- Eine Chemotherapie ("Chemo") ist für viele Frauen ein wichtiger Teil ihrer Brustkrebsbehandlung. Sie hemmt das Tumorwachstum und senkt das Risiko für einen Rückfall. Bei fortgeschrittenem Brustkrebs reduziert eine Chemo die krebsbedingten Beschwerden und hält das weitere Fortschreiten der Krankheit auf.
- Eine Chemotherapie findet vor und/oder nach der Operation des Tumors statt. Bei manchen Patientinnen reichen andere Therapieverfahren aus, um den Brustkrebs zu behandeln – zum Beispiel eine Antihormontherapie, zielgerichtete Therapie oder Bestrahlung. Dann brauchen sie keine zusätzliche Chemo.
- Wie eine Chemotherapie genau abläuft, hängt vom individuellen Krebstyp und von den eingesetzten Medikamenten ab. Die meisten Brustkrebspatientinnen bekommen regelmäßig eine Infusion und zusätzliche Medikamente gegen die Nebenwirkungen der Chemo.
Wichtig: Informationen aus dem Internet können Ihnen einen Überblick bieten. Sie sind aber nicht dazu geeignet, die Beratung durch einen Arzt oder eine Ärztin zu ersetzen.
Chemo bei Brustkrebs: Wichtiges in Kürze
Bei einer Chemotherapie ("Chemo") gegen Brustkrebs erhalten die Patientinnen sogenannte Zytostatika. Das sind Medikamente, die Krebszellen bekämpfen. Sie verhindern, dass Tumorzellen sich teilen und weiterwachsen.
Es gibt viele verschiedene Zytostatika gegen Brustkrebs. Welche Medikamente eine Betroffene genau erhält, ist individuell unterschiedlich. Die Wirkstoffe haben jedoch etwas gemeinsam: Sie verteilen sich im ganzen Körper und greifen Zellen überall an.
Eine Chemo wirkt daher nicht nur gegen den Tumor in der Brust. Sie bekämpft auch Krebszellen, die sich eventuell bereits vom Tumor abgelöst und im Körper verteilt haben.
Eine Chemo kann Krebszellen schädigen oder abtöten. Dadurch wird der Tumor kleiner oder wächst langsamer. Gleichzeitig sinkt das Risiko, dass neue Tumorherde entstehen (Metastasen).
Die Medikamente einer Chemotherapie bekämpfen aber nicht nur Krebszellen, sondern schädigen auch manche gesunden Zellen im Körper. Deshalb hat eine Chemotherapie oft Nebenwirkungen.
Wie funktioniert eine Chemotherapie?
Wie eine "Chemo" funktioniert und wie die Medikamente genau wirken, lesen Sie auf der Seite Chemotherapie: Mit Zytostatika gegen Krebs. Dort erfahren Sie auch, was es vor, während und nach einer Chemotherapie zu beachten gibt.
Kommt eine Chemotherapie für mich infrage?
Wichtig zu wissen
Eine Chemotherapie ist nicht immer sinnvoll: Nicht jede Frau mit Brustkrebs profitiert von einer Chemo.
Ob eine Chemotherapie für Sie infrage kommt, entscheiden Sie zusammen mit Ihrem Ärzteteam. Die Fachleute wägen dafür Vor- und Nachteile gegeneinander ab und berücksichtigen Ihre individuelle Situation.
Dabei sind die Eigenschaften des Tumors besonders wichtig. Aber auch Ihr Alter, Ihr allgemeiner Gesundheitszustand und mögliche Vorerkrankungen spielen eine Rolle.
Eine Chemotherapie gegen Brustkrebs empfehlen Fachleute vor allem dann, wenn ohne sie ein Rückfall wahrscheinlich ist. Das kann zum Beispiel der Fall sein,
- wenn sich die Krebszellen schnell teilen und wachsen.
- wenn der Tumor schon groß ist.
- wenn das Gewebe stark verändert ist.
- wenn die Krebszellen nicht nur in der Brust, sondern auch in mehreren benachbarten Lymphknoten vorkommen.
- wenn die Krebszellen “triple-negativ” sind, also keine Hormonrezeptoren und keine vermehrten HER2-Rezeptoren aufweisen.
- wenn die Krebszellen besonders viele HER2-Rezeptoren aufweisen.
- wenn Sie noch jünger sind.
