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Aktuelle Nachrichten aus Onkologie und Krebsforschung © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Nachrichten aus Medizin und Wissenschaft für Fachkreise

Welche neuen Entwicklungen gibt es in der Onkologie? Mit diesem Nachrichtenüberblick bietet der krebsinformationsdienst.med des Deutschen Krebsforschungszentrums allen Berufsgruppen in der Medizin einen schnellen Zugang zu aktuellem Wissen. Hier ebenfalls aufgeführt sind Hinweise auf neue Angebote des Krebsinformationsdienstes, zum Beispiel neue Patientenbroschüren oder Informationsblätter, aktuelle Veranstaltungen oder Kongresse.

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Linktipp: Junge Selbsthilfe NetzwerkStatt Krebs

Gibt es andere Betroffene, die mit ihrer Erkrankung in einer ähnlichen Lebenssituation stecken wie ich selbst? – Diese Frage stellen sich viele jüngere Krebspatienten. Denn welche Themen Krebsbetroffene beschäftigen und welche Bedürfnisse sie haben, das hängt auch vom Alter ab. Für junge Erwachsene sind häufig Fragen rund um die berufliche Situation wichtig. Auch die familiären Herausforderungen können besonders groß sein, zum Beispiel wenn Eltern mit jüngeren Kindern an Krebs erkranken. krebsinformationsdienst.med stellt mit der NetzwerkStatt Krebs eines von verschiedenen Selbsthilfe-Angeboten vor, das sich speziell an junge Erwachsene richtet.

Klinische Studie mit speziellem Design: Nichtunterlegenheitsstudie

Nichtunterlegenheitsstudien finden in der Krebsmedizin zunehmend Beachtung. Auch können ihre Ergebnisse die klinische Praxis ändern. Ein Beispiel ist die IDEA-Analyse, die die Option eröffnete, die adjuvante Chemotherapie bei Patienten mit Kolonkarzinom von 6 auf 3 Monate zu verkürzen. Bei Brustkrebs zeichnet sich in der adjuvanten Herceptin-Therapie eine Therapieverkürzung von 12 auf 6 Monate ab (PERSEPHONE-Studie). Auf Grundlage der Nichtunterlegenheitsstudie REFLECT wurde 2018 ein Krebsmedikament neu zugelassen: Lenvatinib für die Erstlinientherapie bei Patienten mit hepatozellulärem Karzinom. Studien, die zeigen, dass eine Therapie einer anderen überlegen ist, sind den meisten Fachleuten geläufig. Wann aber werden Nichtunterlegenheitsstudien durchgeführt?

Senkt Vitamin D das Krebsrisiko?

Können Nahrungsergänzungsmittel das Krebsrisiko verringern? Berichte dazu sind ein Dauerthema in den Medien, jedoch wird nicht immer deutlich, wie aussagekräftig die Ergebnisse der Untersuchungen sind. Unter den Supplementen ist Vitamin D in der Krebsprävention von besonders großem Interesse: Vor allem aus Beobachtungsstudien gibt es Hinweise, dass ein niedriger Vitamin-D-Spiegel das Krebsrisiko erhöhen könnte. Nun wird untersucht, ob Vitamin-D-Supplementierung dieses Risiko verringern kann. In diesem Monat wurden die primärpräventiven Daten der großen randomisierten US-amerikanischen VITAL (Vitamin D and omega-3)-Studie vorgestellt und publiziert. krebsinformationsdienst.med fasst für Sie die wichtigsten Aussagen zu Vitamin D in der Krebsvorbeugung zusammen.

Was ist dran: Helfen Backpulver oder Natron gegen Krebs?

Wenn die Nächte länger werden und der Duft von Zimt, Mandeln oder frisch gebackenen Plätzchen in der Luft liegt, haben Advent und Vorweihnachtszeit begonnen. Traditionelles Weihnachtsgebäck enthält oft Natron oder Backpulver als Triebmittel, etwa Spekulatius, Stollen, Früchtebrot und einige Plätzchensorten. Was Natron mit Krebs zu tun hat und ob es möglicherweise dagegen hilft, möchte manch einer vom krebsinformationsdienst.med wissen. Deshalb nutzen wir den Ausklang des Jahres, um Ihnen die Datenlage zum Thema Backpulver und Co. vorzustellen.

Biosimilars: Wegweiser für die Beratung von Krebspatienten

Ob monoklonale Antikörper wie Rituximab, Trastuzumab und Bevacizumab oder die in der Supportivtherapie eingesetzten Wirkstoffe Epoetin alfa und Filgrastim – Biosimilars sind inzwischen in der onkologischen Versorgung angekommen. Entsprechend gewachsen ist der Informationsbedarf der Krebspatienten zu diesen Arzneimitteln. krebsinformationsdienst.med nennt Ihnen unabhängige Informationsquellen zu Biosimilars für die Beratung und Aufklärung von Patienten und Patientinnen.

Abemaciclib: Dritter Cdk4/6-Hemmer in Europa zugelassen

Mit Abemaciclib (Handelsname Verzenios®) hat die Europäische Kommission nun den dritten Cdk4/6-Inhibitor zugelassen. Wie Palbociclib und Ribociclib kann Abemaciclib zur Behandlung von hormonrezeptorpositivem Brustkrebs genutzt werden. Bieten sich dadurch für Patientinnen weitere Möglichkeiten? Und wie steht es mit anderen Indikationen? Mehr hierzu lesen Sie bei krebsinformationsdienst.med.

Recherche des Monats: SAPV trotz Chemotherapie?

Nicht alle Krebspatientinnen und Krebspatienten werden während ihrer letzten Lebensphase in Hospizen und Krankenhäusern versorgt. Viele nutzen mit der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) die Möglichkeit, diese Zeit zu Hause zu verbringen. Für Ärztinnen und Ärzte ist die Verordnung von SAPV nicht immer leicht gegenüber der Kasse zu vertreten, besonders dann, wenn gleichzeitig noch eine Chemotherapie verordnet wird. In der Recherche des Monats erläutert Ihnen krebsinformationsdienst.med die rechtlichen Grundlagen.

CAR-T-Zell-Therapien in Europa zugelassen

Etwa ein Jahr nach der US-amerikanischen Zulassung sind mit Tisagenlecleucel (Kymriah®) und Axicabtagen Ciloleucel (Yescarta®) jetzt auch in Europa zwei gentechnisch modifizierte T-Zellprodukte zur Krebstherapie zugelassen worden. Die aus patienteneigenen T-Zellen hergestellten Medikamente können bei bestimmten, bereits vorbehandelten B-Zell-Erkrankungen eingesetzt werden. Wie die Behandlung mit CAR-T-Zellen funktioniert, mit welchen Nebenwirkungen gerechnet werden muss und wie komplex die Herstellung ist, hat krebsinformationsdienst.med für Sie zusammengestellt.

Recherche des Monats: Tamoxifen 10 Jahre bei Brustkrebs?

Frauen, die an einem sogenannten Hormonrezeptor-positiven Brustkrebs erkrankt sind, erhalten üblicherweise eine endokrine Therapie. Wenn die Patientin noch nicht in den Wechseljahren ist, also noch in der Prämenopause, bekommt sie meist 5 Jahre lang den antihormonellen Wirkstoff Tamoxifen. Es gibt aber immer wieder Fälle, in denen Ärzte ihren Patientinnen empfehlen, die Antihormontherapie fortzusetzen und Tamoxifen bis zu 10 Jahre lang einzunehmen. In welchen Fällen diese verlängerte endokrine Therapie sinnvoll sein kann, erklärt Ihnen krebsinformationsdienst.med.

Psychoonkologen-Verzeichnis des Krebsinformationsdienstes mit über 600 Adressen

Eine Krebserkrankung erleben die meisten Betroffenen als großen Einschnitt in ihrem Leben. Viele leiden zumindest zeitweise unter einer hohen psychischen Belastung: Bei rund einem Drittel aller Krebspatienten liegt nach Studienlage eine Störung mit Krankheitswert vor – beispielsweise eine depressive Episode oder Anpassungsstörung. Patienten mit psychotherapeutischem Unterstützungsbedarf, die sich auf der Suche nach Ansprechpartnern an den Krebsinformationsdienst wenden, wünschen sich häufig einen Therapeuten mit besonderen Kenntnissen und Erfahrung in der Begleitung von Krebsbetroffenen.

Antibiotika vor Krebs-Immuntherapie: Eine Kombination mit Nachteilen?

Immun-Checkpoint-Inhibitoren werden bei immer mehr soliden Tumoren in fortgeschrittenen Stadien eingesetzt. Wie viele Krebspatienten aufgrund von Infektionen zudem Antibiotika verschrieben bekommen, ist unklar – die Zahl dürfte aber nicht zu vernachlässigen sein. Erste Studiendaten weisen darauf hin, dass eine Checkpoint-Hemmer-Therapie weniger wirksam sein könnte, wenn zuvor Antibiotika gegeben wurden. Dies hängt vermutlich mit der veränderten Darmflora nach Antibiotikaeinnahme zusammen. Ein solcher Zusammenhang ist bislang nicht zweifelsfrei belegt, doch da das Thema wichtig ist, hat krebsinformationsdienst.med die aktuelle Datenlage für Sie zusammengestellt.

Ist der Begriff "kastrationsresistentes" Prostatakarzinom noch zeitgemäß?

"Kastrationsresistenz" bei Prostatakrebs ist ein häufig verwendetes Fachwort. Man findet es nicht nur in den ärztlichen Leitlinien, in medizinischen Publikationen und im Gespräch unter Experten. Auch gut informierte Patienten sind mit diesem Begriff höchst vertraut. Passt es aber noch in unsere heutige Zeit, Männer, bei denen die Hormonentzugstherapie nicht mehr wirkt, bedenkenlos als "kastrationsresistent" zu bezeichnen? Dieser Frage ist krebsinformationsdienst.med nachgegangen.

Cannabis bei Krebs: Arzneimittel-Wechselwirkungen?

Seit über einem Jahr können Ärzte ihren schwerkranken Patienten im Einzelfall Cannabisblüten (Medizinalhanf) als Rezepturarzneimittel verordnen. Die Anwendung der darin enthaltenen Cannabinoide ist in der supportiven Krebsmedizin eigentlich nichts Neues. Dennoch erreichen den Krebsinformationsdienst – auch aufgrund der erhöhten medialen Aufmerksamkeit – immer wieder Anfragen zu möglichen Wechselwirkungen mit der Tumortherapie. Aus diesem Grund haben wir die derzeitige Evidenzlage zum Interaktionspotenzial von Cannabis mit Krebsmedikamenten für Sie recherchiert.

