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Schmerzen © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Mehr wissen über Schmerzen: Weitere Möglichkeiten, Ansprechpartner, Quellen

Wer hilft beim Umgang mit Schmerzen und Belastung?

Wer unter quälenden Schmerzen leidet, gelangt oft in einen Teufelskreis: Die Schmerzen kosten Kraft. So wird vieles im Alltag noch schwerer, als es durch die Krebserkrankung von vornherein schon ist. Diese Situation muss man jedoch nicht ganz allein bewältigen. Der folgende Text zeigt auf, welche Unterstützungsmöglichkeiten Patienten und ihre Angehörigen haben. Aufgeführt sind außerdem Linktipps, mit denen man weitere Ansprechpartner und Hintergrundinformationen finden kann, um selbst aktiv zu werden.
Für Interessierte und Fachkreise ist zudem eine Auswahl wichtiger Quellen beigefügt.

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Quellen und Links

Am Ende dieses Textes findet sich eine Auswahl der Originalquellen, die der Krebsinformationsdienst bei der Erstellung der weiteren Texte zur Diagnose und Therapie von Krebsschmerzen genutzt hat.

Psychoonkologische Begleitung: Hilfen beim Umgang mit Schmerz, Belastung und Leid

Schmerz und Leiden sind etwas sehr Subjektives. Jeder Mensch nimmt sie anders wahr. Woran liegt das?

Starke und chronische Schmerzen können die Lebensqualität sehr beeinträchtigen. Andererseits erleben viele Patienten, dass sich ihre Lebensqualität wiederum auf die Schmerzstärke auswirkt: An guten Tagen gelingt es besser, die Schmerzen zurückzudrängen. An schlechten Tagen nehmen die Beschwerden überhand – obwohl die medizinische Situation sich nicht verändert hat.

Wie man selbst Schmerzen oder Leid wahrnimmt und deutet, ist zudem davon abhängig, welche Prägung man in der Vergangenheit erfahren hat. Welchen Stellenwert hatten Schmerz und Krankheit bisher im eigenen Leben? Wie hat man Leid und Belastungen vor der Krebserkrankung verarbeitet?

Wichtig ist außerdem das aktuelle seelische Befinden: Kann man mit den durch die Krebserkrankung aufkommenden Belastungen gut umgehen? Oder ist das eigene Leben durch die Krebserkrankung ins Wanken geraten, gibt es Sorgen um die Familie oder die finanzielle Zukunft?

Gespräche mit psychoonkologisch geschulten Fachleuten können die Seele entlasten. Vielen Menschen hilft dies dabei, Schmerzen und Leid nicht mehr als ganz so erdrückend zu empfinden. Wo findet man solche Ansprechpartner? In großen Krankenhäusern und den Reha-Kliniken gibt es fast immer einen psychoonkologischen Dienst oder eine vergleichbare Einrichtung: Patienten können sich bei der Stationsleitung oder den behandelnden Ärzten nach einem Termin erkundigen.

  • Eine Anlaufstelle für ambulant behandelte Patienten und ihre Familie sind die psychosozialen Krebsberatungsstellen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können auch auf weitere Angebote vor Ort verweisen.

Betroffene, die längerfristige Unterstützung benötigen, können sich an niedergelassene Fachleute mit einer Weiterbildung in Psychoonkologie wenden: Das sind in der Regel Ärzte oder Psychologen mit eigener Praxis.

  • Für die Suche nach einem wohnortnahen Psychoonkologen stellt der Krebsinformationsdienst eine Suchmöglichkeit zur Verfügung.

Unterstützung bei sozialrechtlichen Fragen, Hilfe im Alltag: Ansprechpartner finden

Eine Krebserkrankung verändert den Alltag Betroffener oft komplett. Sorgen über die familiäre, berufliche und finanzielle Situation können stark belasten. Wer durch die Erkrankung in diesen Bereichen in eine Notlage geraten ist, nimmt Schmerzen und Leid unter Umständen noch einmal anders wahr.

An wen kann man sich mit sozialrechtlichen Fragen wenden? Wer hilft weiter, wenn es darum geht, Hilfe im Alltag zu organisieren?

In Krankenhäusern bieten die Kliniksozialdienste Unterstützung in sozialrechtlichen Belangen. Die Krankenkassen sind ebenfalls wichtige Ansprechpartner. Wenn man ambulant behandelt wird, kann man sich an eine der regionalen psychosozialen Krebsberatungsstellen wenden. Sie geben ebenfalls Auskunft zu sozialrechtlichen Fragen. Der Krebsinformationsdienst bietet eine Suchmöglichkeit nach Krebsberatungsstellen in der Nähe des eigenen Wohnorts.

Zum Weiterlesen: Linktipps, Quellen, Fachinformationen

Haben Sie Fragen zu Schmerzen bei Krebs? Wir sind für Sie da: unter der kostenlosen Nummer 0800 – 420 30 40, täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr. Oder schreiben Sie uns eine E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.de (beim Klick öffnet sich ein gesichertes Kontaktformular).

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Linktipps: Mehr zum Thema im Internet

Die Patientenleitlinie "Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung" von 2015 enthält ein Kapitel zur Behandlung von Schmerzen bei Menschen mit fortgeschrittener Krebserkrankung. Sie ist auf den Seiten des "Leitlinienprogramms Onkologie" abrufbar unter http://leitlinienprogramm-onkologie.de/Palliativmedizin.88.0.html.

Die "Patienten-Information" der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung bietet eine Kurzinformation zum Laden und Ausdrucken "Opioide bei chronischen Schmerzen", im Internet unter www.patienten-information.de/kurzinformationen/arzneimittel-und-impfungen/opioide-bei-chronischen-schmerzen.

Was muss man beachten, wenn man mit Betäubungsmitteln verreisen möchte? Wichtige Tipps hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukten auf seinen Internetseiten unter www.bfarm.de/DE/Bundesopiumstelle/Betaeubungsmittel/Reisen/_node.html zusammengestellt.