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Ältere Frau mit grauen Haaren blickt in einen Spiegel © Gudrun-Holde Ortner, Krebsinformationsdienst, DKFZ
Haut, Haare, Zähne

Mund- und Zahnpflege bei Krebs

Manchmal unangenehm, immer notwendig

Letzte Aktualisierung: 15.07.2010

Informationen aus dem Internet können Ihnen einen Überblick bieten. Sie sind nicht dazu geeignet, die Beratung durch einen Arzt zu ersetzen.

Müssen sich Krebspatienten auch dann die Zähne putzen, wenn das aufgrund von Entzündungen im Mund mit Schmerzen verbunden ist? Warum sollte man einen Zahnarztbesuch einplanen, bevor eine Krebstherapie beginnt? In diesem Text beantwortet der Krebsinformationsdienst Fragen zu behandlungsbedingten Veränderungen im Mund, an Zahnfleisch und Zähnen. Der Text ist Teil umfassender Informationen zum Umgang mit den Nebenwirkungen von Krebstherapien. Er richtet sich an Betroffene, Angehörige und Interessierte.

Nicht alle Verfahren, die sich im Alltag bewährt haben, sind durch hochwertige wissenschaftliche Studien untersucht. Falls es sich um Tipps handelt, die vor allem auf praktischen Erfahrungen beruhen, ist dies angegeben.

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Ist eine Krebsbehandlung planbar und noch etwas Zeit bis zum Beginn, sollten Patienten vorher noch einen Besuch beim Zahnarzt ausmachen: Bestehende Zahn- und Zahnfleischprobleme können so vorab behoben werden. Dazu gehört beispielsweise die Sanierung von Zahnfleischentzündungen oder -taschen, die zur Infektionsquelle während einer Therapie werden können.

Der Zahnarzt gibt außerdem Tipps zur gründlichen, aber schonenden Mund- und Zahnpflege. Auch Fluorgele und Spezialzahncremes aus der Apotheke, die meist nur einmal pro Woche angewandt werden müssen, wirken vorbeugend gegen Karies.

Schleimhautzellen teilen sich häufig, sie sind deshalb empfindlich für Nebenwirkungen einer Chemotherapie. Auch eine Strahlentherapie wirkt sich häufig auf Schleimhäute aus, allerdings nur, wenn sie auch tatsächlich im Bestrahlungsfeld liegen.

Infolgedessen können bei Krebspatienten Entzündungen der Mundschleimhaut, fachsprachlich als "orale Mukositis" bezeichnet, auftreten. Dabei geht es meist um die Innenseiten der Wangen, die Seiten und Unterseite der Zunge und den Rachen.

  • Bei einer Chemotherapie hängt das Risiko von der Art der verwendeten Medikamente und ihrer Dosis ab, längst nicht alle Patienten sind betroffen. Besonders häufig ist eine orale Mukosis bei Hochdosis-Behandlungen.
  • Bei Bestrahlungen treten solche Entzündungen nur auf, wenn das Strahlenfeld den Kopf mit erfasst. Probleme betreffen daher vor allem Menschen, die wegen Tumoren im Kopf-Hals-Bereich bestrahlt werden.

Das Risiko für entsprechende Nebenwirkungen steigt zudem durch:

  • Alkoholkonsum
  • Rauchen
  • stark gewürzte, saure, sehr kalte oder sehr heiße Speisen
  • Vorerkrankung an Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Cortison-Langzeittherapie

Anzeichen für eine Entzündung sind Rötungen, Schwellungen und Brennen im Mund; oft reagieren Betroffene empfindlich auf heiße oder scharfe Speisen. Bei starker Ausprägung der oralen Mukositis können sich schmerzhafte Geschwüre (Ulzerationen) im Mund bilden. Als Komplikation breiten sich auf der geschädigten Schleimhaut oft Krankheitskeime aus, darunter auch solche, mit denen der Körper normalerweise gut zurechtkommt.
Ist die Mundschleimhaut stark angegriffen, sind Essen und Trinken außerdem mit Schmerzen verbunden. In der Folge nehmen viele Patienten zu wenig Flüssigkeit und Nahrung zu sich.

