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Brustkrebszelle, Foto: Duncan Smith/Getty Images © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Mehr wissen zum Thema Brustkrebs

Adressen, Links, Broschüren, Fachquellen

Wo findet man gute Ansprechpartner, wenn es um Brustkrebs geht? Welchen Internetseiten kann man vertrauen? Wer gibt Broschüren zum Thema heraus?
In diesem Text hat der Krebsinformationsdienst Linktipps zu Brustkrebs zusammengestellt. Sie sollen Interessierten und insbesondere Brustkrebspatientinnen die Informationssuche erleichtern. Fachkreise finden Hinweise auf Veröffentlichungen, die als Quellen für die Texte des Krebsinformationsdienstes zu Brustkrebs genutzt wurden.
Diese Zusammenstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit: Weitere Quellen können ebenso geeignet sein, um sich zu informieren. Frauen, die sich Gedanken um ihr Brustkrebsrisiko machen oder bereits von der Erkrankung betroffen sind, sollten außerdem berücksichtigen: Informationen aus dem Internet können das persönliche Gespräch mit den behandelnden Ärzten nicht ersetzen.

Letzte Aktualisierung: 05.10.2015

Spezialisierte Ärzte und Krankenhäuser: Gute Ansprechpartner finden

Wer ist zuständig für die Früherkennung?

Ab dem Alter von 30 Jahren kann jede Frau in Deutschland einmal im Jahr zur Früherkennung von Brustkrebs gehen. Ansprechpartner sind alle niedergelassenen Fachärzte und Fachärztinnen für Gynäkologie.
Das Mammographie-Screening, also die Röntgenuntersuchung der Brust wird für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren dagegen nur in spezialisierten Mammographie-Zentren angeboten. Die Einladung zusammen mit der Adresse des nächstgelegenen Zentrums erhält man per Post.

Besondere Anlaufstellen gibt es für Frauen (und Männer), in deren Familie bereits häufiger Brustkrebs vorkam und der Verdacht auf ein vererbbares Risiko besteht: Adressen gibt es unter www.konsortium-familiaerer-brustkrebs.de.

Wohin gehen, wenn es um die Abklärung eines Brustkrebsverdachts geht?

Frauen, die einen Knoten in der Brust getastet haben oder eine andere Veränderung bemerken, wenden sich normalerweise zuerst an ihre Frauenärzte. Diese werden bei Bedarf weitere Spezialisten hinzu ziehen: zum Beispiel Fachärzte für Radiologische Diagnostik, die eine Mammographie oder weitere Untersuchungen anbieten können.

Erhärtet sich der Verdacht? Dann können auch die Ambulanzen spezialisierter Krankenhäuser weitere Tests durchführen, mehr dazu im Text "Brustkrebsverdacht".

Wie findet man als Brustkrebspatientin einen guten Arzt, wie ein spezialisiertes Krankenhaus?

Brustkrebs ist eine vergleichsweise häufige Erkrankung. Daher gibt es in Deutschland eine große Anzahl von Ärzten, Universitätskliniken und anderen regionalen großen Krankenhäusern, die sich auf die Therapie von Frauen (und Männern) mit Mammakarzinom spezialisiert haben.
Einen Überblick hat der Krebsinformationsdienst im Text "Behandlungsmöglichkeiten bei Brustkrebs" zusammengestellt. Dort wird zum Beispiel auch erläutert, was eine Leitlinie ist, und was sich hinter den Begriffen "Gynäkologische Onkologie", "Zertifiziertes Brustzentrum" oder "Disease Management-Programm (DMP)" verbirgt.

Worauf sollte man allgemein achten, wenn man auf der Suche nach einem guten Arzt oder einem guten Klinikum ist? Eine Hilfestellung bietet das Informationsblatt "Gute Ansprechpartner finden: Arzt- und Kliniksuche", zum Laden und Ausdrucken als PDF-Datei.

Psychosoziale Beratung: Hilfe beim Umgang mit der Erkrankung und ihren Folgen

Gute Ansprechpartner finden für die Krebstherapie © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum
Für Brustkrebspatientinnen gibt es viele Anlaufstellen, die Unterstützung bieten können. © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Eine Krebserkrankung hat nicht nur Auswirkungen auf den Körper: Vielen Frauen und ebenso ihren Familien fällt es schwer, die Situation zu verkraften. Es gibt jedoch eine ganze Reihe von Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Betroffene:

Kliniksozialdienste und psychoonkologische Beratung im Krankenhaus

In den auf die Brustkrebsbehandlung spezialisierten Krankenhäusern und in den Rehabilitationskliniken stehen Kliniksozialdienste zur Verfügung. Die Mitarbeiter können zu sozialrechtlichen Fragen beraten und über weitere Anlaufstellen informieren. Sie helfen oft auch ganz praktisch, etwa beim Ausfüllen von Anträgen. Psychoonkologische Beratung ist ebenfalls in sehr vielen Kliniken verfügbar.

