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Coronavirus

Corona und Krebs: Antworten auf häufige Fragen

Wissenswertes für Krebspatienten und ihre Angehörigen während der Corona-Pandemie

Letzte Aktualisierung: 15.11.2021
  • Krebspatientinnen und Krebspatienten sind nach Aussage der Experten durch das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) besonders gefährdet.
  • Viele Betroffene sind nun sehr verunsichert: Wie wirkt sich das Virus auf die Krebstherapie aus? Kann oder soll ich mich mit Krebs gegen Corona impfen lassen? Und was muss ich jetzt mit oder nach meiner Krebserkrankung im Alltag beachten?
  • Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums beantwortet in diesem Beitrag häufige Fragen zum Thema "Corona und Krebs".

Hinweis: Der nachfolgende Text geht auf krebsspezifische Fragen onkologischer Patientinnen und Patienten ein, die den Krebsinformationsdienst im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie erreicht haben.

Was bedeutet die Delta-Variante für Krebsbetroffene?

Delta SARS-CoV-2 gilt als besonders ansteckend und breitet sich aktuell stark in Deutschland aus. Aus diesem Grund ist es für Krebsbetroffene und ihre Angehörigen wichtig, empfohlene Schutzmaßnahmen weiterhin einzuhalten. Dabei gilt es,

  • Sorge für einen vollständigen Impfschutz zu tragen – eine 1. Dosis schützt bei den meisten Impfstoffen nicht ausreichend vor der Deltavariante.
  • allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen wie Händehygiene, Mund-Nasen-Bedeckung und Abstandsregeln weiterhin einzuhalten.

Machen Sie Ihre Angehörigen und Ihr soziales Umfeld darauf aufmerksam, dass sie damit zu Ihrem Schutz vor einer COVID-19-Erkrankung beitragen.

Das Coronavirus SARS-CoV-2 ist seit Anfang 2020 bekannt. Inzwischen gibt es verschiedene Mutationen des Virus, die sich vor allem in der Übertragbarkeit unterscheiden. Aktuell breitet sich die aus Indien bekannt gewordene Delta-Variante in Deutschland stark aus. Sie gilt als die derzeit ansteckendste Virusvariante. Außerdem könnte sie zu schwereren Krankheitsverläufen führen.

Auch wenn immer neue Erkenntnisse und Forschungsergebnisse zu Krebs und Corona hinzukommen, sind viele Fragen noch nicht abschließend geklärt. Zudem können sich die individuellen Situationen, in denen sich Krebspatientinnen und -patienten befinden, deutlich unterscheiden.

Was bedeutet "Risikogruppe?": Sprechen Fachleute von Risikogruppen für SARS-CoV-2, meinen sie damit Menschen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der Krankheit COVID-19 haben. Nicht damit gemeint ist, dass diese Menschen per se ein höheres Ansteckungsrisiko haben.

  • Es können derzeit keine wissenschaftlich zuverlässigen Aussagen dazu gemacht werden, ob sich Krebspatienten mit dem Coronavirus leichter anstecken. Allerdings gibt es laut Deutscher Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) in Deutschland auch keine Anhaltspunkte dafür, dass sich Krebspatienten häufiger mit dem Coronavirus anstecken. Ein Grund dafür könnte sein, dass sie die Schutzmaßnahmen besonders gut einhalten.
  • Prinzipiell wäre es aber möglich, dass insbesondere Krebspatientinnen und Krebspatienten, deren Immunsystem geschwächt ist, auch ein höheres Ansteckungsrisiko haben.

Sind alle Krebspatienten Risikopatienten?

Krebs ist nicht gleich Krebs

Eine pauschale Einstufung von Krebspatienten als Risikogruppe für einen schweren Verlauf von COVID-19 ist nicht möglich, denn:

Das Risiko ist abhängig von der jeweiligen Krebsart und der Erkrankungssituation, der erforderlichen Therapie sowie Begleiterkrankungen und anderen Risikofaktoren.

Das Robert Koch-Institut nennt Krebspatienten ganz allgemein als eine von mehreren Risikogruppen für schwere Verläufe einer COVID-19-Erkrankung. Das führt bei vielen von Krebs betroffenen Menschen zu Verunsicherung, insbesondere dann, wenn die Krebserkrankung schon länger zurückliegt.

Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) hat die Einstufung des RKI in ihrer Leitlinie konkretisiert, da inzwischen Daten aus verschiedenen Ländern vorliegen. Entscheidend für einen schweren COVID-19-Verlauf von Krebspatienten scheinen folgende Faktoren zu sein:

  • die Erkrankungssituation: So hat sich beispielsweise gezeigt, dass Patienten mit einer aktiven, fortschreitenden oder metastasierten Krebserkrankung eine schlechtere Prognose haben, wenn sie an COVID-19 erkranken, als Patienten mit einer stabilen und gut beherrschten Krebserkrankung oder geheilte Krebspatienten.
  • die Krebsart: Beispielsweise gilt Blutkrebs unter intensiver Therapie oder Lungenkrebs als Risikofaktor für einen schweren COVID-19-Verlauf.
  • die individuellen Voraussetzungen: Wie in der allgemeinen Bevölkerung auch, können sich bei Krebspatienten insbesondere ein höheres Alter, ausgeprägte Begleiterkrankungen, ein schlechter Allgemeinzustand, männliches Geschlecht sowie Rauchen nachteilig auf den Krankheitsverlauf von COVID-19 auswirken (siehe Infokasten).

Die Experten weisen darauf hin, dass die Daten für eine Einstufung immer noch unvollständig sind. Weitere Analysen sollen ein noch genaueres Bild davon liefern, wann Krebspatienten zur Risikogruppe für einen schweren Verlauf von Covid-19 gehören.

Wichtig zu wissen: Die Experten beurteilen, wie wahrscheinlich ein schwerer Krankheitsverlauf in einer bestimmten Gruppe ist. Aber auch Gesunde können durch eine Infektion mit dem Coronavirus schwer erkranken. Und: Nicht jeder, der zur Risikogruppe gehört erkrankt zwangläufig schwer.



Risikofaktor Blutgruppe? Es gibt Hinweise aus Studien, dass die Blutgruppe das individuelle Infektionsrisiko mit SARS-CoV-2 beeinflussen könnte. Dies betrifft sowohl die Wahrscheinlichkeit sich zu infizieren, als auch die Schwere der Erkrankung.

  • Es zeigte sich in den Studien, dass Personen mit Blutgruppe A ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 hatten als Personen mit der Blutgruppe 0.

Die Ergebnisse der Studien sind allerdings nicht einheitlich und Forscher diskutieren sie noch intensiv. Das bedeutet für den Einzelnen: Es kann daraus keine pauschale Aussage abgeleitet werden. Weder kann man vorhersagen, dass jemand wegen seiner Blutgruppe schwer an COVID-19 erkranken wird noch, dass jemand aufgrund seiner Blutgruppe geschützt ist. Vielmehr kann die Blutgruppe ein Risikofaktor von vielen sein.

Auf der Website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) können sich Bürgerinnen und Bürger informieren, wie man sich vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen kann.

  • Wichtig: Die dort empfohlenen Verhaltensmaßnahmen gelten unabhängig davon, ob man gesund oder krank ist.

 

 



Schützt eine Corona-Impfung vor dem Coronavirus?

  • Die Impfung schützt vor allem davor, schwer an COVD-19 zu erkranken. Für den Schutz vor der deutlich ansteckenderen Delta-Variante ist vor allem wichtig, dass die Menschen ihre Zweitimpfung wahrnehmen.
  • Wahrscheinlich verhindert die Corona-Impfungen auch in einem erheblichen Maße, sich mit SARS-CoV-2 anzustecken. Trotzdem ist es möglich, sich ohne begleitende Beschwerden (asymptomatisch) zu infizieren.
  • Wenn sich Menschen deutlich seltener mit SARS-CoV-2 anstecken, vermindert das auch die Übertragung des Virus von geimpften Personen auf andere Menschen. Es kann jedoch sein, dass einige geimpfte Personen nach Kontakt mit SARS-CoV-2 noch ansteckende Viren ausscheiden. Deshalb empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) auch nach der Impfung die allgemein empfohlenen AHA-L-Regeln einzuhalten.

Weitere Informationen zur Corona-Impfung finden Sie in dem Abschnitt Corona-Impfung bei Krebs möglich?.

Corona-Schutz vor oder während einer Krebstherapie

Steht eine Krebstherapie bevor oder findet aktuell eine Krebstherapie statt, ist es besonders wichtig, die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) empfohlenen AHA-L-Regeln einzuhalten. Auch eine Corona-Impfung der Betroffenen und Angehörigen kann bis zu einem gewissen Maße zum Schutz beitragen (siehe vorheriger Abschnitt).

Darüber hinaus empfehlen Experten, Menschenansammlungen zu vermeiden, die sozialen Kontakte einzuschränken und Reisen zu reduzieren. Auch eine häusliche Isolation kann infrage kommen. Das gilt insbesondere dann, wenn man eine Krebstherapie erhält, die das Immunsystem schwächt. Genauere Auskunft kann dazu der behandelnde Arzt geben.

  • Genauso wichtig: Machen Sie in einer solchen Situation auch Ihre Angehörigen auf die empfohlenen Schutzmaßnahmen aufmerksam und bitten Sie sie um ihre Unterstützung.
Zum Weiterlesen

In dem Artikel Alltag mit Maske: FFP2-Masken für Fremd- und Selbstschutz informiert die Bundesregierung über die verschiedenen Maskentypen, deren Qualitätskriterien sowie zum richtigen Umgang mit den Masken.

