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Aktuelle Nachrichten aus Onkologie und Krebsforschung, © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum
Nachrichten aus der Onkologie

Nachrichten aus Medizin und Wissenschaft für Fachkreise

Letzte Aktualisierung: 15.04.2020
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Welche neuen Entwicklungen gibt es in der Onkologie? Mit diesem Nachrichtenüberblick bietet der krebsinformationsdienst.med des Deutschen Krebsforschungszentrums allen Berufsgruppen in der Medizin einen schnellen Zugang zu aktuellem Wissen. Hier ebenfalls aufgeführt sind Hinweise auf neue Angebote des Krebsinformationsdienstes, zum Beispiel neue Patientenbroschüren oder Informationsblätter, aktuelle Veranstaltungen oder Kongresse.

Erster BRAF-Inhibitor für Darmkrebs zugelassen

Etwa jeder zehnte Patient mit metastasiertem Darmkrebs hat eine BRAF-Mutation und damit einen besonders aggressiven Tumortyp. krebsinformationsdienst.med informiert über eine neue Therapiemöglichkeit für diese Patienten.

CBD-Öle für Krebspatienten

Angebot von und Nachfrage nach Cannabidiol (CBD) steigen rasant. CBD in Form von Ölen genießt auch bei Krebspatienten eine hohe Popularität. CBD-Öle sind auf Rezept erhältlich und auch rezeptfrei. Was steckt dahinter?

Früherkennung Gebärmutterhalskrebs: Fragen zum Pap-Test

Der jährliche Abstrich zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs ist keine generelle Kassenleistung mehr. krebsinformationsdienst.med informiert, was bei Frauen ab 35 und Frauen ohne Gebärmutter beziehungsweise Gebärmutterhals dennoch möglich ist. Seit Anfang 2020 gelten für das Zervixkarzinom-Screening neue Regeln. Es ist jetzt als organisiertes Verfahren mit Einladungsschreiben angelegt. Für jüngere Frauen zwischen 20 und 34 Jahren ändert sich nichts an der jährlichen Untersuchung. Für Frauen ab 35 Jahren oder nach Entfernung von Gebärmutter bzw. Gebärmutterhals gelten neue Untersuchungsschemata. Daher stellen sich für sie häufig folgende Fragen: Warum bekommen sie jetzt keinen jährlichen Abstrich mehr angeboten? Gibt es Alternativen zur aktuellen Regelung? Was muss gegebenenfalls selbst bezahlt werden?

Erwerbsminderungsrente bei krebsbedingter Fatigue

Allein die Diagnose Fatigue im Antrag auf Erwerbsminderungsrente anzugeben, reicht nicht. krebsinformationsdienst.med informiert, welche weiteren Angaben für einen erfolgreichen Antrag notwendig sind. 70 bis 90 Prozent der Krebsbetroffenen leiden während oder nach einer Tumorbehandlung unter tumorassoziierter Fatigue. Das beeinträchtigt nicht nur die Lebensqualität, sondern auch die berufliche Leistungsfähigkeit. Viele Krebserkrankte stehen dann vor der Entscheidung, eine Erwerbsminderungsrente zu beantragen. krebsinformationsdienst.med. zeigt, wie Sie Patienten mit Fatigue beim Antrag auf Erwerbsminderungsrente unterstützen. Unabhängig davon gilt: Nach dem Grundsatz "Reha vor Rente" kann es sinnvoll sein, vor der Beantragung einer Erwerbsminderungsrente eine onkologische Rehabilitation anzustreben.

Neue Publikation des Krebsinformationsdienstes

Den Krebsinformationsdienst (KID) gibt es seit rund 35 Jahren. Jedes Jahr beantwortet der KID eine Vielzahl von Anfragen zum Thema "Krebs". Aus diesem Erfahrungsschatz ist nun ein KID-Buch entstanden. Der Krebsinformationsdienst (KID) schöpft seine Erfahrungen aus inzwischen mehreren Hunderttausend individuellen Anfragen. Mit höchst unterschiedlichen Fragestellungen rund um die Onkologie wenden sich Patienten und ihre Angehörigen, aber auch Fachleute und Bürger aus ganz Deutschland an den KID. Fragen werden täglich von Ärztinnen und Ärzten des KID beantwortet. Sie sind hervorragend in Kommunikation und Informationsvermittlung ausgebildet. Um die fachliche Richtigkeit zu sichern, greifen sie auf eine aktuelle Wissensdatenbank zurück, die auf der besten verfügbaren Evidenz basiert. Für das Buch haben wir wichtige Aspekte aus den zahlreichen Anfragen herausgegriffen und sowohl die Evidenz als auch die kommunikativen Aspekte herausgearbeitet. In den verschiedenen Buchbeiträgen möchten wir Sie auf eine spannende Reise mitnehmen und an der langjährigen Expertise des KID-Teams teilhaben lassen.

