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Bewegung bei Krebs, Foto: Daniel Grill/Getty Images © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Bewegung und Sport: Unterstützung für Krebspatienten

Wann nützt körperliche Aktivität, wann kann sie schaden?

Noch vor wenigen Jahren riet man Krebspatienten, sich während und nach einer Krebsbehandlung körperlich zu schonen. Heute sind sich die Experten einig: Krebspatienten profitieren in fast jeder Krankheitssituation davon, körperlich aktiv zu sein oder sich sportlich zu betätigen. Die heute bekannten Vorteile von Bewegung: Man verringert das Risiko für viele mögliche Krankheits- und Behandlungsfolgen. Wer sich bewegt, fühlt sich seltener erschöpft und bleibt meist leistungsfähiger. Bei vielen Patienten hat der Krankheit und der Behandlung angemessene körperliche Aktivität zudem einen positiven Einfluss auf die Lebensqualität. Ob Bewegung oder Sport während oder nach einer Krebstherapie geeignet sind, sollte man aber immer mit dem Arzt besprechen: Pauschalrezepte, wie viel wer wann leisten sollte, gibt es nicht. Wichtig ist auch, worauf man selbst Lust hat und was Spaß macht.

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Quellen und Links

Links führen zu vertiefender Information für Betroffene und Interessierte. Eine Auswahl der genutzten Quellen sowie Hinweise auf Informationen für Fachkreise finden sich am Ende des Textes.

Was ist besser bei Krebs: Schonung oder Bewegung?

Menschen beim Walken © Christian Schwier - Fotolia
Studien zeigen: Viele Krebspatienten profitieren von angemessener Bewegung. Die Programme sollten der individuellen Situation eines Betroffenen angepasst werden. © Christian Schwier - Fotolia

Ist nach einer Tumorerkrankung Schonung oder Bewegung besser? Die Antwort von Experten fällt eindeutig aus: Eine pauschale Empfehlung kann es nicht geben, dazu sind der Krankheitsverlauf und der individuelle Gesundheitszustand von Patient zu Patient zu unterschiedlich. Doch immer mehr Daten belegen: Bewegung und Sport spielen für die meisten Erkrankten eine wichtige Rolle. Mögliche Krankheits- und Behandlungsfolgen können durch gezielte Übungen und Krankengymnastik vermindert oder ganz vermieden werden. So lassen sich zum Beispiel krankheitsbedingte Einschränkungen der Beweglichkeit verhindern.

Angepasstes Bewegungstraining verbessert außerdem Erschöpfungszustände, das sogenannte Fatigue-Syndrom. Darunter leiden viele Patienten noch lange nach der Therapie. Wer sich stark erschöpft fühlt, dem fällt der Einstieg in ein regelmäßiges Training allerdings oft besonders schwer. Gemeinsam mit dem Arzt kann man als Betroffener am besten herausfinden, welches Pensum an körperlicher Aktivität sinnvoll und machbar ist. Um sich für eine bestimmte Art von Bewegung zu entscheiden, ist außerdem wichtig: Man sollte nur etwas auswählen, was einem auch Spaß macht.

Schließlich gibt es viele Untersuchungen, die den positiven Einfluss von Bewegung auf die psychische Situation von Krebspatienten belegen. Betroffene können Depressionen und Ängsten vorbeugen, diese Beschwerden lassen sich durch Training sogar oft bessern. Bewegung und Sport können aber auch ganz allgemein positiv auf die Lebensqualität und das Wohlbefinden von Patienten auswirken. Da man durch körperliche Aktivität oft fitter und belastbarer wird, gewinnt man ein Stück "normales" Alltagsleben und Zutrauen in die Leistungsfähigkeit des eigenen Körpers zurück. Bewegung und Sport können auch bei der Krankheitsbewältigung helfen. Insgesamt gibt es für Krebspatienten nur vergleichsweise wenige Situationen, in denen Bewegung tatsächlich schaden kann.