 Grundsätzlich gibt es 3 Arten von Masken:

  • die partikelfiltrierenden Halbmasken, die umgangssprachlich auch Atemschutzmasken oder FFP-Masken genannt werden. Der Name FFP ist eine Abkürzung des englischen Namens "Filtering Face Piece"
  • die aus dem medizinischen Alltag bekannten medizinischen Gesichtsmasken, umgangssprachlich zum Beispiel auch OP-Masken, Mund-Nasenschutz, Mundschutz genannt
  • die selbst hergestellte Mund-Nasen-Bedeckung, auch "Community-Masken" oder Alltagsmasken genannt

Bezüglich der Schutzwirkung ist nach Maskentyp zu unterscheiden:

  • vorwiegend dem Fremdschutz dienen Mund-Nasenbedeckungen wie Alltagsmasken oder OP-Masken
  • nur dem Eigenschutz dienen FFP2-/FFP-3-Masken mit Ventil
  • dem Fremd- und Eigenschutz dienen FFP2-/FFP-3-Masken ohne Ventil
Wichtig

Eine Mund-Nasen-Maske ersetzt nicht Hygiene- und Verhaltensregeln:

  • Reduzieren Sie Ihre sozialen Kontakte.
  • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände.
  • Halten Sie auch beim Tragen einer Mund-Nasen-Maske einen Abstand von 1 – 2 Metern zu anderen Menschen ein.

Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt generell jedem eine Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum zu tragen, nämlich

  • wo mehrere Menschen zusammentreffen und sich länger aufhalten (zum Beispiel Arbeitsplatz).
  • wo der Abstand zwischen Menschen von mindestens 1,5 m nicht immer eingehalten werden kann (etwa beim Einkaufen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln).
  • bei Menschenansammlungen im Freien, wenn der Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten wird.

Das soll die Ausbreitungsgeschwindigkeit von COVID-19 in der Bevölkerung senken und Risikogruppen für einen schweren Verlauf von COVID-19 schützen.

Stapel verpackter FFP2-Atemschutzmasken
Krebspatientinnen und Krebspatienten können sich mit FFP2-Masken schützen. © MC MEDIASTUDIO, Shutterstock.com

Die aktuellen Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie der Bundesregierung sehen vor, dass Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln und in Geschäften künftig verpflichtet sind, medizinische Masken zu tragen (OP-Masken oder FFP2-Masken).

  • Wichtig zu wissen: Die Umsetzung dieser Regel liegt bei den Bundesländern. Regional können darüber hinaus weitere Regelungen gelten. Am besten informieren Sie sich direkt an Ihrem Wohnort über die geltenden Regelungen.
Impf-Empfehlung bei Krebs

Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie vom 31.03.2021: COVID-19-Schutzimpfung: Wer kann geimpft werden? Wie wird informiert? (PDF)

Impfung für Krebspatienten empfohlen: Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) und andere Experten befürworten ganz allgemein eine Corona-Impfung bei Krebspatienten.

Wie wirksam die ersten Corona-Impfstoffe bei Krebspatienten in ihrer individuellen Erkrankungssituation sind, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht sicher beantwortet werden. Gleiches gilt auch für eine Corona-Impfung unter bestimmten Krebstherapien wie einer Chemotherapie, zielgerichteten Medikamenten oder Immun-Checkpoint-Hemmern.

  • Wichtig zu wissen: Menschen, deren Immunsystem durch die Krebserkrankung oder die Krebstherapie stark unterdrückt ist, sind unter den Probanden der bisherigen Zulassungsstudien nicht vertreten. Experten gehen davon aus, dass die Impfung bei Menschen mit beeinträchtigtem oder unterdrücktem Immunsystem nur eingeschränkt wirksam ist. Aber: Alle derzeit zugelassenen Impfstoffe gelten laut Europäischer Arzneimittelbehörde EMA auch bei Immungeschwächten als sicher.
Unsicher bei der Wahl des Impfstoffes?

Sollten Sie Zweifel an der Wirksamkeit und Sicherheit eines Corona-Impfstoffes haben, suchen Sie das Gespräch mit Ihrer Ärztin oder ihrem Arzt. Lassen Sie sich die vorhandenen Daten erklären und wägen Sie gemeinsam Nutzen und Schaden des COVID19-Impfstoffes ab.

Individuelle Situation zählt: Fragen zu einer Corona-Impfung von Krebspatientinnen und -patienten können Experten wahrscheinlich noch länger nur eingeschränkt beantworten, da zuverlässige Daten aus klinischen Studien fehlen. Fachleute empfehlen daher Krebspatienten, die Entscheidung für oder gegen eine Impfung individuell und gemeinsam mit dem behandelnden Onkologen zu treffen.

Zur Wahl des Impfstoffs: Fachleute empfehlen Krebspatientinnen und Krebspatienten keinen bestimmten Impfstoff gegen SARS-CoV-2. Krebspatienten können mit jedem der derzeit zugelassenen Impfstoffe geimpft werden. Dabei sollten aber die allgemeinen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) beachtet werden, wie etwa

  • zum Alter der impfenden Person: Die derzeit zugelassenen Vektor-Impfstoffe von Astra-Zeneca und Johnson & Johnson empfiehlt die STIKO beispielsweise vorrangig Menschen ab 60 Jahren.
  • die Wahl bei der Zweitimpfung: Menschen, die eine 1. Dosis AstraZeneca erhalten haben, sollen künftig unabhängig vom Alter als 2. Impfung einen mRNA-Impfstoff erhalten.

Weitere Informationen unter Wissenswertes zu Corona-Impfstoffen.



Impfung unter medikamentöser Krebstherapie

Die deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) betont in ihrer Impfempfehlung ganz allgemein, dass sich Patientinnen und Patienten vor, unter oder nach einer Chemotherapie, einer zielgerichteten Therapie und/oder einer Therapie mit Immuncheckpoint-Hemmern gegen Corona impfen lassen können:

  • Keine der genannten medikamentösen Therapien stellt eine absolute Kontraindikation für die SARS-CoV-2-Schutzimpfung dar.

Zu beachten ist aber, dass Patientinnen und Patienten deren Immunsystem durch die Therapie unterdrückt ist, weniger Antikörper nach einer einmaligen Impfung bilden, als diejenigen mit einem voll funktionsfähigen Immunsystem. Darauf deuten erste Studiendaten hin.

Wichtig

Wann für Betroffene unter einer laufenden medikamentösen Krebstherapie der beste Impfzeitpunkt ist, sollten sie immer gemeinsam mit ihren behandelnden Ärzten auf Basis ihrer persönlichen Krankheitssituation entscheiden.

Zum konkreten Zeitpunkt der Impfung: Daten aus hochwertigen klinischen Studien zum optimalen Zeitpunkt der COVID-19 Schutzimpfung während einer medikamentösen Krebstherapie liegen nicht vor. Expertinnen und Experten der DGHO empfehlen folgende Aspekte zu berücksichtigen:

  • Wenn immer möglich, sollten sich Patientinnen und Patienten vor Beginn einer medikamentösen Krebstherapie impfen lassen.
  • Während einer laufenden Chemotherapie mit mehreren Zyklen, sollten Ärzte und Patienten versuchen, einen zeitlichen Abstand zur Krebstherapie zu erreichen. Das soll das Risiko überlappender Nebenwirkungen vermindern.
  • Auch für laufende Krebstherapien, die das Immunsystem unterdrücken, gibt es keinen optimalen Zeitpunkt für die Schutzimpfung: Hier ist ebenfalls nicht empfohlen, die Krebstherapie auszusetzen.
  • Ausnahmen bilden manche Antikörper-Therapien und wenige zielgerichtete Wirkstoffe zur Behandlung von Leukämien und Lymphomen sowie CAR-T-Zelltherapien: Hier erwarten Fachleute, dass die Impfantwort wahrscheinlich deutlich reduziert ist. Die Experten schlagen deswegen vor, sich erst 3 – 6 Monaten nach Abschluss dieser Krebstherapien impfen zu lassen. Hier ist es besonders notwendig, Risiko und Nutzen individuell abzuwägen.

Priorisierung der Corona-Impfung

Impfung von Kindern

Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer ist auch für 12- bis 15-Jährige zugelassen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Impfung für alle Kinder ab 12 Jahren.

Am 7. Juni 2021 hat die Bundesregierung die Impf-Priorisierung aufgehoben. Alle Menschen in Deutschland ab 12 Jahren können nun grundsätzlich einen Impftermin bekommen. Dies gilt sowohl für Impfzentren als auch für Arztpraxen oder Betriebsärzte.

Die Bundesländer haben die Möglichkeit, in den Impfzentren an der Priorisierung festzuhalten. Außerdem können sie Impfungen für bestimmte Gruppen anbieten. Die Betriebsärzte und die niedergelassenen Ärzte gestalten die Terminvergabe selbst und können weiterhin bestimmte Patientengruppen priorisieren. Bereits vereinbarte Impftermine für die erste oder zweite Impfung bleiben unabhängig von den Änderungen bestehen.



Wie komme ich an einen Termin für die Corona-Impfung und was gibt es zu beachten?

Aktueller Stand

Die Bundesregierung informiert stets über den aktuellen Stand bei der Corona-Impfung. Hier finden Sie auch Informationen zur Wirkweise, Fakten rund um die Impfung sowie nützliche weiterführende Links.

