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Unser Thema im Dezember: Festessen – darf ich als Krebspatient auch mal schlemmen?

Gänsebraten, Knödel, Wein, zwischendurch Plätzchen, Lebkuchen, Marzipankartoffeln, Dominosteine und Christstollen – auf der anderen Seite zu wenig Bewegung: An Feiertagen essen und trinken wir oft anders als gewohnt – und vor allem: meist mehr als notwendig.
Manche Krebspatienten verunsichert das: Muss man sich nach einer Tumorerkrankung bei Festessen grundsätzlich mäßigen? Oder darf man sich an Weihnachten oder Silvester, zum Geburtstag oder zu anderen festlichen Anlässen auch einmal ein deftiges Mahl und Alkohol gönnen? Was sollte man als Gastgeber beachten, wenn man einen Krebspatienten gerne zum Essen einladen möchte? Solche Fragen erreichen den Krebsinformationsdienst oft, nicht nur vor den Feiertagen am Jahresende. In unserem "Aktuellen Thema" gehen wir auf diese und weitere Aspekte rund um die Ernährung bei Krebs ein. Interessierte und Fachleute finden am Ende des Textes zudem eine Auswahl weiterführender Informationen und Quellen.

Vielen Dank für Ihre Anfrage an den Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums. Sie möchten gerne wissen, ob es in Ordnung ist, wenn Ihr Mann während der Feiertage etwas mehr isst und das Abnehmen kurzzeitig unterbricht. Gerne vermitteln wir Ihnen Informationen zur Ernährung nach einer Krebserkrankung.

Bitte berücksichtigen Sie jedoch, dass wir Ihnen eher allgemeine Hinweise vermitteln können. Konkrete Ernährungstipps sind uns nicht möglich. Diese erhält Ihr Mann im direkten Gespräch mit seinem Arzt oder einem Ernährungsberater: Die behandelnden Ärzte kennen die gesundheitliche Situation Ihres Mannes und den Verlauf seiner Krebserkrankung. Ob ihm einmalige "Ernährungssünden" schaden könnten, wenn er ansonsten gesund lebt, hängt aber auch davon ab, ob er noch weitere Erkrankungen hat. Wichtig ist außerdem, dass ihn die Feiertage nicht dazu verleiten, langfristig weniger ausgewogen zu essen und wieder viel an Gewicht zuzunehmen.

Warum ist ein einzelnes Festessen nicht ausschlaggebend?

Gänsekeule © Dalmatin.o/Fotolia
Vor einem Festessen sollten Krebspatienten mit ihren Ärzten Rücksprache halten. © Dalmatin.o/Fotolia

Zunächst zu Ihrer Frage: Für die meisten Menschen ist es nicht ausschlaggebend, ob sie bei einem Festessen ein bisschen mehr oder anders essen als sonst. Dies gilt in der Regel auch für Patienten, die – wie Ihr Mann – eine Krebserkrankung gut und ohne merkliche körperliche Folgen überstanden haben. Vorausgesetzt, der Arzt hat keine Einwände, muss deshalb vermutlich auch Ihr Mann auf den Gänsebraten sowie Plätzchen und Christstollen nicht verzichten.

Was das Abnehmen betrifft, gilt ein ähnlicher Erfahrungswert: Ein einziges Mal ein bisschen mehr oder weniger zu essen, entscheidet in der Regel nicht darüber, ob man langfristig zu- oder abnimmt. Überflüssige Pfunde sammeln sich nicht nur während einzelner Festtage an, sondern in den Wochen und Monaten davor oder danach. Wichtig ist, das üppige Essen während der Feiertage nicht allzu lange auszudehnen: Wer nicht nur an den Weihnachtstagen oder beim Neujahrsessen, sondern schon die gesamte Adventszeit über zu viele kalorienreiche Speisen zu sich nimmt, muss unter Umständen mit einer gesundheitlich relevanten Gewichtszunahme rechnen.

Studien belegen: Wer nachhaltig Gewicht abnehmen möchte, sollte langfristig seine Ernährung und seine Essgewohnheiten umstellen und sich mehr bewegen. Die Lebensqualität muss dabei nicht zu kurz kommen: Gemäß der Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollte man sich allerdings für das Essen Zeit nehmen und bewusst genießen. Denn: Langsam zu essen, fördert auch das Sättigungsempfinden.

Wie aus Ihrer E-Mail hervorgeht, schätzt Ihr Mann gutes Essen während der Feiertage. Dies darf er sich auch einmal gönnen, sofern seine Ärzte keine Einwände haben. Was er jedoch berücksichtigen sollte, sind mögliche Veränderungen bei der Verträglichkeit. Ein wichtiges Beispiel: Wer über längere Zeit fettarm gegessen hat, bei dem kommt die Fettverdauung erst wieder nach und nach in Schwung. Dann kann ein Festtagsschmaus, den man früher problemlos verdaut hat, unter Umständen zu ungewohnten Blähungen oder Durchfällen führen. Diese Beschwerden können belasten und den Genuss schmälern.