Manchmal ist es bei Brustkrebs schwierig, das Risiko für einen Rückfall genau einzuschätzen. Dann können Ärztinnen und Ärzte zusätzlich sogenannte Genexpressionstests nutzen. Diese helfen, die Vorgänge im Tumor zu verstehen und das Rückfallrisiko besser zu bestimmen. Das kann Ihnen helfen, sich für oder gegen eine Chemotherapie zu entscheiden.
Zum Weiterlesen
Welche Tumor-Eigenschaften speziell für die Therapie von Brustkrebs relevant sind, erfahren Sie im Text Diagnose Brustkrebs: Untersuchungen bei Krebsverdacht.
Chemotherapie oder nicht?
Eine Chemotherapie ist nicht immer die beste Option: Manchmal sind andere Therapieverfahren besser geeignet. Wenn Sie metastasierten Brustkrebs haben, kann stattdessen zum Beispiel auch eine Antihormontherapie, zielgerichtete Therapie oder Bestrahlung infrage kommen. Welche Behandlung für Sie am sinnvollsten ist, hängt davon ab,
- wie weit Ihre Krebserkrankung fortgeschritten ist,
- welche biologischen Merkmale der Tumor und/oder die Metastasen haben
- und wie Ihr Gesundheitszustand ist.
Eine Chemotherapie kommt selten allein: Oft, insbesondere bei frühem Brustkrebs, ist die Chemo nur eine Therapie unter mehreren. Hinzu kommen meist andere Behandlungen – etwa eine Operation (OP), eine Bestrahlung oder weitere Medikamente. Je nach Kombination können die Behandlungsformen gleichzeitig oder nacheinander eingesetzt werden.
Eine Chemotherapie kann zum Beispiel vor (neoadjuvant) und/oder nach (adjuvant) der Operation des Brusttumors erfolgen.
Wie hilft mir eine Chemotherapie?
Eine Chemotherapie kann vor einem Rückfall schützen: Wenn Sie frühen Brustkrebs haben, sollen die Chemo-Medikamente sowohl heilen als auch vorbeugen. Sie sollen verhindern, dass der Brustkrebs zu einem späteren Zeitpunkt zurückkommt (Rezidiv).
Eine Chemotherapie kann zudem große Tumoren verkleinern und schnell wachsende Tumoren ausbremsen, bevor sie entfernt werden. Dadurch muss bei der OP weniger gesundes Brustgewebe entfernt werden oder die OP wird überhaupt erst möglich.
Eine Chemo vor der OP kann Ärztinnen und Ärzten auch Hinweise geben, ob die Medikamente gut wirken und welche Therapie nach der OP am besten folgen sollte.
Eine Chemotherapie kann Beschwerden lindern: Wenn Sie fortgeschrittenen Brustkrebs haben, lässt sich ein Tumor oft nicht mehr vollständig entfernen oder er hat sich bereits auf andere Organe ausgebreitet (Metastasen).
Dann kann eine Chemo als sogenannte palliative Therapie sinnvoll sein. Sie kann den Krebs dann nicht mehr heilen, aber ihn oftmals ausbremsen und die krebsbedingten Beschwerden abschwächen.
Wie läuft die Chemotherapie bei Brustkrebs ab?
Chemo-Medikamente
Zu den Chemotherapie-Wirkstoffen, die gegen Brustkrebs eingesetzt werden, gehören unter anderem Arzneimittel aus der Gruppe
- der Taxane,
- der Anthrazykline,
- der Alkylanzien und
- der Platinderivate.
Es gibt viele verschiedene Chemotherapie-Medikamente (Zytostatika) gegen Brustkrebs.
- Welche Medikamente eine Patientin genau erhält, hängt von der persönlichen Erkrankungssituation ab.
Frauen mit Brustkrebs in einem frühen Stadium erhalten oft mehrere dieser Wirkstoffe – gleichzeitig oder nacheinander. Diese greifen die Krebszellen auf unterschiedliche Weise an und ergänzen sich gegenseitig. Das verstärkt die Wirkung der Chemo.
Bei Brustkrebs mit Metastasen erhalten Betroffene in der Regel nur einen einzigen Chemo-Wirkstoff, keine Kombinationen von Wirkstoffen.