Es gibt inzwischen verschiedene Wege, über die man an einen Termin für eine Corona-Impfung kommt:

  • Impfung in einem Impfzentrum: Für die Organisation und den Betrieb der Impfzentren sowie die Terminvergabe sind die Bundesländer zuständig. Insofern unterscheidet sich der Ablauf von Bundesland zu Bundesland. Wie Ihr Bundesland die Terminvergabe regelt, finden Sie auf den Websites der einzelnen Bundesländer. Die Links zu den Websites finden sich gesammelt auf der Corona-Info-Seite der Bundesregierung.
  • Impfung in Hausarztpraxen: Seit Anfang April können auch Hausärztinnen und Hausärzte die Corona-Schutzimpfung durchführen. Die Terminvergabe regeln die Praxen selbst. Eine zentrale Einladung gibt es nicht. Ärztinnen und Ärzte haben die Möglichkeit, nach ärztlicher Einschätzung vor Ort selbst zu entscheiden, wer wann geimpft wird, wenn dies für eine gute Organisation der Schutzimpfungen oder eine zeitnahe Verwendung vorhandener Impfstoffe notwendig ist.
  • Weitere Möglichkeiten: Daneben gibt es mobile Impfteams, die beispielsweise stationäre Pflegeeinrichtungen aufsuchen. Auch die Möglichkeit sich in Einrichtungen wie Krankenhäusern oder stationären Pflegeeinrichtungen von Betriebsärzten und -ärztinnen impfen zu lassen, gibt es. Betriebsärzte in anderen Bereichen können ebenfalls impfen, sofern Impfstoff vorhanden ist.

Wie sieht es mit einer Auffrischimpfung ("Booster", Drittimpfung) bei Krebs aus?

Wichtig für Personen mit unterdrücktem Immunsystem

Auch mit einer Booster-Impfung kann es sein, dass Ihr Impfschutz nicht ausreicht.

Achten Sie darauf, dass Sie die Hygieneregeln einhalten und bitten Sie Ihr persönliches Umfeld, sich gegen COVID-19 impfen zu lassen.

Die Corona-Impfverordnung, die seit 01.09.2021 gültig ist, enthält einen Anspruch auf Auffrischimpfungen ohne Beschränkung auf bestimmte Personengruppen.

Empfehlung von Impf-Expertinnen und -Experten: Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts (RKI) empfiehlt allen Menschen, die 70 Jahre oder älter sind, eine zusätzliche Impfung mit einem mRNA-Impfstoff als Auffrischung ("Booster"). Unabhängig vom Alter können auch Menschen mit einer leichten Immunschwäche eine Auffrischimpfung erhalten. Die Auffrischimpfung soll frühestens 6 Monate nach einer abgeschlossenen COVID 19-Impfung (Grundimmunisierung) zum Einsatz kommen.

Für Menschen mit sehr stark unterdrücktem Immunsystem gehen die Empfehlungen noch etwas weiter. Sie sollen eine Booster-Impfung schon ab mindestens 28 Tagen nach der Grundimmunisierung erhalten. Das kann auch Patientinnen und Patienten betreffen, bei denen die Krebserkrankung selbst oder eine Krebstherapie das Immunsystem unterdrückt. Es ist damit zu rechnen, dass die Impfantwort dieser Menschen stark vermindert ist. Infrage für eine Auffrischimpfung kommt auch hier ein mRNA-Impfstoff.Zusätzlich empfiehlt die STIKO, die Antikörperantwort vor und 4 Wochen nach der 3. Impfstoffdosis mit einem Labortest überprüfen zu lassen. Dadurch kann man den Verlauf der Immunantwort dokumentieren.

  • Weist der Labortest eine nicht ausreichende Impfantwort nach? Dann ist es für Betroffene besonders wichtig, dass sie alle Hygienemaßnahmen einhalten und ihre engen Kontaktpersonen geimpft sind.

Auch Personen, die den Vektor Impfstoff von Janssen bekommen haben, sollten eine weitere mRNA-Impfung erhalten. Sie kann nach Meinung der Expertinnen und Experten ab 4 Wochen nach der Janssen-Impfung angeboten werden. Dies soll den Impfschutz verbessern und gilt unabhängig vom Alter – jedoch nicht für Menschen, die sich nach der Janssen-Impfung mit Corona infiziert haben.

Ob nach der Booster-Impfung erneute Auffrischimpfungen notwendig sind, hängt von der individuellen Situation der oder des Betroffenen ab.



Empfehlung von Krebsexperten und -expertinnen: In einer Stellungnahme hat die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) eine Auffrischimpfung gegen COVID-19 konkret folgenden Krebskranken empfohlen:

  • mit Blutkrebs,
  • mit fortgeschrittenen und metastasierten Tumoren,
  • unter Krebstherapie, die das Immunsystem unterdrückt beziehungsweise schwächt (immunsuppressiver Therapie).

Die DGHO empfiehlt die Auffrischimpfung in einem Abstand von mindestens 6 Monaten zur Zweitimpfung, weist aber darauf hin, dass sie im Einzelfall früher notwendig sein kann.

Begründung für die Auffrischimpfung: Laut STIKO belegen zahlreiche Studien, dass bei Menschen mit gestörtem Immunsystem die COVID-19-Impfung oftmals schlechter wirkt. Dabei haben sie ein höheres Risiko für einen schwereren COVID-19-Krankheitsverlauf und Tod als Menschen mit einem funktionierenden Immunsystem.

Wissenswertes zu Corona-Impfstoffen

Datenlage, Wirksamkeit, Anwendung und Sicherheit

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat alles Wissenswerte zur COVID-19-Impfung in einem Faktenblatt (PDF) zusammengefasst.

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) informiert allgemein verständlich und faktenbasiert auf www.gesundheitsinformation.de zu Comirnaty®, zum Impfstoff Moderna, Impfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca und zum Impfstoff Janssen (Johnson & Johnson)

In der Europäischen Union (EU) gibt es inzwischen 4 zugelassene Impfstoffe gegen SARS-CoV-2. Dabei handelt es sich um

  • die seit Ende Dezember / Anfang Januar zugelassenen Impfstoffe aus der Klasse der mRNA-Impfstoffe: Comirnaty® von Biontech/Pfizer und Spikevax® von Moderna Biotech.
  • den seit Ende Januar zugelassenen Impfstoff aus der Klasse der Vektorimpfstoffe: Va­x­ze­vria® von AstraZeneca
  • den seit Mitte März zugelassenen Impfstoff aus der Klasse der Vektorimpfstoffe: COVID-19 Vaccine Janssen von Johnson & Johnson / Janssen-Cilag.

Wissenschaftler erforschen weiter mehr als 200 Impfstoff-Kandidaten gegen das Coronavirus. Die Impfungen beruhen teilweise auf anderen Wirkprinzipien. Es kann damit gerechnet werden, dass in den nächsten Wochen weitere Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 zugelassen werden.

Im Folgenden sind einige wissenswerte Fakten rund um die zugelassenen Corona-Impfstoffe zusammengefasst. Für vollständige und individuelle Informationen zur Impfung ist der impfende Arzt oder die impfende Ärztin die richtige Ansprechperson. Eine umfangreiche Linkliste zu ausführlicheren allgemeinverständlichen Informationen über die Corona-Impfung sowie Fakten-Checks zu "Impfmythen" findet sich außerdem im Quellenteil dieses Textes.

Wirkung:

  • Vektorimpfstoffe bestehen beispielsweise aus harmlosen Erkältungsviren, sogenannten Vektoren. Diese enthalten die "Bauanleitung" für ein Eiweiß auf der Oberfläche des Coronavirus. Die Bauanleitung wird bei der Impfung über den Vektor in wenige Körperzellen eingeschleust. Die Körperzellen bilden das Corona-Eiweiß, das vom Abwehrsystem als fremd erkannt wird: Es produziert Abwehrstoffe dagegen.
    Wichtig: Durch die Impfung entstehen keine Coronaviren. Auch die Vektorviren können sich nicht vermehren.
  • mRNA-Impfstoffe enthalten genetische Informationen des Coronavirus zur Produktion eines Oberflächenproteins des Coronavirus in Form von Boten-RNA (englisch: messenger-RNA, kurz mRNA). Kurz nach der Impfung stellen einige Körperzellen nach dem Bauplan dieser mRNA die entsprechenden Oberflächenproteine her. Diese regen das Abwehrsystem an, Abwehrstoffe gegen das Virus zu bilden und eine Immunantwort in Gang zu setzen.

Anwendung: Die bisher verfügbaren Impfstoffe werden in den Muskel des Oberarms gespritzt. Eine andere Gabe, beispielsweise unter die Haut (subkutan), kann die Wirksamkeit beeinträchtigen und wird von Experten nicht empfohlen.

  • Bei den mRNA-Impfstoffen und dem Vektorimpfstoff von AstraZeneca sind für eine wirksame Impfung 2 Impfdosen erforderlich. Die Impfabstände zwischen der 1. und 2. Dosis unterscheiden sich von Impfstoff zu Impfstoff.
    Neue Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO): Menschen, die eine 1. Impfung mit AstraZeneca erhalten haben, sollen künftig unabhängig vom Alter als 2. Impfung einen mRNA-Impfstoff erhalten. Hintergrund ist die schnelle Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante des Virus. Der Abstand zwischen 1. und 2. Dosis soll dann mindestens 4 Wochen betragen. Diese Empfehlung befindet sich noch im Stellungnahmeverfahren.
  • Bei dem Impfstoff Janssen ist nur 1 Impfung notwendig.
Lexikon

Impfdurchbruch: Ein Impfdurchbruch liegt vor, wenn bei einer vollständig geimpften Person eine PCR-bestätigte SARS-CoV-2 Infektion mit Beschwerden festgestellt wird. Wird bei einem vollständig Geimpften eine PCR-bestätigte Infektion ohne Beschwerden festgestellt, gilt dies hingegen nicht als Impfdurchbruch.

