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Corona und Krebs: Antworten auf häufig gestellte Fragen

Wissenswertes für Krebspatienten und ihre Angehörigen während der Corona-Pandemie

Letzte Aktualisierung: 19.06.2020
  • Krebspatientinnen und Krebspatienten sind nach Aussage der Experten durch das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) besonders gefährdet.
  • Viele Betroffene sind nun sehr verunsichert: Wie wirkt sich das Virus auf die Krebstherapie aus? Gehöre ich überhaupt zur Risikogruppe? Und was muss ich jetzt mit oder nach meiner Krebserkrankung im Alltag beachten?
  • Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums beantwortet in diesem Beitrag häufige Fragen zum Thema "Corona und Krebs".

Hinweis: Der nachfolgende Text geht auf krebsspezifische Fragen onkologischer Patientinnen und Patienten ein, die den Krebsinformationsdienst in den letzten Wochen erreicht haben.

Wichtig zu wissen

Die allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen wie Händehygiene und Vermeiden unnötiger sozialer Kontakte gelten für alle – unabhängig davon, ob sie zu einer Risikogruppe gehören: Machen Sie Ihre Angehörigen und Ihr soziales Umfeld darauf aufmerksam, dass sie damit zu Ihrem Schutz vor einer COVID-19-Erkrankung beitragen.

Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ist erst seit wenigen Monaten bekannt. Daher sind viele Fragen noch nicht abschließend geklärt, etwa zum Ansteckungsrisiko oder mit welchen Konsequenzen Risikogruppen zu rechnen haben. Insgesamt gibt es noch wenige Erkenntnisse und Veröffentlichungen dazu, wie Krebspatientinnen und Krebspatienten auf einen Kontakt mit dem Coronavirus reagieren. Auch können sich die individuellen Situationen, in denen sich Krebspatientinnen und -patienten befinden, deutlich unterscheiden.

Das Robert Koch-Institut nennt Krebspatienten ganz allgemein als eine von mehreren Risikogruppen für schwere Verläufe einer COVID-19-Erkrankung. Das führt bei vielen von Krebs betroffenen Menschen zu Verunsicherung, insbesondere dann, wenn die Krebserkrankung schon länger zurückliegt.

Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) orientiert sich bei der Frage, ob man als Krebspatient ein erhöhtes Risiko hat, an den Erfahrungen mit anderen Virus-Infektionen der oberen Luftwege: Hier werden vor allem Krebspatienten mit einem geschwächten Immunsystem und Personen, bei denen zeitgleich weitere Infektionen der oberen Luftwege auftreten, der Risikogruppe zugeordnet. Gleichzeitig betont die DGHO:

  • Kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bei Ansteckung mit SARS-CoV-2 haben Krebspatientinnen und -patienten mit einer gut beherrschten Erkrankung oder nach erfolgreich abgeschlossener Erstbehandlung (vorausgesetzt, sie zählen nicht aus andere Gründen zur Risikogruppe, siehe Kasten).

Aus Sicht des Krebsinformationsdienstes widersprechen sich die Aussagen von DGHO und RKI nicht: Die Stellungnahme der DGHO geht lediglich detaillierter darauf ein, in welchen Situationen Krebspatienten besonders gefährdet sind.

  • Wichtig zu wissen: Die Experten treffen hier Aussagen, wie wahrscheinlich ein schwerer Krankheitsverlauf in einer bestimmten Gruppe ist. Auch Gesunde können durch eine Infektion mit dem Coronavirus schwer erkranken. Und: nicht jeder, der zur Risikogruppe gehört erkrankt zwangläufig schwer.


Woher weiß ich, ob mein Immunsystem geschwächt ist?

Ein wichtiger Faktor für die Zuordnung von Krebspatientinnen und -patienten zur Risikogruppe ist, ob ihr Immunsystem aktuell geschwächt ist.

Das wäre beispielsweise dann der Fall,

  • wenn eine Krebstherapie die Zahl der weißen Blutkörperchen oder
  • die Immunglobulinwerte erniedrigt.
  • Oder die Betroffenen dauerhaft Medikamente zur Unterdrückung des Immunsystems erhalten.

Kurz nach der Therapie: Viele fragen sich, ob kurz nach einer Krebstherapie das Abwehrsystem bereits wieder so regeneriert ist, dass keine erhöhte Infektanfälligkeit mehr besteht. Das pauschal zu beantworten, ist jedoch schwierig. Neuere Untersuchungen zeigen, dass Untergruppen von Abwehrzellen möglicherweise länger brauchen, bis sie sich komplett erholt haben.

  • Was das für die allgemeine Infektabwehr und für COVID-19 im Speziellen bedeutet, ist unter Experten noch nicht sicher geklärt.

Auf der Website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) können sich Bürgerinnen und Bürger informieren, wie man sich vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen kann. Die dort empfohlenen Verhaltensmaßnahmen gelten unabhängig davon, ob man gesund oder krank ist.

Dazu gehören unter anderem eine gute Händehygiene sowie der Abstand zu Erkrankten. Experten empfehlen darüber hinaus, Menschenansammlungen zu vermeiden, die sozialen Kontakte einzuschränken und Reisen zu reduzieren. Auch eine häusliche Isolation kommt – insbesondere für Risikogruppen – zum Schutz infrage.

Eine schützende Impfung gegen das Virus SARS-CoV-2 gibt es bislang nicht.

Corona-Schutz vor oder während einer Krebstherapie

Steht eine Krebstherapie bevor oder findet aktuell eine Krebstherapie statt, ist es besonders wichtig, die von der BZgA empfohlenen Verhaltens- und Hygieneregeln einzuhalten. Das gilt insbesondere dann, wenn man eine Krebstherapie erhält, die das Immunsystem schwächt. Genauere Auskunft kann dazu der behandelnde Arzt geben.

  • Genauso wichtig: Machen Sie in einer solchen Situation auch Ihre Angehörigen auf die empfohlenen Schutzmaßnahmen aufmerksam und bitten Sie sie um ihre Unterstützung.

Mund- und Nasenschutz für Krebspatienten

Empfehlung der Ärzte befolgen

Wenn der behandelnde Arzt Ihnen rät, eine Atemschutzmaske zu tragen, sollten Sie dieser Empfehlungen folgen.

 Grundsätzlich gibt es drei Arten von Atemschutzmasken,

  • die sogenannten filtrierenden Halbmasken (FFP2 und FFP3),
  • den medizinischen Mund-Nasen-Schutz und
  • die selbst hergestellten Masken, auch "Community-Masken" oder Alltagsmasken genannt.

Die ersten beiden Maskenarten sind derzeit nur eingeschränkt erhältlich und sollten nur in den Berufen eingesetzt werden, bei denen sich ein enger Körperkontakt nicht vermeiden lässt. Dazu zählen Pflegekräfte, Ärzte und andere wichtige Berufsgruppen. Weil es nicht genügend Masken gibt, nähen viele Menschen selbst zu Hause Behelfsmasken, die "Community-Masken".