Faktencheck HPV-Impfung

Auch fast 10 Jahre nach ihrer Einführung gibt die HPV-Impfung immer noch Anlass zu Fragen. Lohnt es sich, Jungen und Männer vorbeugend gegen HPV zu impfen? Schützt die prophylaktische HPV-Impfung wirklich vor Krebs? Gibt es bereits Impfstoffe, mit denen man eine HPV-Infektion oder HPV-bedingte Krebserkrankungen spezifisch behandeln kann (therapeutische HPV-Impfung)? Der Krebsinformationsdienst hat beispielhaft Fragen und Antworten aus diesen drei Themenbereichen aufgegriffen.

Was ist dran: Krebsrisiko durch Brustimplantate?

Die FDA (U.S. Food and Drug Administration) hat im März 2018 neue Informationen zum Brustimplantat-assoziierten anaplastischen, großzelligen Lymphom (BIA-ALCL) veröffentlicht. Demnach wurden in den USA bislang 414 Fälle dieses sehr seltenen Lymphom-Typs gemeldet. Um eine Vorstellung von dieser Zahl zu bekommen: Im Jahr 2010 gab es in den USA bereits über 5 Millionen Frauen mit Brustimplantaten. Der FDA fiel auf, dass das BIA-ALCL häufiger bei Patientinnen auftritt, bei denen ein Brustimplantat mit aufgerauter Oberfläche verwendet wurde. Auch in Deutschland ist das BIA-ALCL meldepflichtig: Dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) lagen bis Ende 2017 jedoch nur 7 Meldungen eines implantatassoziierten Lymphoms vor. krebsinformationsdienst.med fasst für Sie die Hintergründe zusammen.

Orale Tumortherapie: Wachsender Beratungsbedarf bei Krebspatienten

Der Absatz oraler Krebsmedikamente steigt stetig – das ist die Botschaft einer Pressemitteilung, die das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut e.V. (DAPI) kürzlich veröffentlicht hat. Besonders großen Zuwachs verzeichnen dabei Immunsuppressiva und zielgerichtete Therapien mit Tyrosinkinasehemmern. Das bedeutet: Immer mehr Krebspatienten nehmen ihre Medikamente eigenverantwortlich ein und haben daher einen besonders hohen Beratungsbedarf. Auch die Therapietreue (Compliance) der Patienten gilt es hier zu stärken. krebsinformationsdienst.med steht Fachleuten in ihrer Beratungstätigkeit zu oralen Krebsmedikamenten zur Seite.

Literaturtipp: Schützt Selen vor Krebs?

Welche Rolle spielt die Ernährung bei der Krebsentstehung? Können Menschen durch ihre Ernährung Krebs verhindern? Seit Jahrzehnten werden zu diesen Fragen einzelne Nahrungsbestandteile und Nahrungsergänzungsmittel wissenschaftlich untersucht. So versuchen Forscher beispielsweise herauszufinden, ob die Einnahme von Selen Krebs verhindern kann. Der Anfang 2018 erschienene dritte systematische Review der Cochrane Collaboration "Selenium for preventing cancer"1 wertet die vorliegenden Daten zu Selen in der Krebsprävention aus. krebsinformationsdienst.med fasst für Sie die wichtigen Aussagen zusammen.

Bedenkliche Rezepturarzneimittel bei Krebs

In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Arzneiverordnung in der Praxis" weist die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) auf die Rechtslage bei bedenklichen Rezepturen hin. Neben Hinweisen für die ärztliche Verschreibung findet sich dort eine Liste der aktuell als bedenklich eingestuften Rezepturarzneimittel. Mit dabei: Substanzen, die in der Alternativmedizin bei Krebs verbreitet sind wie beispielsweise Amygdalin, Cäsiumsalze oder Schöllkraut. krebsinformationsdienst.med fasst die wichtigsten Fakten für Sie zusammen.

Arbeitsunfähig oder schon erwerbsgemindert? Die Folgen für Krebspatienten

Um die Erwerbsfähigkeit von Patientinnen und Patienten zu klären, fordern die Krankenkassen bei den behandelnden Ärzten regelmäßig einen Bericht über das Fortbestehen der Arbeitsunfähigkeit an (Musterformular 52). Denn: Krankenkassen müssen kein Krankengeld auszahlen, wenn bei Patientinnen und Patienten bereits eine Erwerbsminderung vorliegt und sie damit Rentenansprüche geltend machen können. Je nachdem wo man als Arzt auf dem Formular die Kreuze setzt, kann es für die Patientinnen und Patienten sehr unterschiedliche Auswirkungen haben. In der Recherche des Monats erläutert Ihnen krebsinformationsdienst.med die Hintergründe.

Darmkrebs: Aktueller Stellenwert der Immuntherapie

Mit der Immuntherapie wurden bei einigen Krebsarten wie Haut-, Lungen-, Nieren- und Blasenkrebs bahnbrechende Erfolge erzielt. Das gilt speziell für die Immun-Checkpoint-Hemmer. Für Patienten mit Darmkrebs ist in Deutschland aber bisher noch kein Medikament aus dieser Gruppe zugelassen. Warum ist das so? Welche Entwicklungen sind für die nächsten Jahre zu erwarten? Den aktuellen Stand und neue Forschungsergebnisse zu Immuntherapeutika beim kolorektalen Karzinom hat krebsinformationsdienst.med für Sie zusammengestellt.

Umgang mit Ausscheidungen bei ambulanter Chemotherapie

Ist bei einer Patientin oder einem Patienten mit einer Krebserkrankung eine Chemotherapie notwendig, wird diese oft in Klinikambulanzen oder spezialisierten Arztpraxen verabreicht. Der Vorteil: Der Patient ist die meiste Zeit zu Hause in seiner gewohnten Umgebung. Gleichzeitig werden damit Fragen nach notwendigen Vorsichtsmaßnahmen im häuslichen Umfeld aufgeworfen. Im Vordergrund stehen dabei therapiebedingte Nebenwirkungen und der Schutz vor Infektionen. Aber Patienten und Angehörige bewegt unter Umständen auch: Sind Familie und Freunde durch Zytostatika-Ausscheidungen in Urin, Stuhlgang oder Schweiß gefährdet? Der Krebsinformationsdienst hat dazu für Sie Hintergründe aufbereitet und Tipps aus internationalen Ratgebern zusammengestellt.

Das Ressourcen-Center von krebsinformationsdienst.med

Qualitätsgesicherte, unabhängige Informationen und Links zu onkologischen Themen im Internet zu recherchieren – das wird auch für Fachleute immer schwieriger. Zu groß ist das Angebot: Behörden, Kliniken, Pharmaunternehmen, Vereine, Netzwerke, Selbsthilfegruppen, niedergelassene Ärzte und Heilpraktiker stellen Informationen zu Krebs ins Netz. Wie können Sie zeitraubendes Suchen vermeiden? krebsinformationsdienst.med unterstützt Sie bei Ihrer Recherche mit seinem neuen Ressourcen-Center.

Informieren Sie sich vor Ort: Der Krebsinformationsdienst beim Deutschen Krebskongress 2018

Unter dem Motto "Perspektiven verändern Krebs – Krebs verändert Perspektiven" findet im Februar 2018 der 33. Deutsche Krebskongress in Berlin statt. Auf dem größten und ältesten Fachkongress zur Krebsdiagnostik und Krebstherapie im deutschsprachigen Raum treffen sich Wissenschaftler und Krebsexperten vieler Fachrichtungen, um sich auszutauschen und krebsbezogene Fragestellungen zu diskutieren. Sie planen ebenfalls, den Deutschen Krebskongress zu besuchen? Dann haben Sie Gelegenheit, den Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums vor Ort näher kennenzulernen. Besuchen Sie unseren Informationsstand oder nehmen Sie an unseren Veranstaltungen teil. Wir freuen uns auf Sie!

Hypofraktionierte Strahlentherapie bei Brustkrebs

Die neue S3-Leitlinie Mammakarzinom bringt jetzt eine spürbare Verbesserung für Betroffene mit Brustkrebs. Mit Einführung der Hypofraktionierung verkürzt sich die Gesamtbestrahlungszeit auf fast die Hälfte. Was versteht man unter Hypofraktionierung? Welche Patientinnen profitieren von einer hypofraktionierten Bestrahlung? krebsinformationsdienst.med hat die aktuellen Empfehlungen zur hypofraktionierten Strahlentherapie nach brusterhaltender Operation für Sie zusammengefasst.

Moringa: "Wunderbaum" zur Krebstherapie?

Eine Internetsuche mit dem Suchwort Moringa führt zu den verschiedensten Ergebnissen. Vom "Wunderbaum" und "Baum des Lebens" ist die Rede. Angeblich haben schon die alten Griechen und Römer zum Wohle ihrer Gesundheit Moringablätter gekaut. Auch vom jahrhundertelangen Einsatz der diversen Pflanzenteile in der ayurvedischen Medizin wird berichtet. Moringa hilft anscheinend bei mannigfaltigen Zipperlein. Was wirklich dran ist an der Wirkung von Moringa und ob die Pflanze als Therapie bei Krebs hilft, hat krebsinformationsdienst.med für Sie geprüft.

Rote-Hand-Brief: Gadoliniumhaltige Kontrastmittel

Seit fast zwei Jahren beschäftigen sich die Pharmakovigilanz-Abteilungen der Arzneimittelbehörden mit den Ablagerungen Gadolinium-haltiger Kontrastmittel im Gehirn. Nun setzt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) einen Durchführungsbeschluss der Europäischen Kommission um: Ab spätestens 28.02.2018 soll in Deutschland die Zulassung intravenös anzuwendender linearer Kontrastmittel für die Magnetresonanztomografie (MRT) mit wenigen Ausnahmen ruhen. Darüber informieren die Zulassungsinhaber in einem aktuellen Rote-Hand-Brief.

krebsinformationsdienst.med: Jahresrückblick 2017

Im Jahr 2017 konnten wir Sie mit vielen spannenden Nachrichten aus der Onkologie begleiten: So ist das erste onkologische Biosimilar auf den Markt gekommen, die europäische Arzneimittelagentur EMA hat ihre Entscheidung zu linearen Gadolinium-Kontrastmitteln getroffen, neue Krebsmedikamente wurden zugelassen und wichtige onkologische Leitlinien aktualisiert. Doch nicht nur aktuelle Nachrichten hat krebsinformationsdienst.med aufgegriffen: Auch Themen, die Sie in Ihrer täglichen Beratungstätigkeit unterstützen, wurden im vergangenen Jahr in Linktipps, Recherchen des Monats und inhaltlichen Beiträgen bearbeitet.

