von 2020 ab, sondern gibt einen Überblick über die aktuellen Behandlungsmöglichkeiten beim Melanom.

Wichtig: Informationen aus dem Internet können Ihnen einen Überblick bieten. Sie sind aber nicht dazu geeignet, die Beratung durch einen Arzt oder eine Ärztin zu ersetzen.

Die wichtigste Behandlung bei schwarzem Hautkrebs (Melanom) ist die Operation. Ziel der OP ist es, den Tumor möglichst vollständig zu entfernen. 

  • Wächst der Tumor klein und örtlich begrenzt, reicht eine Operation in der Regel als Behandlung aus. Dann sind die Heilungschancen sehr gut.

Ist der Tumor nicht mehr örtlich begrenzt und/oder besteht ein erhöhtes Risiko für einen Krankheitsrückfall? 

  • Dann empfehlen Fachleute nach einer Operation eine ergänzende (adjuvante) Therapie. Ziel der adjuvanten Therapie ist es, die Chancen auf eine Heilung zu verbessern.
  • In klinischen Studien testen Forschende auch medikamentöse Krebstherapien vor der Operation (neoadjuvante Therapie). Ziel einer neoadjuvanten Therapie ist es, die nachfolgenden OP zu ermöglichen oder zu erleichtern.

Ist der Tumor für eine OP zu weit fortgeschritten und/oder hat er bereits andere Organe befallen?

  • Dann empfehlen Fachleute verschiedene moderne Therapieansätze – manche davon auch im Rahmen klinischer Studien. Ziel ist es, möglichst zu verhindern, dass die Erkrankung weiter fortschreitet. Die Chancen auf eine Heilung sind in diesem Stadium nicht mehr so gut.

 

Therapie bei Melanom ist abhängig vom Tumorstadium

Hinweis

Die Beschreibung der einzelnen Stadien und die zugehörige TNM-Einteilung finden Sie unter der Überschrift "Stadieneinteilung bei Hautkrebs" im Text Diagnose Hautkrebs: Untersuchungen bei Krebsverdacht.

Im Stadium 0 (Melanom "in situ") empfehlen Fachleute eine Operation.

Im Stadium I empfehlen Fachleute eine Operation.

Im Stadium II empfehlen Fachleute eine Operation. Weisen bestimmte biologische Eigenschaften des Tumors auf ein höheres Risiko für einen Krankheitsrückfall hin? Dann empfehlen Fachleute nach der OP eine adjuvante Immuntherapie.

Im Stadium III und IV hängt die Behandlung davon ab, ob das gesamte Tumorgewebe operiert werden kann:

  • Ist eine Operation möglich, empfehlen Fachleute die Operation und anschließend eine ergänzende (adjuvante) Immuntherapie und/oder zielgerichtete Krebstherapie.
  • Ist eine OP nicht möglich, empfehlen Fachleute eine Immuntherapie und/oder eine zielgerichtete Krebstherapie.
  • Schreitet die Erkrankung trotz einer dieser Therapien fort, dann besprechen Ärzte, welche andere Therapieform infrage kommen.

Wichtig zu wissen für die Stadien III und IV

Fachleute empfehlen, dass ab dem Stadium III ein sogenanntes Tumorboard die Behandlungsmöglichkeiten bespricht.

Das Tumorboard prüft auch, ob eine Teilnahme an einer klinischen Studie möglich ist. 

Die individuelle Erkrankungssituation ist entscheidend dafür, welche Therapie das Tumorboard empfiehlt. Die Ärzte können auch verschiedene Therapieansätze kombinieren.

  • Es gibt derzeit keine Empfehlung zur Reihenfolge der Therapien im Stadium III und IV.

Chemotherapie beim Melanom: Seit es moderne Immun- und zielgerichtete Therapien gibt, wird die Chemo meist nur noch eingesetzt, wenn diese nicht möglich sind oder nicht mehr wirken.

Fragen Sie uns!

