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Aktuelle Nachrichten aus Onkologie und Krebsforschung © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Nachrichten aus Medizin und Wissenschaft für Fachkreise

Welche neuen Entwicklungen gibt es in der Onkologie? Mit diesem Nachrichtenüberblick bietet der krebsinformationsdienst.med des Deutschen Krebsforschungszentrums allen Berufsgruppen in der Medizin einen schnellen Zugang zu aktuellem Wissen. Hier ebenfalls aufgeführt sind Hinweise auf neue Angebote des Krebsinformationsdienstes, zum Beispiel neue Patientenbroschüren oder Informationsblätter, aktuelle Veranstaltungen oder Kongresse.

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Was ist dran: Aronia zur Krebsprävention?

Aroniabeeren schützen vor Krebs: Diese Behauptung findet man, wenn Medien, Shops und Händler das "Superfood" Aroniabeere anpreisen – gerade jetzt, wo die Erntezeit der Beeren ansteht. Mit dem Begriff "Superfood" werden oft exotische Früchte oder Samen bezeichnet, die aufgrund ihres Nährstoffgehaltes einen höheren gesundheitlichen Nutzen als übliche Nahrungsmittel haben sollen. Die Versprechen sind groß und der damit verbundene Preis ist es oftmals auch. Doch sind Aroniabeeren tatsächlich besser als herkömmliches Obst und Gemüse? Stimmt es, dass sie auch vor Krebs schützen können? krebsinformationsdienst.med hat die Fakten näher betrachtet.

Moderne Immuntherapie bei urologischen Tumoren

Wie bei anderen Tumorarten auch, so vollzieht sich derzeit bei der Behandlung von Nierenkrebs ein rasanter Wandel. In der Systemtherapie von Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung sind die Immun-Checkpoint-Hemmer in die Erstlinie aufgerückt: Zu Jahresbeginn wurde die Kombination von Nivolumab mit Ipilimumab für diese Situation europaweit zugelassen. Weitere immunonkologische Kombinationstherapien wurden kürzlich auf dem wegweisenden Krebskongress ASCO (American Society of Clinical Oncology) in Chicago vorgestellt. krebsinformationsdienst.med fasst wesentliche Entwicklungen für Sie zusammen.

Erhöhen B-Vitamine das Lungenkrebsrisiko?

Seinen Körper möglichst gut mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgen, das möchte jeder. Und viele Menschen greifen in dieser Absicht zu Vitaminpräparaten. Im Rahmen der Nationalen Verzehrsstudie II (NVS II) gab etwa jeder vierte Deutsche an, Nahrungsergänzungsmittel (NEM) einzunehmen1. In den USA liegt die Rate bei etwa 50 %2. Beim Anblick der Regale mit Nahrungsergänzungsmitteln kommt allerdings die Frage auf: "Wie viel ist gut und was ist zu viel?" Für die wasserlöslichen Vitamine B und C wird allgemein angenommen: Was zu viel ist, wird ausgeschieden. Gibt es demnach kein Krebsrisiko durch wasserlösliche Vitamine? In den letzten Jahren wurde der Zusammenhang zwischen B-Vitaminen und dem Lungenkrebsrisiko untersucht.

Darmkrebsfrüherkennung mit Einladungsverfahren

2018 beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Richtlinie für organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme. Darin wurde verankert, dass das Darmkrebs-Screening als organisiertes Programm gestaltet werden soll. Nun ist es soweit ‒ am 1. Juli 2019 startet das Einladungsverfahren zur Darmkrebsfrüherkennung. Künftig erhalten Versicherte ab dem Alter von 50 Jahren ein persönliches Einladungsschreiben. Lesen Sie hier, wie das neue Screening-Programm abläuft. Außerdem hat krebsinformationsdienst.med Informationen zur Beantwortung möglicher Fragen der Eingeladenen für Sie zusammengestellt, beispielsweise, was bei der Wahl zwischen Koloskopie und Stuhltest zu beachten ist.

Was ist dran: Kurkuma bei Krebs?

Kurkuma gilt als gesund und wird häufig als Nahrungsergänzungsmittel konsumiert. Der Substanz wird auch eine Wirkung gegen Krebs zugesprochen. Da uns immer wieder Fragen zu dem Thema erreichen, hat krebsinformationsdienst.med für Sie und Ihre Patienten den derzeitigen Stellenwert anhand der Fachliteratur recherchiert: Wir beurteilen die supportiven und antitumorösen Effekte von Kurkuma mithilfe von Studienergebnissen, sowohl aus der Grundlagenforschung als auch aus ersten klinischen Studien.

Komplementär- und Alternativmedizin (KAM) bei Krebs: Mit Patienten sprechen!