 

Selbstgenähte Atemschutzmasken (Community-Masken) © Apple_Mac, Shutterstock
Mit selbstgenähten Atemschutzmasken schützen Sie andere, sich bei Ihnen anzustecken. Sie selbst werden vor einer Ansteckung nicht geschützt. © Apple_Mac, Shutterstock

Wichtig zu wissen:

  • In allen Bundesländern gibt es nun die Pflicht, einen Mund- und Nasen-Schutz zu tragen. Dies gilt vor allem im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen.
  • Was es bei der Maskenpflicht zu beachten gilt, ist regional unterschiedlich. Am besten informieren Sie sich direkt an Ihrem Wohnort über die geltenden Regelungen.
  • Durch das Tragen einer solchen Maske schützen Sie vor allem andere davor, sich bei Ihnen anzustecken. Das gilt insbesondere dann, wenn der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann. Sie selbst schützen sich nicht vor einer Ansteckung.
  • Wer einen solchen Schutz trägt, hilft dabei, das Virus nicht weiterzuverbreiten. Wenn alle Menschen einen Mundschutz tragen würden, wäre dadurch ein gewisser Schutz für alle gegeben.

Zum richtigen Umgang mit Mund-Nasen-Schutz:

  • Achten Sie darauf, die Mund-Nasen-Bedeckung durchgehend eng anliegend über Mund und Nase zu tragen.
  • Wechseln Sie Ihre Masken regelmäßig, etwa, wenn sie durchfeuchtet sind.
  • Waschen Sie vor dem Anziehen der Maske gründlich Ihre Hände. Achten Sie darauf, beim Anziehen der Maske nicht die Innenseite anzufassen und beim Abziehen nicht die Außenseite zu berühren. Waschen Sie auch nach dem Abziehen Ihre Hände.
  • Selbstgemachte Alltagsmasken sollten nach einmaliger Nutzung idealerweise bei 95° C, mindestens aber bei 60° C gewaschen und anschließend vollständig getrocknet werden

Wer einen solchen Schutz trägt, hilft dabei, das Virus nicht weiterzuverbreiten. Wenn alle Menschen einen Mundschutz tragen würden, wäre dadurch ein gewisser Schutz für alle gegeben.

Ebenfalls wichtig: Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ersetzt nicht die allgemeinen Empfehlungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zu Hygiene- und Verhaltensregeln und -empfehlungen:

  • Reduzieren Sie Ihre sozialen Kontakte.
  • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände: wenn Sie von draußen nach Hause kommen, vor dem Essen, nach dem Toilettengang.
  • Halten Sie auch beim Tragen einer Atemschutzmaske einen ausreichenden Abstand von 1 bis 2 Metern zu anderen Menschen ein.

Was kann ich noch tun, um mich selbst zu schützen?

Außer die von Experten empfohlene Handhygiene einzuhalten und Menschenansammlungen sowie den Kontakt zu Erkrankten zu vermeiden, können Krebspatienten nicht viel mehr zum Schutz vor COVID-19 tun. Es gibt kein von Experten empfohlenes Mittel, das man zum Schutz gegen das Corona-Virus einnehmen könnte.

Wichtig: Experten warnen aktuell vor Falschmeldungen, sogenannten Fake-News, im Internet: Insbesondere in den sozialen Medien aber auch auf anderen Internetseiten verbreiten sich Gerüchte über Medikamente und Substanzen, die angeblich vor dem Coronavirus schützen sollen.



Das Robert Koch-Institut empfiehlt aktuell, alle Personen mit Symptomen einer Atemwegserkrankung auf SARS-CoV-2 zu testen – egal, ob sie zu einer Risikogruppe gehören oder nicht.

  • Sobald Sie Erkältungssymptome bei sich feststellen, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren.

Von einer ungezielten Testung asymptomatischer Personen rät das Robert Koch-Institut hingegen ab. Denn: haben Personen keine Symptome, die auf eine COVID-19-Erkrankung hinweisen, ist ein negatives Ergebnis nur eine Momentaufnahme. Daher hat der Test für diese Personengruppe keine klare Aussagekraft.

Gesetzliche Regelung: Mit der neuen Corona-Testverordnung werden jedoch auch Tests bei asymptomatischen Personen unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Nach der neuen Regelung des Bundesministeriums für Gesundheit übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung für Personen ohne Symptome die Kosten einer Testung auf das Coronavirus,

  • wenn sie sich nach Einweisung in ein Krankenhaus testen lassen.
  • wenn das zuständige Gesundheitsamt eine Testung veranlasst.
  • wenn Kontakte zu Infizierten bestand wie beispielsweise nach Ausbrüchen in Kitas und Schulen.
  • bei regelmäßigen Testungen in Krankenhäusern und Pflegeheimen.

Welche Tests gibt es?

  • PCR-Test: Werden Menschen derzeit auf das Virus SARS-CoV-2 getestet, geschieht dies vor allem über Rachen- oder Nasenabstriche. In dem abgestrichenen Sekret weisen die Labors das Erbmaterial des Virus nach. Dafür nutzen sie bislang meist ein empfindliches Verfahren. Fachleute nennen es "Real-time Reverse Transkriptase Polymerase-Kettenreaktion" (englisch abgekürzt RT-PCR).
  • Antigen-Test: An einem Antigen-Schnelltest arbeiten Forscher aktuell. Er soll Bestandteile des Virus (Antigene) einfach und rasch erkennen – im besten Fall schon nach wenigen Minuten. Bislang gibt es jedoch keinen Schnelltest, der Virusantigene von SARS-CoV-2 zuverlässig nachweist.
  • Antikörpertest: Ein Antikörpertest weist Antikörper (Immunglobuline) nach. Solche Antikörper bildet das Immunsystem als Reaktionen auf Krankheitserreger. Bis der Körper erste Antikörper gegen einen Erreger gebildet hat, dauert es mehrere Tage. Haben sich genügend Antikörper im Blut gebildet, können diese eine (neue) Infektion verhindern.
    Es ist noch nicht ganz sicher, ob und wie lange nach einer Infektion Immunität gegen das SARS-CoV-2-Virus besteht. Experten gehen davon aus, dass Patienten nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 für einen bestimmten Zeitraum immun sind. Erste Tests zum Nachweis von Antikörpern gegen SARS-CoV-2 sind bereits kommerziell verfügbar.
Wichtiges Fazit

Antikörpertests sind nur in wenigen Situationen als ergänzende Tests sinnvoll. Insbesondere Personen ohne typische COVID-19-Symptome bekommen keine sichere Aussage darüber, ob sie die Erkrankung schon hatten und möglicherweise immun sind.

Risikopatienten für schwere COVID-19-Verläufe und ihre Angehörigen würden sich über einen aussagekräftigen Antikörpertest freuen. Würde man so doch Hinweise bekommen, ob man die Infektion schon hinter sich hat, eine Gefährdung durch COVID-19 besteht und die strengen Abstands- und Hygieneregeln weiter eingehalten werden müssen.

Doch die Verunsicherung bei diesem Thema ist groß und die Informationen sind unübersichtlich geworden.