Zwischen Genuss und Gefahr - was gilt langfristig?

Worauf sollten Krebspatienten achten, wenn es um die alltägliche Ernährung geht? Für Fachleute steht zurzeit weniger im Vordergrund, was man isst. Sie diskutieren eher, welche Rolle die langfristige Energiebilanz spielt, also das Verhältnis von aufgenommenen zu tatsächlich verbrauchten Kalorien: Beeinflusst bei Darmkrebspatienten Übergewicht das Risiko, dass die Darmkrebserkrankung wieder zurückkehrt? Dies wird aktuell noch erforscht, die Aussagen sind dazu noch nicht eindeutig. Erste Studien deuten jedoch darauf hin, dass insbesondere sehr stark übergewichtige Patienten ein erhöhtes Rückfallrisiko tragen.

Fachleute raten Betroffenen im Moment, im Sinne der allgemeinen Gesunderhaltung auf ein normales Körpergewicht und eine vielseitige Ernährung zu achten. Es ist deshalb grundsätzlich gut, dass Ihr Mann sich gesund und ausgewogen ernährt und versucht, überflüssige Pfunde loszuwerden. Strenge oder gar einseitige Diäten sind nach einer Krebserkrankung nicht angesagt: Untergewicht und Mangelernährung sollte man auf jeden Fall vermeiden.

Für Ihren Mann ist in diesem Zusammenhang vielleicht noch ein weiterer Punkt interessant. Erste Studien zeigen: Patienten, die körperlich aktiv sind, senken möglicherweise ihr Rückfallrisiko. Fachleute empfehlen deshalb: Nach einer Darmkrebserkrankung sollte man – so gut es geht – körperlich aktiv sein. Ein schöner Nebeneffekt: Bewegung kann beim Abnehmen helfen.

Sollte Ihr Mann weitere Unterstützung bei der langfristigen Ernährungsumstellung benötigen, kann er seinen Arzt oder seine Krankenkasse nach einer professionellen Ernährungsberatung fragen. Qualifizierte Ernährungsberater geben ganz konkrete, praktische und auf seine Situation zugeschnittene Ernährungstipps.

Während einer Krebsbehandlung: Wie kann man ein Festmahl für Tumorpatienten gestalten?

Was tun, wenn zu den Feiertagen ein Familienmitglied gerade mitten in einer Krebsbehandlung steckt? Für Betroffene kurz nach einer Operation, während einer Chemo- oder Strahlentherapie richten sich alle Empfehlungen zur Ernährung ausschließlich nach dem individuellen Gesundheitszustand. Ein deftiges Festessen ist während einer belastenden Therapie nur für die wenigsten das Richtige, und schon gar nicht für Patienten, die unter mangelndem Appetit oder gar Übelkeit leiden. Dies gilt nicht nur zu Hause: Möchten Angehörige dem Betroffenen etwas Besonderes mit in die Klinik bringen, sollten sie die jeweiligen Bedingungen ebenfalls bedenken.

Wie kann man Patienten trotzdem eine Feiertagsfreude machen? Am besten klärt man die Möglichkeiten rechtzeitig mit den behandelnden Ärzten und Pflegekräften ab. Fragen sollte man auf jeden Fall auch, was sich Betroffene selbst wünschen: Während einer Therapie können sich die bisherigen Vorlieben durchaus verändern.
Selbst wenn alle festlichen Speisen oder das gewohnte Lieblingsgericht tabu bleiben, lässt sich die erlaubte Mahlzeit vielleicht zumindest auf einem besonderen Service anrichten. Auch eine Dekoration passend zum Anlass kann von der belastenden Situation ein bisschen ablenken.

Nach einer Krebsbehandlung: Was muss man als Patient bei der Ernährung beachten?

Die meisten Krebspatienten müssen ihre Ernährungsgewohnheiten nicht grundlegend verändern oder umstellen. Voraussetzungen dafür sind:

  • Sie haben sich schon vor ihrer Erkrankung auswogen und gesund ernährt.
  • Ihnen geht es nach der Krebsbehandlung wieder allgemein gut, und
  • sie haben keine Begleiterkrankungen, die eine besondere Ernährung erforderlich machen, etwa eine Zuckerkrankheit.

Wer sich bisher nicht so vielseitig und ausgewogen ernährt oder Gewichtsprobleme hatte, für den kann die Krebserkrankung eine Chance bieten, bisherige Ernährungsgewohnheiten auf den Prüfstand zu stellen.