Auch wenn die betroffenen Stellen bei den meisten Patienten in den ersten Wochen nach der Behandlung wieder von alleine abheilen: eine gute Mundhygiene hilft vorzubeugen. Sie ist enorm wichtig, wenn bereits Schleimhautprobleme aufgetreten sind.

Entzündungen der Mundschleimhaut: Wie kann man vorbeugen?

Entzündungen im Mund

Längst nicht jede Krebstherapie hat Entzündungen im Mund zur Folge. Eine gute Mund- und Zahnpflege trägt zur Vorbeugung bei.

Sicher verhindern lassen sich Entzündungen der Mundschleimhaut nach bisherigem Kenntnisstand nicht. Auch die beste Pflege garantiert keinen vollständigen Schutz.
Trotzdem hat der hygienische Zustand des Mundes einen Einfluss auf das Ausmaß der Schädigungen und das Risiko einer zusätzlichen Infektion. Patienten, die bereits vor Behandlungsbeginn unter Entzündungen von Mundschleimhaut oder Zahnfleisch leiden, sollten vorab zum Zahnarzt gehen.

Auch wenn es für Patienten unangenehm sein kann, empfehlen Fachleute, die Zähne regelmäßig mit einer sauberen, weichen Zahnbürste zu putzen (mehr dazu hier). Festsitzender oder herausnehmbarer Zahnersatz sollte wie gewohnt intensiv gepflegt werden.

Bei bestimmten Zytostatika (Chemotherapiemedikamenten) kann es helfen, wenn die Patienten während der Infusion Eiswürfel lutschen: Untersuchungen zeigen, dass dies die Durchblutung der Mundschleimhaut verringern kann, sodass dorthin weniger Chemotherapiemedikamente gespült werden. Bei Tumorerkrankungen im Mundbereich ist das Lutschen von Eiswürfeln nicht erwünscht: Hier ist es für den Erfolg der Behandlung unerlässlich, dass genügend Zytostatika angespült werden.

Von Beginn der Chemotherapie oder der Kopfbestrahlungen an sollte der Mund-Rachen-Bereich mehrmals täglich gut mit alkoholfreien Lösungen durchgespült werden. Dies wirkt vorbeugend gegen Infektionen durch Bakterien, Viren und Pilze.
Pflegeexperten machen verschiedene Vorschläge, womit gespült werden kann. Sie reichen von Salbeitee, Kochsalz-Lösungen über verschiedene Markenprodukte bis hin zu medizinischen Lösungen mit arzneilichen Wirkstoffen, die Patienten in der Apotheke erhalten. 

Nicht alle dieser Ratschläge sind durch hochwertige wissenschaftliche Studien untersucht. Das betont die Fachgesellschaft MASCC in den "MASCC Guidelines 2006 zur Prophylaxe und Therapie der Mukositis bei Tumortherapie". Die Abkürzung steht für die "Multinational Association of Supportive Care in Cancer". Das Dokument ist im Internet in englischer Sprache frei zugänglich, www.mascc.org, Rubrik "Guidelines and Tools", Stichwort "Mucositis Guidelines" (deutschsprachig auf www.onkosupport.de, Rubrik "Supportivtherapie", Stichwort "Leitlinien", Stichwort "Zytoprotektion/Mukositis/Hauttoxizität").

Orale Mukositis: Behandlung

Zum Weiterlesen

Sobald Patienten erste Anzeichen einer oralen Mukositis entdecken, sollten sie mit ihren Ärzten und Pflegenden die weiteren Behandlungsschritte besprechen, damit schwere Verläufe mit starken Schmerzen verhindert werden können. Erstes Anzeichen können gerötete und geschwollene Schleimhäute sein. Patienten, die bereits vor der Krebsbehandlung zu Lippenherpes neigten, sollten auf entsprechende Bläschen achten, da auch diese Infektion durch die Behandlung leicht wieder aufflackert.

Gegen Schmerzen helfen Spülungen und Gele mit lokal wirkenden Schmerzmitteln. Sie werden meist mehrmals täglich angewendet. Bei starken Schmerzen ist es häufig nötig, Medikamente, die auf den gesamten Körper wirken, einzusetzen. Mehr zum Thema Schmerzbehandlung bei Krebs hat der Krebsinformationsdienst in einem eigenen Text zusammengestellt. Bei Verdacht auf eine Infektion mit Pilzen, Bakterien oder auch Herpesviren verordnet der Arzt entsprechende Mittel.

