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AIDS und HIV

AIDS und HIV: Steigert die Infektion das Krebsrisiko?

Besonderheiten bei Vorbeugung, Früherkennung, Behandlung

Letzte Aktualisierung: 08.05.2018

Informationen aus dem Internet können den persönlichen Kontakt zu den behandelnden Ärzten nicht ersetzen. Der folgende Text soll Betroffenen, Angehörigen und Interessierten aber erste Hintergrundinformationen bieten.

Eine Infektion mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (HIV) beeinträchtigt das Immunsystem und kann zur Immunschwächekrankheit AIDS führen. HIV-infizierte Patienten leiden jedoch nicht nur unter einer Abwehrschwäche. Auch ihr Krebsrisiko steigt. Schützen moderne AIDS-Medikamente vor diesem Risiko? Was tun, wenn trotz der HIV-Behandlung eine Krebserkrankung auftritt - muss man dann anders behandelt werden als Nichtinfizierte?

HIV und AIDS

Eine Infektion mit HIV kann zu AIDS führen. Die Erkrankung betrifft das Immunsytem und macht anfälliger für Infektionen. Betroffene haben aber auch ein höheres Krebsrisiko.

2016 haben  in Deutschland laut Robert Koch-Institut etwa 3.100 Menschen von ihrer Infektion mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (HIV) erfahren. Geschätzt leben derzeit in Deutschland knapp 88.400 Menschen mit einer HIV-Infektion, manche, ohne davon zu wissen. Die Mehrzahl erhält allerdings eine antiretrovirale Therapie, so die Statistiken. Sie soll das HI-Virus an der Vermehrung hindern. Trotzdem leben Betroffene mit einem Restrisiko, dass ihr Immunsystem die Viren nicht mehr in Schach halten kann. Damit ist auch ihr Risiko für andere Erkrankung höher als bei Nichtinfizierten.

Wie entwickelt sich die Gesundheit, wenn keine Behandlung gegen die Virusinfektion erfolgt?

Bis erste Symptome einer Infektion mit dem HI-Virus auftreten, kann es einige Monate dauern, aber auch mehrere Jahre. Erste Anzeichen betreffen meist das Immunsystem: Betroffene und ihre Ärzte beobachten bei einer sich entwickelnden AIDS-Erkrankung oft eine Häufung von Infektionen. Diese sind bedingt durch eine Schwächung der Abwehrkräfte. So erklärt sich auch der Name der Erkrankung: AIDS ist eine Abkürzung für den englischen Ausdruck "Aquired Immune Deficiency Syndrome". Übersetzt bedeutet das "erworbenes Immunschwäche-Syndrom".

Was passiert im Immunsystem?

Um sich zu vermehren, baut das HI-Virus sein Erbmaterial in bestimmte Zellen der Abwehr ein. Als Folge der Virusproduktion werden diese schließlich zerstört. Bei Betroffenen sinkt die Zahl dieser wichtigen Abwehrzellen, ihr Schutz vor Infektionen ist beeinträchtigt. Die HI-Viren befallen insbesondere die T-Helferzellen des Immunsystems, auch CD4-Zellen genannt: Diese Abwehrzellen spielen eine entscheidende Rolle bei der Immunabwehr, zum Beispiel bei der Bildung von Antikörpern. Antikörper sind Stoffe des Abwehrsystems, die eingedrungene Krankheitserreger unschädlich machen können.
Fehlen sie oder gibt es zu wenige, und sind auch andere Abläufe bei der Immunabwehr gestört? Dann haben Keime leichtes Spiel.

Krebsrisiko: Warum sind Menschen mit einer HIV-Infektion anfälliger für Krebs?

Zum Weiterlesen

Broschüre der Deutschen AIDS-Hilfe "HIV und Krebs", Download und Bestellmöglichkeiten unter www.aidshilfe.de/de/shop/med-info-nr-66-hiv-und-krebs

Warum sind Menschen mit einer HIV-Infektion anfälliger für manche Krebsarten?