Psychosoziale Krebsberatungsstellen

Eine wichtige Rolle spielen die regionalen Krebsberatungsstellen: Sie können in der Regel sowohl zu sozialrechtlichen Fragen beraten wie auch Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung bieten. Wer längerfristige Begleitung möchte, kann überlegen, ob regelmäßige Gespräche mit einem niedergelassenen Psychoonkologen infrage kommen.

Einen Überblick zum Laden und Ausdrucken bieten die Informationsblätter

Der Krebsinformationsdienst bietet außerdem zwei trägerunabhängige Adressverzeichnisse an: 

Selbsthilfe, Patientenorganisationen: Sich mit anderen austauschen

Sich mit anderen austauschen, von Erfahrungen lernen und Hilfe erhalten, aber auch für die eigenen Rechte eintreten: Das bieten Patientenorganisationen.

  • Eine Liste von bundesweit tätigen Selbsthilfegruppen und Verbänden hat der Krebsinformationsdienst in der Rubrik "Wegweiser" unter dem Stichwort "Selbsthilfe" zusammengestellt.

Dort finden sich Gruppen, die sich insbesondere um das Thema Brustkrebs kümmern. Aufgelistet sind aber auch Angebote, die ganz allgemein von und für Krebspatienten gegründet wurden. Und genannt sind außerdem Organisationen, die überwiegend oder ausschließlich im Internet tätig sind.

Broschüren, Informationsblätter, Internetportale: Wichtiges zum Nachlesen

Angebote des Krebsinformationsdienstes

Eine Übersicht sowie die Möglichkeit, Broschüren zu mehreren Krebsthemen als PDF am Bildschirm zu lesen oder online zu bestellen, bietet die Seite "Unsere Broschüren".
Die dort ebenfalls aufgeführten kurzen Informationsblätter zu vielen Krebsthemen kann man direkt am Bildschirm lesen oder selbst ausdrucken.

Angebote anderer Organisationen

In der Rubrik "Wegweiser" bietet der Krebsinformationsdienst eine Auflistung kostenlos erhältlicher Broschüren zum Thema Brustkrebs anderer Anbieter.
Aufgeführt sind sowohl Broschüren zur Früherkennung und Vorbeugung wie auch Texte, die sich an Patientinnen richten. Genannt sind jeweils Titel, Herausgeber und Bestelladresse. Die meisten dieser Broschüren können zudem online aus dem Internet geladen und gelesen werden.

Leitlinien für Patientinnen

Eine besondere Form von Broschüren sind die sogenannten Patientenleitlinien: Sie folgen direkt den jeweils aktuellen ärztlichen Leitlinien und fassen besonders fundiertes Wissen zusammen.
Unter http://leitlinienprogramm-onkologie.de/Brustkrebs.70.0.html können Brustkrebspatientinnen und Interessierte mehrere Texte finden, die sich auf Früherkennung, eine lokale, auf die Brust begrenzte Krebserkrankung und Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium beziehen.
Herausgeber ist das "Leitlinienprogramm Onkologie", das von der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) und der Deutschen Krebshilfe (DKH) getragen wird. 

Frauengesundheitsportal

Ein besonderes Angebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) geht nicht nur auf Brustkrebs ein: Unter www.frauengesundheitsportal.de finden Frauen jeden Alters Informationen zu gesundheitlichen Fragen. Die BZgA selbst gehört zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.

Leitlinien, Studien, Veröffentlichungen: Hintergrundwissen für Interessierte und Fachleute

Für Fachkreise und alle, die mit Brustkrebspatientinnen arbeiten, steht außerdem krebsinformationsdienst.med zur Verfügung: von Montag bis Freitag von 8.00 bis 20.00 Uhr unter 0800 – 430 40 50 oder per E-Mail an kid.med@dkfz.de (beim Klick öffnet sich ein Kontaktformular).

Die folgenden Fachorganisationen, Studienportale und insbesondere die Leitlinien bieten einen Einstieg in die weitere Recherche zu Brustkrebs-Informationen. 
Eine Auswahl vertiefender Fachliteratur zu Einzelthemen ist außerdem auch bei den jeweiligen Texten des Krebsinformationsdienstes aufgeführt, jeweils am Seitenende: "Brustkrebs: Informationen für Patientinnen und Angehörige