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Lungenkrebs, Foto: MOREDUN ANIMAL HEALTH LTD/SPL/Getty Images © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Wissen kurz gefasst: Häufig gestellte Fragen zu Lungenkrebs

Wie häufig ist Lungenkrebs eigentlich? Und stimmt es, dass nur Raucher erkranken? Warum gibt es keine Früherkennung? Haben Lungenkrebspatienten eine Chance auf Heilung?
Lungenkrebs ist in Deutschland eine sehr häufige Erkrankung. Viele Menschen haben Fragen dazu: Gesunde, die vorbeugen möchten, Raucher, die sich um ihr Risiko sorgen, aber auch Patienten und ihre Angehörige, die mehr über die Behandlung wissen wollen. Der folgende Text bietet Antworten auf Fragen, die häufig an den Krebsinformationsdienst gerichtet werden. Links führen zu Texten, in denen einzelne Themen ausführlicher behandelt werden. Dort sind auch die genutzten Quellen aufgeführt.
Die Beratung durch Ärzte vor Ort können Informationen aus dem Internet jedoch nicht ersetzen.

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Wie häufig ist Lungenkrebs?

Als Lungenkrebs bezeichnet man einen bösartigen Tumor, der im Lungengewebe oder den tieferen Atemwegen (Bronchien) entsteht. In der Fachsprache nennt man einen solchen Krebs Lungenkarzinom oder Bronchialkarzinom.
Lungenkrebs ist die vierthäufigste Krebserkrankung in Deutschland. Im Jahr 2010 erkrankten in Deutschland etwa 35.000 Männer und 17.000 Frauen an Lungenkrebs. Für das Jahr 2014 rechnen die Krebsregister in Deutschland mit 36.000 neu erkrankten Männern und 19.600 neu erkrankten Frauen.

Andere Tumoren, beispielsweise Brustkrebs oder Darmkrebs, können Absiedlungen in der Lunge bilden. Unter dem Mikroskop kann man an Gewebeproben feststellen, dass diese Tochtergeschwülste nicht vom Lungengewebe ausgehen. Man nennt sie Lungenmetastasen, aber nicht Lungenkrebs. Lungenmetastasen werden auch anders behandelt als ein echtes Lungenkarzinom. Mehr zum Thema hat der Krebsinformationsdienst in dem Text "Anatomie, Tumorbiologie, Krebshäufigkeit: Was ist Lungenkrebs?" zusammengestellt.

Welche Risikofaktoren für Lungenkrebs gibt es?

Der größte Risikofaktor für die Entstehung von Lungenkrebs ist Tabakrauch, durch Zigaretten, Zigarren, Pfeife oder Wasserpfeife. Nicht nur selber zu rauchen macht krank. Auch Passivrauchen erhöht das Risiko.
Es gibt jedoch auch Patienten, die lebenslang Nichtraucher waren und auch nicht "passiv" geraucht haben. Man vermutet, dass bei ihnen vielleicht andere Risikofaktoren die Erkrankung ausgelöst haben, zum Beispiel einige chemische Substanzen, Dieselruß, Quarz- oder Feinstaub am Arbeitsplatz. Das radioaktive Edelgas Radon, das in manchen Gegenden in Deutschland vermehrt im Boden vorkommt, kann ebenfalls Lungenkrebs verursachen. Auch Vererbung spielt möglicherweise bei einigen Patienten eine Rolle, welche, ist zurzeit aber noch unklar.
Bei nicht wenigen Lungenkrebspatienten lässt sich deshalb im Nachhinein nicht mehr sicher klären, was genau ihre Erkrankung ausgelöst hat.

Warum gibt es keine Früherkennung für Lungenkrebs?