Wirksamkeit:

  • Die Impfungen schützen vor allem vor COVID-19 mit Beschwerden (symptomatischen Verlauf). Trotzdem kann es zu einer COVID-19-Erkrankung kommen, da die Impfung keinen 100-prozentigen Schutz bietet.
  • Wie lange der Impfschutz anhält, ist bisher noch nicht bekannt.
  • Laut Robert Koch-Institut (RKI) kann eine Impfung das Risiko einer Infektion und der Übertragung des Coronavirus stark vermindern. Da sie aber keinen 100-prozentigen Schutz bietet, müssen auch Geimpfte die empfohlenen Hygieneregeln einhalten, mehr dazu im Abschnitt Wie kann ich mich als Krebspatient vor Corona schützen?.
  • Aktuelle Studien belegen, dass die Impfung auch bei Vorliegen der derzeit dominierenden Delta-Variante einen Schutz gegen symptomatische und asymptomatische Infektionen bietet. Das Ausmaß, mit dem die Virus-Übertragung durch die Impfung vermindert wird, hängt möglicherweise von der Virusvariante ab. Der Schutz gegen Delta scheint im Vergleich zu der Alpha-Variante leicht vermindert zu sein.
  • Wichtig: Die Impfstoffe wurden im Rahmen der Zulassungsstudie nicht bei Menschen mit beeinträchtigtem oder unterdrücktem Immunsystem untersucht. Die Impfungen könnten bei diesen Menschen schlechter wirken.

Direkte Vergleichsstudien zwischen den verschiedenen derzeit in der EU zugelassenen Impfstoffen fehlen. Experten schätzen aber die ersten 3 zugelassenen Impfstoffe hinsichtlich ihrem Schutz vor schweren Krankheitsverläufen von COVID-19 und in Bezug auf die Sicherheit bei immungeschwächten Patienten als gleichwertig ein. Dies gilt aller Wahrscheinlichkeit nach auch für den neu zugelassenen Impfstoff Janssen.

Wechselwirkungen: Bisher können noch keine Aussagen zu Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln beziehungsweise Krebstherapien getroffen werden.

Wichtig zu wissen

Krebs spricht nicht gegen eine Corona-Impfung. Im Gegenteil: Fachleute befürworten sogar, dass sich Menschen mit Krebs gegen COVID-19 impfen lassen.

Nebenwirkungen: Bei den Impfungen gegen Corona kann es zu Nebenwirkungen kommen. Das ist bei Impfungen normal, denn es kann zeigen, dass der Körper auf den Impfstoff reagiert und Abwehrstoffe bildet. Meist sind die Nebenwirkungen leicht und legen sich innerhalb einiger Tage wieder. Bei mehr als 1 von 10 Geimpften kommt es beispielsweise vorrübergehend zu Kopfschmerzen, Müdigkeit, Gelenk- und Muskelschmerzen, Fieber und Schüttelfrost sowie Schmerzen, Rötungen und Schwellungen an der Einstichstelle.

Kontraindikationen: Es gibt nur sehr wenige Gründe (Kontraindikationen), warum eine Person sich dauerhaft oder vorübergehend nicht gegen COVID-19 impfen lassen kann. Ein Beispiel sind Allergien gegen Bestandteile der COVID-19-Impfstoffe. Eine Krebserkrankung stellt in der Regel keine Kontraindikation dar.

Wer kann sich kostenlos auf Corona testen lassen?

Wer in welcher Situation Anspruch auf einen kostenlosen Corona-Test hat, regelt die Coronavirus-Testverordnung (PDF, Inkrafttreten 13.11.2021). Sie ist die Grundlage für die Nationale Teststrategie, die das Ziel hat, verstärkt und gezielt zu testen.

Kostenlose Bürgertests (Antigen-Schnelltests durch Dritte) mit Testzertifikat: Nachdem vorrübergehende kostenlose Bürgertests für Alle abgeschafft waren, kann sich nun wieder jede Bürgerin, jeder Bürger mindestens einmal pro Woche kostenlos auf das Coronavirus testen lassen – dies gilt unabhängig vom Impf- oder Genesenenstatus. Einen Überblick über alle Testzentren in der Nähe bietet die Bundesregierung

Kostenlose PCR-Tests kommen beispielsweise zum Einsatz

  • wenn Symptome einer COVID-19-Erkrankung vorliegen oder
  • jemand Kontakt zu einer COVID-19-Infizierten Person hatte.

Kostenpflichtige Corona-Tests zur Eigenanwendung

Welche Tests stehen zur Verfügung?

Eine Liste der bislang zugelassenen Selbsttests findet sich auf der Website des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).

Privatpersonen können sich auch eigenständig zu Hause auf eine Corona-Infektion testen. Diese Selbsttests können eine zusätzliche Sicherheit in konkreten Situationen im Alltag geben. Sie ersetzen allerdings keinen Testnachweis. Erhältlich sind sie in Apotheken, dem Einzelhandel und Drogerien und sie müssen selbst bezahlt werden.

Die Arzneimittelbehörden überprüfen regelmäßig Qualität und Aussagekraft dieser Tests: Eignen sie sich als Selbsttest, bekommen sie eine Sonderzulassung mit CE-Kennzeichnung.

Bieten sie auch eine zusätzliche Sicherheit für Krebspatientinnen und -patienten? Hierzu äußern sich Experten der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) in ihrer Leitlinie. Sie bewerten die Eigenuntersuchung zwar als vielversprechende Möglichkeit, sehen sie aber noch nicht als Alternative für Abstriche durch das medizinische Fachpersonal.

Außerdem wichtig zu wissen:

  • Der Selbsttest bietet keine hundertprozentige Sicherheit. Er ist eine Momentaufnahme und kann schon nach wenigen Stunden zu einem anderen Ergebnis führen.
  • Wenn Sie einen Selbsttest anwenden, müssen Sie ihn genau wie in der Anleitung beschrieben durchführen. Sonst erhöht sich die Gefahr, dass Sie sich wegen eines falschen Ergebnisses in falscher Sicherheit wiegen.
  • Auch wenn Sie den Test korrekt durchgeführt haben und er keine Infektion anzeigt, schließt das eine SARS-CoV-2-Infektion nicht aus. Damit ist es lediglich weniger wahrscheinlich, zum Zeitpunkt der Testung für andere ansteckend zu sein.
  • Die Selbsttests haben gegenüber den PCR-Tests eine höhere Fehlerrate. Zeigt ein Selbsttest eine Infektion an, sollten Sie das Ergebnis mit einem PCR-Test bestätigen lassen.

Was ist der Unterschied zwischen den verschiedenen Tests?

Eine Infektion mit dem Coronavirus kann direkt oder indirekt nachgewiesen werden.

Direkte Nachweisverfahren sind die Polymerase-Kettenreaktion (PCR)- und Antigentests. Diese Tests zeigen direkt im Untersuchungsmaterial aus einem Nasen-Rachen-Abstrich an, ob das Virus im Körper ist.

Indirekt wird eine Infektion mit dem Coronavirus über Antikörper nachgewiesen. Antikörper werden vom Körper erst später im Verlauf einer SARS-CoV-2-Infektion gebildet.

  • PCR-Test: Müssen Menschen derzeit auf das Virus SARS-CoV-2 getestet werden, geschieht dies in der Regel über einen PCR-Test. Ausgeschrieben nennen Fachleute das Verfahren "Real-time Reverse Transkriptase Polymerase-Kettenreaktion" (englisch abgekürzt RT-PCR). Damit weisen Fachleute in Labors in dem abgestrichenen Sekret das Erbmaterial des Virus nach. Bis eine getestete Person ihr Ergebnis erhält, kann es 1 bis 2 Tage dauern. Ein weiterer Nachteil ist, dass es schnell zu Engpässen kommen kann, wenn besonders viel getestet werden muss. Der PCR-Test gilt als das zuverlässigste und empfindlichste Verfahren, um eine Infektion mit dem Coronavirus nachzuweisen.

    Wichtig zu wissen: Ein negatives PCR-Ergebnis schließt die Möglichkeit einer Infektion mit SARS-CoV-2 nicht vollständig aus. Das Ergebnis kann trotz Corona-Infektion negativ sein – etwa, wenn die Probennahme qualitativ schlecht war, die Probe unsachgemäß transportiert worden ist oder der Test zu einem ungünstigen Zeitpunkt (bezogen auf den Krankheitsverlauf) stattgefunden hat.

  • Antigentest: Antigentests erkennen Eiweiß-Bestandteile des Virus (Antigene) in Probematerialien aus dem Atemwegstrakt. Der Test kann entweder in einem Labor mit einem empfindlichen Gerät ausgewertet werden oder "mit dem Auge" wie ein Schwangerschaftstest (visuell) direkt vor Ort (Schnelltest, Point-of-Care-Test, POCT). Für Experten gelten Antigentests als sinnvolle Ergänzung der (PCR-)Testkapazitäten, da das Testergebnis innerhalb von 15 bis 30 Minuten vorliegt.

    Wichtig zu wissen: Antigentests sind weniger zuverlässig als PCR-Tests, mehr dazu im Abschnitt Antigentests: Wie sinnvoll sind sie für Krebspatienten?

  • Antikörpertest: Ein Antikörpertest weist Antikörper (Immunglobuline) nach. Solche Antikörper bildet das Immunsystem als Reaktionen auf Krankheitserreger. Bis der Körper erste Antikörper gegen einen Erreger gebildet hat, dauert es mehrere Tage. Haben sich genügend Antikörper im Blut gebildet, können diese eine (neue) Infektion verhindern.
    Es ist noch nicht ganz sicher, ob und wie lange nach einer Infektion Immunität gegen das SARS-CoV-2-Virus besteht. Experten gehen davon aus, dass Patienten nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 für einen bestimmten Zeitraum immun sind. Tests zum Nachweis von Antikörpern gegen SARS-CoV-2 sind inzwischen kommerziell verfügbar.

Antigentests: Wie sinnvoll sind sie für Krebspatienten?

Fazit

Der Antigentest kann die Testkapazität sinnvoll ergänzen, wenn zum Beispiel Massentests notwendig sind und ein schnelles Ergebnis gewünscht wird.

Ist die getestete Person aber auf ein zuverlässiges Ergebnis angewiesen, wird Ärzten empfohlen, den PCR-Test durchzuführen: Dieser ist zuverlässiger als ein Antigen-Schnelltest. Es dauert jedoch etwas länger, bis man das Ergebnis hat.