Wie sieht ein gesunder Lebensstil aus, wie macht man es richtig? Patienten, bei denen keine krankheitsbedingten Einschränkungen bestehen, können sich in der Regel an den gleichen nationalen und internationalen Empfehlungen orientieren, die auch für gesunde Menschen gelten. Eine besondere "Krebsdiät", die pauschal jede und jeden Betroffenen vor einem Rückfall schützen könnte - die gibt es nicht.

Interessierte finden weiterführende Informationen dazu beim Thema "Ernährung und Krebsvorbeugung".

Wann ist Vorsicht geboten?

Nicht alle Krebspatienten überstehen ihre Erkrankung ohne Einschränkungen, und einige können sich auch auf die Ernährung auswirken. Einige Beispiele:

Patienten mit Tumoren im Kopf-Hals-Bereich und im oberen Verdauungstrakt haben nicht selten zunächst Schwierigkeiten damit, ganz normal zu trinken und zu essen. Hinzu kommt: Betroffene mit Krebs in Mund, Rachen, Kehlkopf oder Speiseröhre haben oft schon vor ihrer Erkrankung Gewicht verloren. Einigen haben auf Dauer Probleme mit dem Kauen und Schlucken von Speisen. Kann über die normale Ernährung keine ausreichende und ausgewogene Versorgung sichergestellt werden? Dann ist für Betroffene unter Umständen eine zeitweilige oder dauerhafte Ernährungsunterstützung oder -therapie notwendig.

Auch Patienten mit Magenkrebs müssen ihre Ernährung nach der Erkrankung in der Regel umstellen. Wurde ein Teil oder sogar der gesamte Magen entfernt, benötigen sie zusätzliche Vitamingaben und müssen häufiger kleine Portionen essen.

Patienten mit Darmkrebs, die mit einem künstlichen Darmausgang leben, benötigen meist etwas Geduld, bis sich der Darm wieder an sämtliche Nahrungsmittel gewöhnt hat. Hier gilt allerdings: Viele Patienten mit einem solchen Stoma können nach einer gewissen Zeit wieder so essen wie Gesunde.

Auch Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs haben meist eine ganze Reihe von Ernährungs- und Verdauungsproblemen. Musste die Bauchspeicheldrüse zum größten Teil oder ganz entfernt werden, fehlen Betroffenen das Insulin sowie für die Verdauung wichtige Enzyme. Das bedeutet: Sie müssen sich Insulin spritzen und die fehlenden Verdauungsenzyme als Medikament einnehmen.

  • Ganz allgemein gilt: Wer bleibende Ernährungs- oder Gewichtsprobleme aufgrund der Erkrankung oder als Therapiefolge hat, sollte im fortlaufenden Austausch mit seinen behandelnden Ärzten, Ernährungsberatern oder Pflegefachkräften sein. Sie können auch dazu beraten, wie sich ein gesundes Festessen zu besonderen Anlässen gestalten lässt.

Einen Überblick zu häufigeren Ernährungsproblemen bei verschiedenenTumorarten bietet der Text "Einfluss der Erkrankung: Wie kann man die Ernährung anpassen?".

Arzneimittel einnehmen: Was sollte man bei Feiern und besonderen Mahlzeiten berücksichtigen?

Viele Krebspatienten benötigen längere Zeit Arzneimittel, auch dann noch, wenn die eigentliche Krebsbehandlung abgeschlossen ist. Wer Medikamente einnimmt, sollte jedoch Folgendes wissen: Nicht wenige Bestandteile von Speisen und Getränken können in Umbau- und Stoffwechselprozesse von Arzneimitteln eingreifen. Sie können die Wirkung eines Medikaments verstärken oder vermindern.

Arzt und Apotheker informieren über solche möglichen Wechselwirkungen mit bestimmten Nahrungsmitteln und Getränken. Manche Speisen oder Getränke, die typischerweise in Umbauprozesse von Medikamenten eingreifen, sollte man dann besser ganz weglassen. Bei anderen reicht es dagegen aus, wenn man auf einen ausreichenden zeitlichen Abstand zur Arzneimitteleinnahme achtet.