Zähne putzen!

Zum langfristigen Schutz der Zähne ist auch während der Behandlung eine sorgfältige Zahnpflege notwendig.

Zähneputzen - das ist eigentlich selbstverständlich. Doch wer nichts gegessen hat, sondern gegen Übelkeit ankämpft, möglicherweise sogar Bläschen und wunde Stellen im Mund hat, macht häufiger eine Ausnahme von der gewohnten Mundpflege.
Aber: Zähneputzen bleibt wichtig. Sind noch keine wunden Stellen im Mund aufgetreten, gehört eine gute Mundhygiene zur Vorbeugung. Auch wenn schon Entzündungen vorhanden sind, ist die Zahn- und Mundpflege wichtig, damit die Zähne langfristig gesund bleiben.

Empfohlen werden von den meisten Fachleuten eine saubere weiche Zahnbürste und eine milde Zahncreme ohne Menthol und ätherische Öle, eventuell auch ein alkoholfreies Mundwasser oder Mundspülungen mit Salbei. Von Kamillelösung raten Fachleute ab. Sie verstärkt Mundtrockenheit.

Ob Zahnseide, Interdentalbürstchen oder eine Munddusche benutzt werden können, ohne das Zahnfleisch bei Infektionen zu gefährden, muss beim Arzt erfragt werden - dies hängt vom Ausmaß der Reizung durch eine Chemotherapie oder Bestrahlung ab.
Ist die Zahnpflege sehr schmerzhaft, helfen leichte Schmerzmittel als Salbe, Lösung oder Spray, die der Arzt verschreiben kann.

Auf die Lippen gehören fetthaltige Cremes oder Pflegestifte, um sie vor dem Austrocknen zu schützen. Da manche Therapieformen die Speichelproduktion beeinträchtigen, kann es auch notwendig sein, Beläge im Mund regelmäßig mit einem Gaze-Pad oder einem Zellstofftuch (etwa ein Papier-Taschentuch) vorsichtig abzuwischen und zu spülen. Achtung: Solche Beläge sind oft erste Anzeichen einer Infektion und sollten auch dem Arzt gezeigt werden.

Viele wissenschaftliche Studien zur Vorbeugung von oraler Mukositis gibt es nach Angaben der Fachgesellschaft MASCC zwar noch nicht, trotzdem ist es unstrittig, dass Zähneputzen sinnvoll ist, mehr dazu auf www.mascc.org, Rubrik "Mucositis Guidelines" (deutschsprachig auf www.onkosupport.de, Rubrik "Supportivtherapie", Stichwort "Leitlinien", Stichwort "Zytoprotektion/Mukositis/Hauttoxizität").

Bisphosphonate sind Medikamente, die in den Knochenstoffwechsel eingreifen. In der Krebstherapie werden Bisphosphonate vor allem zur Behandlung von Knochenmetastasen eingesetzt. Sie können außerdem helfen, Knochenschäden, eine sogenannte Osteoporose, vorzubeugen oder zu mindern. Dieses Krankheitsbild wird bei manchen Krebspatienten durch eine Antihormontherapie gefördert. Worauf sollten Patienten achten, wenn sie mit Bisphosphonaten behandelt werden? 

Seit einigen Jahren weiß man jedoch, dass bei mit Bisphosphonaten behandelten Patienten ungewöhnliche Schäden am Kieferknochen auftreten können, vor allem nach einer Zahnbehandlung: Bei diesen sogenannten Kiefernekrosen treten Veränderungen des Kiefers auf, die den Halt von Zähnen bedrohen und im schlimmsten Fall zum Absterben von Teilen des Kieferknochens führen.
Wie häufig solche Schädigungen des Ober- oder Unterkieferknochens während einer Behandlung mit Bisphosphonaten auftreten, ist derzeit unbekannt.

Allerdings fiel anhand der bislang aufgetretenen Fälle auf: Meistens gingen den Knochenschädigungen mehr oder weniger umfangreiche Zahnbehandlungen während einer bereits laufenden Behandlung voraus. Deshalb empfehlen Experten die Untersuchung und eventuelle Sanierung der Zähne vor Beginn einer Bisphosphonat-Therapie.