Haben Sie Fragen zur Stadien-abhängigen Therapie beim Melanom? Brauchen Sie mehr Infos, wann eine adjuvante Therapie infrage kommt? Oder möchten Sie mehr Details zur Chemotherapie? Dann helfen Ihnen unsere Ärztinnen und Ärzte gerne kostenfrei weiter:

Wichtig zu wissen

Sie erhalten vor dem Eingriff eine örtliche Betäubung. Somit ist die Operation schmerzfrei.

Bei schwarzem Hautkrebs ist die Operation die wichtigste Behandlungsmöglichkeit. Sie findet in der Regel ambulant statt. 

Bereits während der Biopsie (Gewebeentnahme) zur Diagnosestellung entfernt die Ärztin oder der Arzt den Tumor möglichst vollständig. 

Bei bestätigter Melanom-Diagnose entfernt die Ärztin oder der Arzt in einem 2. Termin nochmals etwas "gesunde Haut" rund um den ursprünglichen Tumor. Er oder sie schneidet auch etwas tiefer als zuvor bei der Biopsie und entfernt das benachbarte Unterhautfettgewebe. 

  • Wie umfangreich der Nachschnitt ist, hängt vom genauen Ergebnis der Biopsie (Befund) ab.

Ziel eines Nachschnitts ist es, das Risiko für einen Krankheitsrückfall zu verringern und Ihre Erkrankung dadurch möglichst zu heilen.

Wie lange dauert eine OP bei einem Melanom? Das lässt sich nicht pauschal angeben. Grundsätzlich kann man davon ausgehen: Je ausgedehnter und tiefer der Hautkrebs in die Hautschichten hineinreicht, desto länger dauert die Operation und der Wundverschluss. Sind bereits naheliegende Lymphknoten befallen, die ebenfalls entnommen werden, verlängert das die OP ebenfalls.

Operation von befallenen Lymphknoten

In bestimmten Erkrankungssituationen entfernen die Ärzte auch dem Tumor naheliegende Lymphknoten. Fachleute bezeichnen das auch als Lymphadenektomie oder Lymphknotendissektion. 

Grundsätzlich gilt: Je größer die Metastasen im Wächterlymphknoten sind, desto wahrscheinlicher überwiegt der Nutzen der Lymphknotenentnahme die möglichen Nebenwirkungen und Folgen dieser Operation. 

Es spielen aber noch weitere Merkmale der Tumorabsiedlungen im Wächterlymphknoten eine Rolle bei dieser Entscheidung.

Operation bei Metastasen

Zum Weiterlesen

In unserem Text Metastasen bei Krebs finden Sie ausführliche Informationen, auch speziell zur Behandlung von Leber-, Hirn- und Knochenmetastasen. 

Fachleute empfehlen, naheliegende Metastasen in der Haut oder Unterhaut operativ zu entfernen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass

  • sich das gesamte Tumorgewebe entfernen lässt
  • und es keine Hinweise darauf gibt, dass sich der Tumor in andere Organe ausgebreitet hat (Fernmetastasen).

OP bei Fernmetastasen? Bei einzelnen Metastasen in einem entfernten Organ kann eine operative Entfernung dieser Metastasen möglich und sinnvoll sein. Zum Beispiel, um Beschwerden durch die Metastasen zu lindern. 

  • In der Regel erhalten Erkrankte mit Fernmetastasen jedoch Therapien, die auf den ganzen Körper wirken. 

Wichtig zu wissen: Sind mehrere Organe von Metastasen betroffen, ist eine Operation der Metastasen in der Regel keine Behandlungsmöglichkeit mehr, die einen Nutzen für die Betroffenen hat.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Fragen Sie nach

Sie können Ihren Arzt oder Ihre Ärztin vor der geplanten Operation nach möglichen Risiken fragen – auch ob Sie damit rechnen müssen, dass eine Narbe zurückbleibt.