Noceboeffekte in der Krebstherapie

Der Noceboeffekt – gerne als "Bruder des Placeboeffekts" bezeichnet – beschreibt das Phänomen, dass allein die Erwartung von Nebenwirkungen bei Patienten unerwünschte Ereignisse auslösen kann. Tumortherapien sind im Hinblick auf Nebenwirkungen bei Patientinnen und Patienten besonders häufig mit großen Befürchtungen verbunden. Es spricht viel dafür, dass die Art der Aufklärung über Therapierisiken einen starken Einfluss auf die Erwartungshaltung des Patienten hat. Tipps für das Arzt-Patienten-Gespräch hat krebsinformationsdienst.med aus verschiedenen Fachveröffentlichungen für Sie zusammengetragen.

Service für Fachkreise hat sich etabliert

Im Alltag fehlt vielen Fachleuten ohne onkologische Spezialisierung häufig die Zeit für aufwändige Recherchen zu onkologischen Fragestellungen. Umfangreiche Unterstützung bietet der Fachkreise-Service krebsinformationsdienst.med. Seit 2014 beantwortet ein Expertenteam individuelle Fachfragen von Ärzten, Apothekern, Pflegekräften und psychosozialen Beratern per Telefon oder E-Mail. Mit zunehmendem Erfolg, wie die aktuellen Zahlen im Jahresbericht 2016 bestätigen. Lesen Sie, womit der Service bei den Profis punktet.

Einer Krebserkrankung positive Aspekte abgewinnen?

Eine Krebserkrankung stellt für die meisten Betroffenen einen wesentlichen Lebenseinschnitt dar, der mit Leid, Schmerz und Angst verbunden ist. Auch Patienten, die ihre Erkrankung lange Jahre oder dauerhaft überleben, leiden nicht selten unter bleibenden Einschränkungen oder Beschwerden.Ist es angesichts dieser Ausgangssituation angebracht, Krebsüberlebende danach zu fragen, ob Sie mit Ihrer Erkrankung auch positive Erfahrungen verbinden? Wissenschaftler haben dies in einer großen US-amerikanische Studie getan und interessante Antworten erhalten.

Hormonentzugstherapie des Prostatakarzinoms

Das Prostatakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. Eine wichtige Säule der Therapie von Patienten mit Prostatakrebs ist die Hormonentzugstherapie. Häufig erstreckt sich die Therapie über mehrere Monate oder Jahre. Daher sind auch viele Nicht-Urologen wie beispielsweise Hausärzte mit der hormonellen Therapie befasst, wenn sie Patienten mit einem Prostata-Ca betreuen. In der aktualisierten Fassung der S3-Leitlinie "Prostatakarzinom" sind jetzt die Empfehlungen zur Anwendung der Hormonentzugstherapie präzisiert. Besonderen Wert legen die Autoren darauf, Patienten bei der Entscheidung für oder gegen einen Hormonentzug einzubeziehen, Vor- und Nachteile individuell abzuwägen sowie rehabilitative Maßnahmen zu berücksichtigen. krebsinformationsdienst.med erläutert die wissenschaftlichen Hintergründe.

Erstes Heft zu Lungenkrebs in leichter Sprache

Als Nationales Referenzzentrum für Krebsinformation hat der Krebsinformationsdienst den Auftrag, allen Menschen in Deutschland gut verständliche Informationen zum Thema Krebs zur Verfügung zu stellen. Das schließt Menschen mit Lern- oder Leseschwierigkeiten sowie alle mit eingeschränkten Deutschkenntnissen ein. Um sie besser zu erreichen, hat der Krebsinformationsdienst eine Broschüre in leichter Sprache mit dem Titel "Lungen•krebs – was nun?" herausgegeben. Krebsinformationsdienst.med stellt Ihnen diese Broschüre vor: Sie erfahren, was das Besondere an "leichter Sprache" ist und für wen diese Broschüre gemacht ist.

Restvolumen bei Kurzinfusionen von Krebsmedikamenten

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) hat unter www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/DSM/Archiv/2017-35.html im Oktober 2017 eine "Drug Safety Mail" zum Restvolumen bei Kurzinfusionen veröffentlicht. Bezogen hat sie sich dabei auf Meldungen in ihrer Datenbank für unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW): Je nach verwendetem Infusionssystem bleiben beispielsweise bei Chemotherapien unterschiedlich große Mengen an Restvolumina zurück. Das kann insbesondere bei sehr geringen Volumina von 50 bis 200 ml und/oder bei geringer therapeutischer Breite des Wirkstoffs problematisch werden. Um eine Unterdosierung zu verhindern, werden verschiedene Maßnahmen empfohlen.

Linktipp: Online-Berichterstattung zu Krebskongressen

Neuigkeiten aus der Krebsforschung sind nicht nur für Onkologen in Kliniken interessant, auch Kollegen im niedergelassenen Bereich, Apotheker in der pharmazeutischen Betreuung von Krebspatienten sowie weitere Berufsgruppen möchten früh darüber informiert sein. Wichtige Ergebnisse klinischer Studien werden oft auf großen internationalen Krebskongressen erstmalig vorgestellt. Zusammenfassende Berichte relevanter Daten stellen Informationsservices im Internet bereit. Sie liefern auch eine Einschätzung, was die neuen Studienergebnisse für die klinische Praxis bedeuten – auf diese Weise erfährt man frühzeitig, wenn beispielsweise mit der Änderung eines Therapiestandards zu rechnen ist.

Checkpoint-Inhibitoren: Atezolizumab ergänzt die zugelassenen Immuntherapien bei Krebs

Ende September 2017 wurde der PD-L1-Inhibitor Atezolizumab (Tecentriq®) zugelassen. Damit erweitert sich das Spektrum der Immuntherapien bei Krebs um eine weitere Substanz. Der neue PD-L1-Hemmer kann nun als Monotherapie bei Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasiertem Urothelkarzinom und nicht-kleinzelligem Lungenkrebs angewendet werden. krebsinformationsdienst.med gibt Ihnen aus diesem Anlass noch einmal einen Überblick über alle bislang zugelassenen Checkpoint-Hemmer. Neben den Wirkmechanismen der einzelnen Arzneimittel erfahren Sie außerdem, mit welchen weiteren Entwicklungen zu rechnen ist.

Öffentliche Konsultationsphase: S3-Leitlinie "Prostatakarzinom"

Die aktualisierte Fassung der S3-Leitlinie "Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms" steht als Konsultationsfassung bereit. Vor allem Experten, aber auch Betroffene mit Krebs und Interessierte sind bis einschließlich 23.10.2017 dazu aufgerufen, den Entwurf des Textes kritisch zu lesen: Kommentare, Verbesserungsvorschläge und Hinweise können per Post oder Mail an das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) geschickt werden. Die S3-Leitlinie wurde zum vierten Mal aktualisiert. Wesentliche Neuerungen betreffen die Bildgebung mittels Magnetresonanztomographie (MRT) in der Primärdiagnostik nach negativer systematischer Biopsie und im Rahmen der Aktiven Überwachung (active surveillance). die perkutane Strahlentherapie unter Einsatz bildgeführter Techniken (IGRT). die adjuvante Bestrahlung in Kombination mit einer Hormonentzugstherapie bei lymphknotenpositivem Prostatakarzinom nach radikaler Prostatektomie und Lymphadenektomie. die ergänzende Chemotherapie mit Docetaxel oder antihormonelle Therapie mit Abirateron bei hormonsensitivem, metastasiertem Prostatakarzinom zusätzlich zur Hormonentzugstherapie. die Therapiewahl bei kastrationsresistentem Prostatakarzinom in der Erstlinie und nach Ausschöpfen der empfohlenen Therapieoptionen. die Vorbeugung von Komplikationen bei Knochenmetastasen. rehabilitative Maßnahmen während einer Hormonentzugstherapie. Federführende Fachgesellschaft ist die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU).

Linktipp: Cochrane Deutschland

"Evidenzbasierte Medizin" - ein Schlagwort, das Fachleute im Gesundheitswesen kennen. Doch wo bekommt man gute Informationen mit medizinischer Evidenz? Und wie werden Informationen mit hoher wissenschaftlicher Beweiskraft angefertigt? Hochwertige Übersichtsarbeiten erstellt beispielsweise das Cochrane Netzwerk. In den englischsprachigen "Cochrane Reviews" wird immer auch erläutert, wie die Autoren die Informationen recherchiert haben. Inzwischen stehen Interessierten diese Informationen auch in deutscher Sprache zur Verfügung. In seinem Linktipp stellt Ihnen krebsinformationsdienst.med die deutschsprachigen Internetseiten des Cochrane Netzwerkes vor: Cochrane Deutschland ist zu finden unter www.cochrane.de/de. Alle Fachleute, die sich mit der Bewertung und Einschätzung von Gesundheitsinformation auseinandersetzen, finden dort nützliche Hilfsmittel.

Ribociclib bei Brustkrebs: Zweiter Cdk4/6-Hemmer zugelassen

Nach Palbociclib ist seit August 2017 nun auch Ribociclib (Handelsnamen Kisqali®) als zweiter Cdk4/6-Hemmer in Europa zugelassen. Welche Studienergebnisse liegen der Zulassung zugrunde? Für welche Brustkrebs-Patientinnen kann Ribociclib genau genutzt werden? Und was bedeutet die Zulassung für die klinische Praxis? Lesen Sie hierzu mehr bei krebsinformationsdienst.med.

Was ist dran: Sonnencreme - ein Risiko bei hormonabhängigem Brustkrebs?

Patienten mit hormonabhängigen Tumoren sind häufig mit der Frage nach unerwünschten Hormonwirkungen von Medikamenten oder Gebrauchsprodukten konfrontiert. Insbesondere Brustkrebspatientinnen sorgen sich um mögliche negative Auswirkungen auf ihre Erkrankung beispielsweise durch Parabene, endokrine Disruptoren oder hormonaktive Stoffe in Sonnenschutzmitteln. Selbst wenn Sie als behandelnder Arzt Entwarnung geben, verunsichern Berichte und Meldungen in Internet und anderen Medien. Um Sie in Ihrem Beratungsgespräch zu unterstützen, hat krebsinformationsdienst.med recherchiert, wie groß das Risiko durch Sonnencreme und -lotion tatsächlich ist.