Zum Zahnarzt während der Bishphosphonat-Behandlung

Was, wenn erst während der Bisphosphonat-Behandlung eine Zahnbehandlung notwendig wird? Dann rät die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), Eingriffe nur unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen vornehmen zu lassen: Dazu gehört beispielsweise die Behandlung durch Zahnmediziner, die mit dem Krankheitsbild Osteonekrose vertraut sind. Wichtig ist auch, ob ein größerer Eingriff geplant ist oder nur eine sogenannte konservative Behandlung ansteht. Als konservativ bezeichnet man beispielsweise das Legen oder den Austausch einer Zahnfüllung ("Plombe"). Eine solche Behandlung ist nach Ansicht von Experten auch unter Bisphosphonaten ohne Risiko.

Der genaue Zusammenhang zwischen einer Bisphosphonat-Therapie und der Entstehung von Kiefernekrosen ist noch unklar. Es scheinen verschiedene Ursachen zusammenzuspielen, die gemeinsam die Immunabwehr des Knochengewebes schwächen.
Folgen hat dies vor allem dann, wenn die schützende Mundschleimhaut und das Zahnfleisch verletzt sind und Krankheitserreger an den Knochen gelangen. Dort können zum Beispiel Bakterien schwere Entzündungsreaktionen hervorrufen. Zudem greifen Bisphosphonate offenbar störend in die Reparaturmechanismen des Kieferknochens ein. Dann heilen auch eigentlich nur leichte Verletzungen, etwa nach dem Ziehen eines Zahnes, schlecht ab. Diese Vorgänge können zum Absterben von Knochengewebe führen.

Gurgeln mit Saft

Säfte führen zwar zu einem frischen Gefühl im Mund, die Fruchtsäuren können aber den Zahnschmelz angreifen.
Richtig trinken - Informationen für Krebspatienten bietet ein eigener Text. 
Mehr zur Mundtrockenheit bieten die Texte zu "Xerostomie".

Chemo- und Strahlentherapien können nicht nur Entzündungen zur Folge haben, sondern ebenfalls zu Mundtrockenheit, der sogenannten Xerostomie führen. Auch schwerkranke Patienten, denen Essen und Trinken schwer fällt oder die Probleme mit dem Atmen haben, sind davon betroffen. Bei Mundtrockenheit helfen Lösungen zum Befeuchten und Spülen oder sogenannter "künstlicher Speichel" gegen das unangenehme Gefühl und Folgeschäden an Schleimhaut und Zähnen. Speichel befeuchtet nicht nur Mund und Nahrung, sondern wirkt auch antibakteriell und neutralisiert zahnschädigende Säuren.Viel trinken hilft ebenfalls.

In der Regel ist erlaubt, was schmeckt. Vorsicht geboten ist hingegen bei zuckerhaltigen Limonaden, säurehaltigen Säften und sauren Tees zum Spülen oder schluckweisen Trinken und Befeuchten des Mundes über mehrere Stunden: Das frische Gefühl hilft zwar gegen die Mundtrockenheit. Langfristig zerstören Zucker und Säuren jedoch den Zahnschmelz, wenn sie nicht nur beim Trinken, sondern zur Mundspülung dauerhaft mit den Zähnen in Kontakt kommen.
Besonders wichtig ist die Mundpflege nach dem Erbrechen, da die Magensäure sonst ebenfalls die Zähne angreift.

Bestrahlung der Speicheldrüsen: Dauerhafte Mundtrockenheit möglich

Praktisch alle behandlungsbedingten Reizungen klingen nach dem Ende der Therapie sehr schnell ab, und dauerhafte Nachwirkungen einer Krebsbehandlung sind selten. Ausnahmen treten allerdings bei Patienten auf, die eine Bestrahlung der Speicheldrüsen mit höheren Strahlendosen erhalten haben, oder bei denen die Speicheldrüsen durch eine Operation beeinträchtigt sind. Für sie kann Mundtrockenheit langfristig ein Problem werden.
Betroffene Patienten brauchen eine dauerhafte Versorgung mit künstlichem Speichel oder ähnlichen Produkten zum Auftragen, Kauen oder Lutschen, um Schäden an Schleimhäuten und Zähnen vorzubeugen. Weiterführende Informationen finden sich im Text "Mundtrockenheit nach Bestrahlung - was tun?".