Größere Risiken bei der operativen Entfernung von schwarzem Hautkrebs gibt es in der Regel nicht. Komplikationen sind aber möglich, wie bei jedem chirurgischen Eingriff. Beispiele sind:

  • Schmerzen,
  • Nachblutungen und Blutergüsse,
  • Wundinfektionen,
  • Spannungsgefühle der Haut,
  • Probleme bei der Wundheilung.

Zum Weiterlesen

Allgemeine Informationen zu Risiken und möglichen Nebenwirkungen einer Operation, wie beispielsweise Schmerzen, finden Sie unter Operation (OP): Chirurgie bei Krebs.

Andere Komplikationen sind dagegen nach einer OP seltener. Abhängig von der jeweiligen Komplikation können bestimmte Maßnahmen Ihre Beschwerden lindern. Beispielsweise kann es nach einer Entfernung der Lymphknoten zu sogenannten Lymphödemen (Lymphstau) kommen. Dann können Sie eine Lymphdrainage und Kompressionsbehandlung erhalten.

Halten die Komplikationen bei Ihnen längerfristig an, erhalten Sie im Rahmen der Nachsorge und Reha weitere Unterstützung.

 

Fragen Sie uns!

Haben Sie Fragen zur OP beim Melanom? Dann helfen Ihnen unsere Ärztinnen und Ärzte gerne kostenfrei weiter:

Hinweis

Seit der Zulassung moderner Immuntherapien (Checkpoint-Hemmer) ersetzen diese die frühere Interferontherapie beim schwarzen Hautkrebs.

Empfehlen Fachleute eine Immuntherapie beim Melanom, handelt es sich dabei üblicherweise um Medikamente mit dem Namen "Immun-Checkpoint-Inhibitoren". Das sind Antikörper, deren Ziel es ist, das körpereigene Immunsystem zu aktivieren. So kann es die Krebszellen bekämpfen.

Es gibt verschiedene Immun-Checkpoint-Inhibitoren, die beim Melanom infrage kommen können. Sie richten sich gegen unterschiedliche Zielstrukturen im Immunsystem. Beispiele sind die Wirkstoffe Nivolumab, Pembrolizumab und Ipilimumab. Sie können einzeln oder in Kombination eingesetzt werden.

Ein Mann bekommt eine Chemotherapie, eine Krankenschwester spricht mit ihm.
Antikörper erhalten Sie als Infusion. [Symbolbild]
Bild: © Krebsinformationsdienst, DKFZ; Foto: Tobias Schwerdt

So läuft die Immuntherapie ab: Die Therapie findet ambulant statt. Das Medikament mit dem Antikörper erhalten Sie als Infusion über 30 Minuten in eine Vene in regelmäßigem Abstand von mehreren Wochen. 

  • Wie oft Sie eine Infusion erhalten und wie lange die Behandlung dauert, hängt vom Medikament und Ihrer individuellen Situation ab.

Gut zu wissen

Unter Immun-Checkpoint-Inhibitoren sind die meisten Nebenwirkungen leicht bis mittelschwer. Sie lassen sich in der Regel behandeln. 

Es kann aber auch vorkommen, dass Ihre Ärzte Ihnen empfehlen, die Therapie aufgrund der Nebenwirkungen zeitweise zu unterbrechen. 

Welche Nebenwirkungen können auftreten? Immun-Checkpoint-Inhibitoren verursachen in der Regel Beschwerden, die vor allem auf überschießenden Immunreaktionen beruhen. Dazu gehören zum Beispiel Nebenwirkungen 

  • an der Haut (beispielsweise Ausschlag, Juckreiz) oder
  • im Magen-Darm-Trakt (beispielsweise Durchfall, Erbrechen, Darmentzündung).

Auch andere Organsysteme können von den Nebenwirkungen betroffen sein.

Zum Weiterlesen

Mehr Information rund um die Therapie mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren erhalten Sie im Text Immuntherapie gegen Krebs oder im Informationsblatt "Immuntherapie gegen Krebs" (PDF).