Chemotherapie: Infusion oder Tabletten

Bild: © Krebsinformationsdienst, DKFZ; Foto: Tobias Schwerdt
Infusion: Die meisten Chemotherapie-Medikamente erhalten Brustkrebspatientinnen als Infusion über einen Tropf. So gelangen die Wirkstoffe direkt ins Blut und verteilen sich im Körper.
- Eine solche Chemo findet in der Regel in der Ambulanz eines Krankenhauses oder einer spezialisierten Arztpraxis statt. Ein stationärer Krankenhausaufenthalt ist nur bei wenigen Patientinnen nötig – zum Beispiel, wenn sie sehr starke Nebenwirkungen haben.
Wann lohnt sich ein Port?
Ein Portkatheter ("Port") ist ein Venenzugang, über den Krebspatientinnen Infusionen erhalten können. Er wird meist unter die Haut am Schlüsselbein eingesetzt und kann dort mehrere Jahre bleiben.
Der Vorteil: Ein Port ist wiederverwendbar. So muss nicht für jede Medikamenteninfusion eine neue Vene gesucht und angestochen werden.
Ein Port kann aber auch Risiken mit sich bringen. Ob ein Port in Ihrer Situation sinnvoll ist, können Sie mit Ihrem Ärzteteam besprechen.
Tabletten: Manche Medikamente gibt es auch als Tabletten zum Schlucken. Diese kommen jedoch vor allem bei fortgeschrittenem Brustkrebs mit Metastasen zum Einsatz.
Wie lange dauert eine Chemo?
Gut zu wissen
Die Dauer der Chemo und das genaue Behandlungsschema können sich von Patientin zu Patientin unterscheiden.
Früher Brustkrebs: Eine Chemotherapie gegen frühen Brustkrebs dauert in der Regel zwischen 18 und 24 Wochen. In dieser Zeit erhalten die Patientinnen in regelmäßigen Abständen Medikamente – zum Beispiel 1 Mal pro Woche 1 Infusion.
- Während der kurzen Behandlungspause können sich gesunde Körperzellen von den Nebenwirkungen der Therapie erholen, Krebszellen jedoch in der Regel nicht.
Ein Zyklus einer Chemotherapie besteht immer aus einer Behandlungsrunde und einer Pause und wird mehrfach wiederholt.
- Die Ärztinnen und Ärzte passen jedoch die Abstände zwischen den Behandlungen und die Dosis der einzelnen Infusionen individuell an.
Wie sieht ein typisches Chemo-Schema bei frühem Brustkrebs aus?
Wie die Chemotherapie genau abläuft, ist immer auf Ihre persönliche Situation abgestimmt. Ein Behandlungsschema für eine Chemo vor oder nach der Operation eines Brusttumors kann zum Beispiel wie folgt aussehen:
Kombination aus 3 Wirkstoffen (EC-T): Epirubicin (E, ein Anthrazyklin), Cyclophosphamid (C, ein Stickstoff-Derivat aus der Gruppe der Alkylanzien) und Paclitaxel (T, ein Taxan). Dieses Schema wird mit "EC-T" abgekürzt.
Taktung: Zunächst 4 Zyklen à 2 Wochen (dosisdicht), gefolgt von 12 Zyklen à 1 Woche.
Ablauf: An Tag 1 des ersten Therapiezyklus erhalten Sie zunächst den Wirkstoff Epirubicin und 1 Stunde später den Wirkstoff Cyclophosphamid über ein Portsystem ins Blut. Dann folgen 13 Tage Therapiepause. Danach beginnt ein neuer Zyklus. Insgesamt dauert diese "EC"-Chemo 8 Wochen (4 Zyklen à 2 Wochen).
Im Anschluss erhalten Sie eine weitere Chemo, die insgesamt 12 Wochen dauert (12 Zyklen à 1 Woche). Dabei bekommen Sie an Tag 1 eine Infusion mit dem Wirkstoff Paclitaxel. Dann folgen 6 Tage Therapiepause. Danach beginnt ein neuer Zyklus.
Begleitend zu allen Wirkstoff-Infusionen erhalten Sie weitere Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen sowie zur Unterstützung des Immunsystems. Die Infusionen dauern zusammen etwa 1,5 – 2,5 Stunden pro Behandlungstag.