Schutz vor Rückfällen noch nicht sicher belegt

Ob regelmäßiges Training auch das Risiko von Krebspatienten beeinflusst, einen Rückfall zu erleiden oder Metastasen zu entwickeln, ist dagegen bisher nicht ausreichend erforscht.
Es gibt erste Studienergebnisse, die sich allerdings noch nicht auf alle Krebspatientinnen und Patienten übertragen lassen. Hier die zurzeit wichtigsten Beispiele:

  • Bleiben ältere Brustkrebspatientinnen nach ihrer Erkrankung stark übergewichtig und bewegen sie sich wenig, so scheint ihr Rückfallrisiko erhöht zu sein.
  • Studien zeigen, dass eher inaktive Patienten mit Darmkrebs früher sterben als Patienten, die sich viel bewegen. 
  • Auch bei Prostatakrebs könnte sich vielleicht die Prognose verbessern, wenn sich Patienten regelmäßig bewegen. Noch sind hier aber viele Fragen offen.

Individuelle Beratung ist wichtig

Wer sich als Krebspatient gerne etwas mehr bewegen oder sportlich betätigen möchte, sollte als erstes mit seinem Arzt Rücksprache halten. Da dieser die Situation und den Krankheitsverlauf genau kennt, kann er Auskunft geben, welches Bewegungspensum und welche Art der Bewegung für den Einzelnen sinnvoll sind. Bei der Wahl eines Bewegungsprogramms darf man aber auch eigene Vorlieben oder Abneigungen berücksichtigen.
Wichtige Fragen an den Arzt sind auch: Reicht es aus, den gewohnten Aktivitäten des täglichen Lebens nachzugehen, wie Einkaufen, Putzen, Kochen oder Gartenarbeit und Heimwerken? Oder sollte man besser gezielte Bewegungsübungen machen, die Ausdauer trainieren oder seine Muskelkraft aufbauen? Sind eher gemäßigte oder intensivere Sportarten sinnvoll? Was sollte man unbedingt vermeiden?
Für Krebspatienten, die bisher schon sportlich sehr aktiv waren, sieht die individuelle Empfehlung zudem meist anders aus als für Betroffene, die erst aufgrund ihrer Erkrankung den bisherigen Lebensstil ändern möchten.

  • Welche Rolle Sport und Bewegung bei einzelnen Tumorarten spielen, hat der Krebsinformationsdienst in den Texten "Krebsarten: Diagnose, Behandlung, Nachsorge" und dort in den Kapiteln "Leben mit der Erkrankung" zusammengestellt.
  • Zunehmend werden Empfehlungen zum Sport in der Nachsorge auch in Leitlinien für Fachkreise und die entsprechenden Patientenleitlinien aufgenommen. Diese sind abrufbar bei der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF) unter www.awmf.org/leitlinien. Patientenleitlinien hat der Krebsinformationsdienst in der Rubrik "Wegweiser", Stichwort "Broschüren anderer Anbieter" verlinkt.

Während der Therapie: Ist Sport möglich?

Grafik: Bewegung bei Krebs © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum
© Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Lange Zeit empfahlen Fachleute Krebspatienten während einer Krebsbehandlung, sich zu schonen. Diese pauschalen Ratschläge gelten mittlerweile als überholt. Viele Studien bestätigen: Individuell angepasste Bewegung nützt fast jedem Krebspatienten. Erste Studien zeigten bereits vor rund 20 Jahren: Patienten, die während einer Chemotherapie unter ärztlicher Kontrolle und mit entsprechender Vorsicht trainierten, waren leistungsfähiger und litten langfristig weniger unter Nebenwirkungen wie etwa Erschöpfung als Betroffene, die körperlich inaktiv blieben. Noch haben diese Studien nicht dazu geführt, dass Krebspatienten pauschal schon während der Therapie zu Sport geraten wird. Es besteht weiterer Forschungsbedarf: Noch ist nicht vollständig geklärt, welche Art von Training für welchen Krebspatienten in welcher Situation geeignet ist. Unklar ist ebenfalls, wie viel man trainieren sollte und zu welchem Zeitpunkt ein Sportprogramm am besten beginnt. Um mehr Information dazu zu gewinnen, laufen in Deutschland wie in anderen Ländern Studien an großen Krebszentren.