Das Robert Koch-Institut (RKI) informiert in einem Faktenblatt zu den beiden Testsystemen: Corona-Schnelltest-Ergebnisse verstehen.

Antigentests sind weniger zuverlässig als PCR-Tests. Das bedeutet, es besteht die Möglichkeit

  • falsch positiver Befunde: Der Test zeigt eine Infektion an, ob wohl keine vorliegt.
  • falsch negativer Befunde: Der Test zeigt keine Infektion an, obwohl sich die betroffene Person infiziert hat. Das ist zum Beispiel in sehr frühen oder sehr späten Phasen der Infektion möglich.

Besonders problematisch ist ein falsch negativer Befund, da sich die getestete Person in falscher Sicherheit wiegt. Deshalb empfiehlt das Robert Koch-Institut Antigen-Schnelltests nur, wenn ein falsch negatives Ergebnis keine schwerwiegenden Konsequenzen hat. Den Antigentest zu wiederholen, erhöht die Aussagekraft des Tests.

Insbesondere immungeschwächte Krebspatienten sowie deren Angehörige sind auf einen zuverlässigen Corona-Test angewiesen. Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) empfiehlt für den Nachweis einer SARS-CoV2-Infektion bei Krebspatienten den PCR-Test.

Wichtig zu wissen: Zeigt der Antigentest eine Infektion an, muss das durch einen PCR-Test bestätigt werden, um ein falsch positives Ergebnis auszuschließen. Andernfalls würden die getestete Person sowie mögliche Kontaktpersonen unnötig in Isolation geschickt werden.

Antikörpertests: Wie sinnvoll sind sie für Krebspatienten?

Fazit

Antikörpertests sind nur in wenigen Situationen als ergänzende Tests sinnvoll. Insbesondere Personen ohne typische COVID-19-Symptome bekommen keine sichere Aussage darüber, ob sie die Erkrankung schon hatten und möglicherweise immun sind.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt den Einsatz von Antikörpertests derzeit nur in Forschungsprojekten.

Risikopatienten für schwere COVID-19-Verläufe und ihre Angehörigen würden sich über einen aussagekräftigen Antikörpertest freuen. Würde man so doch Hinweise bekommen, ob man die Infektion schon hinter sich hat, eine Gefährdung durch COVID-19 besteht und die strengen Abstands- und Hygieneregeln weiter eingehalten werden müssen.

Die derzeit verfügbaren Tests auf Antikörper gegen das Virus SARS-CoV-2 sind nur eingeschränkt aussagekräftig: Sie erlauben nicht in jeder Situation eine Aussage darüber, ob eine einzelne Person die Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bereits durchgemacht hat. Insbesondere für Menschen, die keine typischen COVID-19-Symptome haben oder kürzlich hatten, schätzen Experten sie nicht als sinnvoll ein.

Denn: Der Test kann auch Antikörper gegen andere Erkältungs-Coronaviren nachweisen. Dann ist er falsch-positiv. Das bedeutet, die getestete Person geht davon aus, eine SARS-CoV-2-Infektion bereits durchgemacht zu haben, obwohl das nicht der Fall ist. Möglicherweise würde man sich dann in falscher Sicherheit wiegen – und hätte dadurch ein erhöhtes Infektionsrisiko.

Für die breite Öffentlichkeit oder den Eigenbedarf von Patienten und ihren Angehörigen sind diese Tests daher bislang nicht geeignet. Ärzte können sie allerdings bei begründetem Verdacht als ergänzende Diagnostik einsetzen. Dann werden die Kosten von der Krankenversicherung übernommen.

Forscher können Antikörpertests beispielsweise für bevölkerungsmedizinische Fragestellungen einsetzen, in sogenannten epidemiologischen Studien. Damit können Epidemiologen realistische Werte etwa für die Infektionshäufigkeit und für die zunehmende Herdenimmunität in der Bevölkerung berechnen.

Sprechen Sie mit Ihren behandelnden Ärzten

Ob Ihre medikamentöse Krebstherapie das Risiko erhöht, schwer an COVID-19 zu erkranken, können die behandelnden Ärztinnen und Ärzte am besten beurteilen.

Die Einnahme von Krebsmedikamenten zählt die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) per se nicht zu den Risikofaktoren für schwere COVID-19-Verläufe. Vielmehr ist für sie die Art, der Status und die Aktivität der Krebserkrankung ausschlaggebend, siehe Abschnitt Corona: Welche Krebspatienten gehören zur Risikogruppe?.

Trotzdem werden Onkologen bei der Risikobeurteilung die Art der Therapie nicht unberücksichtigt lassen. Etwa bei Krebstherapien, die das Immunsystem sehr massiv und/oder langfristig unterdrücken. Dazu zählen beispielsweise sehr intensive und hochdosierte Chemotherapien, manche Antikörper-Therapien oder die CAR-T-Zelltherapie zur Behandlung von Leukämien oder Lymphomen

  • Wichtig zu wissen: Nicht jedes Krebsmedikament schwächt das Immunsystem.

Hochdosis-Chemotherapie mit Stammzelltransplantation und CAR-T-Zelltherapie

Manche Krebspatientinnen und -patienten erhalten eine Hochdosis-Chemotherapie mit anschließender Stammzelltransplantation oder eine CAR-T-Zelltherapie, beispielsweise zur Behandlung einer Leukämie.

Diese Patienten gehören aufgrund der schweren und meist länger andauernden Immunschwäche zur Höchstrisikogruppe für verschiedene Infektionen. Dazu zählt auch eine Infektion mit SARS-CoV-2: Es ist davon auszugehen, dass eine COVID-19-Erkrankung bei diesen Patienten häufiger einen schweren Verlauf nimmt als bei immungesunden Personen.

Neben den allgemeinen Maßnahmen zum Schutz vor einer SARS-CoV-2-Infektion empfehlen Experten auch spezielle Maßnahmen, um diese Patientengruppe zu schützen. Das umfasst beispielsweise Regelungen für Visiten und Besuche sowie für die Vorbereitung des Stammzellspenders und des Stammzell-Empfängers.

Haben Sie Fragen?

Bei Fragen zur Krebsbehandlung Ihres Kindes und zu den notwendigen Maßnahmen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion wenden Sie sich am besten an die behandelnde Fachärztin oder den behandelnden Facharzt Ihres Kindes. Die Ärzte können die Situation Ihres Kindes am besten einschätzen.

Viele Eltern von Kindern mit einer Krebserkrankung sind verunsichert und fragen sich, ob ihre Kinder in der aktuellen Corona-Pandemie zur Risikogruppe für einen schweren Erkrankungsverlauf gehören.

Nach derzeitigem Kenntnisstand haben Kinder und Jugendliche in der Regel nur ein niedriges Risiko, schwer an COVID-19 zu erkranken. Das gilt nach Einschätzung der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) auch für Kinder und Jugendliche, die eine Krebserkrankung haben und keine Stammzelltransplantation erhielten.

Allerdings sind einzelne schwere COVID-19-Erkrankungsfälle bei Kindern mit Krebs beschrieben. Darüber hinaus kann eine SARS-CoV-2 Infektion während einer intensiven Krebstherapie dazu führen, dass Ärzte die Behandlung unterbrechen müssen. Das kann sich auf den Therapieerfolg auswirken. Deshalb ist der Schutz von Kindern mit Krebs vor einer Corona-Infektion besonders wichtig.

Die Zentren für Kinderonkologie geben derzeit neben den allgemein üblichen Schutzmaßnahmen spezielle Regelungen zu Besuchszeiten, Schutzmasken und zur Corona-Testung vor. Die Kliniken passen ihre Regelungen ständig an die offiziellen Empfehlungen an, die beispielsweise das Robert Koch-Institut gibt.

Falls die europäische Zulassung für 12 bis 16-Jährige im Juni erfolgt, können auch sie mit dem Impfstoff von BioNTech geimpft werden. Dies gilt auch für Kinder und Jugendliche dieser Altersgruppe, die an Krebs erkrankt sind. Zuständige Fachgesellschaften empfehlen zudem nachdrücklich, dass sich enge Kontaktpersonen impfen lassen, wenn möglich.

Das sagen die Experten

In den meisten Fällen ist die wirksame Behandlung der Krebserkrankung für das Überleben der Patienten wichtiger als Vorsichtsmaßnahmen wie etwa unnötige Unterbrechungen oder Verschiebungen von Therapien.

Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie (DGHO) empfiehlt Patientinnen und Patienten, eine geplante Krebstherapie in der Corona-Pandemie nicht grundsätzlich zu verschieben.

Ärzte werden bei jedem Patienten den Nutzen der Krebstherapie gegen den möglichen Schaden, etwa Nebenwirkungen, abwägen. Dabei berücksichtigen sie auch das individuelle Erkrankungsrisiko für COVID-19: Das ist bei einzelnen Betroffenen unterschiedlich, abhängig von den Lebensumständen, dem Arbeitsumfeld und den persönlichen Kontakten.

Haben sich Krebspatienten mit SARS-CoV-2 infiziert? Oder haben Sie ein erhöhtes Infektionsrisiko, beispielsweise, weil sie sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben? Dann empfiehlt die DGHO individuell abzuwägen, ob es notwendig ist, die Krebstherapie zu verschieben, zu verzögern oder zu ändern.

Eine Krebstherapie kann auch schützen: Patienten, deren Erkrankung durch eine Krebstherapie kontrolliert ist, erleiden meistens weniger Infektionen als Patienten, die nicht wirksam behandelt sind.

Empfehlungen zur Strahlentherapie

Viele Krebspatienten haben Sorge, sich während ihrer Strahlentherapie mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) anzustecken. Die damit einhergehende Erkrankung COVID-19 kann bei einigen Krebspatienten einen schweren Verlauf nehmen. Andererseits besteht das Risiko, die Chance auf Heilung zu verschlechtern, wenn man die Bestrahlungen verschiebt oder die Behandlung ganz abbricht.