Die derzeit verfügbaren Tests auf Antikörper gegen das Virus SARS-CoV-2 sind nur eingeschränkt aussagekräftig: Sie erlauben nicht in jeder Situation eine Aussage darüber, ob eine einzelne Person die Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bereits durchgemacht hat. Insbesondere für Menschen, die keine typischen COVID-19-Symptome haben oder kürzlich hatten, schätzen Experten sie nicht als sinnvoll ein.

Denn: Der Test kann auch Antikörper gegen andere Erkältungs-Coronaviren nachweisen. Dann ist er falsch-positiv. Das bedeutet, die getestete Person geht davon aus, eine SARS-CoV-2-Infektion bereits durchgemacht zu haben, obwohl das nicht der Fall ist. Möglicherweise würde man sich dann in falscher Sicherheit wiegen – und hätte dadurch ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Für die breite Öffentlichkeit oder den Eigenbedarf von Patienten und ihren Angehörigen sind diese Tests daher bislang nicht geeignet. Ärzte können sie allerdings bei begründetem Verdacht als ergänzende Diagnostik einsetzen. Dann werden die Kosten von der Krankenversicherung übernommen.

Forscher können Antikörpertests beispielsweise für bevölkerungsmedizinische Fragestellungen einsetzen, in sogenannten epidemiologischen Studien. Damit können Epidemiologen realistische Werte etwa für die Infektionshäufigkeit und für die zunehmende Herdenimmunität in der Bevölkerung berechnen.

Sprechen Sie mit Ihren behandelnden Ärzten

Nicht jede Krebspatientin und nicht jeder Krebspatient ist aufgrund seiner Krebsmedikamente stark immungeschwächt: Fragen Sie ihren Arzt, wie er aktuell Ihre Infektabwehr einschätzt und ob Sie ein Krebsmedikament bekommen, das das Immunsystem unterdrückt.

Experten gehen davon aus, dass Krebspatienten besonders dann ein erhöhtes Risiko haben, schwer an COVID-19 zu erkranken, wenn sie beispielsweise Krebsmedikamente bekommen, die ihr Immunsystem schwächen. Fachleute sprechen in diesem Fall von "Immunsuppression".

  • Wichtig zu wissen: Die Immunsuppression ist eine Nebenwirkung von vielen Krebsmedikamenten aber nicht von allen.

 

Chemotherapie

Manche Chemo-Medikamente (Zytostatika), schädigen die Blutbildung im Knochenmark. In der Folge hat man beispielsweise zu wenige weiße Blutkörperchen, sogenannte Leukozyten. Das schwächt die Abwehr (Immunsuppression) und die Infektionsgefahr steigt. Fachleute sprechen in diesem Fall von "Leukopenie".

Es gibt Zytostatika, die als stark immunsuppressiv gelten, zum Beispiel Cyclophosphamid oder Vinblastin. Und es gibt solche, für die das nicht in demselben Maße zutrifft, etwa die Taxane Paclitaxel und Docetaxel.

  • Ihre Ärzte kontrollieren während einer Chemotherapie regelmäßig Ihr Blutbild und kennen das Nebenwirkungsprofil Ihrer Chemo-Medikamente. Fragen Sie im Zweifel nach, wie sie die Situation einschätzen und ob Sie sich in besonderem Maße vor einer Corona-Ansteckung schützen müssen.

Wichtig zu wissen: Auch die Dosis einer Chemotherapie bestimmt mit, wie stark das Immunsystem geschwächt wird. Insbesondere intensive Chemotherapien, wie sie beispielsweise für Patienten im Rahmen einer Blutstammzelltransplantation und bei akuten Leukämien eingesetzt werden, gefährden die Infektabwehr.

Zielgerichtete Therapie

Einige Medikamente zielgerichteter Therapien, die Ärzte zur Behandlung von Blutkrebserkrankungen einsetzen, schwächen das Immunsystem. Dazu gehören unter anderem monoklonale Antikörper wie Obinutuzumab. Sie senken die Zahl an Abwehrzellen im Körper.

  • Patienten, die unter einer solchen Therapie stehen, gehören zur Risikogruppe für schwere COVID-19-Verläufe und müssen sich besonders vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus schützen.

Andere zielgerichtete Medikamente, etwa zur Behandlung von Organtumoren (soliden Tumoren) wie Lungenkrebs, gelten als kaum immunsuppressiv. Dazu gehören beispielsweise Afatinib und verwandte Wirkstoffe, die das Weiterleiten von Wachstumssignalen in der Zelle hemmen. Das Fachwort für solche Medikamente lautet Tyrosinkinasehemmer.

  • Wichtig zu wissen: Es gibt aber auch zielgerichtete Medikamente zur Behandlung solider Tumoren, die zu einer Abwehrschwäche führen. Sie erhöhen daher vermutlich das Risiko, schwerer an COVID-19 zu erkranken: Dazu gehören beispielsweise sogenannte CDK4/6-Hemmer wie Palbociclib und Ribociclib, die Ärzte zur Brustkrebstherapie einsetzen.
Haben Sie Fragen?

Bei Fragen zur Krebsbehandlung Ihres Kindes und zu den notwendigen Maßnahmen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion wenden Sie sich am besten an die behandelnde Fachärztin oder den behandelnden Facharzt Ihres Kindes. Die Ärzte können die Situation Ihres Kindes am besten einschätzen.

Viele Eltern von Kindern mit einer Krebserkrankung sind verunsichert und fragen sich, ob ihre Kinder in der aktuellen Corona-Pandemie zur Risikogruppe für einen schweren Erkrankungsverlauf gehören.

  • Durch ihre Krebsbehandlung haben viele Kinder ein geschwächtes Immunsystem. Das gilt beispielsweise für Kinder während oder nach einer Stammzelltransplantation oder für Kinder, die gerade eine intensive Krebstherapie erhalten. Dadurch können sie unter Umständen eine Infektion weniger gut bekämpfen als Kinder mit einem gesunden Immunsystem.

Von einigen Viren ist bekannt, dass sie bei immungeschwächten krebskranken Kindern lebensbedrohliche Erkrankungen auslösen können. Das trifft beispielsweise für Grippe-Viren zu. Wie schwer die COVID-19-Erkrankung bei diesen Kindern verläuft, ist bisher noch unklar.

Die Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) und die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) nehmen zur Gefährdung krebskranker Kinder durch das Coronavirus wie folgt Stellung:

  • Während einer Therapie gelten krebskranke Kinder als Hochrisikopatienten für Infektionen. Dies gilt auch für Corona-Infektionen mit dem neuen SARS-CoV-2-Virus.
  • Für krebskranke Kinder und Jugendliche, die immungeschwächt sind, gelten alle allgemein üblichen und empfohlenen Schutzmaßnahmen.

Die Zentren für Kinderonkologie geben derzeit neben den allgemein üblichen Schutzmaßnahmen spezielle Regelungen zu Besuchszeiten, Schutzmasken und zur Corona-Testung vor. Die Kliniken passen ihre Regelungen ständig an die offiziellen Empfehlungen an, die beispielsweise das Robert Koch-Institut gibt.

