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Schematische, anatomische Darstellung einer Lunge mit leuchtendem Tumor

Lungenkrebs: Symptome und Früherkennung

Aktualisiert am:

Von: Vanessa Schöner (Zellbiologin, M.Sc.)

  • Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) ist eine sehr häufige Krebserkrankung, die sich aber erst spät durch Beschwerden bemerkbar macht. Symptome von Lungenkrebs sind beispielsweise Husten, Gewichtsverlust, Luftnot oder Schmerzen in der Brust oder den Knochen.
  • Vor allem Menschen, die ein hohes Risiko für Lungenkrebs haben, sollten daher wichtige Warnzeichen kennen und bei anhaltenden Beschwerden zum Arzt gehen.
  • Starke Raucherinnen und Raucher zwischen 50 und 75 Jahren können seit April 2026 an der Lungenkrebs-Früherkennung teilnehmen. Dabei handelt es sich um eine jährliche strahlungsarme Computertomographie, auch Niedrigdosis-CT genannt. 

Wichtig zu wissen

Alle an der Lungenkrebs-Früherkennung beteiligten Ärztinnen und Ärzte benötigen spezielle Qualifikationen. Möglicherweise steht die Untersuchung deshalb noch nicht überall zur Verfügung.

Damit sollten Sie zum Arzt gehen

Husten, Gewichtsverlust, Luftnot oder Schmerzen in der Brust oder den Knochen können auf Lungenkrebs hinweisen.

Ein Lungenkarzinom verursacht im frühen Stadium nur selten Beschwerden. Kleine Tumoren werden fast immer zufällig entdeckt, zum Beispiel bei einer Röntgenuntersuchung des Brustkorbs aus anderem Anlass.

Umso wichtiger ist es, anhaltende Symptome ernst zu nehmen und mit einem Arzt oder einer Ärztin zu besprechen. Das gilt insbesondere für Raucherinnen und Raucher. Stark Rauchende können im Alter zwischen 50 und 75 Jahren außerdem jährlich an einer Untersuchung zur Früherkennung teilnehmen.

Die Krankheitszeichen von Lungenkrebs sind oft nicht eindeutig. Hinter vielen Warnzeichen können Lungenkrebs oder andere schwerwiegende Lungenprobleme stehen, aber auch harmlosere Erkrankungen, etwa eine chronische Bronchitis. Die Angst vor Krebs sollte nicht verhindern, einen Arzt oder eine Ärztin aufzusuchen.

Diese Symptome können auf Lungenkrebs hinweisen

  • Husten
  • Gewichtsverlust
  • Luftnot
  • Brustschmerzen
  • blutiger Auswurf beim Husten
  • Knochenschmerzen
  • Trommelschlegelfinger (eine Verdickung der Fingerspitzen)
  • Fieber
  • Schwächegefühl

Detailwissen: Beschwerden durch Metastasen und Syndrome

Wenn der Tumor sich über die Lunge hinaus ausgebreitet hat, können Metastasen die Symptome verursachen. Bei nicht wenigen Betroffenen sind diese Beschwerden sogar der erste Hinweis auf die Erkrankung:

  • Bei Befall der Knochen leiden Patienten häufig unter Schmerzen, die zunächst zum Beispiel als "Arthrose" gedeutet werden.
  • Ist die Leber betroffen, kommt es oft zu Gewichtsverlust, Schwäche und Müdigkeit, ebenfalls eher unspezifische Symptome.
  • Metastasen im Gehirn können neurologische Symptome verursachen, zum Beispiel Lähmungen, Kopfschmerzen, aber auch Verwirrtheit, Krampfanfälle oder Wesensveränderungen.

Bei manchen Patienten sind sogenannte paraneoplastische Syndrome das erste Zeichen für Lungenkrebs: Dabei handelt es sich um Beschwerden, die nicht direkt durch das Tumorwachstum oder das Wachstum von Tumormetastasen ausgelöst werden.