Warum machen pauschale Empfehlungen für Krebspatienten während einer Behandlung keinen Sinn? Zu unterschiedlich sind die Ausgangsbedingungen der einzelnen Patienten. Was einer Brustkrebspatientin in den Jahren gut tut, in denen sie zur Therapie Hormone einnehmen muss, ist etwas ganz anderes als bei einem Leukämiepatienten, dessen Blutwerte sich während einer Chemotherapie stark verschlechtern können. Jeder Patient hat darüber hinaus ein anderes Verständnis von Sport und Bewegung: Für manche Menschen gehören Bewegung und Sport einfach schon immer dazu. Für andere erfordert es viel Überwindung, sich dazu aufzuraffen. Experten raten Krebspatienten während einer Behandlung auf jeden Fall davon ab, sich zu überfordern und sich zum Beispiel an Sportprogrammen für Gesunde zu orientieren. Wer sich für ein Bewegungsprogramm entscheidet, sollte zudem darauf achten, dass es eigenen Vorlieben entspricht.

Wann Sport bei und kurz nach der Therapie verboten ist

Unmittelbar nach einer Operation ist für Krebspatienten Sport im engeren Sinn fast immer tabu. Es spricht jedoch oft nichts dagegen, sich nach dem Eingriff wieder möglichst schnell selbstständig zu bewegen und normale Aktivitäten des Alltags aufzunehmen. Wer stark eingeschränkt in seiner Beweglichkeit ist oder sich nicht so fit fühlt, erhält oft noch im Krankenhaus Physiotherapie und kann unter Anleitung erste Bewegungsübungen machen. Dies dient dazu, Komplikationen durch zu langes Liegen zu vermeiden und die Beweglichkeit so früh wie möglich wieder zu trainieren.

Einschränkungen gibt es auch bei Behandlungen, die man als Krebspatient heute von zu Hause aus macht. Während einer ambulanten Chemotherapie sind selbst sehr sportliche Patienten meist gar nicht fit genug, ein altersentsprechendes Bewegungspensum zu bewältigen. Patienten sollten gemeinsam mit ihrem behandelnden Arzt entscheiden, welche Art von Bewegung und wie viel körperliche Aktivität in ihrem Fall möglich ist.

Ist der Sauerstofftransport durch eine Anämie (absinkende Zahlen roter Blutkörperchen) eingeschränkt, wäre ausgeprägte körperliche Aktivität beispielsweise eher schädlich. Störungen der Blutgerinnung oder starke Schmerzen unbekannter Ursache sprechen ebenfalls gegen eine große körperliche Belastung. Auch bei akuten Infektionen sollten Betroffene von zu viel körperlicher Aktivität absehen. Wer Probleme mit dem Gleichgewicht hat oder zum Beispiel unter Gefühlsstörungen in Händen und Füßen (Neuropathie) leidet, sollte ebenfalls sorgfältig abwägen, wie viel er sich bewegt und welche Form von Bewegung gut für ihn ist. Besteht die Gefahr, zu stolpern oder zu stürzen, kann ein Physiotherapeut bei der Auswahl besonders geeigneter Trainingsmethoden helfen.

Während oder kurz nach einer Strahlentherapie ist Bewegung nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Ob zwischen den einzelnen Bestrahlungssitzungen Sport erlaubt oder empfohlen ist, sollten Betroffene mit ihren Ärzten klären. Es kommen nicht alle Sportarten infrage, Schwimmen in Chlor- oder Salzwasser ist zum Beispiel eher nicht geeignet. Was über die Bestrahlungssitzung hinaus anhalten kann, ist die Empfindlichkeit der betroffenen Hautstellen: Sonne, Schweiß und bei körperlicher Aktivität scheuernde Kleidung sollten vermieden werden.

Welche Vorerkrankungen und sonstigen Umstände gegen Sport sprechen

Was ist, wenn man als Patient schon viel Gewicht abgebaut hat? Dann sollte zunächst geklärt werden, ob der sportbedingte Mehrverbrauch an Energie über die Ernährung ausgeglichen werden kann oder ob Schonung sinnvoller ist. Auch wer Begleiterkrankungen wie etwa Herz-Kreislauf-Beschwerden oder chronische Gelenkentzündungen hat, sollte mit den behandelnden Ärzten besprechen, ob körperliche Aktivität möglich ist. Ein neu angelegter künstlicher Darmausgang (Stoma), ein Dauerkatheter zum Ableiten des Urins oder eine Ernährungssonde können ebenfalls hinderlich für viele Formen der Bewegung sein.
Helfen kann hier die Anleitung durch einen Physiotherapeuten, der erklärt, womit man sich nicht schadet und welche Bewegungsabläufe günstig sind.