Fortgeschrittener Brustkrebs: Bei metastasiertem Brustkrebs gibt es keine feste Dauer für die Chemotherapie. Die Chemo wird dann fortgeführt, solange sie wirkt und solange nur wenige Nebenwirkungen auftreten.
Kontrolle: Während der Therapie von frühem und metastasiertem Brustkrebs überprüfen Ärztinnen und Ärzte regelmäßig, wie gut die Chemo wirkt. Gegebenenfalls passen sie das Behandlungsschema und/oder die Dosierung an.
Zum Weiterlesen
Mehr Infos finden Sie unter Wie läuft eine Chemotherapie ab?
Welche Nebenwirkungen und Spätfolgen können auftreten?

Bild: © fizkes/Shutterstock
Chemotherapie-Medikamente greifen nicht nur Krebszellen an, sondern auch Ihre gesunden Körperzellen. Geschädigt werden vor allem Zellen, die sich häufig teilen. Dazu gehören die Haarwurzeln, die Zellen der Schleimhäute sowie die blutbildenden Zellen des Knochenmarks. Zusätzlich kann Ihr Körper allgemein auf die starken Medikamente reagieren.
Eine Chemo kann daher verschiedene Nebenwirkungen mit sich bringen. Zu den häufigsten Begleiterscheinungen gehören:
- Übelkeit, Erbrechen und Appetitverlust
- Verdauungsprobleme und Lebensmittelunverträglichkeiten
- Schmerzen in Mund, Bauch und Intimbereich – hervorgerufen durch Entzündungen der Schleimhäute in Mund, Magen, Darm, Blase und Genitalbereich
- Haarausfall
- Müdigkeit und Erschöpfung (Fatigue)
- häufigere Infektionen – hervorgerufen durch einen Mangel an weißen Blutkörperchen
Darüber hinaus können bei Ihnen während oder nach der Chemo weitere Nebenwirkungen auftreten.
- Bestimmte Chemotherapie-Medikamente können das Nervensystem schädigen. Manche Patientinnen haben daher Gefühlsstörungen in Händen und Füßen (Neuropathie).
- Andere Chemo-Medikamente können den Herzmuskel schädigen. Manche Brustkrebspatientinnen entwickeln daher Herzprobleme.
- Bei Frauen vor der Menopause können durch die Chemo der Eisprung und die Menstruation ausfallen. Bei jungen Frauen ist diese Unfruchtbarkeit meistens nur vorübergehend. Je älter und damit näher Sie den natürlichen Wechseljahren sind, desto wahrscheinlicher bleiben bei Ihnen nach der Chemo Eisprung und Regelblutung dauerhaft aus.
- Unter Umständen können Brustkrebspatientinnen infolge einer Chemotherapie nach Jahren bis Jahrzehnten eine andere Krebserkrankung entwickeln. Das betrifft jedoch nur sehr wenige Frauen.
Ob und welche Spätfolgen die Chemotherapie bei Ihnen hinterlassen hat, überprüfen Ärztinnen und Ärzte bei den Untersuchungen während der Nachsorge.
Treten immer alle Chemo-Nebenwirkungen auf?
Nein, nicht jede Patientin mit Brustkrebs erlebt alle möglichen Therapiefolgen. Welche Nebenwirkungen bei der Chemotherapie auftreten und wie stark sie ausgeprägt sind, hängt von Ihren Medikamenten, deren Dosis sowie der Art und der Dauer Ihrer Behandlung ab.
Hinzu kommt: Nicht alle Frauen reagieren gleich auf die Chemo. Manche Frauen vertragen die Medikamente gut und erleben kaum oder nur schwache Therapiefolgen. Andere erleben bei denselben Wirkstoffen starke Nebenwirkungen. Das liegt oft an Vorerkrankungen oder dem allgemeinen Gesundheitszustand.
Wie lange dauern die Nebenwirkungen der Chemo?
Die meisten Beschwerden sind vorübergehend. Sie treten nur während der Chemotherapie auf und klingen danach ab. Das Knochenmark bildet bereits 1 – 2 Wochen nach jeder Behandlungsrunde wieder neue Blutzellen, spätestens einige Wochen nach Therapieende. Die Haare beginnen in der Regel einige Monate nach Therapieende wieder zu wachsen.