Onkolytische Viren

Bei örtlichen Metastasen in der Haut oder Unterhaut, die sich nicht operieren lassen, kann eine Virotherapie infrage kommen: 

  • Talimogen Laherparepvec (T-VEC) – Das ist ein gentechnisch verändertes Herpesvirus. Die Ärztin oder der Arzt spritzt es direkt in den Tumor. Das onkolytische Virus befällt dann die Tumorzellen und zerstört sie.

BRAF

BRAF ist Teil eines Signalwegs in den Krebszellen, der ihr Wachstum fördert. Auch andere Gene sind daran beteiligt – wie MEK.

Zielgerichtete Krebstherapien beim Melanom richten sich gegen BRAF und/oder MEK. 

So lässt sich der Signalweg wirksam blockieren und die Krebszellen werden am Wachsen gehindert.

Zielgerichtete Krebsmedikamente kommen dann infrage, wenn die Krebszellen bestimmte Genveränderungen tragen. Das prüfen die Ärzte während der Diagnostik

  • Beim Melanom geht um eine Veränderung im BRAF-Gen: Bei etwa der Hälfte der Erkrankten liegt eine solche BRAF-Mutation vor.

Fachleute empfehlen in der Regel eine Kombinationstherapie aus einem BRAF- und MEK-Hemmer. Beispiele sind die Wirkstoffe Dabrafenib, Vemurafenib Pembrolizumab, Trametinib und Cobimetinib. Ist das aus ärztlicher Sicht nicht möglich, ist auch eine Einzeltherapie mit einem BRAF- oder MEK-Hemmer möglich.

Wichtig zu wissen

Patientinnen und Patienten mit BRAF-Mutation werden meist zuerst mit zielgerichteten Medikamenten behandelt. Sie können aber auch (zuerst) eine Immuntherapie erhalten.

Ältere Frau nimmt Medikamente mit einem Glas Wasser ein. Vor ihr auf dem Tisch liegt eine Dosierhilfe.
Bei einer zielgerichteten Therapie erhalten Sie Tabletten oder Kapseln, die sie selbstständig zu Hause einnehmen können. [Symbolbild]
Bild: © Krebsinformationsdienst, DKFZ; Foto: Tobias Schwerdt

So läuft die Behandlung mit BRAF/MEK-Inhibitoren ab: Sie nehmen täglich eine oder mehrere Kapseln des jeweiligen Medikaments. 

  • Wann, wie oft und wie lange Sie das Medikament einnehmen sollten, ist abhängig vom genauen Medikament und Ihrer individuellen Erkrankungssituation. 

Gut zu wissen

Der BRAF-Hemmer Vemurafenib ist bekannt dafür, die Haut sonnenempfindlicherer zu machen. Daher ist es wichtig, während der Therapie Ihre Haut besonders vor der Sonne zu schützen. Fragen Sie Ihre behandelnden Ärzte, ob andere Wirkstoffe ebenfalls diese Nebenwirkung haben können.

Welche Nebenwirkungen haben BRAF/MEK-Inhibitoren? Zielgerichtete Krebsmedikamente wirken spezifischer auf Krebszellen als herkömmliche Krebstherapien. Dennoch können Sie unter Ihrer Therapie Nebenwirkungen bekommen. Welche das sind, ist abhängig von Ihrem eingesetzten BRAF- und/oder MEK-Hemmer.

Zu den häufigsten unerwünschten Nebenwirkungen unter der Kombinationstherapie gehören beispielsweise

  • Fieber, Schüttelfrost, Husten, Kopfschmerzen
  • Übelkeit, Durchfall, Erbrechen,
  • Hautveränderungen, Hautausschlag,
  • Fatigue,
  • Bluthochdruck,
  • Gelenkschmerzen.

Die Nebenwirkungen sind in der Regel jedoch mild bis moderat. Im Verlauf der Therapie werden die meisten davon seltener. 

Zum Weiterlesen

Allgemeine Informationen zur zielgerichteten Krebstherapie finden Sie im Text Zielgerichtete Therapie gegen Krebs: Ablauf, Nebenwirkungen, Medikamente oder im Informationsblatt "Zielgerichtete Krebstherapien" (PDF).