Wenn die Krebserkrankung schon länger zurückliegt

Krebskrankes Kind mit Kopftuch und Teddy © Mama Belle and the kids, Shutterstock
Während einer Therapie gelten krebskranke Kinder als Hochrisikopatienten für Corona-Infektionen © Mama Belle and the kids, Shutterstock

Nach einer Krebsbehandlung erholt sich das Immunsystem schrittweise und bei einzelnen Kindern unterschiedlich schnell. Wann die Infektabwehr wieder der eines gesunden Kindes entspricht, können im Einzelfall nur die behandelnden Ärzte beurteilen, die alle Befunde kennen.

Prinzipiell gehören Kinder mit einer ausgestandenen Krebserkrankung zur Risikogruppe, wenn ihr Immunsystem aktuell geschwächt ist. Das wäre beispielsweise der Fall, wenn

  • die Zahl der weißen Blutkörperchen erniedrigt ist oder
  • die Immunglobulinwerte erniedrigt sind.
Wichtig

Bei den meisten akut an Krebs erkrankten Patienten steht der Nutzen einer wissenschaftlich fundierten Krebstherapie über dem Risiko einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus.

Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie (DGHO) empfiehlt Patienten, eine geplante Krebstherapie nicht grundsätzlich zu verschieben.

Ärzte werden bei jedem Patienten den Nutzen der Krebstherapie gegen den möglichen Schaden, etwa Nebenwirkungen, abwägen. Dabei berücksichtigen sie auch das individuelle Erkrankungsrisiko für COVID-19: Das ist bei einzelnen Betroffenen unterschiedlich, abhängig von den Lebensumständen, dem Arbeitsumfeld und den persönlichen Kontakten.

Eine Krebstherapie kann auch schützen: Die DGHO weist darauf hin, dass in den meisten Fällen eine wirksame Behandlung der Krebserkrankung für das Überleben der Patienten wichtiger ist als übertriebene Vorsichtsmaßnahmen im Sinne unnötiger Unterbrechungen oder Verschiebungen der Therapie: Patienten, deren Erkrankung durch eine Krebstherapie kontrolliert ist, erleiden meistens weniger Infektionen als Patienten, die nicht wirksam behandelt sind.

Patienten mit einer gut beherrschbaren Krebserkrankung können mit ihren Ärzten darüber sprechen, ob sich die Therapie verschieben lässt.

Empfehlungen zur Strahlentherapie

Lexikon

Fraktionierung: Die erforderliche Strahlendosis für die gesamte Behandlung wird in kleine "Portionen" aufgeteilt, die man über mehrere Wochen verteilt erhält.

Viele Krebspatienten haben Sorge, sich während ihrer Strahlentherapie mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) anzustecken. Die damit einhergehende Erkrankung COVID-19 kann bei einigen Krebspatienten einen schweren Verlauf nehmen. Andererseits besteht das Risiko, die Chance auf Heilung zu verschlechtern, wenn man die Bestrahlungen verschiebt oder die Behandlung ganz abbricht.

Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie e. V. (DEGRO) sehen vor, medizinisch notwendige Bestrahlungen möglichst nicht aufzuschieben oder zu unterbrechen. Dennoch gibt es Möglichkeiten, die Strahlentherapie während der Pandemie anzupassen:

  • Umstellung des Therapieschemas: Bei manchen Krebsarten können Ärzte die Vorgehensweise der Behandlung verändern, ohne dass sich dadurch die Heilungschancen verschlechtern. Dann ziehen sie zum Beispiel eine medikamentöse Hormontherapie vor und bestrahlen den Tumor erst später.
  • Änderung der Fraktionierung: Statt häufiger mit geringeren Dosen zu bestrahlen, kann die Strahlentherapie auch mit weniger Sitzungen, aber dafür mit höheren Dosen erfolgen.

Bestehen diese Möglichkeiten bei Ihnen nicht? Dann raten die Experten dazu, die Strahlentherapie, unter den empfohlenen Hygiene- und Verhaltensvorkehrungen fortzusetzen.

Sie sind an COVID-19 erkrankt? Selbst wenn Krebspatienten neu aufgetretene Atemwegsbeschwerden haben und/oder positiv auf das Coronavirus getestet wurden, heißt das nicht zwangsläufig, dass sie ihre Strahlentherapie sofort abbrechen müssen. In diesem Fall sollten Sie telefonisch Kontakt aufnehmen und gemeinsam mit dem behandelnden Radioonkologen individuell klären, ob und unter welchen Voraussetzungen die Behandlung durchgeführt werden kann.

Arzt bereitet Frau für Strahlentherapie vor. © Mark_Kostich, Shutterstock
Eine Strahlentherapie sollte nach Möglichkeit auch während der COVID-19-Pandemie nicht aufgeschoben oder unterbrochen werden. © Mark_Kostich, Shutterstock

Eine Strahlentherapie sollte nach Möglichkeit auch während der COVID-19-Pandemie nicht aufgeschoben oder unterbrochen werden. Darauf weisen die Arbeitsgemeinschaft Radiologische Onkologie (ARO) und die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) in einer Stellungnahme hin.

In Übereinstimmung mit Notfallkonzepten der Strahlenschutzkommission empfehlen die ARO und DEGRO: Eine Strahlentherapie sollte nach Möglichkeit auch während der COVID-19-Pandemie nicht aufgeschoben oder unterbrochen werden. Darauf weisen die Arbeitsgemeinschaft Radiologische Onkologie (ARO) und die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) in einer aktuellen Stellungnahme hin.

Strahlentherapie-Einrichtungen sollen kurative Therapien auch bei Engpässen wie etwa aufgrund von Corona-bedingtem Personalmangel und Quarantänemaßnahmen möglichst komplett und ohne Unterbrechung durchführen. So lautet eine Empfehlung der ARO und DEGRO, in Übereinstimmung mit Notfallkonzepten der Strahlenschutzkommission.

Sind größere Einschränkungen beim Behandlungsbetrieb zu erwarten, sollen Strahlentherapie-Einrichtungen individuell entscheiden, wie sie weiter vorgehen. Mögliche Maßnahmen sind beispielsweise:

  • Behandlungen gutartiger Erkrankungen aufzuschieben,
  • Nachsorge-Untersuchungen zu verschieben
  • und patientenabhängig zu entscheiden, ob eine Strahlentherapie ohne Risiko verschoben werden kann.

Krebspatientinnen und Krebspatienten, die in der nächsten Zeit einen Termin zur Nachsorge haben, können mit ihrem Nachsorge-Arzt darüber sprechen, ob der Termin stattfinden soll. Die Ärzte kennen die persönliche Situation und können die Dringlichkeit der anstehenden Nachsorge-Untersuchung gegen das Risiko einer Infektion mit dem Corona-Virus abwägen.

Je nach Situation kann die Entscheidung anders ausfallen. Fragen, die dabei eine Rolle spielen können, sind zum Beispiel:

  • Lässt sich die Nachsorge ohne gesundheitlichen Nachteil verschieben?
  • Gehört der oder die Betroffene zu einer Risikogruppe für COVID-19?
  • Hatte der oder die Betroffene Kontakt zu einem am Coronavirus Erkrankten oder sich in einem Risikogebiet aufgehalten?
  • Besteht eine Ausgangssperre? Wenn ja, wie ist diese geregelt?
  • Sind die Kapazitäten der Praxis/Klinik momentan eingeschränkt?