Alle Untersuchungsmöglichkeiten, die man bisher als Früherkennungsverfahren getestet hat, haben Nachteile: Sie sind nicht sicher genug oder zu aufwendig und belastend, um sie bei eigentlich gesunden Menschen ohne Symptome regelmäßig durchzuführen. Dies gilt insbesondere für Tests, bei denen Röntgenstrahlen notwendig sind, wie zum Beispiel die Computertomographie. Krebsforscher und Krebsmediziner arbeiten aber intensiv daran, bessere Verfahren zu entwickeln. Auch prüfen sie, ob man nicht zumindest gefährdeten Menschen doch regelmäßige Untersuchungen anbieten sollte, vor allem starken Rauchern. Mehr Informationen bietet der Text "Früherkennung: Bisher kaum möglich".

Woran erkennt man Lungenkrebs?

Lungenkrebs wird oft erst spät erkannt, wenn die Krankheit weit fortgeschritten ist. Das macht sie so gefährlich. Frühsymptome gibt es nur wenige. Ein neu auftretender Husten, der über Wochen anhält oder ein chronischer Husten, der sich plötzlich verschlimmert, sind jedoch verdächtig. Damit sollte man unbedingt zum Arzt gehen, vor allem als Raucher. Wenn jemand, der keine Diät zum Abnehmen macht, innerhalb einiger Wochen oder Monate deutlich an Gewicht verliert, kann auch dies ein Zeichen für eine schwerwiegende Erkrankung sein. Atemnot, Brustschmerzen oder Knochenschmerzen oder eine lang anhaltende Müdigkeit und Abgeschlagenheit können ebenfalls Symptome von Lungenkrebs sein, weisen aber meist auf eine fortgeschrittene Erkrankung hin.

Wohin gehen?

Ansprechpartner bei Beschwerden ist der Hausarzt. Er überweist bei Bedarf zu einem Facharzt für Lungenerkrankungen - einem Pneumologen - oder in die Ambulanz einer spezialisierten Klinik.

Im Text "Symptome und Warnzeichen" sind weitere Hinweise aufgeführt, die Betroffene zum Arzt führen sollten.

Welche Untersuchungen werden bei Krebsverdacht gemacht?

Wenn bei einem Patienten der Verdacht auf Lungenkrebs besteht, wird er von seinen Ärzten gründlich untersucht. Sie fragen nach auffälligen Symptomen und nach Risikofaktoren, also zum Beispiel, ob man geraucht hat. Außerdem erkundigen sie sich, ob ein Patient andere Erkrankungen hat oder hatte, und sie prüfen den allgemeinen Gesundheitszustand. Sie hören Herz und Lunge ab. Anschließend tasten sie Hals und Oberkörper nach vergrößerten Lymphknoten ab: Dies wäre ein Zeichen dafür, dass die Lymphbahnen von Krebszellen befallen sein könnten. Je nach Situation kommen noch das Röntgen des Brustkorbs, eine Computertomographie (CT) sowie eventuell eine Kernspintomographie (MRT)und eine Ultraschalluntersuchung infrage.

Um Lungenkrebs sicher festzustellen oder auszuschließen, ist fast immer eine Lungenspiegelung notwendig. Diese Untersuchung nennt man auch Bronchoskopie. Dabei schieben Ärzte einen Schlauch mit einer Kamera in die Atemwege vor. Der Patient bekommt eine örtliche Betäubung und eventuell Beruhigungsmittel, so dass die Untersuchung in der Regel nicht schmerzhaft ist. Auf einem Monitor können die Ärzte die Bilder vom Inneren der Lunge nach Auffälligkeiten absuchen. Außerdem können sie mit kleinen Zangen oder Nadeln Gewebeproben aus der Bronchienwand entnehmen. Diese werden dann unter dem Mikroskop untersucht.

Hat ein Patient tatsächlich sicher Lungenkrebs, schließen sich meist weitere Untersuchungen an. Man will herausfinden, ob der Tumor bereits in andere Organe "gestreut" hat. Deshalb untersuchen die Ärzte nun auch andere Organe und Körperregionen auf mögliche Metastasen. Zu dieser Ausbreitungsdiagnostik kommen die schon genannten Verfahren infrage, eventuell außerdem auch eine Positronenemissionstomographie (PET).