Recherche des Monats: Tageslicht-PDT bei Aktinischen Keratosen

Sonne und warme Temperaturen. Endlich ist Sommer und wir können uns wieder länger im Freien aufhalten. Doch die UV-Strahlung kann auch schaden: Sie kann Krebsvorstufen und weißen Hautkrebs hervorrufen. Je älter man wird, umso höher ist das Risiko, dass sich an lichtexponierten Körperstellen aktinische Keratosen, Spinaliome und Basaliome bilden. Mithilfe von Tageslicht sollen nun gerade diese Krebsarten beziehungsweise deren Vorstufen behandelt werden. Von Hautärzten wird immer häufiger die sogenannte Tageslicht-PDT angeboten. Dabei handelt es sich um eine neue Form der herkömmlichen Photodynamischen Therapie, kurz PDT. Anstelle von Licht aus künstlichen Quellen wird natürliches Tageslicht genutzt.Was ist dran an der neuen Behandlungsmethode? Ist sie in ihrer Wirksamkeit mit dem bisherigen Standard vergleichbar? Und wie sieht es mit den Nebenwirkungen aus? Die Antworten auf diese Fragen hat krebsinformationsdienst.med anhand einer Anfrage in der "Recherche des Monats" für Sie zusammengestellt.

EMA schränkt Anwendung von linearen Gadolinium-Kontrastmitteln ein

+++ ACHTUNG: Zu dieser News liegt eine aktuellere Version vor. Diese finden sie hier. +++ Im März 2016 hatte die Europäische Kommission ein Risikobewertungsverfahren bezüglich Gadolinium-haltiger MRT-Kontrastmittel angestoßen, da sich nach der Anwendung solcher Kontrastmittel Gadolinium im Gehirn ablagern kann. Die Europäische Zulassungsbehörde (EMA) empfiehlt nun nach Prüfung der Sachlage, dass die Anwendung einiger linearer Gadolinium-haltigen MRT-Kontrastmittel eingeschränkt wird - für andere soll die Zulassung ruhen. Wichtig zu wissen: Bisher gibt es keine Hinweise darauf, die Gadolinium-Ablagerungen im Gehirn Patienten schaden. Es handelt sich bei dieser Empfehlung um eine Vorsichtsmaßnahme.

Mistel, Laetrile & Co: KAM bei Krebs einordnen und bewerten

Pro Jahr erhält der Krebsinformationsdienst zwischen 1500 und 2000 Anfragen zu komplementären und alternativen Methoden. Besonders häufig fragen Patienten und ihre Angehörigen nach Misteltherapie, Homöopathie, Enzymtherapie sowie verschiedensten Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien. Diese sollen entweder als Supportivtherapie oder als Behandlung der Krebserkrankung direkt eingesetzt werden. Auch zu diversen Wundermitteln und -heilern, die in Medien oder im Internet angepriesen werden, suchen die Menschen verlässliche Informationen.

Öffentliche Konsultationsphase: S3-Leitlinie "Mammakarzinom"

Die aktualisierte Fassung der S3-Leitlinie "Mammakarzinom" steht als Konsultationsfassung zur Verfügung. Vor allem Experten, aber auch Krebsbetroffene sowie Interessierte sind bis zum 13. August 2017 dazu aufgerufen, den Entwurf des Textes kritisch zu lesen. Kommentare, Hinweise und Verbesserungsvorschläge zu den aktualisierten Inhalten dieser Leitlinie können per Post oder Mail an das Leitliniensekretariat geschickt werden. Die S3-Leitlinie wurde zum dritten Mal aktualisiert.

Literaturtipp: Nachrichten zu Krebs – Berichterstattung in den Medien

Heutzutage wächst das Fachwissen – auch im Bereich der Krebsmedizin – rasant. Wie können es Ärzte bei dieser Entwicklung schaffen, stets auf dem aktuellen Wissensstand zu bleiben? Die Berichterstattung über Krebs in Print- und Online-Medien verspricht einen schnellen Überblick: Allgemeine Medien und fachspezifische Wissensportale greifen neue Forschungsergebnisse zu Krebs auf, fassen sie zusammen und berichten darüber. Nicht immer sind die Nachrichten jedoch ausgewogen, inhaltlich korrekt und neutral. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommt eine Untersuchung, die die mediale Berichterstattung zur ProtecT-Studie ausgewertet hat.

Kurzzeitfasten während der Chemotherapie

Heutzutage gilt Fasten oft als gesund. Zumeist geht es dabei um das Fasten über einen kurzen Zeitraum, auch Kurzzeitfasten, Intervallfasten oder intermittierendes Fasten genannt. Gemeinsam ist diesen Fastenarten, dass sich zeitliche Phasen der Nahrungskarenz oder einer stark reduzierten Kalorienzufuhr mit Phasen der Nahrungszufuhr abwechseln. Dies soll verschiedene positive Effekte haben: So wird diskutiert, dass Fasten Übergewicht reduziert, eine ungünstige Stoffwechsellage korrigiert und Signalwege in der Zelle beeinflusst. Viele Krebspatienten fragen sich deshalb, ob Fasten auch für sie eine Option darstellt. Wie wirkt sich kurzzeitiges Fasten begleitend zu einer Chemotherapie aus? Die Datenlage dazu hat krebsinformationsdienst.med für Sie zusammengestellt.

Hodgkin-Lymphom: Langzeitnachsorge unverzichtbar

Das Hodgkin-Lymphom ist eine Erkrankung, die vor allem Jugendliche und junge Erwachsene betrifft. Heute ist diese Tumorerkrankung aufgrund der guten Behandlungsmöglichkeiten bei den meisten Patienten heilbar. Spätfolgen der häufig kombiniert eingesetzten Radiochemotherapie treten oft erst Jahre bis Jahrzehnte nach Abschluss der Behandlung auf. Welche Organsysteme vor allem betroffen sind, wie hoch das Risiko für Langzeitnebenwirkungen sein kann und welche Themen bei der Nachsorge eine Rolle spielen, hat krebsinformationsdienst.med für Sie zusammengestellt.

Was ist dran: Tamoxifen am Abend einnehmen?

Brustkrebs-Patientinnen unter Antihormontherapie, verkürzt auch als "Hormontherapie" bezeichnet, diskutieren in Internet-Foren und fragen ihre behandelnden Ärzte: Ist es von Vorteil, Tamoxifen-Tabletten am Abend einzunehmen? Wirken sie dann besser als bei einer Einnahme am Morgen? Oder hat das Medikament so vielleicht weniger Nebenwirkungen? Zur Unterstützung Ihrer Beratungsgespräche hat krebsinformationsdienst.med für Sie die Hintergründe recherchiert.

Recherche zu seltenen Krebserkrankungen

Dottersacktumoren, Mesotheliome und Thymuskarzinome haben eines gemeinsam: Es handelt sich um seltene Krebserkrankungen. Manche dieser Erkrankungen bekommen auch Ärzte im ganzen Berufsleben nicht zu Gesicht. Es kann vorkommen, dass man auf der Suche nach verlässlichen Informationen zu seltenen Krebsformen an die Grenzen seiner zeitlichen und fachlichen Ressourcen stößt. Dies gilt besonders, wenn fachfremder Rat gefragt ist, beispielsweise durch Betroffene aus dem privaten Umfeld. krebsinformationsdienst.med steht Ihnen auch bei seltenen Krebserkrankungen als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung: Sowohl mit Informationen über Telefon oder E-Mail als auch mit Tipps für die eigene Recherche.

Linktipp: Arzneimittel in der Palliativmedizin

Krebspatienten in der Palliativsituation werden zunehmend ambulant behandelt, weil sie in ihrer häuslichen Umgebung bleiben möchten. Damit wächst die Herausforderung für Ärzte, diese Patienten adäquat medikamentös zu versorgen: Immer häufiger sind Informationen zur Zulassung und Verschreibung sowie zum Nebenwirkungsprofil und zur Pharmakodynamik von Arzneimitteln in der Palliativmedizin gefragt. Die Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin der Universität München (LMU) bietet auf ihrer Internetseite "Arzneimittel in der Palliativmedizin" (www.arzneimittel-palliativ.de) Informationen zu gesetzlichen Regelungen im Bereich Off-Label-Use sowie einen Arzneimittelinformationsdienst an. Ziel ist es, Ärzte, Pflegende und Apotheker bei der Planung und Durchführung der medikamentösen Arzneimitteltherapie zu unterstützen.

Docetaxel bei hormonnaivem metastasiertem Prostatakrebs

Docetaxel zur Therapie von hormonnaivem metastasiertem Prostatakrebs hat Ende 2016 Eingang in die aktuelle Fassung der deutschen S3-Leitlinie Prostatakarzinom gefunden. Da für diese Indikation keine Zulassung besteht, handelt es sich um einen Off-Label-Use. Im April letzten Jahres hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Expertengruppe Off-Label des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mit einer wissenschaftlichen Bewertung dieser Behandlung beauftragt. Ein Bewertungsvorschlag der Expertengruppe zur Docetaxel-Therapie beim hormonnaiven Prostatakarzinom liegt nun vor. Der Vorschlag kann von Fachkreisen bis zum 26. Mai 2017 kommentiert werden.

Dabrafenib-Trametinib-Kombination bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs

Für Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligen Lungenkrebs, NSCLC, stehen immer mehr zielgerichtete Therapien zur Verfügung. Nun kommt mit einer Kombinationstherapie aus Dabrafenib und Trametinib eine neue Möglichkeit für Patienten mit einer BRAF-V600-Mutation hinzu. In der ersten Aprilwoche 2017 hat die Europäische Kommission beide Arzneimittel für erwachsene Patienten mit nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom zugelassen. Bekannt ist die Kombination aus dem BRAF-Inhibitor Dabrafenib und dem MEK-Inhibitor Trametinib bereits: Sie wird schon seit 2014 in der Therapie von Patienten mit malignem Melanom eingesetzt. Auf welchen Daten die Zulassung beim NSCLC beruht und für welche Lungenkrebspatienten die Therapie infrage kommt, hat krebsinformationsdienst.med für Sie zusammengestellt.

Recherche des Monats: Nimotuzumab bei metastasiertem Pankreaskarzinom

Heilung ist für Patienten mit Bauspeicheldrüsenkrebs nur in frühen Stadien und nur durch eine Operation möglich. Patienten mit fortgeschrittenem Pankreaskarzinom erhalten derzeit in der Regel etablierte Chemotherapie-Schemata. Dabei werden molekulare Eigenschaften der Bauchspeicheldrüsentumoren nicht berücksichtigt. Zwar verlängert die Chemotherapie das Überleben, jedoch nur um kurze Zeit. Umso wichtiger ist es, neue Therapieoptionen zu finden. Ein Ansatz könnte hier die molekulare Heterogenität der Pankreaskarzinome sein. Dass die Stratifizierung anhand von Tumor-Merkmalen bereits Einzug in den klinischen Alltag hält, zeigt Ihnen krebsinformationsdienst.med am Beispiel der folgenden "Recherche des Monats".