Anschlussheilbehandlung

Die Maßnahmen zu Anschlussheilbehandlung (AHB) finden derzeit weiter statt.

  • Zu bedenken ist hier, dass sich die Situation aufgrund der Corona-Pandemie jederzeit ändern kann.

Anschlussheilbehandlungen (Anschlussrehabilitationen) werden bereits in der Klinik geplant. Deshalb müssen sie, außer bei Bestrahlungen, unmittelbar im Anschluss an einen Klinikaufenthalt erfolgen und können nicht verschoben werden. Alternativ haben die Patientinnen und Patienten auch später die Möglichkeit eine onkologische Rehabilitation zu beantragen.

Onkologische und medizinische Rehabilitation

Zur aktuellen Situation in den Reha-Kliniken informiert die Deutsche Rentenversicherung (DRV).

Aktuelle Empfehlung der DRV: Generell sollen die Rehakliniken wieder Patientinnen und Patienten aufnehmen, wenn sie dabei geltende Hygienevorschriften einhalten. Dazu gehören beispielsweise:

  • Besuchsverbote
  • Befragungen vor Anreise
  • Räumliche Trennung neu angereister Patienten und gegebenenfalls ein Corona-Test
  • entsprechende Verhaltensregeln wie Abstand, Händehygiene und Tragen eines Mund-Nasenschutzes

Die Entscheidung über die Öffnung einer Reha-Klinik trifft die jeweilige Klinikleitung. Zudem kann es sein, dass Behörden in einigen Regionen die Aufnahme von Reha-Patienten noch beschränken. Deshalb ist es ratsam, sich über die aktuelle Aufnahmesituation direkt bei der jeweiligen Reha-Klinik zu informieren.

  • Patientinnen und Patienten sind nicht verpflichtet eine Rehabilitationsmaßnahme anzutreten: Sie können sich in diesem Fall mit ihrem Rentenversicherungsträger in Verbindung setzen und einen Antrag auf Verschiebung der Reha stellen. Die Verschiebung des Reha-Beginns ist in Folge der Corona-Pandemie für bis zu 9 Monate möglich.
  • Wenn Patientinnen oder Patienten vorzeitig aus der Reha abreisen, sollten sie beachten, dass der Rentenversicherungsträger das Übergangsgeld nicht weiterbezahlt. Patientinnen und Patienten müssen sich dann mit dem Leistungsträger in Verbindung setzen, von dem sie vor der Reha Leistungen bezogen haben: zum Beispiel Krankengeld von der Krankenkasse, Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur, Arbeitslosengeld II vom JobCenter.

Wichtig zu wissen: Wenn Krankenkassen Patientinnen und Patienten auffordern, einen Reha-Antrag zu stellen, müssen sie diesen grundsätzlich auch während der Corona-Pandemie stellen. Andernfalls könnte der Anspruch auf Krankengeld entfallen.

Laptop, Kaffeetasse und Handy im Homeoffice © Elchinator, Pixabay
Wenn es die Möglichkeit gibt, können Krebspatientinnen und -patienten ins Homeoffice ausweichen, um sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen © Elchinator, Pixabay

Auf der Website des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales finden Sie:

Die derzeitige Erkrankungswelle mit COVID-19 berechtigt Arbeitnehmer nicht automatisch, ihrer Arbeit fernzubleiben. Das gilt auch für Krebspatientinnen und Krebspatienten unter ambulanter Krebstherapie, die aktuell arbeiten gehen.

  • Wenn es Ihnen nicht gut geht, können Sie das Gespräch mit Ihrem behandelnden Arzt suchen. Er kann dann eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ("Krankmeldung") ausstellen.
  • Wenn es Ihnen gut geht, Sie aber als Krebspatient die Ansteckung fürchten, können Sie gemeinsam mit Ihrem Arbeitgeber versuchen, alternative Lösungen zu finden: Dazu gehören beispielsweise Homeoffice, kreative Arbeitszeitmodelle, Nutzung von Urlaub und Arbeitszeitkonten.
    Ist Homeoffice von Arbeitgeberseite nicht möglich, müssten Sie mit Ihrem Arzt klären, ob Sie tatsächlich zu einer Risikogruppe gehören und ob für Sie durch die Tätigkeit ein erhöhtes Erkrankungsrisiko zu befürchten ist.

Ein Beschäftigungsverbot für Risikogruppen gibt es jedoch nicht: Beschäftigungsverbote gibt es nur in wenigen gesetzlich festgelegten Fällen, beispielsweise bei Schwangerschaften oder bei einer nachgewiesenen Corona-Infektion. Allein zu einer Risikogruppe für schwere COVID-19-Verläufe zu gehören, reicht für ein Beschäftigungsverbot nicht aus.

  • Das bedeutet: Ärztinnen und Ärzte können Krebspatienten, zwar bescheinigen, dass sie zur Risikogruppe gehören aber sie können kein individuelles Beschäftigungsverbot aussprechen.

Recht auf Homeoffice?

Fragen Sie Ihren Arbeitgeber

Wenn Sie unsicher sind, wie Ihr Arbeitgeber den Infektionsschutz sicherstellt, fragen Sie nach.

Es kann hilfreich sein, Ihren Arbeitgeber zu informieren, wenn Sie zur Risikogruppe gehören.

Ein gesetzlicher Anspruch auf Homeoffice (Telearbeit) besteht derzeit nicht. Auch gibt es keine ärztliche Bescheinigung, dass Krebspatientinnen oder -patienten wegen des Corona-Virus nicht arbeiten dürfen und dabei weiter Gehalt beziehen können (Beschäftigungsverbot). Betroffene können klären, ob es bei ihrem Arbeitgeber eine Betriebsvereinbarung zum Homeoffice gibt oder ein bestehender Tarifvertrag dazu Regelungen enthält.

  • Wichtig: Entscheidend ist, dass Sie mit Ihrem Arbeitgeber das Gespräch suchen und die Möglichkeiten für Homeoffice mit ihm klären.
  • Auch die Politik hat die Arbeitgeber in der aktuellen Situation aufgefordert, vermehrt die Möglichkeiten des Homeoffice zu gewähren.

Wie wird für Sicherheit während der Arbeit gesorgt?

Die Bundesregierung empfiehlt Arbeitsstätten für die Wiederaufnahme ihres Betriebs, Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten, wie sie etwa in öffentlichen Räumen gelten. Das soll Arbeitnehmer vor einer Corona-Infektion schützen und einer weiteren Ausbreitung des Virus vorbeugen.

Dazu zählen beispielsweise

  • einen Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Beschäftigten zu ermöglichen – in Büros, im Freien und in Fahrzeugen.
  • Abläufe so zu organisieren, dass die Beschäftigten möglichst wenig direkten Kontakt zueinander haben. Beispielsweise über Schichtwechsel, Pausen oder unterschiedliche Anwesenheiten im Büro.
  • Schutzscheiben oder Schutzmasken zur Verfügung zu stellen, wo ein direkter Kontakt nicht zu vermeiden ist.