Welche Nahrungsmittel sind besonders bekannt dafür, mit Arzneimitteln zu unerwünschten Wechselwirkungen zu führen? Einige Beispiele finden sich auch auf der einen oder anderen Festtagstafel am Jahresende: Dazu gehören etwa Grapefruits und Grapefruitsaft, Alkohol, aber auch Kaffee oder Tee:

Arzneimittel richtig einehmen © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum
Wie Sie Ihre Arzneimittel richtig einnehmen, erfahren Sie von Ihrem Arzt. © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum
  • Grapefruit: Sie enthält Stoffe, die die Arbeit eines Enzyms stören, das als CYP 3a4 bezeichnet wird. Es gehört zur biochemischen "Familie" der Cytochrom-P450-Enzyme. Diese Eiweiße sind auch am Abbau vieler Medikamente beteiligt. Da die Inhaltsstoffe von Grapefruit und Grapefruitsaft deshalb mit einer großen Zahl verschiedener Arzneimitteln in Wechselwirkungen treten, raten Fachleute generell zur Vorsicht.
  • Alkohol: Ob man an den Festtagen Alkohol trinken kann und wenn ja wie viel, sollte man rechtzeitig mit seinem Arzt besprechen, wenn man Medikamente einnimmt. Die Wirkung einiger Arzneimittel wird durch Alkohol verstärkt oder abgeschwächt. Und: Die Leber hat mit dem Abbau von Arzneiwirkstoffen viel zu tun - sie muss noch mehr leisten, wenn sie zusätzlich Alkohol abbauen muss. 
  • Koffeinhaltige Getränke: Getränke wie Kaffee, Tee und Cola sollten im Zusammenspiel mit Medikamenten ebenfalls erst nach Rücksprache mit dem Arzt  genossen werden: Manche Arzneimittel behindern den Abbau von Koffein, der Körper reagiert ungewohnt lange oder stark auf das Getränk.

Was ist, wenn beispielsweise durch ungewohnte Nahrungsmittel oder sehr fettiges Essen bei einem Festessen Völlegefühl oder Blähungen einsetzen? Worauf sollte man achten, wenn man sich trotz aller Vorsicht übernommen hat und es gar zu Durchfällen oder Erbrechen kommt? Wer Medikamente einnimmt, sollte wissen: Auch Verdauungsprobleme können den Ab- und Umbau von Arzneimitteln im Körper und die Wirksamkeit beeinflussen. Insbesondere Durchfall und Erbrechen führen unter Umständen dazu, dass die Wirkung eines Medikaments stark beeinträchtigt ist oder ganz wegfällt.

Woran man als Krebspatient ebenfalls denken sollte: Bei vielen Menschen weichen nicht nur die Essenszeiten, sondern der ganze Tagesrhythmus über die Festtage von den üblichen Zeiten ab. Dies sollte man bei der Einnahme von Arzneimitteln berücksichtigen und sich gegebenenfalls darauf einstellen.

Nach den Feiertagen: Wie wird man überflüssige Pfunde wieder los?

Als Krebspatient sollte man über alle Diätpläne zunächst mit den behandelnden Ärzten sprechen. Nur sie kennen die gesundheitliche Situation und können einschätzen, welche Maßnahmen sich tatsächlich eignen. Blitzdiäten sind meist wenig erfolgversprechend, besser sind langfristige Ernährungsumstellungen.

Wie stellt man überhaupt fest, ob man zu viel oder zu wenig wiegt? Reicht der morgendliche Gang auf die Waage im Badezimmer auch für Krebspatienten aus? Fachleute haben verschiedene Indizes entwickelt, um das Ausmaß von Übergewicht besser einschätzen zu können. Ein verbreiteter Index um die Statur eines Menschen zu erfassen, ist der sogenannte Body Mass Index (BMI). Dieser Wert wird ermittelt, indem man das Körpergewicht in Kilogramm durch das Quadrat der Körpergröße (Körpergröße mit sich selbst malgenommen) teilt: BMI=Körpergewicht in kg / Körpergröße in m². Normal ist für erwachsene Menschen ein BMI zwischen 18,5 und 24,99. Was unter 18,5 Kilogramm pro Quadratmeter Körperoberfläche liegt, gilt als Untergewicht, Werte über 25 als Übergewicht beziehungsweise ab einem BMI von 30 als Fettleibigkeit, die sogenannte Adipositas.
Ein Beispiel: Für einen 80 Kilogramm schweren Mann, der 1,75 m groß ist, gilt die Formel: 80 kg / (1,75X1,75) m = 26,1. Ein BMI von 26,1 entspricht einem leichten Übergewicht.

Diese Werte gelten allerdings nur für Gesunde: Ob man zu dick, zu dünn oder normalgewichtig ist, hängt bei einer Krebserkrankung auch von anderen Faktoren ab. So kann beispielsweise ein Lymphödem oder eine Flüssigkeitsansammlung im Bauchraum mehr Gewicht suggerieren, während man in Wirklichkeit eine normale Fett- und Muskelverteilung hat oder sogar unterversorgt ist. Wie die Einschätzung des Ernährungszustandes bei Krebspatienten erfolgt, erläutert der Text "Kräfte sammeln und bewahren: Was tun bei Gewichtsverlust?".

Zum Weiterlesen: Informationen, Links und Quellen