Rechts- und linksseitiger Darmkrebs: Unterschiedlich behandeln?

Es häufen sich die Hinweise darauf, dass sich rechts- und linksseitiger Darmkrebs unterscheiden. Das gilt zum einen für die Prognose der Patientinnen und Patienten, zum anderen beeinflusst die Lokalisation des Tumors, wie gut er auf manche Therapien anspricht. Aber ist das bereits ausreichend gut belegt? Hat die "Sidedness" in jedem Stadium der Krebserkrankung einen Einfluss auf Krankheitsverlauf und Behandlung? Und wie könnte die Therapie von Patienten mit kolorektalem Karzinom gegebenenfalls angepasst werden? Lesen Sie hierzu mehr bei krebsinformationsdienst.med.

EU-Neuzulassung: Erstes Biosimilar gegen Krebs

In der onkologischen Supportivtherapie begleiten sie uns schon seit längerem. Nun halten sie auch Einzug in die onkologische zielgerichtete Therapie: Die Europäische Kommission hat Ende Februar 2017 mit Rituximab das erste Biosimilar gegen Krebs zugelassen. Weitere Zulassungsanträge für andere biosimilare monoklonale Antikörper mit onkologischer Indikation sind gestellt. Aber sind Biosimilars so gut wie das Referenzprodukt? Der Zulassungsprozess gibt hier wertvolle Antworten. Hintergründe, Konsequenzen für die Praxis und Stellungnahmen von Fachgesellschaften hat krebsinformationsdienst.med für Sie zusammengestellt.

Diagnostische Tests: Was heißt hier "positiv"?

Jeder an der Versorgung von Patienten Beteiligte kennt es: Ein neues Verfahren verspricht bei der Diagnose einer Erkrankung besonders genau zu sein. Möglicherweise sogar besser als die bisherigen Tests. Es werden viele Zahlen genannt und die Prozentangaben erscheinen überzeugend. Doch was bedeuten sie genau? Wie stehen sie im Zusammenhang? Und was muss ich bei der Interpretation beachten?

Skorpiongift bei Krebs: Gibt es erste Erfolge?

Können tierische Gifte Krebs heilen? Diese Fragen stellen Patienten und Angehörige immer wieder. Häufig werden Menschen durch Berichte in den Medien auf das Thema aufmerksam. Beispielsweise hebt ein Beitrag von Focus Online im Dezember 2016 Wespen- und Skorpiongifte als zukünftige Hoffnungsträger für Krebspatienten hervor. Welche wissenschaftlichen Grundlagen gibt es hierfür? Und wann können Patienten mit aussagekräftigen klinischen Ergebnissen rechnen? Am Beispiel Skorpiongift gibt der krebsinformationsdienst.med Antworten auf diese Fragen.

Linktipp: Informationsnetzwerk Homöopathie (INH)

Über Homöopathie wird immer wieder heiß diskutiert. Patienten scheuen sich heute nicht mehr, die Meinung ihrer Ärzte zum Thema zu erfragen. Auf der Internetseite des Informationsnetzwerks Homöopathie (INH) unter http://www.netzwerk-homoeopathie.eu/ finden Ärzte, aber auch Apotheker und andere Fachleute Anregungen, wie Sie Fragen zur Homöopathie begegnen können. Dabei liefert die Seite auch Antworten auf gängige Argumente von Befürwortern und Homöopathen: Etwa, dass Homöopathie bei Kindern und Tieren helfe und sich diese die Wirksamkeit nicht einbilden können. Oder auch, dass, wer heile, recht habe beziehungsweise, dass Homöopathie doch sanft und natürlich sei und deshalb nicht schaden könne.

Kinder krebskranker Eltern

An den Krebsinformationsdienst wenden sich immer wieder krebsbetroffene Mütter oder Väter, die sich neben allen medizinischen Fragen auch Sorgen um ihre Angehörigen machen: Wie wird sich die Krankheit auf meine Familie auswirken? Wird mein Kind mit der Situation zurechtkommen? Was kann ich tun, um meinen Kindern zu helfen? Welchen Belastungen Kinder krebskranker Eltern ausgesetzt sind und wie man sie unterstützen kann, hat krebsinformationsdienst.med für Sie zusammengefasst.

Styroporbehälter – Krebsrisiko aus der Verpackung?

Im Netz findet man immer wieder Berichte über ein Krebsrisiko durch Styropor-Lebensmittelverpackungen - vorwiegend aus Asien. Bedenken bestehen in erster Linie wegen des Monomers Styrol, das von der Internationalen Krebsforschungsagentur (International Agency for Research on Cancer, IARC) als „möglicherweise krebserregend" eingestuft wird.Wie dies zu bewerten ist und warum ein gesundheitliches Risiko durch Styroporbehälter für Essen oder Getränke nach wissenschaftlichen Erkenntnissen unwahrscheinlich ist, erfahren Sie von krebsinformationsdienst.med.

Von der Krebserkrankung geheilt?

Nach einer Krebsbehandlung gelten immer mehr Patienten als geheilt. Obwohl die eigentliche Krebserkrankung überstanden ist, leiden jedoch viele von Ihnen nachfolgend an gesundheitlichen Störungen. Es können auch noch Jahre später neue Krankheiten auftreten, die durch den früher durchgemachten Krebs und/oder seine Behandlung mit bedingt sind. Häufig ist der Zusammenhang zwischen Spätfolgen und der ursprünglichen Tumorerkrankung beziehungsweise der Krebstherapie jedoch nicht klar ersichtlich. Seit einigen Jahren beschäftigt sich die LESS-Studiengruppe in Deutschland mit diesem Thema. Jetzt hat sie eine neue Informationsbroschüre zum Thema „Hodenkrebs und Krebsnachsorge" veröffentlicht. Krebsinformationsdienst.med stellt Ihnen die Broschüre vor, informiert Sie über LESS und erläutert, warum eine langfristige Nachsorge für alle ehemaligen Krebspatienten wichtig ist.

Erster Cdk4/6-Hemmer in Europa zugelassen

Palbociclib (Handelsname Ibrance®) ist der erste zugelassene Cdk4/6-Hemmer. In den USA steht er Brustkrebspatientinnen schon seit Februar 2015 zur Verfügung. Jetzt hat die Europäische Kommission nachgezogen. Doch wer kann mit Palbociclib behandelt werden? Was können sich Brustkrebspatientinnen von der neuen Substanz erwarten und wie wirkt sie überhaupt? Und welche Cdk4/6-Hemmer sind noch in der Pipeline? krebsinformationsdienst.med hat für Sie Informationen zu dieser neuen Wirkstoffklasse zusammengestellt.  

Linktipp: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF)

Auf den Internetseiten der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF, www.awmf.org/leitlinien) sind Leitlinien zur Vorbeugung, Diagnose, Therapie und Nachsorge von Krankheiten öffentlich zugänglich, darunter auch viele mit onkologischem Schwerpunkt. Das "Leitlinienprogramm Onkologie" wird von der AWMF zusammen mit der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. (DKG) und der Stiftung Deutsche Krebshilfe (DKH) getragen.Über die alphabetischen Listen oder die Leitlinien-Suche können alle aktuellen Leitlinien eingesehen werden. Zusätzlich kennzeichnet die AWMF abgelaufene und informiert über geplante Leitlinien. Ein umfangreiches Leitlinien-Glossar (herausgegeben in Zusammenarbeit mit dem Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin, ÄZQ) ist neben detaillierten Informationen zum AWMF-Regelwerk zur Erstellung von medizinischen Leitlinien ebenfalls verlinkt. In den Leitlinien-News sind auf einen Blick alle Neuigkeiten zur Anmeldung oder Veröffentlichung von neuen Leitlinien zu finden.Patientenleitlinien Im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie sind auch eine ganze Reihe von Patientenleitlinien entwickelt worden. Sie geben die Empfehlungen und Aussagen der ärztlichen Leitlinien in gut verständlicher Form wieder. Im Internet zu finden sind die Patientenleitlinien zum Beispiel auf den Seiten der AWMF, www.awmf.org/leitlinien/patienteninformation.html, oder auf denen des Leitlinienprogramms, www.leitlinienprogramm-onkologie.de/Patientenleitlinien.8.0.html.

Recherche des Monats: Sunitinib und Matcha - passt das zusammen?

In den letzten Jahren hat die Zahl zugelassener oraler Krebsmedikamente deutlich zugenommen. Da diese vom Patienten sehr viel eigenverantwortlicher eingenommen werden als intravenöse Arzneiformen, ist hier der Beratungsbedarf besonders hoch. Gleichzeitig greifen Krebspatienten vermehrt zu komplementären und alternativen Heilmethoden, um ihre Krebstherapie zu unterstützen. Dies stellt Fachkreise vor die Herausforderung, im Hinblick auf mögliche Wechselwirkungen Aufklärungsarbeit zu leisten. Auch den Krebsinformationsdienst erreichen dazu immer wieder Anfragen. In dieser "Recherche des Monats" widmet sich krebsinformationsdienst.med der Frage nach Wechselwirkungen zwischen dem Grüntee-Pulver Matcha und dem Tyrosinkinashemmer Sunitinib.

Wissen gezielt nutzen: Newsletter für Fachkreise

Seit 2014 bietet der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums gezielt auch Fachkreisen relevante Informationen rund um das Thema Krebs an. Ab sofort wird dieser Service um einen Newsletter ergänzt. Er richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, beruflich Pflegende, medizinisches und pharmazeutisches Fachpersonal und alle, die an der Versorgung von Krebspatientinnen und -patienten beteiligt sind. Der Newsletter bietet vier Mal im Jahr Wissenswertes aus der Onkologie, Linktipps und fundierte Fakten zu Themen, die Krebspatienten bewegen.

Brustkrebs und Schwangerschaftsverhütung

Jährlich erkranken in Deutschland rund 70.000 Frauen neu an Brustkrebs. Bei gut einem Viertel wird die Diagnose vor der Menopause gestellt, etwa 15 % der Patientinnen sind jünger als 45 Jahre. Während der oft mehrjährigen Therapie ist bei Frauen im gebärfähigen Alter eine sichere Schwangerschaftsverhütung wichtig: Einerseits, um den Therapieerfolg nicht zu gefährden und andererseits, um ungeborenes Leben zu schützen. Welche Verhütungsmethoden kommen für Brustkrebspatientinnen in Frage? Kann bei ausbleibender Regelblutung auf eine Verhütung verzichtet werden? Wie kann der Menopausenstatus sicher bestimmt werden? krebsinformationsdienst.med hat zum Brustkrebsmonat Oktober Hintergründe und Empfehlungen der Fachgesellschaften für Sie und Ihre Patientinnen zusammengefasst.