Frühe Zulassung innovativer Krebstherapien

Zunehmend werden neue Krebstherapien in der klinischen Forschung erprobt. Durch eine bedingte Zulassung können erfolgversprechende Medikamente für Patienten rasch zugänglich werden. Damit einhergehende Unsicherheiten sollten jedoch im Patientengespräch offen kommuniziert werden. In der Onkologie haben Forscher noch nie so viele neue Substanzen entwickelt wie in den letzten Jahren. Bis belastbare Ergebnisse aus klinischen Studien vorliegen, dauert es oft mehrere Jahre. Oftmals "zu" lange für Patienten mit Krebserkrankungen, für die es sonst keine ausreichend wirksamen Therapien gibt. Die bedingte Zulassung ("conditional approval") soll Krebspatienten aussichtsreiche Therapien frühzeitig verfügbar machen. Die Hersteller müssen dann Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit nachliefern. Wie wichtig diese Überprüfung ist, zeigt das Beispiel des Antikörpers Olaratumab bei Sarkomen.

Linktipp: Monographien zu pflanzlichen Produkten

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) lässt Arzneimittel zu. Darüber hinaus bewertet sie traditionell angewendete Phytopharmaka. Von krebsinformationsdienst.med erfahren Sie, was für Krebspatienten relevant ist. Auf der Internetseite www.ema.europa.eu/human-regulatory/herbal-medicinal-products finden Interessierte die englischsprachigen Monographien zu pflanzlichen Produkten. Erstellt werden sie vom Ausschuss für Phytotherapeutika (Committee on Herbal Medicinal Products, HMPC) der EMA. Der Fokus liegt auf Pflanzen, die traditionell oder schon lange von Menschen angewendet werden.

Hyperprogression unter Checkpoint-Hemmern

Manchmal schreitet der Krebs unter einer Behandlung mit Immun-Checkpoint-Hemmern deutlich schneller fort als zuvor. Hängt dies mit der Immuntherapie zusammen? krebsinformationsdienst.med informiert zu offenen Fragen. Im letzten Jahr wurden mehr Fachartikel zum Thema "Hyperprogression unter Immuntherapie" veröffentlicht als in allen Jahren vorher zusammengenommen. Häufig handelt es sich dabei allerdings um Einzelfallberichte oder Fallserien, die einen ursächlichen Zusammenhang zwischen der Therapie mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren und dem raschen Tumorprogress nicht belegen können. Zur Beschreibung, Vorhersage und Behandlung einer Hyperprogression wird noch geforscht.

Krebs im Alter

Im Alter laufen Krebspatienten oft Gefahr, über- oder unterbehandelt zu werden. Geriatrische Assessments helfen, Therapieentscheidungen zu optimieren. Wie das gelingen kann, erläutert Ihnen krebsinformationsdienst.med. Ältere Patientinnen und Patienten mit Krebs sind eine spezielle und heterogene Patientengruppe. Das optimale Therapiemanagement basiert sowohl auf der Tumorbiologie als auch auf dem biologischen Alter – und weniger auf dem rein numerischen Alter. Verfahren, die das individuelle biologische Alter messen, werden unter dem Begriff "Geriatrisches Assessment (GA)" zusammengefasst. Obwohl sie für alle älteren Krebspatienten empfohlen sind: GA-Messinstrumente werden in der Routine noch zu selten eingesetzt.

Linktipp: Leitlinienwatch

Leitlinienwatch ist ein Portal, das die Transparenz von medizinischen Leitlinien bewertet. Wer dahinter steckt und wie die Leitlinien aus dem Bereich Onkologie abschneiden, lesen Sie auf krebsinformationsdienst.med. Auf der Internetseite von www.leitlinienwatch.de finden Interessierte und Fachkreise derzeit 184 medizinische Behandlungsleitlinien: Leitlinienwatch bewertet, wie unabhängig sie von der Pharmaindustrie sind. Die Einschätzung erfolgt mithilfe eines Punktesystems. Eine Leitlinie bekommt umso mehr Punkte, je weniger Interessenskonflikte ihre Autoren haben. Die Punktespanne reicht von 0 bis 18, farblich gekennzeichnet durch die Ampelfarben rot, gelb und grün.

Recherche des Monats: Zahnersatz und Implantate bei Krebs

Für gesetzlich versicherte Krebspatienten gelten in besonders schweren Fällen spezielle Regelungen. krebsinformationsdienst.med informiert über die Höhe von Eigenanteil und Festzuschuss bei Implantaten und Zahnersatz. Probleme mit den Zähnen können Krebspatienten sehr belasten: Bei der Strahlentherapie bildet sich häufig Karies ("Strahlenkaries"). Manchmal müssen schon vor Beginn einer Krebsbehandlung Zähne gezogen werden. Trotz allem sieht die Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkassen bei Krebspatienten meist nur einen Zuschuss zu den Kosten vor. 


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Erstellt: 15.04.2020