Eine Strahlentherapie ist bei der Behandlung des Melanoms eher selten und kommt nur in bestimmten Erkrankungssituationen infrage:

  • wenn ein örtlich-begrenzter Tumor nicht operiert werden kann,
  • um gezielt Metastasen zu behandeln – in der Haut, in den Lymphknoten und teilweise auch Fernmetastasen in anderen Organen.

Je nach Erkrankungssituation, kann das Ziel einer Strahlentherapie beim Melanom sein, 

  • die Erkrankung zu heilen oder
  • die Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. 

Mehr zum allgemeinen Ablauf einer Strahlentherapie bei Hautkrebs und ihren möglichen Nebenwirkungen erfahren Sie im Text Weißer Hautkrebs: Behandlung und Nebenwirkungen.

Fragen Sie uns!

Haben Sie Fragen zur Strahlentherapie beim Melanom, helfen Ihnen unsere Ärztinnen und Ärzte gerne kostenfrei weiter:

Zum Weiterlesen

In der Regel finden klinische Studien an spezialisierten Krebszentren statt.

Wie Sie geeignete Anlaufstellen finden, erfahren Sie im Text Diagnose Hautkrebs: Untersuchungen bei Krebsverdacht.

In besonderen Situationen, zum Beispiel bei metastasiertem schwarzem Hautkrebs, können Patientinnen oder Patienten eventuell im Rahmen einer klinischen Studie behandelt werden. Die zuständigen Ärzte oder das Tumorboard prüfen diese Möglichkeit.

Zum Weiterlesen

Über neuartige Immuntherapieformen informiert der Text Immuntherapie gegen Krebs.

Neue Wirkstoffe und Behandlungsmethoden: In klinischen Studien erproben Forschende neue Wirkstoffe und Behandlungsmethoden. Dabei wollen sie feststellen, ob diese wirksamer sind als die herkömmlichen Therapien. 

Beim Melanom gibt es beispielsweise Studien zu

  • verschiedenen neuartigen Formen der Immuntherapie – auch Hemmer gegen andere Immun-Checkpoints,
  • zielgerichtete Medikamente gegen andere Genveränderungen in den Tumorzellen,
  • Wirkstoffe, die die Blutversorgung des Tumors unterbinden.

Gut zu wissen

In einer klinischen Studie werden Sie engmaschig betreut. Ihre behandelnden Ärzte können dadurch sehr schnell eingreifen, sollten unerwartete Nebenwirkungen auftreten.

Neue Kombinationstherapien: Es gibt auch Studien, die bisherige Behandlungen verbessern sollen. Diese Studien kombinieren bereits bekannte und für die Melanombehandlung zugelassene Methoden neu miteinander, verwenden sie in einer neuen Reihenfolge oder wandeln sie anderweitig ab. Untersucht werden beispielsweise Immuntherapien oder zielgerichtete Krebstherapien vor der Operation (neoadjuvante Therapie).

Zum Weiterlesen

Weitere Informationen können Sie im Text Klinische Studien bei Krebs: Häufige Fragen, wichtige Antworten nachlesen. 

Tritt ein Melanom erneut an derselben Stelle auf, dann sprechen Fachleute von einem örtlichen Rezidiv. Sie empfehlen, dieses möglichst vollständig mit geeignetem Sicherheitsabstand zu entfernen

Ein Melanom kann auch an einer anderen Stelle wieder auftreten – in einer weiter entfernten Hautregion, in benachbarten Lymphknoten oder in anderen Organen. Das Melanom hat dann metastasiert.

  • Bei einem Krankheitsrückfall mit Metastasen können alle Behandlungsmaßnahmen infrage kommen, die es für Tumoren im fortgeschrittenen Stadium gibt.

Gut zu wissen

Bei einem Rückfall schauen die Ärzte auch darauf, welche Therapien Betroffene bei der ersten Erkrankung bekommen haben.

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