Öffentliche Konsultation: S3-Leitlinie "Prostatakarzinom"

Die aktualisierte Fassung der S3-Leitlinie "Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms" steht als Konsultationsfassung bereit. Vor allem Experten, aber auch Betroffene mit Krebs und Interessierte sind noch bis zum 28.10.2016 dazu aufgerufen, den Entwurf des Textes kritisch zu lesen: Kommentare, Verbesserungsvorschläge und Hinweise können per Post oder Mail an das Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) geschickt werden. Die S3-Leitlinie wurde zum dritten Mal aktualisiert. Wesentliche Neuerungen betreffen die MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie in der Primärdiagnostik die PSMA-PET-Hybrid-Bildgebung in der Rezidivdiagnostik die Hypofraktionierung der perkutanen Strahlentherapie und die kombinierte Hormon-Chemotherapie mit Docetaxel bei Patienten mit metastasiertem (M1), hormonsensitiven Prostatakarzinom. Federführende Fachgesellschaft ist die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU).

Bundeseinheitlicher Medikationsplan kommt

Die Liste der Arzneimittel von Krebspatienten ist lang: Neben Arzneimitteln für die onkologische Therapie finden sich Medikamente zur Linderung von Nebenwirkungen und zur Behandlung nicht-onkologischer Begleiterkrankungen. Dazu kommt der regelmäßige Gang in die Apotheke, um alltägliche Beschwerden in den Griff zu bekommen oder seine Krebstherapie mit komplementären Präparaten zu ergänzen. Im Rahmen des Aktionsplans zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit wurde ein bundeseinheitlicher Medikationsplan erarbeitet, der Anfang Oktober eingeführt wird. Er soll für einen besseren Überblick über die laufende Medikation sorgen und die Arzneimitteltherapiesicherheit von Patienten erhöhen. Was der Medikationsplan beinhaltet und wo weiterführende Informationen zu finden sind, hat krebsinformationsdienst.med für Sie zusammengestellt.

Chia-Samen: Kleine Körner, große Wirkung?

Angeblich machen sie nicht nur schön, sondern auch schlank und gesund und Hollywoods Stars sollen auf sie schwören: Chia-Samen. Die braun-, grau- oder weißmelierten Samen der ursprünglich aus Mexiko stammenden Chia-Pflanze ähneln denen des Leinsamens. Das gilt sowohl für das Aussehen und als auch für die Inhaltstoffe. Was ist dran an den kleinen Körnern, die inzwischen in jedem Biosupermarkt und auch bei Discountern zu haben sind? Wie gesundheitsfördernd sind die Samen wirklich? Helfen sie womöglich gegen Krebs? Oder gibt es gar Gründe, warum Krebspatienten den Trend um Chia-Samen vielleicht nicht mitmachen sollten? krebsinformationsdienst.med hat die Evidenz zum Thema Chia-Samen geprüft und für Sie und Ihre Patienten zusammengefasst.

Während der Krebstherapie in die Sonne: Was kann man Patienten raten?

Endlich Sonne! Jeder weiß aus eigener Erfahrung, wie sehr ein Sommerspaziergang die Stimmung hebt. Auch Krebspatienten wird inzwischen ein möglichst aktiver Lebensstil mit regelmäßiger Bewegung an der frischen Luft empfohlen. Bei einigen Krebspatienten tritt unter der medikamentösen Therapie aber eine ausgeprägte Lichtempfindlichkeit auf, die auch nach Ende der Therapie noch anhalten kann. Welche Patienten betrifft dies besonders häufig? Wie äußert sich eine solche medikamentenbedingte Lichtempfindlichkeit? Was kann man diesen Patienten empfehlen? Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums hat für Sie Informationen zu einer möglichen Photosensibilisierung bei Krebs zusammengestellt.

Suche nach medizinischer Fachliteratur zu Krebs

Sie wollen ein medizinisches Thema aufbereiten und haben bisher noch nicht nach Fachliteratur zu Krebs gesucht? Sie beraten und behandeln Krebspatienten entsprechend der Evidenzbasierten Medizin (EbM) nach gegenwärtigem Wissenstand? Sie suchen dafür ergänzend zur eigenen Expertise Informationen in der medizinischen Fachliteratur? Für Fachkreise und Interessierte hat der Krebsinformationsdienst auf seinem Informationsblatt "Suche nach medizinischer Fachliteratur" (PDF) die wichtigsten Strategien und Quellen zusammengestellt: Lesen Sie dort, wo man zum Beispiel Leitlinien zur Behandlung von Krebspatienten findet. Oder wie man nach geeigneten Fachartikeln in einer Literaturdatenbank sucht, wenn man beispielsweise einer komplexen Fragestellung nachgehen möchte, die in den Leitlinien nicht abgebildet ist.

Krebspatienten mit Tieren: Diese Hygienetipps sind wichtig

Muss ein junger Mann mit Akuter Myeloischer Leukämie seinen Jack Russel Terrier abgeben, wenn eine allogene Stammzelltransplantation geplant ist? Darf eine Brustkrebspatientin ein Katzenjunges kaufen, wenn ihre weißen Blutkörperchen unter der Chemotherapie immer wieder für mehrere Tage absinken? Dürfen krebskranke Kinder in den Streichelzoo oder in den Zirkus gehen? Muss die 80-Jährige Krebspatientin auf Besuche bei ihrer Schwester verzichten, weil diese eine Wellensittichvoliere hat? Mit diesen und anderen Fragen zum Thema Tierhaltung werden medizinisch tätige Personen häufig konfrontiert. krebsinformationsdienst.med hat eine Reihe der häufigsten Fragen und die Antworten hier schon einmal für Sie und ihre Patienten zusammengestellt.

Linktipp: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

Das Bundesinstitut für Risikobewertung, kurz: BfR, ist eine Einrichtung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft und dient dem Verbraucherschutz. Zentrale Aufgabe des BfR ist es, Gesundheitsrisiken durch Lebens- und Futtermittel, Gebrauchsgegenstände und chemische Stoffe unabhängig wissenschaftlich zu bewerten. Dazu gehört auch die Bewertung von Krebsrisiken. Vom Gesetzgeber hat das BfR außerdem den Auftrag, mögliche Risiken sowie deren Nachweismethoden zu erforschen. Das Ergebnis der jeweiligen Risikobewertung wird zielgruppengerecht in verständlicher Form und Sprache übermittelt.

Öffentliche Konsultationsphase: S3-Leitlinie "Supportive Therapie"

Eine neue S3-Leitlinie "Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen" steht als Konsultationsfassung zur Verfügung. Vor allem Experten, aber auch Krebsbetroffene sowie Interessierte sind noch bis zum 31. Juli 2016 dazu aufgerufen, den Entwurf des Textes kritisch zu lesen. Kommentare und Verbesserungsvorschläge können per Post oder Mail an das Leitliniensekretariat geschickt werden. Die S3-Leitlinie richtet sich an Ärzte und weitere Berufsgruppen, die an der Versorgung von Krebspatienten beteiligt sind. Sie soll dabei unterstützen, Nebenwirkungen der Therapie und Beschwerden durch die Erkrankung zu verhindern oder zu lindern. Das Ziel der interdisziplinären Leitlinie ist es, wichtige Themen der Supportivtherapie in der Onkologie deutschlandweit zu standardisieren. Federführende Fachgesellschaften sind die Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin (ASORS), die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie (DGHO) und die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO).

Tumorimpfung bei Hirntumoren: Was steckt dahinter?

Seit Jahren werden immer häufiger Immuntherapien zur Behandlung von Krebs eingesetzt. Bei Hirntumoren gilt dies insbesondere für Patienten mit malignen Gliomen. Neben der Therapie mit Viren und tumorspezifischen Antikörpern spielen hier vor allem Impfungen gegen bestimmte Tumoreigenschaften eine Rolle. Wie funktionieren diese Impfungen? Wie ist der Stellenwert einzuschätzen und welche Fragen sind noch offen? krebsinformationsdienst.med hat für Sie Hintergründe zur Tumorimpfung bei Gliomen zusammengestellt.

Immunologischer Stuhltest künftig Teil der gesetzlichen Früherkennung

Kann die Früherkennung von Darmkrebs noch verbessert werden? Studien zeigen, dass neue Testverfahren nicht sichtbares Blut im Stuhl mit einer höheren Sensitivität und Spezifität nachweisen können. Der Gemeinsame Bundesausschusses (G-BA) hat daher nun festgelegt: Quantitative immunologische Tests (iFOBT) werden den derzeit verwendeten Guajak-basierten Test (gFOBT) ablösen. In seinem aktuellen Beschluss zur Änderung der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie hat der G-BA die Details geregelt, die mit der Durchführung des neuen Testverfahrens zusammenhängen. Dazu gehören unter anderem die Kriterien, die die quantitativen iFOBT erfüllen müssen, der Kreis der teilnehmenden Ärztinnen und Ärzte, die Auswertung der Tests und die Dokumentation. Der Beschlusstext und die Gründe zum Beschluss sollen in Kürze auf den Internetseiten des G-BA veröffentlicht werden. Der Beschluss des G-BA wird vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) geprüft. Stimmt das BMG zu, tritt er nach Bekanntmachung im Bundesanzeiger am 1. Oktober 2016 in Kraft. Damit können dann die Kosten für einen quantitativen immunologischen Stuhltest von den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) erstattet werden. Bislang mussten immunologische Stuhltests als individuelle Gesundheitsleitung (IGeL) vom Patienten selber bezahlt werden.

Prostatakrebs-Früherkennung: Radfahren vor dem PSA-Test vermeiden?

Mit Frühlingsbeginn zieht es viele Menschen hinaus in die Natur. Dabei ist Fahrradfahren eine beliebte Freizeitaktivität. Im Rahmen der Prostatakrebs-Früherkennung stellt sich bei Männern immer wieder die Frage, ob Radfahren vor der Blutuntersuchung den PSA-Wert beeinflussen kann. Dies wird in der Literatur widersprüchlich beurteilt. Auch eine neue Metaanalyse aus dem Jahr 2015 kann diese Kontroverse nicht endgültig klären. Was also kann man Männern raten, bei denen die Frage nach Radfahren vor der PSA-Bestimmung aufkommt? Der krebsinformationsdienst.med hat für Sie die Hintergründe zusammengefasst.