Wichtig zu wissen: Zudem sind Arbeitgeber angehalten, Risikogruppen besonders zu schützen. Das schließt auch eine Beratung beim Betriebsarzt zu arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren, Vorerkrankungen und Ängsten ein.

Tipp

Informationen zu den Schulöffnungsplänen der Länder können Sie beispielsweise bei dem Ministerium für Schule und Bildung des entsprechenden Bundeslandes oder der entsprechenden Landesregierung suchen.

Nach und nach wird der Präsenzunterricht in den Schulen wieder aufgenommen. Wie die Schülerinnen und Schüler schrittweise wieder in die Schule gehen, kann sich in den Details von Bundesland zu Bundesland und von Schule zu Schule unterscheiden.

Prinzipiell besteht Schulpflicht, das bedeutet allein die Sorge vor einer Ansteckung rechtfertigt nicht das Fernbleiben vom Unterricht. Auf jeden Fall sehen Schulen aber Maßnahmen vor, um das Ansteckungsrisiko für die Schülerinnen und Schüler möglichst gering zu halten

Hochgestellte Stühle in leerem Klassenzimmer © taken, Pixabay
Nach und nach nehmen Schulen wieder den Präsenzunterricht auf. Risikogruppen mit Krebs sollten sich mit ihrer Einrichtung und ihren Ärzten über erforderliche Sicherheitsmaßnahmen austauschen. © Taken, Pixabay

Risikogruppen: Schülerinnen und Schüler, die selbst zur Risikogruppe für einen schweren Verlauf von COVID-19 gehören, sollten darüber mit ihren behandelnden Ärzten und der Schulleitung sprechen:

  • Mit den Ärzten sollte besprochen werden, wie hoch sie das individuelle Risiko einer Infektion mit SARS-CoV-2 einschätzen.
  • Mit der Schule ist zu klären, wie das Infektionsrisiko gesenkt werden kann und / oder welche alternativen Möglichkeiten es geben könnte. Denkbar wäre beispielsweise ein weiterer Fernunterricht.

Sich und andere schützen: Auch Kinder sollten nach Möglichkeit dazu beitragen, das Risiko für sich und andere gering zu halten. Das bedeutet: Abstands- und Hygieneregeln sowie die Husten- und Niesregeln einhalten.

Krebsbetroffene Angehörige von Schülern

Angehörige schützen

In dem Abschnitt Wie kann ich vermeiden, krebskranke Angehörige mit Corona anzustecken? sind verschiedene Maßnahmen genannt, die insbesondere ältere Schüler beherzigen können, um ihre krebskranken Angehörigen zu schützen.

Schulen treffen Maßnahmen, um das Corona-Ansteckungsrisiko für die Kinder, die wieder in die Schule gehen, möglichst gering zu halten.

Individuelle Lösungen oft möglich: Leben Schüler mit Personen zusammen, die zur Risikogruppe für schwere COVID-19-Verläufe gehören, bieten viele Schulen Unterstützung an. Hier lohnt es sich bei der Schulleitung nachzufragen.

Mit dem Arzt sprechen: Besprechen Sie auch mit Ihrem behandelnden Arzt, wie groß das Risiko für Sie ist, wenn Sie weiterhin mit Ihren Kindern in häuslicher Gemeinschaft leben. Er ist für alle Fragen rund um die Krebsbehandlung, die notwendigen Maßnahmen bezüglich einer Corona-Infektion sowie das persönliche Risiko der erste Ansprechpartner.

Zusätzliche Infektionen können den Verlauf einer Coronavirus-Erkrankung entscheidend beeinflussen. Eine Pneumokokken-Impfung schützt zwar nicht vor COVID-19. Sie kann aber verhindern, dass zu dieser Erkrankung zeitgleich eine weitere Infektion hinzukommt, die eine Versorgung auf einer Intensivstation notwendig machen könnte.

Pneumokokken: Die STIKO empfiehlt ganz allgemein für Personen, die ein erhöhtes Risiko für Pneumokokken-Erkrankungen haben, eine entsprechende Impfung. Das Robert Koch-Institut (RKI) weist aber darauf hin, dass Pneumokokken-Impfstoffe in Deutschland aktuell nur sehr eingeschränkt verfügbar sind. Daher rät das RKI den Ärzten zurzeit, vor allem Personen zu impfen, die ein besonders hohes Risiko für Pneumokokken-Erkrankungen haben. Dazu gehören:

  • Säuglinge und Kleinkinder bis zum Alter von 2 Jahren
  • Personen mit Immunschwäche, Senioren ab 70 Jahren und Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen, etwa COPD und Asthma.

Für Krebspatientinnen und Krebspatienten ist die Pneumokokken-Impfung demnach empfohlen, wenn das Immunsystem geschwächt ist – sei es durch die Erkrankung selbst oder durch Medikamente wie hochdosiertes Kortison oder eine Chemotherapie.

Bei der Pneumokokken-Impfung ist zudem auch das Alter ausschlaggebend: Ärzte sollen derzeit vor allem Personen über 70 gegen Pneumokokken impfen.

  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob er Ihnen zu einer dieser Impfungen rät.

Insbesondere Risikogruppen sollten allgemein auf eine gute Gesundheit achten. Dazu raten die Experten der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO).

Ernährung: Wichtig ist auf seinen Ernährungsstatus zu achten. Der Grund: Menschen, die aufgrund von Alter oder Begleiterkrankungen zu Fehl- und Mangelernährung neigen, sind durch COVID-19 besonders gefährdet.

  • Lassen Sie sich bei Fragen zu Ihrem Ernährungsstatus von einem erfahrenen Ernährungsberater oder -mediziner unterstützen.
  • Solche Fachleute können beurteilen, ob Ihre tägliche Ernährung für eine optimale Infektionsabwehr mit Vitaminen und Mineralstoffen unterstützt werden muss. So empfiehlt die DGHO beispielsweise mögliche Mangelzustände mit Vitamin D und Eisen-Mangel auszugleichen.
  • Wichtig: Nehmen Sie nicht auf eigene Faust Nahrungsergänzungsmittel, Vitamin- und Mineralstofftabletten ein, sondern sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder ihrem Arzt.

Bewegung: Wichtig ist zudem, sich regelmäßig körperlich zu betätigen. Das hat gleich mehrere positive Effekte. Bei Krebspatienten sinkt dadurch nachweislich das Risiko für Krankheits- und Behandlungsfolgen. Zusätzlich wird die Lebensqualität verbessert sowie Muskelschwund und einer beeinträchtigten Immunantwort vorgebeugt.

  • Versuchen Sie sich trotz Einschränkungen durch die Quarantäne, regelmäßig und angepasst an Ihren Fitnesszustand, zu bewegen.
  • Wenn Sie unsicher sind, was möglich ist und was nicht, lassen Sie sich von Ihren Ärzten beraten.
  • Hilfreich sind einfache Kräftigungs-, Balance- und Dehnübungen.
  • Unterstützen können dabei Trainingsvideos der Uniklinik Köln: Sie sind speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit onkologischen Erkrankungen zugeschnitten.