Fortgeschrittene Krebserkrankungen und körperliche Belastung: Wann ist Beratung nötig?

Einschränkungen gibt es auch für Patienten mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen, Schmerzen oder starkem Gewichtsverlust. Bei ihnen ist eine individuelle Beratung besonders wichtig, ob und wenn ja wie viel sie sich an körperlicher Belastung zumuten dürfen, um sich nicht zu schaden. Besteht ein Verdacht auf Metastasen in den Knochen, muss die mögliche Bruchgefahr berücksichtigt werden. Patienten mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen sollten immer ihren Arzt um Rat fragen, ob, und wenn ja, wie viel an körperlicher Aktivität sie sich zumuten dürfen.

Neuere Untersuchungen zeigen jedoch, dass selbst Patienten denen es nicht gut geht, von einem vorsichtigen und angepassten Bewegungsprogramm profitieren können.
Körperlich aktiv zu sein, kann die Stimmung heben, den Appetit anregen, Muskelabbau verhindern, Müdigkeit verringern, Beweglichkeit erhalten sowie Kreislauf- und Atembeschwerden vorbeugen. Und manchen Patienten hilft die körperliche Aktivität auch bei der Krankheitsverarbeitung.

  • Wichtig ist dabei aber, dass man das als Betroffener auch selbst möchte und Übungen zunächst nur unter fachlicher Anleitung macht.

Krebsnachsorge: Wie und wann helfen Sport und Bewegung?

In der Rehabilitationsphase, gegen Ende oder nach Abschluss der ersten Behandlung, findet für die meisten Patienten ein fließender Übergang von der Physiotherapie zum echten Bewegungstraining statt. Sich in der Nachsorge und Rehabilitation wieder mehr zu bewegen oder Sport zu treiben, kann verschiedene Vorteile haben:

  • Man tut etwas für seine allgemeine Gesundheit.
  • Man entwickelt ein Gefühl und Zutrauen zum eigenen Körper.
  • Man lernt, wie man trotz möglicher körperlicher Einschränkungen oder einer verminderten Leistungsfähigkeit mobil und körperlich aktiv sein kann.

Bewegungstherapie in der Klinik und der Rehabilitation

In Rehabilitationskliniken und ambulanten Reha-Einrichtungen arbeiten daher Physiotherapeuten, Sportlehrer oder auch Fachkräfte für Angebote wie Tanz- und Bewegungstherapie. Sie passen ihr Angebot auf die besonderen Bedürfnisse von Patienten an.
Wie Sport auch mit einem Stoma Spaß machen kann oder dass die Angst vor einem Lymphödem nicht von Bewegung abhalten sollte, erfährt man dort. Patienten nach einer Lungenoperation lernen, mit gezielter Atemgymnastik die Kapazität der Lunge zu verbessern. Patienten nach großen Operationen vermeiden Fehl- und Schonhaltungen und üben, beeinträchtigte Muskelgruppen wieder so natürlich wie möglich zu bewegen. 

Bewegung im Alltag: Was muss man beachten?

Bewegung und Sport haben nach einer Krebserkrankung einen festen Stellenwert. Patienten, die nach ihrer Erkrankung wieder fit sind und schon immer sportlich aktiv waren, finden meist leicht zu ihrer gewohnten Bewegung im Alltag oder zum bisherigen Training zurück, sofern der Arzt keine Einschränkungen sieht. Weiterführende Informationen zu Bewegung und Sport für Gesunde finden sich in dem Text "Sport und Bewegung zur Krebsvorbeugung".

Betroffene, die sich schwer damit tun, ausreichende Bewegung in ihren Alltag zu integrieren oder vor der Erkrankung nicht viel Sport betrieben haben, sollten zunächst mit ihrem Arzt sprechen. Mit ihm lässt sich klären, ob eher nur normale Aktivität im Alltag wie etwa einkaufen und spazieren gehen, gemäßigtere Bewegungsübungen oder sogar intensivere Sportarten sinnvoll sind. Man kann mit ihm auch besprechen, welche Art von körperlicher Aktivität man selbst mag. Er kann gegebenenfalls auch eine sportmedizinische Untersuchung zur Belastbarkeit machen oder zu einem entsprechend qualifizierten Sportmediziner überweisen. Trainingsumfang und Belastungsgrenzen lassen sich so objektiv ermitteln.