Linktipp: European Medicines Agency (EMA)

Wichtigste Aufgabe der Europäischen Arzneimittel-Agentur (European Medicines Agency, EMA) ist es, Arzneimittel in den Ländern der Europäischen Union wissenschaftlich zu bewerten und zu überwachen. Ein wesentliches Instrument ist dafür das sogenannte zentralisierte Zulassungsverfahren: Erteilt die Europäische Arzneimittel-Agentur die Zulassung für ein Arzneimittel, gilt diese in allen Mitgliedstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes - also neben den EU-Mitgliedsstaaten auch in den Ländern Island, Liechtenstein und Norwegen. Gleiches gilt, wenn die EMA die Zulassung ablehnt. Alle neuen Wirkstoffe aus dem Bereich der Onkologie durchlaufen dieses Verfahren.

Gadoliniumhaltige Kontrastmittel: Schädlich für das Gehirn?

+++ ACHTUNG: Zu dieser News liegt eine aktuellere Version vor. Diese finden sie hier. +++ Gadoliniumhaltige Kontrastmittel verbessern die Aussagekraft der Magnetresonanztomographie (MRT). In der Onkologie werden sie häufiger eingesetzt, wenn bei einem Patienten mit einer MRT nach einem Tumor oder Metastasen gesucht werden soll. Nun haben Studien gezeigt: Sehr wahrscheinlich lagern sich Spuren von Gadolinium im Gehirn von Patienten ab, die MRT-Untersuchungen mit diesen Kontrastmitteln erhalten. Doch sind diese Ablagerungen gesundheitsschädlich? Sind alle Kontrastmittel gleichermaßen betroffen? Und welche Konsequenzen ergeben sich für die klinische Praxis? Ein Risikobewertungsverfahren auf europäischer Ebene soll nun Klarheit schaffen. Der krebsinformationsdienst.med hat für Sie die Hintergründe zusammengefasst.

Metastasierter Darmkrebs: Neue antiangiogenetische Therapieoption

Auch wenn metastasierter Darmkrebs in aller Regel nicht mehr heilbar ist, steht für Betroffene eine Reihe von Medikamenten zur Verfügung, die das Leben verlängern, Symptome lindern und die Lebensqualität verbessern. In den letzten Jahren sind insbesondere zielgerichtete Wirkstoffe als neue Therapieoptionen hinzugekommen. Mit dem Antikörper Ramucirumab gibt es seit Anfang 2016 eine neue Therapiemöglichkeit nach der Erstbehandlung. Neben Bevacizumab und Aflibercept steht nun ein weiterer, vergleichbar wirksamer Angiogenese-Hemmer zur Verfügung, der mit einer Zweitlinien-Chemotherapie kombiniert werden kann. Welchen Nutzen hat Ramucirumab? Und wie ist der unter dem Handelsnamen Cyramza® zugelassene Antikörper im Vergleich zu bestehenden Therapien einzuordnen? Der krebsinformationsdienst.med fasst die wichtigsten Fakten zusammen.

Linktipp: "Was hab' ich?"

Medizinische Befunde und Arztbriefe begleiten Krebspatienten während ihrer gesamten Erkrankung. Sie halten das Ergebnis medizinischer Untersuchungen fest und helfen Ärzten dabei, sich gegenseitig zu informieren und die richtige Therapie zu wählen. Betroffene können sich leichter auf Gespräche mit dem behandelnden Arzt vorbereiten, wenn sie die Bedeutung ihrer Befunde verstehen. Doch wie können Fachleute Krebspatienten in diesem Anliegen unterstützen? Zum Beispiel, indem sie auf "Was hab' ich?" aufmerksam machen: Patienten erhalten über das Internetportal eine kostenfreie Übersetzung medizinischer Befunde in eine leicht verständliche Sprache."Was hab ich?" setzt sich seit fünf Jahren dafür ein, die Arzt-Patienten-Kommunikation zu verbessern. Für das gemeinnützige Projekt engagieren sich ehrenamtliche Medizinstudenten höherer Semester. Fachlich begleitet werden sie von einem Ärzteteam sowie zwei Psychologen. Bisher hat das Projekt schon fast 27.000 Befunde übersetzt.

Sport und Bewegung für Krebspatienten: Was tut gut, was schadet?

Nicht nur Gesunde, auch viele Krebspatienten haben in diesem Frühling gute Vorsätze gefasst. Mehr Bewegung – dieser Vorsatz steht dabei neben gesunder Ernährung meist ganz oben auf der Wunschliste. Dazu hat auch das Beispiel prominenter Patienten beigetragen, die in den Medien berichten, wie gut ihnen körperliche Aktivität tut: Dass man sich als Betroffener nicht nur schonen muss, hat sich inzwischen herumgesprochen. Doch wie viel dürfen sich Krebspatienten wirklich zumuten? Wen sollte man eher bremsen, wen darf man motivieren? Welche Möglichkeiten der Unterstützung kann man Patienten zugänglich machen? Wichtige Fakten für das Beratungsgespräch sowie weitere Informationsquellen für alle, die mit Krebspatienten arbeiten, hat krebsinformationsdienst.med hier aufgelistet.

Positionspapier: Soziale Arbeit in der Onkologie

Die 2015 gegründete Arbeitsgemeinschaft Soziale Arbeit in der Onkologie (ASO) der Deutschen Krebsgesellschaft hat im Februar ein Positionspapier "Soziale Arbeit in der Onkologie" verabschiedet. Das Papier befasst sich mit Zielen, Aufgaben und Methoden der Sozialen Arbeit mit onkologischen Patienten. Das Positionspapier ist abrufbar auf der Webseite der ASO unter www.aso-ag.org/. Weitere Informationen über die Arbeitsgemeinschaft bietet die Deutsche Krebsgesellschaft auf ihren Internetseiten unter www.krebsgesellschaft.de/deutsche-krebsgesellschaft/ueber-uns/organisation/sektion-b-arbeitsgemeinschaften.html.

Informieren Sie sich vor Ort: Der Krebsinformationsdienst beim Deutschen Krebskongress in Berlin

Unter dem Motto "Krebsmedizin heute: präventiv, personalisiert, präzise und partizipativ" findet im Februar 2016 der 32. Deutsche Krebskongress in Berlin statt. Auf dem größten und ältesten Fachkongress zur Krebsdiagnostik und Krebstherapie im deutschsprachigen Raum treffen sich Wissenschaftler und Krebsexperten vieler Fachrichtungen, um sich auszutauschen und krebsbezogene Fragestellungen zu diskutieren. Sie planen ebenfalls, den Deutschen Krebskongress zu besuchen? Dann haben Sie Gelegenheit, den Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums vor Ort näher kennenzulernen. Besuchen Sie unseren Informationsstand oder nehmen Sie an unseren Veranstaltungen teil.

Komplementäre Krebstherapie: Was ist dran an Bienenprodukten?

Welchen Stellenwert haben komplementäre und alternative oder auch experimentelle Methoden? Diese Frage beschäftigt sehr viele Nutzerinnen und Nutzer des Krebsinformationsdienstes. Ein aktuelles Beispiel: Können Bienenprodukte als Krebsmedikamente genutzt werden? Hilft Honig gegen Mukositis? Wie sieht es mit Propolis oder Gelée Royale zur Linderung therapiebedingter Beschwerden aus, etwa zur Unterstützung der Wundheilung, oder auch zur Krebstherapie selbst? Der krebsinformationsdienst.med ist diesen Fragen nachgegangen und hat den gegenwärtigen Wissensstand zu Bienenprodukten zusammengetragen.

Liquid Biopsy und Tumor-Genomsequenzierung

In der Presse liest man immer häufiger von neuen "Bluttests" oder "Gentests", die einen Durchbruch in der Krebsmedizin darstellen sollen. Was ist dran an solchen Behauptungen? Was versteht man unter der sogenannten flüssigen Biopsie? Kann das Verfahren künftig womöglich zur Krebsfrüherkennung genutzt werden? Für welche Patienten kommt eine Tumor-Genomsequenzierung infrage? Und welche Konsequenzen hätten die Ergebnisse für die Planung der Therapie? Antworten auf diese Fragen bieten zwei neue Informationsblätter "Liquid Biopsy" und "Tumor-Genomsequenzierung" des Krebsinformationsdienstes. Die Texte stehen zum Laden und Ausdrucken im Internet zur Verfügung. Zur Weitergabe an Patienten können größere Mengen auch beim Krebsinformationsdienst bestellt werden.

Weihrauch in der Krebstherapie – unbewiesen oder altbewährt?

Weihrauch, Gold und Myrrhe: Schon Kinder kennen Weihrauch als eine Gabe der drei heiligen Könige aus dem Morgenland. Und so wird die heilende Wirkung von Weihrauch alle Jahre wieder zum Thema in den Medien. Seit Jahrzehnten wird Weihrauch erforscht. Besonders bei Hirntumorpatienten soll er krebshemmend wirken und Hirnödeme lindern, insbesondere nach einer Strahlentherapie. Unter Hirntumorpatienten ist die Nutzung von Weihrauch dementsprechend weit verbreitet. Trotz einer ganzen Reihe von Studien gibt es bisher jedoch kein zugelassenes Medikament. Auf welche Alternativen greifen Krebspatienten zurück? Worauf sollte man im Gespräch mit Betroffenen besonders achten? Der krebsinformationsdienst.med fasst aktuelle Hintergründe für Fachkreise zusammen.

Wo finden Krebspatienten psychoonkologische Hilfe?

Wo finde ich psychoonkologische Unterstützung? Mit dieser Frage wenden sich täglich Krebspatienten an den Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums. Auch viele Ärzte, Pflegefachleute und weitere in die Versorgung einbezogene Berufsgruppen stehen vor der Herausforderung, Betroffenen bei Bedarf geeignete Unterstützungsangebote zu vermitteln. Der krebsinformationsdienst.med bietet einen Überblick über die psychoonkologischen Versorgungsstrukturen in Deutschland und nennt Anlaufstellen.