Nicht alle denkbaren Untersuchungen werden bei jedem Patienten gemacht. Ärzte wählen nur die Methoden aus, von denen sie sich wichtige Ergebnisse für die Behandlungsplanung versprechen. So sollen Betroffenen unnötige Belastungen erspart werden. Hat ein Patient beispielsweise Knochenschmerzen, können bei Bedarf Röntgenaufnahmen der betroffenen Körperregion angefertigt werden. Zeigen die Bilder des Brustkorbs Hinweise auf eine Flüssigkeitsansammlung rund um die Lunge, einen so genannten Erguss, entnehmen die Ärzte eventuell eine Probe, um diese unter dem Mikroskop zu untersuchen.

Eine Übersicht über die infrage kommenden Tests bietet der Text "Diagnostik: Untersuchungen bei Verdacht auf Lungenkrebs".

Kleinzelliger und nicht-kleinzelliger Lungenkrebs - wo ist der Unterschied?

Wenn bei einem Patienten ein Tumor entdeckt wurde, ist für die Behandlung wichtig, was für ein Krebs das genau ist. Die Ärzte entnehmen eine Gewebeprobeaus dem Tumor, zum Beispiel während einer Lungenspiegelung. Diese Probe wird in spezialisierten Labors unter dem Mikroskop untersucht.
Es gibt verschiedene Arten von Lungenkrebs, die auch unterschiedlich behandelt werden. Außerdem können Absiedlungen von anderen Krebsarten in der Lunge vorkommen, sogenannte Lungenmetastasen, zum Beispiel von Brustkrebs oder Darmkrebs.
Bei "echtem" Lungenkrebs, der vom Lungengewebe direkt ausgeht, unterscheiden Ärzte vor allem "kleinzellige" Tumoren von allen anderen, die sie "nicht kleinzellig" nennen. In der Fachsprache sind oft die englischen Abkürzungen gebräuchlich: SCLC steht für kleinzelligen Lungenkrebs (small cell lung cancer), NSCLC steht für nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (non small cell lung cancer). Kleinzelliger Lungenkrebs ist vergleichsweise selten. Die meisten Patienten, etwa acht von zehn, haben ein nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom, mehr dazu im Text "Anatomie, Tumorbiologie, Krebshäufigkeit: Was ist Lungenkrebs?"

Welche Behandlungsmöglichkeiten von Lungenkrebs gibt es?

Wie Lungenkrebs behandelt wird, hängt im Wesentlichen davon ab, um welchen "Krebstyp" es sich handelt: Ist es ein kleinzelliger Tumor oder ein nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom? Auch das Alter eines Patienten und sein allgemeiner Gesundheitszustand spielen eine Rolle.

  • Beim nicht-kleinzelligen Lungenkrebs versuchen Ärzte, den Tumor herauszuoperieren. Dann ist unter Umständen eine vollständige Heilung möglich. Fortgeschrittene Tumoren haben sich jedoch oft schon zu weit über die Lunge und angrenzende Organe ausgebreitet, um operiert werden zu können. Betroffene Patienten können eine Chemotherapie und manchmal eine zusätzliche Bestrahlung erhalten, um ihre Symptome zu lindern und das Tumorwachstum zu verlangsamen. Hinzu kommen je nach Situation weitere Medikamente, die in den Stoffwechsel von Tumorzellen eingreifen und ihr Wachstum bremsen.
  • Beim kleinzelligen Lungenkarzinom ist eine Operation nur bei wenigen Patienten Erfolg versprechend. Der Tumor reagiert jedoch empfindlich auf Medikamente: Betroffene bekommen eine Chemotherapie und häufig zusätzlich eine Bestrahlung. Das Wachstum des Tumors lässt sich so bremsen.