Beispiele für gemäßigte und intensive Aktivitäten

Zu den gemäßigten Aktivitäten zählt beispielsweise Walken, Radfahren in der Ebene, Yoga, Abfahrtski fahren, Standardtanz, Volleyball oder einfache Gartenarbeit. Zu den intensiveren Aktivitäten zählen beispielsweise Joggen, Rennen, schnelles Radfahren, schnelles Schwimmen, Krafttraining, Langlauf, Fußball, Basketball und Garten umgraben.

Finanzierung: Wer trägt die Kosten?

Sport in der Krebsnachsorge ist sogar auf Rezept möglich, über die Krankengymnastik oder Physiotherapie hinaus. Die gesetzlichen Krankenversicherungen beteiligen sich an den Kosten. Der Arzt muss auf einem Formular, dem "Antrag auf Kostenübernahme für Rehabilitationssport", die Diagnose Krebs bestätigen. Er benennt dort die Einschränkung, die durch Sport gemildert oder vermieden werden soll.
Auch die Anzahl und Dauer der Übungseinheiten wird angegeben, ähnlich wie bei Massagen oder physiotherapeutischen Maßnahmen gemäß der Heil- und Hilfsmittelrichtlinien. Entsprechende Unterlagen zur Verordnung von Rehabilitationssport können Ärzte bei ihrer zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung anfordern.

Patienten wie Ärzte erhalten weitere Informationen beim Sportbund unter www.sportprogesundheit.de, bei den Krebsberatungsstellen (hier ein Link zu einer Adressliste), bei den Sportvereinen vor Ort, den großen Selbsthilfeorganisationen und bei ihrer Krankenversicherung.

Sportangebote für Krebspatienten: Wo findet man sie?

  • Spezialsprechstunden an großen Kliniken: Große Krebszentren bieten häufig die Möglichkeit, sich als Patient auch zu Sport und Bewegung beraten zu lassen. Viele bieten Sportprogramme im Rahmen der Nachsorge an, oder führen wissenschaftliche Studien zu Bewegung und Sport nach Krebs durch. Patienten sollten ihre behandelnden Ärzte danach fragen.
  • Deutscher Behindertensportverband (DBS): Sportgruppen für Menschen mit Krebserkrankungen werden über den Deutschen Behindertensportverband (DBS) als Rehabilitationssport in Rehasportgruppen angeboten. Unter www.dbs-npc.de/sportentwicklung-rehabilitationssportgruppen-in-deutschland.html können Betroffene und Interessierte nach Rehasportgruppen suchen. Dafür muss man das jeweilige Bundesland über den Link auswählen und dann Ort und Postleitzahl eingeben. Unter Indikationen kann man "Krebsnachsorge" auswählen. 
  • Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB): Die Initiative "Sport pro Gesundheit" (www.sportprogesundheit.de) bietet auf ihrer Internetseite weitere Informationen. Unter www.sportprogesundheit.de/de/sport-und-gesundheit/bewegungsangebote-in-ihrer-naehe haben Interessierte zum Beispiel die Möglichkeit, ebenfalls Sportangebote in ihrer Nähe zu finden. Es handelt sich dabei aber meist um normale Sportgruppen, keine Rehasportgruppen. 
  • Landessportbünde: Sie sind weitere Ansprechpartner für regionale Angebote zu "Sport nach Krebs". Sie finden sich im Internet unter www.dosb.de/de/organisation/mitgliedsorganisationen/landessportbuende
  • Örtliche psychosozialen Krebsberatungsstellen: Sie geben Auskünfte zu Sportangeboten. Der Krebsinformationsdienst bietet eine Datenbank mit Adressen an, unter der Rubrik "Wegweiser", Stichwort "Adressen und Links", Stichwort "Krebsberatungsstellen".
  • Selbsthilfeorganisationen: Ist man an Bewegungs- und Sportprogrammen interessiert, kann man sich zudem an Selbsthilfeorganisationen und Patientenverbände wenden. Diese kennen die Angebote vor Ort meist ebenfalls gut. Der Krebsinformationsdienst bietet eine Liste zu bundesweit tätigen Institutionen unter "Wegweiser", Stichwort "Adressen und Links", Stichwort "Selbsthilfegruppen".

Weitere Informationen: Linktipps, Fachinformationen, Quellen (Auswahl, Stand März 2016)