Die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e. V. (DEGRO) rät Betroffenen, die Strahlentherapien nach Möglichkeit durchzuführen und dabei in den Kliniken die empfohlenen Hygiene- und Verhaltensvorkehrungen strikt einzuhalten. Auch das Tragen von FFP2-Masken, schützt den Träger oder die Trägerin.

Können Betroffene keine FFP2-Maske tragen, weil sie etwa eine Krebserkrankung der Atemwege haben? Haben sie große Sorge und / oder einen sehr schlechten Allgemeinzustand? Dann empfiehlt die Fachgesellschaft das Gespräch mit dem behandelnden Radioonkologen zu suchen. Er kann das individuelle Risiko am besten beurteilen und hat die Möglichkeiten, die Therapie anzupassen:

  • Umstellung des Therapieschemas: Bei manchen Krebsarten können Ärzte die Vorgehensweise der Behandlung verändern, ohne dass sich dadurch die Heilungschancen verschlechtern. Dann ziehen sie zum Beispiel eine medikamentöse Hormontherapie vor und bestrahlen den Tumor erst später.
  • Änderung der Fraktionierung: Statt häufiger mit geringeren Dosen zu bestrahlen, kann die Strahlentherapie auch mit weniger Sitzungen, aber dafür mit höheren Dosen erfolgen.

Sie sind an COVID-19 erkrankt? Selbst wenn Krebspatienten neu aufgetretene Atemwegsbeschwerden haben und/oder positiv auf das Coronavirus getestet wurden, heißt das nicht zwangsläufig, dass sie ihre Strahlentherapie sofort abbrechen müssen. In diesem Fall sollten Sie telefonisch Kontakt aufnehmen und gemeinsam mit dem behandelnden Radioonkologen individuell klären, ob und unter welchen Voraussetzungen die Behandlung durchgeführt werden kann.



Krebspatientinnen und Krebspatienten, die in der nächsten Zeit einen Termin zur Nachsorge haben, können mit ihrem Nachsorge-Arzt darüber sprechen, ob der Termin stattfinden soll. Die Ärzte kennen die persönliche Situation und können die Dringlichkeit der anstehenden Nachsorge-Untersuchung gegen das Risiko einer Infektion mit dem Corona-Virus abwägen.

Je nach Situation kann die Entscheidung anders ausfallen. Fragen, die dabei eine Rolle spielen können, sind zum Beispiel:

  • Lässt sich die Nachsorge ohne gesundheitlichen Nachteil verschieben?
  • Gehört der oder die Betroffene zu einer Risikogruppe für COVID-19?
  • Hatte der oder die Betroffene Kontakt zu einem am Coronavirus Erkrankten oder sich in einem Risikogebiet aufgehalten?
  • Befindet sich der oder die Betroffene in Quarantäne?
  • Sind die Kapazitäten der Praxis/Klinik momentan eingeschränkt?


Anschlussheilbehandlung

Die Maßnahmen zu Anschlussheilbehandlung (AHB) finden derzeit weiter statt.

  • Zu bedenken ist hier, dass sich die Situation aufgrund der Corona-Pandemie jederzeit ändern kann.

Anschlussheilbehandlungen (Anschlussrehabilitationen) werden bereits in der Klinik geplant. Deshalb müssen sie, außer bei Bestrahlungen, unmittelbar im Anschluss an einen Klinikaufenthalt erfolgen und können nicht verschoben werden. Alternativ haben die Patientinnen und Patienten auch später die Möglichkeit, eine onkologische Rehabilitation zu beantragen.

Onkologische und medizinische Rehabilitation

Zur aktuellen Situation in den Reha-Kliniken informiert die Deutsche Rentenversicherung (DRV).

Aktuelle Empfehlung der DRV: Generell sollen die Rehakliniken wieder Patientinnen und Patienten aufnehmen, wenn sie dabei geltende Hygienevorschriften einhalten. Dazu gehören beispielsweise:

  • Besuchsverbote
  • Befragungen vor Anreise
  • Räumliche Trennung neu angereister Patienten und gegebenenfalls ein Corona-Test
  • entsprechende Verhaltensregeln wie Abstand, Händehygiene und Tragen eines Mund-Nasenschutzes

Die Entscheidung über die Öffnung einer Reha-Klinik trifft die jeweilige Klinikleitung. Zudem kann es sein, dass Behörden in einigen Regionen die Aufnahme von Reha-Patienten noch beschränken. Deshalb ist es ratsam, sich über die aktuelle Aufnahmesituation direkt bei der jeweiligen Reha-Klinik zu informieren.

  • Patientinnen und Patienten sind nicht verpflichtet eine Rehabilitationsmaßnahme anzutreten: Sie können sich in diesem Fall mit ihrem Rentenversicherungsträger in Verbindung setzen und einen Antrag auf Verschiebung der Reha stellen. Die Verschiebung des Reha-Beginns ist in Folge der Corona-Pandemie für bis zu 9 Monate möglich.
  • Wenn Patientinnen oder Patienten vorzeitig aus der Reha abreisen, sollten sie beachten, dass der Rentenversicherungsträger das Übergangsgeld nicht weiterbezahlt. Patientinnen und Patienten müssen sich dann mit dem Leistungsträger in Verbindung setzen, von dem sie vor der Reha Leistungen bezogen haben: zum Beispiel Krankengeld von der Krankenkasse, Arbeitslosengeld von der Arbeitsagentur, Arbeitslosengeld II vom JobCenter.

Wichtig zu wissen: Wenn Krankenkassen Patientinnen und Patienten auffordern, einen Reha-Antrag zu stellen, müssen sie diesen grundsätzlich auch während der Corona-Pandemie stellen. Andernfalls könnte der Anspruch auf Krankengeld entfallen.



Recht auf Fernbleiben von der Arbeit?

Die derzeitige Erkrankungswelle mit COVID-19 berechtigt Arbeitnehmer nicht automatisch, ihrer Arbeit fernzubleiben. Das gilt auch für Krebspatientinnen und Krebspatienten unter ambulanter Krebstherapie, die aktuell arbeiten gehen.

  • Wenn es Ihnen nicht gut geht, können Sie das Gespräch mit Ihrem behandelnden Arzt suchen. Er kann dann eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ("Krankmeldung") ausstellen.
  • Wenn es Ihnen gut geht, Sie aber als Krebspatient die Ansteckung fürchten, können Sie gemeinsam mit Ihrem Arbeitgeber versuchen, alternative Lösungen zu finden: Dazu gehören beispielsweise Homeoffice, kreative Arbeitszeitmodelle, Nutzung von Urlaub und Arbeitszeitkonten.
    Ist Homeoffice von Arbeitgeberseite nicht möglich, müssten Sie mit Ihrem Arzt klären, ob Sie tatsächlich zu einer Risikogruppe gehören und ob für Sie durch die Tätigkeit ein erhöhtes Erkrankungsrisiko zu befürchten ist.

Wichtig zu wissen: Wenn Ihnen Ihre Ärztin oder Ihr Arzt bescheinigt, dass Sie aufgrund Ihrer Krebserkrankung zur Risikogruppe gehören, verpflichtet das Ihren Arbeitgeber in der Regel nicht zu bestimmten Maßnahmen oder zu einer Gehaltsfortzahlung, wenn Sie nicht zur Arbeit erscheinen.

Gibt es ein Beschäftigungsverbot für Risikogruppen?

Ein Beschäftigungsverbot für Risikogruppen gibt es nicht. Beschäftigungsverbote gibt es nur in wenigen gesetzlich festgelegten Fällen, beispielsweise bei Schwangerschaften oder bei einer nachgewiesenen Corona-Infektion. Allein zu einer Risikogruppe für schwere COVID-19-Verläufe zu gehören, reicht für ein Beschäftigungsverbot nicht aus.

  • Das bedeutet: Ärztinnen und Ärzte können Krebspatienten, zwar (kostenpflichtig) bescheinigen, dass sie zur Risikogruppe gehören, aber sie können kein individuelles Beschäftigungsverbot aussprechen.

Recht auf Homeoffice – Pflicht zum Homeoffice?

Laptop, Kaffeetasse und Handy im Homeoffice
Homeoffice hilft, um sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen. © Elchinator, Pixabay

Der Arbeitgeber ist verpflichtet, den Beschäftigten Homeoffice anzubieten, wenn sie eine Büroarbeit oder eine Tätigkeit ausführen, die sich dafür eignet. Ausnahmen gelten nur bei zwingenden betriebsbedingten Gründen. Die Arbeitnehmer müssen dieses Angebot annehmen, sofern das privat möglich ist. Dies legt das neue Infektionsschutzgesetz (4. Bevölkerungsschutzgesetz oder "Bundesnotbremse") fest.

  • Ihr Arbeitgeber verweigert Homeoffice, obwohl das Arbeiten von zu Hause aus möglich ist? Dann sollten Sie zunächst mit dem Arbeitgeber darüber sprechen. Hilft das nicht weiter, können Sie sich auch an ihren Betriebs- oder Personalrat wenden oder Kontakt mit den Arbeitsschutzbehörden aufnehmen.
  • In dem Betrieb ist kein Homeoffice möglich? Dann muss im Betrieb getestet werden.

Wie wird für Schutz vor Corona während der Arbeit gesorgt?

Fragen Sie Ihren Arbeitgeber

Wenn Sie unsicher sind, wie Ihr Arbeitgeber den Infektionsschutz sicherstellt, fragen Sie nach.

Arbeitgeber unterliegen einer gesetzlich verankerten Fürsorgepflicht. Das heißt, sie müssen nötige Schutzmaßnahmen für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ergreifen. Diese sind in der SARS-CoV-2 Arbeitsschutzverordnung niedergelegt. Sie soll Arbeitnehmer vor einer Corona-Infektion schützen und einer weiteren Ausbreitung des Virus vorbeugen.