Eine retrospektive Beobachtungsstudie – im April 2019 im US-amerikanischen Ärzteblatt JAMA publiziert – bestätigt, was Fachleute schon seit längerem vermuten: Oft verschweigen Krebspatientinnen und -patienten ihrem behandelnden Arzt, wenn sie komplementäre oder alternative Medizin (KAM) anwenden. Was dahinter steht und welches Fazit Ärzte daraus für die Praxis ziehen können, erläutert krebsinformationsdienst.med im nachfolgenden Text.

Linktipp: FertiPROTEKT

Junge Krebspatienten müssen zunächst die Diagnose verkraften und ihren Alltag rund um die Behandlungstermine neu organisieren. Bis zum Beginn einer Behandlung bleibt oft nicht viel Zeit. Mögliche Konsequenzen der Erkrankung für die Familienplanung rücken in den Hintergrund. Das Thema Kinderwunsch sollte daher von den behandelnden Ärzten angesprochen werden, auch wenn Familiengründung bisher kein Thema war: Viele Krebstherapien beeinträchtigen die Fruchtbarkeit vorübergehend oder dauerhaft. Das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG), das jetzt in Kraft getreten ist, verbessert die Situation für die Betroffenen. Wenn sich Patientinnen und Patienten einer keimzellschädigenden Behandlung unterziehen müssen, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen künftig die Kosten für die Kryokonservierung von Keimzellgewebe, Ei- und Samenzellen. In seinem Linktipp stellt Ihnen krebsinformationsdienst.med das Expertennetzwerk FertiPROTEKT vor, das verständliche Hintergrundinformationen für Behandler und kostenloses Informationsmaterial zu fertilitätsprotektiven Maßnahmen bietet.

Olaparib bei BRCA-abhängigem Brustkrebs

Mit Olaparib (Handelsname: Lynparza®) steht jetzt der erste PARP-Inhibitor zur Behandlung von Mammakarzinom-Patientinnen in Europa zur Verfügung. Das betrifft allerdings nur einen kleinen Teil der Patientinnen mit Brustkrebs, nämlich diejenigen mit einer erblichen BRCA1/2-Genveränderung. krebsinformationsdienst.med erläutert Ihnen, was sich Betroffene von dem Wirkstoff erhoffen können, wie es mit Nebenwirkungen aussieht und was für die Zukunft zu erwarten ist.

Informationsbedürfnis von Krebspatienten

Der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) ist ein häufig genutzter Anbieter unabhängiger Krebsinformationen in Deutschland: Von 2013 bis 2018 beantwortete der KID jährlich zwischen 28.000 und 35.000 individuelle Anfragen per Telefon oder E-Mail. Anonymisierte Daten des KID hat eine Arbeitsgruppe um Dr. Doreen Reifegerste und Prof. Eva Baumann ausgewertet und im April 2019 in der Fachzeitschrift "Psycho-Oncology" veröffentlicht1: krebsinformationsdienst.med fasst die Ergebnisse für Sie zusammen.

Soja und Brustkrebs

Sojaisoflavone ähneln in ihrer Struktur dem weiblichen Sexualhormon Östrogen. Daher stellen Patientinnen immer mal wieder die Frage, ob Sojaprodukte bei Brustkrebs die Wahrscheinlichkeit für einen Rückfall erhöhen könnten. Wie sieht die aktuelle Datenlage aus? Dürfen Brustkrebspatientinnen Sojaprodukte konsumieren? krebsinformationsdienst.med hat die Empfehlungen für Sie zusammengefasst.

Studien – Chance für Krebspatienten mit begrenzten Therapieoptionen

Patienten mit Krebserkrankungen, die per se wenige Behandlungsoptionen haben oder bei denen die Erkrankung weiter fortgeschritten ist, kann die Teilnahme an einer Studie eine zusätzliche Chance bieten: den Zugang zu einer noch nicht etablierten, aber möglicherweise wirksamen Therapie. Am Beispiel eines Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs zeigt krebsinformationsdienst.med Ihnen, wie eine solche Studiensuche vonstattengehen kann.

Linktipp zum Darmkrebsmonat März: Kassenärztliche Bundesvereinigung bietet Informationsmaterial

Als "Darmkrebsmonat" ist der März inzwischen bundesweit bekannt. Organisationen, die sich mit der Früherkennung und Prävention von Krebs beschäftigen, stellen zumeist ein eigenes Programm für Interessierte und die allgemeine Bevölkerung zusammen. Doch was ist mit den Fachleuten? Wie können Sie die Menschen in Ihrer Praxis schnell und umfassend informieren? Der Linktipp von krebsinformationsdienst.med zeigt Ihnen, wo Sie kostenlos Informationsmaterial zur Darmkrebsfrüherkennung bekommen können.