Unterstützende Behandlung

Patienten mit Lungenkrebs erhalten außerdem eine Behandlung gegen belastende Symptome und Begleiterscheinungen der Erkrankung. Dazu gehören zum Beispiel Medikamente gegen Schmerzen oder gegen Infektionen. Wichtig ist Atemgymnastik, vor allem nach einer Operation. Eine ergänzende Ernährungstherapie hilft gegen Gewichtsverlust.
Einen Überblick über Therapiemöglichkeiten bietet der Text "Behandlungsverfahren bei Lungenkrebs". Welche Behandlung die jeweils beste für einen Patienten ist, hängt von vielen Bedingungen ab. Daher können Informationen aus dem Internet die individuelle Behandlungsplanung gemeinsam mit den zuständigen Ärzten nicht ersetzen.

Hat die Behandlung Nebenwirkungen?

Jede Behandlung kann Nebenwirkungen haben. Nach einer Operation besteht beispielsweise ein Risiko für Infektionen der Wunde. Patienten müssen zudem damit rechnen, dass es länger dauert, bis sie wieder körperlich belastbar sind. Auch dauerhafte Einschränkungen der Lungenfunktion sind nach einer Operation möglich. Beispiele für Nebenwirkungen bei einer Chemotherapie, einer Bestrahlung oder durch andere Medikamente sind Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Übelkeit, Erbrechen, Hautveränderungen oder eine Veränderung des Blutbildes. Diese Nebenwirkungen lassen sich heute durch eine geeignete begleitende Behandlung aber lindern.
Hier gibt es allgemeine Informationen zu Nebenwirkungen und Langzeitfolgen der Chemotherapie und der Strahlentherapie. Mehr zur Behandlung von belastenden Symptomen durch den Tumor selbst bietet ein weiterer Text.

Was kann man als Patient selbst tun?

Für Patienten mit Lungenkrebs ist es nicht egal, ob sie weiterrauchen oder nicht. Raucher leiden häufiger unter Komplikationen, die Nebenwirkungen der Behandlung belasten sie stärker, und sie haben nicht selten eine schlechtere Prognose. Aufhören lohnt sich trotz der Krebserkrankung: Durch den Rauchverzicht verbessert sich innerhalb relativ kurzer Zeit die Lungenfunktion. Selbst bei einem nicht mehr heilbaren Lungenkrebs kann sich die Überlebenszeit verlängern. Informationen zum Aufhören bietet zum Beispiel das WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle im Deutschen Krebsforschungszentrum (www.dkfz.de/de/tabakkontrolle).

Zur Verbesserung der Lungenfunktion und gegen Atemnot helfen Atemübungen. Patienten lernen diese noch im Krankenhaus oder während einer Rehabilitation ("Reha"). Auch wer schon wieder zu Hause ist, kann den Arzt bitten, eine entsprechende Physiotherapie zu verschreiben.

Regelmäßige Bewegung, soweit möglich, und eine ausgewogene, gesunde Ernährung können ebenfalls weiterhelfen. Der Text "Lungenkrebs: Leben mit der Erkrankung" fasst zusammen, was Patienten selbst tun können, um die Behandlung zu unterstützen. Zum Umgang mit einer Krebserkrankung hat der Krebsinformation außerdem Texte unter "Alltag: Jeden Tag leben" zusammengestellt.

Was tun bei Schmerzen?

Nicht wenige Patienten mit fortgeschrittener Krebserkrankung leiden unter Schmerzen. Oft werden diese durch Absiedlungen des Tumors verursacht, zum Beispiel durch Knochenmetastasen. Diese Schmerzen müssen nicht ausgehalten werden: Die meisten Patienten können heute gut behandelt werden. Zur Therapie gehören Schmerzmittel unterschiedlicher Stärke. Auch eine Bestrahlung wirkt schmerzlindernd, vor allem bei Knochenmetastasen. Ist der Knochen befallen, erhalten Patienten je nach Situation außerdem Medikamente, die sogenannten Bisphosphonate. Sie hemmen den Knochenabbau. Mehr dazu hat der Krebsinformationsdienst im Kapitel "Lungenkrebs: Unterstützende Behandlung bei belastenden Symptomen" und in eigenen Texten zur "Schmerztherapie bei Krebspatienten" zusammengestellt.