Zu möglichen Schutzmaßnahmen zählen beispielsweise

  • einen Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Beschäftigten zu ermöglichen – in Büros, im Freien und in Fahrzeugen.
  • Abläufe so zu organisieren, dass die Beschäftigten möglichst wenig direkten Kontakt zueinander haben. Beispielsweise über Schichtwechsel, Pausen oder unterschiedliche Anwesenheiten im Büro.
  • Schutzscheiben oder Schutzmasken zur Verfügung zu stellen, wo ein direkter Kontakt nicht zu vermeiden ist.

Wichtig zu wissen: Zudem sind Arbeitgeber angehalten, Risikogruppen besonders zu schützen. Das schließt auch eine Beratung beim Betriebsarzt zu arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren, Vorerkrankungen und Ängsten ein.



Zusätzliche Virus-Infekte der oberen Luftwege können bei manchen Krebspatienten zu Komplikationen führen. Außerdem können sie den Verlauf einer Coronavirus-Erkrankung erschweren.

Eine Grippeschutz- und Pneumokokken-Impfungen schützt nicht vor COVID-19. Aber sie vermindern das Risiko von weiteren, möglicherweise kritischen Infektionen, die im schlimmsten Fall eine Versorgung auf einer Intensivstation notwendig machen.

Wichtig zu wissen

Es gibt bisher keine wissenschaftlichen Hinweise, dass die Grippeimpfung für einen schweren Verlauf von COVID-19 verantwortlich ist.

Grippe (Influenza): Die Ständigen Impfkommission (STIKO) empfiehlt auch während der Corona-Pandemie eine Influenza-Impfung für

  • Menschen ab 60 Jahren und
  • Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen
  • Menschen mit unterdrücktem Immunsystem, zum Beispiel aufgrund einer Chemotherapie
  • Personen, die gefährdete Menschen betreuen oder in engem Kontakt mit ihnen leben

Zu beachten ist, dass die Grippeimpfung nicht ganzjährig stattfindet, da die Grippewelle saisonal auftritt. Mehr dazu im Faktenblatt Influenza-Impfung (PDF) des Robert Koch-Instituts (RKI).



Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob er Ihnen zu einer dieser Impfungen rät.

Pneumokokken: Die STIKO empfiehlt ganz allgemein für Personen, die ein erhöhtes Risiko für Pneumokokken-Erkrankungen haben, eine entsprechende Impfung. Das Robert Koch-Institut (RKI) weist aber darauf hin, dass Pneumokokken-Impfstoffe in Deutschland aktuell nur sehr eingeschränkt verfügbar sind. Daher rät das RKI den Ärzten zurzeit, vor allem Personen zu impfen, die ein besonders hohes Risiko für Pneumokokken-Erkrankungen haben. Dazu gehören:

  • Säuglinge und Kleinkinder bis zum Alter von 2 Jahren
  • Personen mit Immunschwäche, Senioren ab 70 Jahren und Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen, etwa COPD und Asthma.

Für Krebspatientinnen und Krebspatienten ist die Pneumokokken-Impfung demnach empfohlen, wenn das Immunsystem geschwächt ist – sei es durch die Erkrankung selbst oder durch Medikamente wie hochdosiertes Kortison oder eine Chemotherapie.

Bei der Pneumokokken-Impfung ist zudem auch das Alter ausschlaggebend: Ärzte sollen derzeit vor allem Personen über 70 gegen Pneumokokken impfen.

Die derzeit wichtigste Maßnahme, um sich vor einem schweren COVID-19-Verlauf zu schützen: Lassen sie sich, wenn möglich gegen das Coronavirus impfen.

Da der Impfstoff immer noch knapp ist und noch nicht allen eine Corona-Impfung zur Verfügung steht, hilft es Risikogruppen auch, auf eine gute Gesundheit achten, um Begleiterkrankungen zu meiden. Dazu raten die Experten der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO).

Wichtig

Nehmen Sie nicht auf eigene Faust Nahrungsergänzungsmittel, Vitamin- und Mineralstofftabletten ein, sondern sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder ihrem Arzt.

Ernährung: Wichtig ist auf seinen Ernährungsstatus zu achten. Der Grund: Menschen, die aufgrund von Alter oder Begleiterkrankungen zu Fehl- und Mangelernährung neigen, sind durch COVID-19 besonders gefährdet.

  • Lassen Sie sich bei Fragen zu Ihrem Ernährungsstatus von einem erfahrenen Ernährungsberater oder -mediziner unterstützen.
  • Solche Fachleute können beurteilen, ob Ihre tägliche Ernährung für eine optimale Infektionsabwehr mit Vitaminen und Mineralstoffen unterstützt werden muss. So empfiehlt die DGHO beispielsweise mögliche Mangelzustände mit Vitamin D und Eisen-Mangel auszugleichen.
  • Wichtig: Nehmen Sie nicht auf eigene Faust Nahrungsergänzungsmittel, Vitamin- und Mineralstofftabletten ein, sondern sprechen Sie vorher mit Ihrer Ärztin oder ihrem Arzt.

Bewegung: Wichtig ist zudem, sich regelmäßig körperlich zu betätigen. Das hat gleich mehrere positive Effekte. Bei Krebspatienten sinkt dadurch nachweislich das Risiko für Krankheits- und Behandlungsfolgen. Zusätzlich wird die Lebensqualität verbessert sowie Muskelschwund und einer beeinträchtigten Immunantwort vorgebeugt.

Nichtrauchen hilft ebenfalls schweren COVID-19-Verläufen vorzubeugen. Zudem nutzt Rauchverzicht dem Körper insgesamt: Die Sauerstoffaufnahme in der Lunge verbessert sich. Krebspatienten vertragen Behandlungen besser, Wunden heilen schneller und Medikamente belasten den Stoffwechsel weniger.

Impfen gegen andere Infektionskrankheiten der Atemwege wie Influenza und Pneumokokken senkt das Risiko von weiteren, möglicherweise kritischen Infektionen.

Für Angehörige ist es nicht immer möglich, soziale Kontakte zum Schutz ihrer krebskranken Mitbewohner zu meiden, aber es gibt Möglichkeiten, das Risiko einer Virusübertragung zu senken. Möchten Sie Ihre krebskranke Angehörige oder Ihren krebskranken Angehörigen schützen, halten Sie die empfohlenen Schutzmaßnahmen ein.

  • Tragen Sie in insbesondere in geschlossenen Räumen eine medizinische Mund-und-Nasen-Maske.
  • Waschen Sie gründlich und häufig die Hände mit Seife (mindestens 30 Sekunden).
  • Halten Sie die Husten- und Niesregeln ein.
  • Schränken Sie soziale Kontakte soweit wie möglich ein und halten Sie einen Abstand von 1–2 Metern zu anderen Personen.
  • Desinfizieren Sie gemeinsam genutzte Oberflächen regelmäßig, etwa Türklinken, Lichtschalter, Tastaturen oder Telefone.
  • Nehmen Sie bei ersten Krankheitszeichen wie Husten und Fieber sofort telefonisch oder elektronisch Kontakt mit einem Arzt oder Krankenhaus auf und halten Sie Abstand zu Ihrem an Krebs erkrankten Angehörigen.
  • Lassen Sie sich gegen Grippe impfen.
  • Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie sich als Kontaktperson einer pflegebedürftigen krebskranken Person bevorzugt gegen COVID-19 impfen lassen.

Wichtig: Diese Maßnahmen sollten Sie insbesondere dann einhalten, wenn Sie mit einem Krebspatienten zusammenleben, der als Risikopatient gilt.



Blut und Blutbestandteile auch für manche Krebstherapien benötigt

Institute und Bundeszentrale rufen auf: Bürgerinnen und Bürger, die sich gesund und fit fühlen, können und sollen mit entsprechenden Vorkehrungen trotz der beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie weiter zur Blut- oder Plasmaspende gehen.

Derzeit gibt es keinen Hinweis darauf, dass das Coronavirus durch Blut oder Blutbestandteile übertragbar ist. Dazu gehören unter anderem rote Blutkörperchen, Blutplättchen, Blutplasma oder auch Blutstammzellen. Diese Blutprodukte erhalten auch viele Krebspatientinnen und Krebspatienten im Rahmen ihrer Behandlung.

Blut- und Plasmaspenden sind in den vergangenen Wochen der Coronavirus-Pandemie jedoch zurückgegangen. Da kontinuierliche Spenden wichtig sind, damit Patientinnen und Patienten auch künftig gut versorgt werden können, rufen Experten gesunde Spender dazu auf, Blutspendetermine weiterhin wahrzunehmen.

  • Spenderinnen und Spender haben während der Blutspende in der Regel kein erhöhtes Ansteckungsrisiko für das Coronavirus – Hygienestandards in Blutspendeeinrichtungen stellen dies sicher.

Mehr zum Aufruf zur Blutspende und zu den Sicherheitsstandards lesen Sie auf der Internetseite des Robert Koch-Instituts.

Generell gilt: Spenderinnen und Spender werden stets zu ihrem Gesundheitszustand befragt und überprüft. Personen mit Anzeichen einer Infektion dürfen prinzipiell kein Blut spenden.

Darüber hinaus gibt es derzeit klare Vorgaben für Blutspender, die Kontakt mit Corona-Infizierten hatten oder selbst erkrankt sind. Sie können für einen festgelegten Zeitraum kein Blut bzw. keine Blutprodukte spenden.