Ursache der Beschwerden sind vermutlich vom Tumor freigesetzte Hormone oder hormonähnliche Stoffe oder aber eine Immunreaktion des Körpers gegen den Tumor.

Entsprechende Beschwerden treten bei etwa 1 von 10 Patientinnen und Patienten mit Lungenkrebs auf. Deutlich häufiger betrifft dies Menschen mit kleinzelligen Lungenkarzinomen. Die Beschwerden können für den Arzt wegweisend für die Diagnose sein.

Zu den Symptomen eines paraneoplastischen Syndroms können zum Beispiel gehören:

  • Blutarmut
  • zu viel Kalzium im Blut (Hyperkalziämie)
  • Blutgerinnungsstörungen
  • Trommelschlegelfinger (eine Verdickung der Fingerspitzen)
  • Gewichtsverlust
  • neurologische Beschwerden
  • Hautveränderungen
Ein Computertomograph ist ein ringförmiges Untersuchungsgerät mit einer Untersuchungsliege, die den Patient in das Gerät fährt.
Ein Computertomograph nutzt Röntgenstrahlen, um ein Abbild des Körperinneren zu erzeugen.
Bild: © Alejandro Camacho, Thinkstock

Seit April 2026 können Menschen mit besonders hohem Risiko für Lungenkrebs eine jährliche strahlungsarme Computertomographie (Niedrigdosis-CT) in Anspruch nehmen. 

Ziel ist es, Lungenkrebs möglichst früh zu erkennen. Denn je früher er erkannt wird, desto besser sind die Chancen auf Heilung.

Wie läuft die Früherkennung ab?

Zunächst klären Ärztinnen und Ärzte – beispielsweise der Hausarzt – ob die betreffende Person alle Voraussetzungen zur Teilnahme am Screening erfüllt. Ist das der Fall, erklären sie den Nutzen und die Risiken der Untersuchung. Möchte die Person daraufhin am Lungenkrebs-Screening teilnehmen, erhält sie eine Überweisung zu einer Radiologie-Praxis. Dort führt ein Radiologe oder eine Radiologin die strahlungsarme Computertomographie durch und hält das Ergebnis der Untersuchung in einem Befund fest.

  • Wenn dieser Erstbefund unauffällig ist, kann in 12 Monaten eine erneute Untersuchung stattfinden. Sie läuft nach demselben Muster ab.
  • Wenn der Erstbefund auffällig ist, prüft ein zweiter Radiologe die CT-Aufnahmen unabhängig (Zweitbefund).

Nach dem Zweitbefund tauschen sich beide Ärzte aus und entscheiden gemeinsam, ob die gefundenen Auffälligkeiten nur in absehbarer Zeit kontrolliert werden sollten, oder ob ein konkreter Verdacht auf Lungenkrebs besteht.

  • Bei kontrollbedürftigen Auffälligkeiten liegt kein konkreter Verdacht auf Lungenkrebs vor. Gefundene Auffälligkeiten sind mit hoher Wahrscheinlichkeit gutartig. Die Ärzte empfehlen aber eine Kontrolluntersuchung in weniger als 12 Monaten und schlagen einen passenden Zeitpunkt vor.
  • Bei einem konkreten Verdacht auf Lungenkrebs sprechen die Ärzte von einem abklärungsbedürftigen Befund. Sie leiten sofort weitere Untersuchungen ein, um den Verdacht zu bestätigen oder zu widerlegen.

Generell gilt: Nach der Untersuchung bespricht die Ärztin oder der Arzt das Ergebnis und das weitere Vorgehen mit den Teilnehmenden.

Grafische Darstellung des im Text erklärten Ablaufs.
Die Ärztinnen und Ärzte besprechen die Befunde mit den Teilnehmenden.
Bild: © G-BA

Gut zu wissen

Alle Raucherinnen und Raucher, die am Screening teilnehmen, sollen zusätzlich Unterstützung erhalten, um mit dem Rauchen aufzuhören. 

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