Hintergrund: Adipositas und Krebsrisiko

Übergewicht betrifft in Deutschland immer mehr Menschen: Zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen wiegen zu viel. Im Rahmen seines aktuellen Gesundheitsmonitorings hat das Robert Koch-Institut (RKI) noch detailliertere Zahlen veröffentlicht: Demnach ist ein Viertel der Bevölkerung nicht nur übergewichtig, sondern deutlich zu dick. Diese Adipositas wird in der Regel definiert durch einen Body-Mass-Index (BMI) von 30 und darüber, sie gilt als gesundheitliches Risiko. Betroffen sind aktuell 23 Prozent der erwachsenen Männer und 24 Prozent der Frauen.Gesundheitsexperten beobachten diese Entwicklung mit Sorge: Das Risiko für eine ganze Reihe von Erkrankungen steigt. Seit einigen Jahren weiß man, dass auch Krebs dazu zählen kann. Pauschale Aussagen, die man häufig in den Medien finden kann, sind jedoch mit Vorsicht zu genießen. Für welche Tumorarten trifft die Risikosteigerung zu, für welche nicht? Welche Rolle spielt die Fettverteilung? Insgesamt sind zu diesem Thema noch viele Fragen offen. Wie schwierig eine Beurteilung ist und was man bisher tatsächlich weiß, hat krebsinformationsdienst.med anhand der vorliegenden Fachliteratur geprüft.

krebsinformationsdienst.med – unser Angebot für Fachkreise

Eigentlich ist das Gespräch bereits beendet. Doch dann zieht die Patientin einige Papiere aus der Tasche: Sie hat im Internet nach Informationen zu ihrer Erkrankung gesucht und möchte nun eine Bewertung: "Soll ich das Mittel kaufen? Was halten Sie davon?" Wer beruflich mit Krebsbetroffenen zu tun hat, kennt diese Situation. Patienten stehen vor einer Therapieentscheidung, Angehörige machen sich Sorgen und durchforsten die Medien nach neuen Therapien, und beide Gruppen fragen nach komplementären und alternativen Methoden. Wir helfen Ihnen dabei, onkologisches Fachwissen gezielt einzusetzen: Mit dem Angebot krebsinformationsdienst.med unterstützt das Deutsche Krebsforschungszentrum alle Berufsgruppen in der Medizin, wenn es um das Thema Krebs geht.

Fünf Jahre Arzneimittelneuordnungsgesetz (AMNOG): Konsequenzen für die Onkologie

Vor fünf Jahren trat das Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG) in Kraft. Seitdem müssen Pharmahersteller bei der Markteinführung für alle Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen deren Zusatznutzen nachweisen. Für viele Arzneimittel liegen inzwischen solche frühen Nutzenbewertungen vor. Doch das Thema bleibt auch unter Experten nicht unumstritten. Machen Sie sich selbst ein Bild: Mit welchem Ziel wurde die Nutzenbewertung eingeführt? Wer ist für die Umsetzung verantwortlich? Wie sind die frühen Nutzenbewertungen aufgebaut, und wie "liest" man einen solchen Text, wenn es um die Planung einer onkologischen Therapie geht?Der krebsinformationsdienst.med fasst wichtige Fakten zu einem Überblick zusammen und bietet Linktipps sowie Quellen für Ihre eigene Recherche.

"Krebs in Deutschland"

Wie viele Menschen in Deutschland leben derzeit mit einer Krebserkrankung? Wie viele Neuerkrankungen werden jährlich entdeckt? Antworten bieten das Zentrum für Krebsregisterdaten am Robert Koch-Institut (RKI) und die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (GEKID):Die neu aufgelegte und aktualisierte Broschüre "Krebs in Deutschland 2011/2012" enthält Schätzungen zu Inzidenzen und Mortalitäten. Ebenfalls dargestellt sind Risikofaktoren, Trendverläufe sowie Überlebensaussichten für ausgewählte Krebserkrankungen. Außerdem enthält die Broschüre Prognosen zur Krebshäufigkeit für das Jahr 2016. Die Broschüre ist im Dezember 2015 erschienen und ist erhältlich über die regionalen epidemiologischen Krebsregister. Im Internet steht sie sowohl beim RKI (www.rki.de) als auch bei der GEKID (www.gekid.de) zur Verfügung, zum Download als PDF unter www.krebsdaten.de oder www.gekid.de.

Zielgerichtete Krebstherapien: Nebenwirkungen an der Haut

Immer mehr zielgerichtete Medikamente werden zur Behandlung von Krebspatienten zugelassen. Doch so "punktgenau" sie auf ein bestimmtes Ziel an der Krebszelle auch ausgerichtet sind: Nebenwirkungen können trotzdem auftreten. Besonders häufig sind Veränderungen an Haut, Haaren und Nägeln. Auch wenn Patienten vor Beginn einer Therapie mit einem zielgerichteten Arzneimittel umfassend informiert werden, kann es im Alltag zu Problemen kommen, bei denen schneller Rat wichtig ist: Was können Patienten selbst tun, um Nebenwirkungen an Haut, Haaren und Nägeln vorzubeugen? Warum ist es so wichtig für sie, nicht ohne Rücksprache mit den therapieführenden Ärzten selbst aktiv zu werden?Der krebsinformationsdienst.med bietet einen Überblick und Links auf weiterführende Informationen für alle, die im beruflichen Alltag mit Krebspatienten Kontakt haben.

Checkpoint-Inhibitoren: Wenn das Immunsystem Krebs bekämpft

+++ ACHTUNG: Zu dieser News liegt eine aktuellere Version vor. Diese finden sie hier. +++ Von Durchbruch, Revolution oder gar Meilenstein ist die Rede, wenn die Medien über Nivolumab und PD-1-Hemmer im Allgemeinen berichten. Doch was verbirgt sich hinter diesen sogenannten Checkpoint-Inhibitoren? Welche Signalwege in Krebszellen hemmen sie? Welche Arzneimittelzulassungen bestehen bereits? Und was können sich Ärzte und Patienten tatsächlich von dieser neuen Medikamentengruppe erwarten? Der krebsinformationsdienst.med hat die wichtigsten Fakten zusammengestellt und bietet Quellen für die eigene Recherche.

Diäten sind nichts für Krebspatienten

Immer wieder stellen Menschen mit Krebs die Frage nach besonderen Ernährungsformen ("Krebsdiäten") – in der Hoffnung, damit etwas gegen ihre Krankheit zu bewirken. Woran kann man sich in Klinik oder Praxis orientieren? Die im Herbst 2015 erschienene S3-Leitlinie "Klinische Ernährung in der Onkologie" der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V. (DGEM) gibt dazu eine eindeutige Empfehlung ab: Sogenannte "Krebsdiäten" werden Krebspatienten nicht empfohlen. Warum sind Diäten zur Krebstherapie ungeeignet? Der krebsinformationsdienst.med hat für Sie aktuelle Empfehlungen gesichtet und bietet Ihnen Hinweise auf Quellen sowie Linktipps zum Thema Ernährung und Krebs.

Anhaltende Diskussion um Krebsrisiko durch Antidiabetika

Bei Patienten, die über Jahre hinweg das Antidiabetikum Glibenclamid in hohen Dosen einnehmen, steigt das Krebsrisiko. Diese Meldung hat im Winter 2015 zahlreiche Diabetes-Patienten verunsichert. Zugrunde lag eine Studie kanadischer Epidemiologen.Die Befürchtung, eine langjährige medikamentöse Diabetes-Therapie könne sich auf das Tumorrisiko auswirken, ist jedoch nicht neu, und sie ist auch nicht auf Glibenclamid beschränkt. Allerdings bleibt die Datenlage trotz einer stetig steigenden Zahl an Studien widersprüchlich. Welche Antidiabetika stehen unter dem Verdacht, Krebs auszulösen? Warum ist eine Beurteilung des Krebsrisikos so schwierig? Welche Tumorarten werden wahrscheinlicher, und vor allem: Welche Konsequenzen haben die derzeitigen Daten für die Beratung Betroffener?Der krebsinformationsdienst.med fasst die wichtigsten Fakten zusammen und listet Quellen auf.

Nahrungsergänzungsmittel bei Krebs - eine Herausforderung in der Beratung

In Apotheken gehen sie täglich über den Ladentisch, aber auch Ärzte werden zunehmend damit konfrontiert: Die Rede ist von Nahrungsergänzungsmitteln. Gerade beim Thema Krebs erhoffen sich Verbraucher wie Patienten besonders viel von solchen Supplementen: Gesunde wollen damit Krebs vorbeugen, Patienten hoffen, damit ihre Krebserkrankung aufhalten zu können. Den meisten ist nicht bewusst, dass Nahrungsergänzungsmittel schon rein rechtlich keinen anderen Stellenwert haben als normale Lebensmittel.  Mehr dazu im Text "Nahrungsergänzungsmittel: Große Versprechen, k(l)eine Wirkung?".Die meisten Fachleute sind sich jedoch einig: Keine Form der Nahrungsergänzung kann eine gesunde Ernährung oder eine angemessene Ernährungstherapie ersetzen, und schon gar nicht die Krebsbehandlung mit zugelassenen Arzneimitteln. Der krebsinformationsdienst.med bietet Hilfestellung für Ihre Beratungsgespräche und erläutert Hintergründe.

Zahl des Monats: 1,74 Millionen Packungen orale Krebsmedikamente in 2014 verkauft

Im Jahr 2014 gingen in deutschen Apotheken 1,74 Millionen Packungen oraler Tumortherapeutika über den Ladentisch. Das sind zehn Prozent mehr als noch im Jahr 2011. Zu diesem Ergebnis kommt das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut e. V. (DAPI) in einer kürzlich veröffentlichten Analyse. Besonders häufig wurden Antiöstrogene, weitere Hormonantagonisten und Kinaseinhibitoren an Krebspatienten abgegeben.

Chronotherapie: Krebsbehandlung nach der inneren Uhr?

Kann die "innere Uhr" die Wirksamkeit der onkologischen Therapie beeinflussen? Immer wieder wird der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums nach dem Stellenwert einer sogenannten chronomodulierten (Chemo-)Therapie gefragt, abgekürzt meist als "Chronotherapie" bezeichnet. Bei dieser Art der Therapie richtet sich die Gabe der Medikamente nach der inneren Uhr, also nach der zirkadianen Rhythmik. Doch welche Überlegungen liegen diesem Konzept zugrunde? Und wie ist der Stand der Forschung? Gibt es bereits verlässliche wissenschaftliche Daten, die für den Einsatz eines solchen Konzepts im klinischen Alltag sprechen?

Krebs und Händigkeit: Unterschiede bei Links- und Rechtshändern?

Mit welcher Hand greifen Sie nach Ihrem Wasserglas? Mit welcher öffnen Sie einen Brief? Schreiben Sie mit links oder rechts? Oder sind Sie gar beidhändig? Immer wieder wird der Krebsinformationsdienst gefragt, ob es sich auf das Krebsrisiko oder auch eine Therapie bei Krebs auswirkt, wenn jemand Links- oder Rechtshänder ist. Was ist wirklich dran an dieser These? Wir haben für Sie gängige Literaturdatenbanken gesichtet und bieten Ihnen und Ihren Patienten eine Auswahl entsprechender Quellen.

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