Nichtrauchen hilft ebenfalls schweren COVID-19-Verläufen vorzubeugen. Zudem nutzt Rauchverzicht dem Körper insgesamt: Die Sauerstoffaufnahme in der Lunge verbessert sich. Krebspatienten vertragen Behandlungen besser, Wunden heilen schneller und Medikamente belasten den Stoffwechsel weniger.

Möchten Sie Ihre krebskranke Angehörige oder Ihren krebskranken Angehörigen schützen, halten Sie die empfohlenen Schutzmaßnahmen ein.

  • Waschen Sie gründlich und häufig die Hände mit Seife (mindestens 30 Sekunden).
  • Halten Sie die Husten- und Niesregeln ein.
  • Schränken Sie soziale Kontakte soweit wie möglich ein und halten Sie einen Abstand von 1–2 Metern zu anderen Personen.
  • Reinigen Sie gemeinsam genutzte Oberflächen regelmäßig, etwa Türklinken, Lichtschalter, Tastaturen oder Telefone.
  • Nehmen Sie bei ersten Krankheitszeichen wie Husten und Fieber sofort telefonisch oder elektronisch Kontakt mit einem Arzt oder Krankenhaus auf und halten Sie Abstand zu Ihrem an Krebs erkrankten Angehörigen.

Wichtig: Diese Maßnahmen sollten Sie insbesondere dann einhalten, wenn Sie mit einem Krebspatienten zusammenleben, der als Risikopatient gilt.

Als Angehöriger eines Krebspatienten arbeiten gehen

Für Angehörige ist es nicht immer möglich, soziale Kontakte zum Schutz ihrer krebskranken Mitbewohner zu meiden. Das gilt vor allem dann, wenn sie ein Arbeitsumfeld haben, bei dem sie mit vielen Menschen in Kontakt kommen.

  • Möglichkeiten des Homeoffice klären: Arbeitnehmer haben zwar keinen gesetzlichen Anspruch darauf, von zu Hause aus zu arbeiten. Trotzdem können sie dies mit ihrem Arbeitgeber vereinbaren. Vielleicht enthält auch die Betriebsvereinbarung oder der bestehende Tarifvertrag entsprechende Regelungen.
  • Gemeinsam alternative Lösungen finden: Nicht nur Homeoffice, auch kreative Arbeitszeitmodelle, Nutzung von Urlaub und Arbeitszeitkonten können dabei unterstützen, den persönlichen Kontakt mit Kollegen und Kunden zu minimieren. Hier lohnt es sich ebenfalls, mit dem Arbeitgeber ins Gespräch zu kommen.

Darüber hinaus fordert die Bundesregierung angesichts der Corona-Pandemie alle Betriebe auf, aktuell geltende Hygienevorschriften einzuhalten und wirksame Schutzmaßnahmen für ihre Mitarbeiter und Besucher umzusetzen.

Blut und Blutbestandteile auch für manche Krebstherapien benötigt

Institute und Bundeszentrale rufen auf: Bürgerinnen und Bürger, die sich gesund und fit fühlen, können und sollen mit entsprechenden Vorkehrungen trotz der beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie weiter zur Blut- oder Plasmaspende gehen.

Derzeit gibt es keinen Hinweis darauf, dass das Coronavirus durch Blut oder Blutbestandteile übertragbar ist. Dazu gehören unter anderem rote Blutkörperchen, Blutplättchen, Blutplasma oder auch Blutstammzellen. Diese Blutprodukte erhalten auch viele Krebspatientinnen und Krebspatienten im Rahmen ihrer Behandlung.

Blut- und Plasmaspenden sind in den vergangenen Wochen der Coronavirus-Pandemie jedoch zurückgegangen. Da kontinuierliche Spenden wichtig sind, damit Patientinnen und Patienten auch künftig gut versorgt werden können, rufen Experten gesunde Spender dazu auf, Blutspendetermine weiterhin wahrzunehmen.

  • Spenderinnen und Spender haben während der Blutspende in der Regel kein erhöhtes Ansteckungsrisiko für das Coronavirus – Hygienestandards in Blutspendeeinrichtungen stellen dies sicher.

Mehr zum Aufruf zur Blutspende und zu den Sicherheitsstandards lesen Sie auf der Internetseite des Robert Koch-Instituts.

Generell gilt: Spenderinnen und Spender werden stets zu ihrem Gesundheitszustand befragt und überprüft. Personen mit Anzeichen einer Infektion dürfen prinzipiell kein Blut spenden.

Darüber hinaus gibt es derzeit klare Vorgaben für Blutspender, die Kontakt mit Corona-Infizierten hatten oder selbst erkrankt sind. Sie können für einen festgelegten Zeitraum kein Blut bzw. keine Blutprodukte spenden.

  • Eine weitere Vorsichtsmaßnahme: Stammzellspenden werden derzeit nicht sofort an den Empfänger weitergegeben, sondern zwischengelagert. So kann zusätzlich sichergestellt werden, dass die Spende nur dann verwendet wird, wenn beim Spender in den Tagen nach der Spende keine Anzeichen auf eine Coronavirus-Infektion auftreten.
Soziale Kontakte anders pflegen

Wenn Sie zu einer Risikogruppe für einen schweren Covid-19-Verlauf gehören und es einen Grund zu feiern gibt, nutzen Sie dafür zum Beispiel neue Medien wie Messaging-Dienste mit Chat- oder Videofunktion.

In welchen Rahmen und mit wie vielen Personen private Feiern wieder erlaubt sind, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt und kann sich kurzfristig ändern. Beachten Sie daher die jeweils aktuellen Regelungen in Ihrer Region.

Gehört man als Krebspatient allerdings zur Risikogruppe für einen schweren Verlauf von COVID-19 und möchte feiern, sollte man mögliche Risiken in Betracht ziehen. Eventuell sind dann Alternativen zu einer Feier zu Hause sinnvoller:

  • Treffen Sie sich zum Beispiel draußen, wo Abstandsregeln besser eingehalten werden können und eine Ansteckung unwahrscheinlicher ist. Oder treffen Sie sich virtuell. Werden Sie kreativ, wenn Sie etwas zu feiern haben und sich und andere trotzdem schützen wollen!
Adressen

Adressen von psychosozialen Krebsberatungsstellen und psychotherapeutisch arbeitenden Psychoonkologen in Ihrer Nähe finden Sie beim Krebsinformationsdienst.

Krebspatientinnen und Krebspatienten sind in der derzeitigen Corona-Krise nicht nur mit ständig neuen Informationen zur Pandemie konfrontiert, sondern müssen sich darüber hinaus auch mit ihrer Krebserkrankung auseinandersetzen. Die aktuelle COVID-19-Pandemie wirft bei allen Menschen elementare Fragen auf und führt möglicherweise zu Sorgen und Ängsten.

Unterstützung für Krebspatientinnen und -patienten

Wenn Sie als Krebspatientin oder Krebspatient psychologische Hilfe benötigen, können Sie sich an regionale Krebsberatungsstellen wenden.

  • Viele psychosoziale Krebsberatungsstellen bieten in der aktuellen Situation eine telefonische Beratung an. Gegebenenfalls können Sie sich auch per E-Mail an die Beratungsstelle wenden. Wenn niemand direkt erreichbar ist, sollten Sie eine Rückrufbitte hinterlassen, wenn ein Anrufbeantworter geschaltet ist.