Quellen und Links (Auswahl)

Im Rahmen des Leitlinienprogrammes Onkologie werden in den nächsten zwei bis drei Jahren zu zehn wichtigen Themen aus dem Bereich der Supportiven Therapie Handlungs- und Therapieempfehlungen erarbeitet. Ein Thema ist unter anderem "Schleimhauttoxizität". Weiterführende Informationen dazu, finden sich auf der Seite der S3-Leitlinie "Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen" unter www.s3supportiv.de. Unter dem Stichwort "Kooperationspartner" finden sich auch Informationen zu den beteiligten Fachgesellschaften und Institutionen.

Die S2e-Leitlinie "Supportive Maßnahmen in der Radioonkologie", Version 1.2, ist abrufbar unter www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/052-014.html. Sie wird herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO) und ist gültig vom 12.02.2015 bis 28.02.2018.
 
Leitlinien zur Diagnose und Behandlung von oraler und gastrointestinaler Mukositis der European Society of Medical Oncology (ESMO): Peterson DE, Bensadounm Roila F (2010). Management of oral and gastrointestinal mucositis: ESMO Clinical Practice Guidelines. Annals of Oncology 21 (Supplement 5): v261-v265. doi: 10.1093/annonc/mdq197. Das Dokument ist im Internet frei zugänglich: www.esmo.org, Rubrik "education", Stichwort "ESMO Clinical Practice Guidelines", Stichwort "Supportice care".

Empfehlungen zur Vorbeugung und Therapie der Mukositis hat die "MASCC" zusammengestellt: Steingräber M, Feyer P, Ortner P (2006). MASCC Guidelines 2006 zur Prophylaxe und Therapie der Mukositis bei Tumortherapie. Das Dokument ist im Internet auf www.onkosupport.de zugänglich, Rubrik "Supportivtherapie", Stichwort "Leitlinien", Stichwort "Zytoprotektion/Mukositis/Hauttoxizität". Eine Aktualisierung ist in Vorbereitung. 

Systematische Übersicht zu Soorstomatitis bei Krebspatienten: Clarkson JE, Worthington HV, Eden TOB (2010). Interventions for preventing oral candidiasis for patients with cancer receiving treatment. Cochrane Database of Systematic Reviews. doi: 10.1002/14651858.CD003807.

Systematische Übersicht zur Prävention des Herpes-Simplex-Virus bei Tumorpatienten: Glenny AM, Fernandez Mauleffinch LM, Pavitt S, Walsh T (2009). Interventions for the prevention and treatment of herpes simplex virus in patients being treated for cancer. Cochrane Database of Systematic Reviews 2009, Issue 1. Art. No.: CD006706. DOI: 10.1002/14651858.CD006706.pub2.

Fragen und Antworten zu Kiefernekrosen unter Bisphosphosphonat-Therapie bietet eine Leitlinie von 2012, abrufbar bei der Arbeitsgemeinschaft der wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) unter www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/007-091.html.
Grundlagen hatte der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP, Committee for Medicinal Products for Human Use) der europäischen Arzneimittelbehörde EMA bereits im Jahr 2009 zusammengestellt. Diese sind im PDF-Format auf der Internetseite der EMA (www.ema.europa.eu) abrufbar unter CHMP opinion pursuant to Article 5(3) of Regulation(EC) No 726/2004, on bisphosphonates and osteonecrosis of the jaw". 
 
Der Gemeinsame Bundesausschuss gibt eine Liste heraus, in der Ausnahmeregelungen für Medikamente definiert sind, die apothekenpflichtig, aber nicht verschreibungspflichtig sind. Die Liste ist abrufbar unter www.g-ba.de/informationen/richtlinien/anlage/17, das PDF-Dokument unter www.g-ba.de/downloads/83-691-323/AM-RL-I-OTC-2013-06-05.pdf. Beispielsweise kann künstlicher Speichel bei Krebspatienten mit einer Mundtrockenheit vom Arzt verordnet werden, wenn dieser einen Bedarf feststellt.

Erstellt: 15.07.2010