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Aktuelle Nachrichten aus Onkologie und Krebsforschung © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Nachrichten aus Medizin und Wissenschaft

Für Interessierte und Fachkreise

Welche neuen Entwicklungen gibt es in der Onkologie? Mit diesem Nachrichtenüberblick bietet der krebsinformationsdienst.med des Deutschen Krebsforschungszentrums allen Berufsgruppen in der Medizin einen schnellen Zugang zu aktuellem Wissen. Hier ebenfalls aufgeführt sind Hinweise auf neue Angebote des Krebsinformationsdienstes, zum Beispiel neue Patientenbroschüren oder Informationsblätter, aktuelle Veranstaltungen oder Kongresse.

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Restvolumen bei Kurzinfusionen von Krebsmedikamenten

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) hat unter www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/DSM/Archiv/2017-35.html im Oktober 2017 eine "Drug Safety Mail" zum Restvolumen bei Kurzinfusionen veröffentlicht. Bezogen hat sie sich dabei auf Meldungen in ihrer Datenbank für unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW): Je nach verwendetem Infusionssystem bleiben beispielsweise bei Chemotherapien unterschiedlich große Mengen an Restvolumina zurück. Das kann insbesondere bei sehr geringen Volumina von 50 bis 200 ml und/oder bei geringer therapeutischer Breite des Wirkstoffs problematisch werden. Um eine Unterdosierung zu verhindern, werden verschiedene Maßnahmen empfohlen.

Linktipp: Online-Berichterstattung zu Krebskongressen

Neuigkeiten aus der Krebsforschung sind nicht nur für Onkologen in Kliniken interessant, auch Kollegen im niedergelassenen Bereich, Apotheker in der pharmazeutischen Betreuung von Krebspatienten sowie weitere Berufsgruppen möchten früh darüber informiert sein. Wichtige Ergebnisse klinischer Studien werden oft auf großen internationalen Krebskongressen erstmalig vorgestellt. Zusammenfassende Berichte relevanter Daten stellen Informationsservices im Internet bereit. Sie liefern auch eine Einschätzung, was die neuen Studienergebnisse für die klinische Praxis bedeuten – auf diese Weise erfährt man frühzeitig, wenn beispielsweise mit der Änderung eines Therapiestandards zu rechnen ist.

Checkpoint-Inhibitoren: Atezolizumab ergänzt die zugelassenen Immuntherapien bei Krebs

Ende September 2017 wurde der PD-L1-Inhibitor Atezolizumab (Tecentriq®) zugelassen. Damit erweitert sich das Spektrum der Immuntherapien bei Krebs um eine weitere Substanz. Der neue PD-L1-Hemmer kann nun als Monotherapie bei Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasiertem Urothelkarzinom und nicht-kleinzelligem Lungenkrebs angewendet werden. krebsinformationsdienst.med gibt Ihnen aus diesem Anlass noch einmal einen Überblick über alle bislang zugelassenen Checkpoint-Hemmer. Neben den Wirkmechanismen der einzelnen Arzneimittel erfahren Sie außerdem, mit welchen weiteren Entwicklungen zu rechnen ist.

Öffentliche Konsultationsphase: S3-Leitlinie "Prostatakarzinom"

Die aktualisierte Fassung der S3-Leitlinie "Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms" steht als Konsultationsfassung bereit. Vor allem Experten, aber auch Betroffene mit Krebs und Interessierte sind bis einschließlich 23.10.2017 dazu aufgerufen, den Entwurf des Textes kritisch zu lesen: Kommentare, Verbesserungsvorschläge und Hinweise können per Post oder Mail an das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) geschickt werden. Die S3-Leitlinie wurde zum vierten Mal aktualisiert. Wesentliche Neuerungen betreffen die Bildgebung mittels Magnetresonanztomographie (MRT) in der Primärdiagnostik nach negativer systematischer Biopsie und im Rahmen der Aktiven Überwachung (active surveillance). die perkutane Strahlentherapie unter Einsatz bildgeführter Techniken (IGRT). die adjuvante Bestrahlung in Kombination mit einer Hormonentzugstherapie bei lymphknotenpositivem Prostatakarzinom nach radikaler Prostatektomie und Lymphadenektomie. die ergänzende Chemotherapie mit Docetaxel oder antihormonelle Therapie mit Abirateron bei hormonsensitivem, metastasiertem Prostatakarzinom zusätzlich zur Hormonentzugstherapie. die Therapiewahl bei kastrationsresistentem Prostatakarzinom in der Erstlinie und nach Ausschöpfen der empfohlenen Therapieoptionen. die Vorbeugung von Komplikationen bei Knochenmetastasen. rehabilitative Maßnahmen während einer Hormonentzugstherapie. Federführende Fachgesellschaft ist die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU).

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