Tag der seltenen Erkrankungen: Seltener Tumor – und nun?

Eine seltene Krebserkrankung zu erkennen, kann schwierig sein. Die Klinik oder die behandelnden Ärzte sehen über viele Jahre womöglich nur einen oder einzelne Patienten mit diesem seltenen Tumor. Aber auch wenn die Erkrankung richtig erkannt ist: Weil der Tumor so selten ist, gibt es oft keine evidenzbasierten Behandlungsempfehlungen – entsprechende Leitlinien existieren nur für wenige seltene Krebserkrankungen. Daher ist die Entscheidung, wie der Tumor am besten behandelt werden kann, häufig nicht einfach. Und auch die Suche nach einer Klinik, die sich mit diesem Krankheitsbild auskennt, gleicht oft der Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen.

Einschätzung des DKFZ: Neuer Bluttest zur Früherkennung von Brustkrebs?

Bei dem neuen Bluttest zur Früherkennung von Brustkrebs, zu dem auch Professor Christof Sohn, geschäftsführender Ärztlicher Direktor der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg, zitiert wird, handelt es sich um den "HeiScreen-Test". Bei diesem Test werden in einer Blutprobe von einigen Millilitern 15 verschiedene Biomarker, nämlich mikroRNAs (miRNAs) und Methylierungsmarker, nachgewiesen. Insgesamt ergab sich laut Pressemeldung des Universitätsklinikums Heidelberg für den "HeiScreen-Test" bei den bisher untersuchten Frauen (500 Brustkrebspatientinnen sowie 400 gesunde Frauen zur Kontrolle) eine Empfindlichkeit (Sensitivität) des Tests von 75 %. Das heißt, 75 von 100 erkrankten Frauen konnten durch den Test identifiziert werden (richtig-positives Testergebnis).

Was ist eine tumoragnostische Krebstherapie?

In der Onkologie richtet sich die Therapie traditionell nach der Lokalisation des Primärtumors und seiner Histologie. Dieses Paradigma beginnt zu bröckeln: Neu auf den Markt gekommen sind jetzt sogenannte tumoragnostische Wirkstoffe, die das Portfolio der Krebsmedikation erweitern. Was die tumoragnostische Behandlung für Krebspatienten und ihre Ärzte bedeutet, erläutert Ihnen krebsinformationsdienst.med.

Herpes zoster-Impfung bei Krebspatienten

Seit Mitte 2018 ist der Totimpfstoff Shingrix® gegen das Varizella-Zoster-Virus (VZV) zugelassen. Die Impfung soll eine endogene Reaktivierung des Virus und die Entwicklung einer Gürtelrose wirksam und dauerhaft verhindern. Gerade ältere Patienten mit einer Abwehrschwäche können profitieren: Bei ihnen ist das Risiko für einen Herpes zoster erhöht.

EU-Zulassung: Apalutamid bei Prostatakrebs

Mit Apalutamid (Handelsname Erleada®) wurde im Januar 2019 ein neuer Androgenrezeptorblocker zur Hormonentzugstherapie des Prostatakarzinoms zugelassen. Indiziert ist er zur Behandlung von Prostatakrebspatienten, deren Erkrankung kastrationsresistent geworden ist, aber noch nicht metastasiert hat. Das Ziel: Die Entwicklung von Metastasen soll hinausgezögert werden. Was ist neu an diesem Ansatz? Und wie ordnen Experten diese neue Therapie ein? krebsinformationsdienst.med hat die wichtigsten Fakten für Sie zusammengefasst.

Neue Wege in der Therapie des Endometriumkarzinoms

Belastende Therapien nur bei hohem Risiko – bei niedrigem Risiko weniger behandeln; die aktuelle deutsche S3-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Patientinnen mit Endometriumkarzinom greift diesen Trend auf. Welche Veränderungen die aktualisierte Leitlinie für die Behandlung von Gebärmutterkörperkrebs gebracht hat, fasst krebsinformationsdienst.med zusammen.

krebsinformationsdienst.med: Jahresrückblick 2018

Im Jahr 2018 konnten wir Sie mit vielen spannenden Nachrichten aus der Onkologie begleiten, ob zu den Immun-Checkpoint-Hemmern, der CAR-T-Zell-Therapie oder der komplementären und alternativen Medizin (KAM) bei Krebs. Doch nicht nur aktuelle News hat krebsinformationsdienst.med aufgegriffen: Auch Themen, die Sie in Ihrer täglichen Beratungstätigkeit unterstützen, wurden im vergangenen Jahr in Literaturtipps, Recherchen des Monats und inhaltlichen Beiträgen bearbeitet.

Für Ihre Patienten: Weitere Meldungen zum Thema Krebs