Manche Beschwerden halten allerdings auch länger an (Langzeitfolgen) oder treten erst lange nach der Chemotherapie auf (Spätfolgen). Dazu gehören beispielsweise Unregelmäßigkeiten des Zyklus, Gefühlsstörungen sowie Herzprobleme. Manche körperlichen Veränderungen bleiben dauerhaft und können Ihr Leben mit und nach Brustkrebs erschweren.
Was kann ich gegen die Nebenwirkungen der Chemo tun?
Wenn Sie eine Chemotherapie gegen Brustkrebs erhalten und unter den Nebenwirkungen leiden, sollten Sie mit Ihrem behandelnden Ärzteteam sprechen. Viele Beschwerden lassen sich behandeln.
- Bei sehr starken Beschwerden können Sie eventuell andere Chemo-Wirkstoffe oder geringere Dosierungen erhalten oder längere Therapiepausen machen.
- Wenn sich Ihr Zustand kurzfristig deutlich verschlechtert, sollten Sie sofort Ihre Klinik oder Praxis kontaktieren. Fieber ist beispielsweise oft ein Anzeichen für eine akute Infektion, die schnell behandelt werden muss.
Ihre Ärztinnen und Ärzte können Ihnen auch sagen, wie sich bestimmte Nebenwirkungen der Chemotherapie abschwächen oder ganz vermeiden lassen.
- Neuropathien: Spezielle Bewegungstrainings mit Physio- oder Ergotherapeuten können Gefühlsstörungen in Händen und Füßen abschwächen. Ob die Übungen diesen Neuropathien auch vorbeugen, ist noch nicht ausreichend untersucht. Helfen können möglicherweise auch spezielle Handschuhe und Socken: Indem sie Hände und Füße während der Chemo kühlen oder zusammendrücken, schränken sie die Durchblutung ein. Ob das die Neuropathien lindern oder vermeiden kann, ist aber noch nicht abschließend geprüft.
- Haarverlust: Eine Kühlung der Kopfhaut während der Chemotherapie kann bei bestimmten Wirkstoffen möglicherweise Schäden an den Haarwurzelzellen senken. Die Ergebnisse der dazu durchgeführten Studien waren jedoch nicht eindeutig.
- Schleimhautentzündungen und Übelkeit: Eine gute Mundpflege und eine angepasste Ernährung können Schmerzen beim Essen und Verdauungsprobleme lindern. Zudem erhalten Sie bei einer Chemo immer auch Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen.
- Unfruchtbarkeit: Wenn bei Ihnen ein Kinderwunsch besteht, gibt es viele Möglichkeiten, einer eventuellen Unfruchtbarkeit durch die Chemo vorzubeugen.
Fragen Sie uns!
Sie haben Fragen zur Chemotherapie bei Brustkrebs? Wir sind für Sie da! Unsere Ärztinnen und Ärzte informieren Sie kostenlos
- am Telefon täglich von 8 bis 20 Uhr unter 0800 420 30 40
- per E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.de oder über ein datensicheres Kontaktformular
Quellen und Links für Interessierte und Fachkreise
Im Folgenden finden Sie eine Auswahl an hilfreichen Links zum Weiterlesen und Quellen, die für die Erstellung dieses Textes genutzt wurden.
Quellen und weiterführende Informationen
Leitlinien
Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF): S3-Leitlinie "Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms", Langversion 5.0, 2025, AWMF Registernummer: 032-045OL (aufgerufen am 14.07.2026).
Zur begleitenden Behandlung von Therapienebenwirkungen steht die S3-Leitlinie "Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen" zur Verfügung (aufgerufen am 14.07.2026).
Leitlinien zur Chemotherapie bei Brustkrebs sind bei der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO) unter "Systemische Therapie" des jeweiligen Brustkrebs-Subtyps abrufbar (aufgerufen am 14.07.2026).
Arzneimittel: Herstellerinformationen, Studien, Nutzenbewertungen
Als Quelle für Aussagen zu Medikamenten auf den Themenseiten zu Brustkrebs hat der Krebsinformationsdienst aktuelle Fachinformationen der Hersteller herangezogen (über www.fachinfo.de für Fachkreise zugänglich). Außerdem greift der Krebsinformationsdienst auf frei zugängliche Informationen zu, wie
- Arzneimittelinformationen in deutschen Datenbanken, vor allem im Arzneimittel-Informationssystem des Bundes PharmNet.Bund.
- aktuelle Hinweise des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte.
