© Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Diese Seiten sind Ausdrucke aus www.krebsinformationsdienst.de, den Internetseiten des Krebsinformationsdienstes, Deutsches Krebsforschungszentrum. Mehr über den Krebsinformationsdienst und seine Angebote lesen Sie auf unseren Internetseiten. Am Telefon stehen wir Ihnen täglich von 8.00 bis 20.00 für Fragen zur Verfügung, unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 – 420 30 40. Oder Sie schreiben uns eine E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.de.

Bitte beachten Sie: Internet-Informationen sind nicht dazu geeignet, die persönliche Beratung mit behandelnden Ärzten oder gegebenenfalls weiteren Fachleuten zu ersetzen, wenn es um die Diagnose oder Therapie einer Krebserkrankung geht. Die vorliegenden Informationen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Vervielfältigung oder Verbreitung dieser Inhalte, unabhängig von Form, Zeit oder Medium bedarf der schriftlichen Zustimmung des Krebsinformationsdienstes, Deutsches Krebsforschungszentrum.

Ursprüngliche Adresse dieses Ausdrucks: https://www.krebsinformationsdienst.de


Archiv

Linktipp: Klartext Nahrungsergänzung

Verbraucherzentralen informieren über Nahrungsergänzungsmittel

Ein neues Internetangebot der Verbraucherzentralen ist online: "Klartext Nahrungsergänzung" informiert über Nutzen, Risiken und rechtliche Grundlagen von Nahrungsergänzungsmitteln. Warum ist das wichtig?

Nahrungsergänzungsmittel werden als Lebensmittel geführt und dienen – wie der Name schon sagt – der Ergänzung der Ernährung von gesunden Personen. Aus rechtlicher Sicht handelt es sich nicht um Medikamente: Anders als diese müssen sie daher kein Zulassungsverfahren durchlaufen und werden von keiner Behörde auf Sicherheit, Qualität oder Wirksamkeit geprüft.

Tausende neue Produkte pro Jahr

Vitamintabletten © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum
Vitamintabletten sind Nahrungsergänzungsmittel © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Eine verbindliche EU-weite Regelung, die sicherstellt, dass man als Verbraucher nicht mehr der Inhaltsstoffe zu sich nimmt, als gesundheitlich unbedenklich wäre, gibt es bislang nicht. Etwas strenger geregelt ist das bei den sogenannten "Lebensmitteln für besondere medizinische Zwecke" aus. Diese sind zur ergänzenden Ernährung nicht für Gesunde, sondern für Patienten mit einer gestörten Nährstoffaufnahme oder Mangelerscheinungen vorgesehen. Hier sind zwar Höchstmengen für die Inhaltsstoffe festgelegt – für Sicherheit und Wirksamkeit ist aber allein der Hersteller zuständig. Auch diese Mittel werden von den Behörden zwar registriert, jedoch nur stichprobenartig überprüft.

Was Behörden und Verbraucherschützer besorgt: Nahrungsergänzungsmittel enthalten zunehmend Stoffe, die bislang nur in Arzneimitteln verwendet wurden. Als Verbraucher kann man oft nicht ohne Weiteres unterscheiden zwischen Nahrungsergänzungsmitteln, Lebensmitteln für besondere medizinische Zwecke oder "echten", das heißt geprüften und zugelassenen Arzneimitteln.

Bei einer Überdosierung können Vitamine und Mineralstoffe teils erhebliche Gesundheitsschäden hervorrufen. Von vielen anderen Nahrungsergänzungsmitteln weiß man gar nicht so genau, was sie eigentlich im Körper bewirken. Besondere Vorsicht ist geboten bei Produkten ausländischer Hersteller, die über das Internet bestellt werden: Nicht selten enthalten Produkte Schadstoffe oder Verunreinigungen. Stichproben zeigen hier zudem immer wieder, dass findige Anbieter auch vor gefährlichen Beimischungen nicht zurückschrecken.

Hilfe für Verbraucher

Auf ihrer Internetseite versuchen die Verbraucherzentralen, wichtige Fragen zu beantworten: Welche Stoffe dürfen Nahrungsergänzungsmittel enthalten? Welche Wechselwirkungen mit Medikamenten gibt es? Welche maximale Tagesmenge an Vitaminen oder Mineralien sollte nicht überschritten werden? Muss man bei vegetarischer oder veganer Ernährung Vitamin B12 einnehmen? Eigene Anfragen können mithilfe eines Email-Formulars gestellt werden.