Patienten oder Angehörige, die – auch unabhängig von der Corona-Krise – nach einer längerfristigen Unterstützung suchen, können sich an psychotherapeutisch tätige Psychoonkologen wenden.

  • Ob die Psychoonkologen momentan Sprechstunden per Video oder Telefon anbieten, sollten Sie bei der jeweiligen Praxis direkt nachfragen.

Psychologische Unterstützung: Kurzfristige Hilfe für Alle

Ehepaar telefoniert. Bild: Tobias Schwerdt © Krebsinformationsdienst, DKFZ
Viele Beratungsstellen sind während der Corona-Krisenzeit telefonisch erreichbar. Bild: Tobias Schwerdt © Krebsinformationsdienst, DKFZ

Für alle, die aufgrund der Corona-Pandemie psychisch besonders belastet sind und Hilfe benötigen: Es gibt Ansprechpartner, die auch Menschen beraten, die nicht an Krebs erkrankt sind:

Der Bund Deutscher Psychologen (DBP) hat eine kostenlose Hotline für die Corona-Krisenzeit eingerichtet:

  • Telefon: 0800 777 22 44
  • täglich von 8:00 bis 20:00 Uhr

In einigen Städten oder Bundesländern bieten derzeit beispielsweise Kliniken, psychologische Fachbereiche an Universitäten oder andere Institutionen telefonische Beratungen durch Psychotherapeuten an. Informationen darüber bieten häufig die regionalen Zeitungen.

Die Telefonseelsorge, psychologische Beratungsstellen oder Familienberatungsstellen sind weitere Ansprechpartner. Die Telefonseelsorge ist täglich kostenlos rund um die Uhr erreichbar unter:

  • Telefon: 0800 1110 111 oder 0800 1110 222


Fachartikel und andere genutzte Quellen (Auswahl)

Leitlinien

Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie (DGHO): Leitlinie für  Coronavirus-Infektion (COVID-19) bei Patienten mit Blut- und Krebserkrankungen (wird fortlaufend aktualisiert; abgerufen am 04.06.2020)

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM): Leitlinie "Neues Coronavirus – Informationen für die hausärztliche Praxis" und Patientenleitlinie "Grippe oder Coronavirus?" (wird fortlaufend aktualisiert; aufgerufen am 04.06.2020)

Ministerien und Behörden

Bundesministerium für Gesundheit vom 09.06.2020: Fragen und Antworten zur neuen Corona-Test-Verordnung

Pressemitteilung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom 16.04.2020: Einheitlicher Arbeitsschutz gegen das Coronavirus (abgerufen am 20.04.2020)

Zusammen gegen Corona: Informationsportal des Bundesministeriums für Gesundheit (abgerufen am 20.04.2020)

Informationen des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen zum Coronavirus (abgerufen am 30.04.2020)

Die Bundesregierung: Erweiterung der beschlossenen Leitlinien zur Beschränkung sozialer Kontakte (Stand: 22.03.2020)

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Informationen zum neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 (Zugriff am 16.03.2020)

Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Coronavirus: Arbeitsrechtliche Auswirkungen (Zugriff am 10.03.2020)

Fachgesellschaften und Institutionen

Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie zur Auswirkung von Nase-Mund-Masken auf den Eigen- und Fremdschutz (PDF, Stand 08.05.2020, aufgerufen am: 19.05.2020).

"Haus der Krebs-Selbsthilfe" Bundesverband e.V.: Stellungnahme Corona-Krise und Krebserkrankungen (08.04.2020, aufgerufen am 09.04.2020)

Empfehlung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte zur Verwendung von selbst hergestellten Masken, medizinischem Mund-Nasen-Schutz (MNS) sowie filtrierenden Halbmasken (Stand 31.03.2020) (Aufgerufen am 03.04.2020)

Pressemitteilung der DGHO vom 20.03.2020: COVID-19 bei KrebspatientInnen: Achtsamkeit und Abwägung (PDF)

Ausführliche Informationen zum neuartigen Coronavirus bietet das Robert Koch-Institut (RKI) auf seiner Internetseite.

Ebenfalls beim Robert Koch-Institut:

European Society of Medical Oncology (ESMO): COVID-19 and Cancer (englisch) (Aufgerufen am 23.03.2020)

Interview mit Florian Lordick vom Universitären Krebszentrum Leipzig (UCCL): Should cancer treatment be continued during the pandemic? A case-by-case discussion is required. European Society For Medical Oncology (ESMO) (englisch, 20.03.2020)

Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin: Handlungsempfehlung für Ärzte zur Therapie von Patient*innen mit COVID-19 aus palliativmedizinischer Perspektive (PDF)

2. Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Radioonkolgie (DEGRO) / Arbeitsgemeinschaft Radiologische Onkologie (ARO) / Berufsverband der Deutschen Strahlentherapeuten e. V. (BVDST) zur Strahlentherapie während der COVID-19 Pandemie (Stand: 25.3.2020)

Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft Radiologische Onkologie (ARO) und der Deutschen Gesellschaft für Radioonkolgie (DEGRO) zur Strahlentherapie während der COVID-19 Pandemie (Stand: 17.3.2020)

Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie e. V. (DEGRO) vom 25.03.2020: Strahlentherapie zu Zeiten von Corona? Empfohlen wird eine individuelle Risikoabwägung.

Stellungnahme der Strahlenschutzkommission zu Ausfallkonzepten in der Medizinischen Strahlentherapie (Stand: 22.11.2018)

Gemeinsame Stellungnahme der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) und der Deutschen Gesellschaft Pädiatrische Infektiologie (DGPI) zur besonderen Gefährdung kinderonkologischer Patienten bei einer möglichen COVID-19-Infektion sowie zu vorbeugenden Maßnahmen (24.03.2020, aufgerufen am 27.03.2020)

Empfehlungen der britischen Children's Cancer and Leukaemia Group (CCLG) für krebskranke Kinder und ihre Eltern bezüglich der Corona-Pandemie (in englischer Sprache) (Aufgerufen am 27.03.2020)

Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie vom 13.03.2020: Corona-Virus: So können sich ältere Menschen schützen oder „Kein Küsschen für Oma"

Robert Koch-Institut: Schutzimpfung gegen Pneumokokken: Häufig gestellte Fragen und Antworten (Zugriff am 16.03.2020)

Robert Koch-Institut: Grippeschutzimpfung: Häufig gestellte Fragen und Antworten (Stand: 11.11.2019)

Informationen der Arbeitsgemeinschaft Influenza des Robert Koch-Instituts (Zugriff am 16.03.2020)

Die Internetseite des Robert Koch-Instituts PEI, RKI und BZgA rufen zur Blutspende auf – Spendetermine wahrnehmen! informiert zu Blut- und Plasmaspenden im Kontext der Verbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2).

Aktueller Hinweis der "Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs" für junge Menschen mit und nach Krebserkrankungen im Zusammenhang mit dem Corona Virus (Stand: 13.03.2020).

Fachartikel

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Erstellt: 19.06.2020

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