  • Eine weitere Vorsichtsmaßnahme: Stammzellspenden werden derzeit nicht sofort an den Empfänger weitergegeben, sondern zwischengelagert. So kann zusätzlich sichergestellt werden, dass die Spende nur dann verwendet wird, wenn beim Spender in den Tagen nach der Spende keine Anzeichen auf eine Coronavirus-Infektion auftreten.
Adressen

Adressen von psychosozialen Krebsberatungsstellen und psychotherapeutisch arbeitenden Psychoonkologen in Ihrer Nähe finden Sie beim Krebsinformationsdienst.

Krebspatientinnen und Krebspatienten sind in der derzeitigen Corona-Krise nicht nur mit ständig neuen Informationen zur Pandemie konfrontiert, sondern müssen sich darüber hinaus auch mit ihrer Krebserkrankung auseinandersetzen. Die aktuelle COVID-19-Pandemie wirft bei allen Menschen elementare Fragen auf und führt möglicherweise zu Sorgen und Ängsten.

Unterstützung für Krebspatientinnen und -patienten

Wenn Sie als Krebspatientin oder Krebspatient psychologische Hilfe benötigen, können Sie sich an regionale Krebsberatungsstellen wenden.

  • Aufgrund der Corona-Pandemie machen viele psychosoziale Krebsberatungsstellen flexible Beratungsangebote. Bei Bedarf sind häufig auch telefonische Beratungen möglich. Falls eine Beratungsstelle nicht unmittelbar erreichbar ist, empfiehlt es sich, den Kontakt per E-Mail zu suchen oder eine Rückrufbitte aufzusprechen, wenn ein Anrufbeantworter geschaltet ist.

Patienten oder Angehörige, die – auch unabhängig von der Corona-Krise – nach einer längerfristigen Unterstützung suchen, können sich an psychotherapeutisch tätige Psychoonkologen wenden.

  • Ob die Psychoonkologen momentan Sprechstunden per Video oder Telefon anbieten, sollten Sie bei der jeweiligen Praxis direkt nachfragen.

Psychologische Unterstützung: Kurzfristige Hilfe für Alle

Ehepaar: Frau telefoniert, Mann hört zu.
Viele Beratungsstellen sind während der Corona-Krisenzeit telefonisch erreichbar. Bild: Tobias Schwerdt © Krebsinformationsdienst, DKFZ

In einigen Städten oder Bundesländern bieten derzeit beispielsweise Kliniken, psychologische Fachbereiche an Universitäten oder andere Institutionen telefonische Beratungen durch Psychotherapeuten an. Informationen darüber bieten häufig die regionalen Zeitungen.

Die Telefonseelsorge, psychologische Beratungsstellen oder Familienberatungsstellen sind weitere Ansprechpartner. Die Telefonseelsorge ist täglich kostenlos rund um die Uhr erreichbar unter:

  • Telefon: 0800 1110 111 oder 0800 1110 222


Fachartikel und andere genutzte Quellen (Auswahl)

Hinweis: Viele Quellen sind direkt im Text verlinkt. Im Folgenden findet sich eine Auswahl weiterer Quellen zum Nachlesen und Vertiefen.

Leitlinien

Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie (DGHO): Leitlinie für  Coronavirus-Infektion (COVID-19) bei Patienten mit Blut- und Krebserkrankungen (wird fortlaufend aktualisiert; aufgerufen am 10.09.2021)

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM): Leitlinie "Neues Coronavirus – Informationen für die hausärztliche Praxis" und Patientenleitlinie "Grippe oder Coronavirus?" (wird fortlaufend aktualisiert; aufgerufen am 23.04.2021)

  • Für Patientinnen und Patienten wird auf derselben Website auch eine Patientenleitlinie "Informationen zur Coronavirus-Pandemie" angeboten.

Ministerien und Behörden

Pressmitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) vom 02.08.2021: Impfangebot für alle über 12 Jahre

Bewertung des COVID-19 Vakzins Janssen durch die Europäische Arzneimittelbehörde EMA vom 21.04.2021

Bewertung des Astrazeneca-Impfstoffes durch die Europäische Arzneimittelbehörde EMA vom 19.03.2021

Informationen der Bundesregierung zur Corona-Pandemie in Deutschland (aufgerufen am 23.04.2021)

Die Bundesregierung beantwortet im Internet die wichtigsten Fragen und Antworten zur Corona-Impfung. (aufgerufen am 19.05.2021)

Informationsportale des Bundesministeriums für Gesundheit (aufgerufen am 23.04.2021)
Zusammen gegen Corona
Aktuelle Informationen zum Coronavirus

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Informationen zum neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 (aufgerufen am 23.04.2021)

Gesetze und Verordnung

Coronavirus-Testverordnung (TestV) (aufgerufen am 10.09.2021)

Coronavirus-Schutzmasken-Verordnung (SchutzmV) (aufgerufen am 23.04.2021)

Coronavirus-Impfverordnung (CoronaImpfV) (PDF, aufgerufen am 10.09.2021)

Corona-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) (aufgerufen am 23.04.2021)

PDF des Neuen Infektionsschutzgesetzes ("Bundesnotbremse", 4. Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite) (aufgerufen am 23.04.2021)

Fachgesellschaften und Institutionen

Ausführliche Informationen zum neuartigen Coronavirus bietet das Robert Koch-Institut (RKI) auf seiner Internetseite:

Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz vom 06.09.2021: Erweitertes Angebot für Auffrischimpfungen (aufgerufen am 14.09.2021)

Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) vom 12.09.2021: COVID-19 Empfehlungen zur Auffrischimpfung bei Risikopatient*innen (aufgerufen am 14.09.2021)

Empfehlungen zur COVID19-Schutzimpfung bei Krebspatient*innen (PDF) von Expert*innen aus Onkologie und Hämatoonkologie und der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) (Stand 17.3.2021)

Impf-Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie (DGHO) vom 7.01.2021: Aktualisierte Empfehlungen zur COVID-19-Schutzimpfung bei Patienten mit Blut-und Krebserkrankungen

Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI) und pädiatrische Onkologie (DGPI), unterstützt von der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) und vielen weiteren Fachgesellschaften sowie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF).vom 26.2.2021 zur Wirksamkeit und dem Einsatz derzeit zugelassener Impfstoffe.

Faktencheck COVID-19 bei Krebspatienten der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (Stand: 17.02.2021)

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat ihre Informationen zum Coronavirus für Ärzte, Psychotherapeuten und Praxisteams gebündelt (aufgerufen am 23.04.2021).

Die europäische Fachgesellschaft für Blut- und Knochenmark-Transplantationen (EBMT) hat Empfehlungen für das Vorgehen rund um die Stammzell-Transplantation und die CAR-T-Zell-Therapie während der Corona-Pandemie in englischer Sprache herausgegeben (EBMT) (aufgerufen am 23.04.2021).

Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie zur Auswirkung von Nase-Mund-Masken auf den Eigen- und Fremdschutz (PDF, Stand 08.05.2020, aufgerufen am 23.04.2021).

Empfehlung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte zur Verwendung von selbst hergestellten Masken, medizinischem Mund-Nasen-Schutz (MNS) sowie filtrierenden Halbmasken (Stand 26.06.2020) (aufgerufen am 23.04.2021)

European Society of Medical Oncology (ESMO): COVID-19 and Cancer (englisch) (aufgerufen am 23.04.2021)

Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) von Januar 2021: Strahlentherapie nicht aus Sorge vor Corona verschieben! (aufgerufen am 23.04.2021)

Auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie  (GPOH) findet man Aktuelles zu SARS-CoV-2 Kinder und Jugendliche mit Krebs betreffend (aufgerufen am 23.04.2021), unter anderem

Empfehlungen der britischen Children's Cancer and Leukaemia Group (CCLG) für krebskranke Kinder und ihre Eltern bezüglich der Corona-Pandemie (in englischer Sprache) (aufgerufen am 23.04.2021)

Robert Koch-Institut: Schutzimpfung gegen Pneumokokken: Häufig gestellte Fragen und Antworten (aufgerufen am 23.04.2021)

Robert Koch-Institut: Grippeschutzimpfung: Häufig gestellte Fragen und Antworten (aufgerufen am 23.04.2021)

Die Internetseite des Robert Koch-Instituts PEI, RKI und BZgA rufen zur Blutspende auf – Spendetermine wahrnehmen! informiert zu Blut- und Plasmaspenden im Kontext der Verbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2), aufgerufen am 23.04.2021.

Die Infoseite "Corona-Epidemie" der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs bietet umfangreiche Informationen rund um das Thema (aufgerufen am 23.04.2021).

Arzneimittel-Informationen zur Corona-Impfung

Die Arzneimittelbehörden halten Informationsseiten zu COVID-19-Impfstoffen vor. Hier finden Sie Informationen zu den zugelassenen Impfstoffen, zu Impfstoffen, die aktuell von den Arzneimittelbehörden begutachtet werden sowie aktuelle Nachrichten zu den Impfungen:

Metaanalysen und systematische Reviews

Zhang H, Han H, He T, Labbe KE, Hernandez AV, Chen H, Velcheti V, Stebbing J, Wong KK. Clinical Characteristics and Outcomes of COVID-19-Infected Cancer Patients: A Systematic Review and Meta-Analysis. J Natl Cancer Inst. 2020 Nov 2:djaa168. doi: 10.1093/jnci/djaa168.

Fachartikel

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Linksammlung: Allgemeinverständliche Informationen zur Corona-Impfung (Auswahl)

Der Krebsinformationsdienst legt den Fokus auf krebsspezifische Informationen zu Corona. Das gilt auch für die Informationen zur Corona-Impfung. Es gibt aber im Internet viele qualitativ hochwertige Informationen zur Corona-Impfung, die allgemeinverständlich, seriös und ausführlich über die Wirkung und Wirksamkeit, die Anwendung, mögliche Risiken und praktische Aspekten der Impfung informieren (Aufgerufen am 22.02.21):

 Facktenchecks zu "Impfmythen" (aufgerufen am 10.09.2021)

Erstellt: 15.11.2021

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