- die englischen Informationen der europäischen Arzneimittelbehörde EMA.
Zu neueren Arzneimitteln werden als Quelle auch Nutzenbewertungen gemäß § 35a des SGB V herangezogen. Die bisher vorliegenden Berichte sind abrufbar beim Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) unter dem Stichwort "Projekte & Ergebnisse", dann "Publikationen".
Auch der Gemeinsame Bundessausschuss (G-BA) bietet Informationen zu Arzneimitteln. In der Regel handelt es sich dabei um Änderungen der Arzneimittel-Richtlinie.
Fachartikel (Auswahl)
Beijers AJM, Bonhof CS, Mols F, Ophorst J, de Vos-Geelen J, Jacobs EMG, van de Poll-Franse LV, Vreugdenhil G. Multicenter randomized controlled trial to evaluate the efficacy and tolerability of frozen gloves for the prevention of chemotherapy-induced peripheral neuropathy. Ann Oncol. 2020 Jan;31(1):131-136. doi: 10.1016/j.annonc.2019.09.006.
Burstein HJ, Curigliano G, Gnant M, Loibl S, Regan MM, Loi S, Denkert C, Poortmans P, Cameron D, Thurlimann B, et al. Tailoring treatment to cancer risk and patient preference: the 2025 St Gallen International Breast Cancer Consensus Statement on individualizing therapy for patients with early breast cancer. Ann Oncol. 2025 Dec;36(12):1433-1446. doi: 10.1016/j.annonc.2025.09.007.
Cardoso F, Paluch-Shimon S, Schumacher-Wulf E, Matos L, Gelmon K, Aapro MS, Bajpai J, Barrios CH, Bergh J, Bergsten-Nordström E, et al. 6th and 7th International consensus guidelines for the management of advanced breast cancer (ABC guidelines 6 and 7). Breast. 2024 Aug;76:103756. doi: 10.1016/j.breast.2024.103756.
Contreras Molina M, Álvarez Bueno C, Cavero Redondo I, Lucerón Lucas-Torres MI, Jiménez López E, García Maestro A. Effectiveness of Scalp Cooling to Prevent Chemotherapy-Induced Alopecia in Patients Undergoing Breast Cancer Treatment: A Systematic Review and Meta-analysis. Cancer Nurs. 2024 Jul-Aug 01;47(4):319-326. doi: 10.1097/NCC.0000000000001234.
Curigliano G, Burstein HJ, Gnant M, Loibl S, Cameron D, Regan MM, Denkert C, Poortmans P, Weber WP, Thürlimann B; St Gallen Consensus Conference Panelists 2023. Understanding breast cancer complexity to improve patient outcomes: The St Gallen International Consensus Conference for the Primary Therapy of Individuals with Early Breast Cancer 2023. Ann Oncol. 2023 Nov;34(11):970-986. doi: 10.1016/j.annonc.2023.08.017. Erratum in: Ann Oncol. 2025 Mar;36(3):351. doi: 10.1016/j.annonc.2024.11.001.
Jordan B, Margulies A, Cardoso F, Cavaletti G, Haugnes HS, Jahn P, Le Rhun E, Preusser M, Scotté F, Taphoorn MJB, et al. Systemic anticancer therapy-induced peripheral and central neurotoxicity: ESMO-EONS-EANO Clinical Practice Guidelines for diagnosis, prevention, treatment and follow-up. Ann Oncol. 2020 Oct;31(10):1306-1319. doi: 10.1016/j.annonc.2020.07.003.
Kojima Y, Taruno K, Harada K, Inoki K, Yamaji N, Noma H, Ota E, Hasegawa T. Scalp cooling for the prevention of chemotherapy-induced alopecia in women with early breast cancer. Cochrane Database Syst Rev. 2025 Aug 1;8(8):CD016196. doi: 10.1002/14651858.CD016196.
Wang S, Yang T, Shen A, Qiang W, Zhao Z, Zhang F. The scalp cooling therapy for hair loss in breast cancer patients undergoing chemotherapy: a systematic review and meta-analysis. Support Care Cancer. 2021 Nov;29(11):6943-6956. doi: 10.1007/s00520-021-06188-8.
Geprüft
durch unsere Fachredaktion,
bestehend aus Expertinnen und Experten aus Medizin, Naturwissenschaften sowie Psychoonkologie und Recht.