Ist Lungenkrebs heilbar?

Ob Lungenkrebs heilbar ist oder nicht, hängt unter anderem davon ab, wie weit der Tumor sich im Körper ausgebreitet hat.
Wurde der Krebs in einem frühen Stadium erkannt, haben Patienten bessere Aussichten. Trotzdem kann es passieren, dass einige Zeit nach einer zunächst erfolgreichen Behandlung ein Rückfall festgestellt wird. Patienten werden deshalb regelmäßig nachuntersucht. Diese Nachsorgetermine bieten Patienten und Ärzten außerdem Gelegenheit, über den aktuellen Gesundheitszustand zu sprechen, etwaige Folgen der Erkrankung und der Behandlung festzustellen und deren Behandlung einzuleiten. Je länger Patienten nach der vollständigen Entfernung eines Tumors krankheitsfrei bleiben, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie dauerhaft geheilt sind. Sind Nachsorgeuntersuchungen in der ersten Zeit nach der Behandlung noch mehrmals im Jahr notwendig, reicht es nach fünf Jahren, wenn Patienten ohne Beschwerden nur noch einmal im Jahr zu einer Untersuchung gehen. Mehr dazu ist im Kapitel "Nachsorge und Rehabilitation bei Lungenkrebspatienten: Wie geht es weiter?" zusammengestellt. 

Wenn der Tumor bereits Metastasen gebildet hat, also Tochtergeschwülste in anderen Organen und Geweben, ist die Krankheit häufig nicht mehr heilbar. Patienten benötigen dann eine Behandlung, die das Tumorwachstum möglichst lange in Schach hält und Auswirkungen der Erkrankung abmildert. Konkrete Aussagen zur Prognose, also zu dem zu erwartenden Krankheitsverlauf, können nur die behandelnden Ärzte treffen. Welche Möglichkeiten es gibt, Lungenkrebs auch in fortgeschrittenen Stadien zu behandeln, wird in dem Text "Behandlungsverfahren bei Lungenkrebs" ausgeführt.

Wie wird behandelt, wenn die Krankheit nicht mehr heilbar ist?

Wenn die Krankheit nicht mehr heilbar ist, zielt die Behandlung darauf, die Symptome zu lindern und den Krankheitsverlauf, wenn möglich, zu verlangsamen. Die Lebensqualität betroffener Patienten steht dann im Vordergrund. Diese "lindernde" Medizin nennt man Palliativmedizin. Palliativmediziner sind nicht nur erfahren in der Krebstherapie. Sie kennen sich auch mit Schmerztherapie und dem Behandeln belastender Symptome aus. Außerdem kümmern sie sich darum, dass Patienten und ihre Angehörigen durch professionelle Pflege und Versorgung entlastet werden: Viele Patienten wünschen sich, so lange wie möglich zu Hause bleiben zu können und nicht ins Krankenhaus zu müssen. Ansprechpartner für die häusliche Pflege und eine Versorgung bei fortgeschrittener Erkrankung finden sich in der Rubrik Wegweiser.

Wer kann helfen, mit der Belastung durch die Krankheit umzugehen?

Die Diagnose "Krebs" ist für viele Menschen ein Schock. An einer Erkrankung mit ungewissem Ausgang zu leiden, stellt für Patienten und auch ihre Angehörigen eine große Belastung dar. Hilfe im Umgang mit der Erkrankung, zur Bewältigung von Angst sowie Adressen von geeigneten Ansprechpartnern können Betroffene und ihre Familien in folgenden Texten finden:

Krebsberatungsstellen und Psychoonkologen können weiterhelfen und bieten Unterstützung. In der Rubrik "Wegweiser" finden sich außerdem Links zu den Bundesverbänden von Selbsthilfe- und Patientenorganisationen. In einem Informationsblatt hat der Krebsinformationsdienst "Ansprechpartner zu sozialrechtlichen Fragen" zusammengestellt, als PDF-Datei zum Laden und Ausdrucken.