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Speiseröhrenkrebs © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum
Speiseröhrenkrebs

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Leben mit Speiseröhrenkrebs

Letzte Aktualisierung: 10.07.2019
Wichtig

Informationen aus dem Internet können Ihnen einen Überblick bieten. Sie sind aber nicht dazu geeignet, die Beratung durch einen Arzt zu ersetzen.

Eine Krebserkrankung der Speiseröhre ist ein belastender Einschnitt im Leben, der mit Veränderungen und Herausforderungen verbunden ist. Viele Patienten und auch ihre Angehörigen fragen sich im Lauf der Erkrankung, was sie selbst tun können, um die Genesung zu unterstützen.

Eine Übersicht unserer Informationen zu Speiseröhrenkrebs, von den Risikofaktoren über Beschwerden und die Diagnose bis hin zur Behandlung und Nachsorge sowie der Rehabilitation und dem Leben mit der Erkrankung, finden Sie unter
Speiseröhrenkrebs (Ösophaguskarzinom)

Gerade bei Speiseröhrenkrebs kommt der Ernährung eine große Bedeutung zu: Der Tumor kann das Schlucken von Nahrung erschweren und Schmerzen beim Essen verursachen. Und auch die Behandlung trägt häufig dazu bei, dass sich die Ernährungssituation Betroffener verschlechtert. Viele haben bereits vor der Diagnose deutlich an Körpergewicht verloren und durch die Therapie weiter abgenommen.

Frau trinkt Wasser © Jupiterimages - Stockbyte/Thinkstock by Getty Images
Ein Tumor in der Speiseröhre kann das Schlucken erschweren © Jupiterimages – Thinkstock.com

Ernährung vor der Behandlung

Bereits vor der Behandlung müssen betroffene Patienten oft erst einmal an Gewicht zulegen, um ausreichend auf die belastende Therapie vorbereitet zu sein. Wenn die Schluckbeschwerden zu Mangelernährung führen, kann es schon vor der Behandlung notwendig sein, auf eine Ernährungstherapie in Form von kalorienreichen Flüssigkeiten oder Brei umzustellen.

Ernährung nach der Behandlung

Nach der Behandlung wird Patienten mit Speiseröhrenkrebs in den meisten Krankenhäusern eine Ernährungsberatung angeboten. Sie kann aber auch während der Rehabilitation und Nachsorge erfolgen. Ziel der Ernährungsberatung ist es, möglichst viel über ausgewogene Nahrungszusammensetzung und Verträglichkeiten zu lernen, um langfristig das Körpergewicht wieder zu steigern.

Viele Krebspatienten fürchten sich vor den Nebenwirkungen der Therapie. Sorgen machen ihnen auch mögliche Langzeitfolgen, die sowohl die Behandlung wie auch die Erkrankung selbst nach sich ziehen können. Doch Schmerzen, Erschöpfung, Probleme mit Haut oder Haaren, eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen, Übelkeit oder Lymphödeme lassen sich behandeln. Viele weitere Nebenwirkungen der Krebstherapie können heute durch entsprechende Vorbereitung und Unterstützung aufgefangen oder ganz vermieden werden.

Den allermeisten Krebsbetroffenen tut eine angemessene Bewegung besser als Schonung. Natürlich wird man direkt nach einer Operation oder während einer Chemotherapie keinen Marathon laufen. Doch Studien zeigen, dass vorsichtige und angepasste Bewegung schon während einer Behandlung guttut, die Lebensqualität verbessert und auch gegen einige Nebenwirkungen hilft.

Senior macht Balanceübungen © Halfpoint - Thinkstock
Den allermeisten Krebsbetroffenen tut Schonung nicht gut, sondern angemessene Bewegung. © Halfpoint - Thinkstock


Nur die wenigsten Menschen machen eine Krebserkrankung ganz mit sich alleine aus. Partner und gegebenenfalls Kinder sind eine wichtige Stütze, leiden aber auch mit. Weiter entfernte Familienangehörige, Freunde oder zumindest Bekannte erfahren früher oder später, dass man krank ist. Auch am Arbeitsplatz kann die Erkrankung zum Thema werden, wenn man länger fehlt oder nach der Rückkehr nicht gleich voll wieder einsteigt.



Niemand muss die Erkrankung ganz alleine bewältigen. Hilfestellung gibt es auch bei der Krankheitsverarbeitung. Patienten, die in einem Krankenhaus oder einer onkologischen Praxis in Behandlung sind, können sich dort erkundigen, ob es ein spezielles Gesprächsangebot für Krebspatienten gibt. Auch in Rehabilitationseinrichtungen, Krebsberatungsstellen und psychotherapeutischen Praxen finden Betroffene Unterstützung durch qualifizierte, erfahrene Fachleute. Sozialarbeiter, Sozialpädagogen, Psychologen und Fachärzte helfen bei der Bewältigung des Erlebten und bei den kommenden Herausforderungen:

Krankheitsverarbeitung: Krebs verkraften und bewältigen

Wegweiser: Adressen und Links

Informationsblatt Sozialrechtliche Anlaufstellen (PDF)

Krebsberatungsstellen

Der Krebsinformationsdienst bietet ein trägerunabhängiges Verzeichnis der regionalen Krebsberatungsstellen, die in aller Regel kostenfrei Patienten und Angehörige beraten:

Psychosoziale Krebsberatungsstellen

Spezialisierte psychotherapeutische Praxen

Der Krebsinformationsdienst bietet ein deutschlandweites Verzeichnis von Psychoonkologen, die psychotherapeutisch arbeiten:

Praxen ambulant psychotherapeutisch tätiger Psychoonkologen

Informationsblatt Psychoonkologische Hilfe (PDF)

Krebsselbsthilfe

Erfahrungen, die andere Menschen mit der gleichen Erkrankung gemacht haben, können ganz individuell und doch sehr wertvoll sein: In der Krebsselbsthilfe kann man sich Information und praktische Tipps holen, aber auch Austausch, Zuspruch und Trost:

Adressen: Selbsthilfeorganisationen



Quellen zum Weiterlesen (Auswahl)

Informationen zu den für die Erstellung des Textes genutzten Quellen sowie nützliche Links, zum Beispiel zur Patientenleitlinie, sind in der Übersicht zum Thema Speiseröhrenkrebs aufgeführt.

Weitere Informationen zum Thema Speiseröhrenkrebs finden Sie unter anderem unter

So lässt sich Speiseröhrenkrebs behandeln

Nachsorge und Reha bei Speiseröhrenkrebs

Erstellt: 10.07.2019