Die wahrscheinlichste Ursache ist auch hier die beeinträchtigte Immunabwehr. Denn:

  • An der Entstehung einiger der Krebsarten, die bei Menschen mit einer HIV-Infektion häufiger als normal auftreten, sind Viren beteiligt.  

Frauen mit einer HIV-Infektion tragen beispielsweise ein höheres Risiko, an Gebärmutterhalskrebs oder Krebs der äußeren Geschlechtsorgane zu erkranken. Auch das Risiko für ein Hodgkin-Lymphom, für Non-Hodgkin-Lymphome, Kaposi-Sarkome sowie für Krebs im Mund und Rachen ist für Menschen mit einer unbehandelten HIV-Infektion erhöht.

Forscher vermuten aber auch:

  • Die durch eine HIV-Infektion bestehende chronische Entzündung kann das Entstehen von Tumoren begünstigen. Im Vergleich zu Gesunden bildet das Immunsystem Infizierter vermehrt einige bestimmte Zellhormone, sogenannte Zytokine. Auch sie können den Wachstums- und Reparaturstoffwechsel von Zellen stören und zur Tumorentstehung führen.
  • Wissenschaftler gehen zudem davon aus, dass das HI-Virus selbst in das normale Wachstumsverhalten von Zellen eingreifen könnte und dadurch die Krebsentstehung begünstigt.

Klar ist anhand der vorliegenden Daten:

  • Bleibt eine HIV-Infektion unbehandelt und entwickelt sich eine Abwehrschwäche, steigt das Krebsrisiko Betroffener, vor allem für virusabhängige Krebsarten.
  • Wird der Immunschwäche vorgebeugt, sinkt dieses Risiko teilweise wieder ab. Hierzu sind allerdings noch sehr viele Fragen offen.

Man weiß heute aber auch: Einen vollständigen Schutz scheint die moderne HIV-Therapie nicht zu bieten.
Dafür gibt es zumindest anhand der Statistiken zwei Anhaltspunkte: Gerade weil viele infizierte Patientinnen und Patienten dank der Therapie heute eine fast normale Lebenserwartung haben, müssen sie wie alle Menschen mit dem ganz "normalen" Krebsrisiko leben, das mit dem Alter ansteigt.
Zum anderen scheint das Krebsrisiko für einige Tumorarten zumindest statistisch bei Infizierten trotz der antiviralen Therapie höher zu bleiben als bei Nichtinfizierten.

Zum Weiterlesen

Sie sind HIV-infiziert? Informieren Sie sich, wie Sie Ihr Krebsrisiko senken können.

Ärzte können mit den heute möglichen Therapieverfahren die Symptome einer HIV-Infektion behandeln und zurückdrängen. Die Virenproduktion lässt sich mit einer Kombinationstherapie aus verschiedenen Wirkstoffen unterdrücken, wenn auch nicht vollständig ausschalten. Der Fachbegriff lautet "hoch aktive antiretrovirale Therapie", abgekürzt HAART oder ART. In den westlichen Industrieländern ist es damit seit den 1990er Jahren gelungen, die Lebenserwartung und die Lebensqualität von Menschen mit einer HIV-Infektion deutlich zu steigern: Weniger Menschen erkranken seitdem am Vollbild AIDS.

Für Menschen mit einer HIV-Infektion sinkt durch die Behandlung das Risiko zumindest für einige der sogenannten "AIDS-assoziierten" Krebsarten. Ein Beispiel ist das Kaposi-Sarkom der Haut. Dies deuten Studien an.

Pauschale Aussagen zum Risiko sind jedoch schwer: Es gibt durchaus auch Studien, die zu anderen Ergebnissen kommen.

So scheint bei Frauen Gebärmutterhalskrebs (oder Vorstufen dazu) nach wie vor überdurchschnittlich häufig aufzutreten, trotz der HAART. Auffallend ist der Anstieg auch beim Lungenkrebsrisiko, möglicherweise ist auch Blasenkrebs häufiger als in der nicht infizierten Bevölkerung. Ob sich hier trotz Therapie die HIV-Infektion auswirkt, oder ob es andere Gründe für den überdurchschnittlich hohen Anstieg gibt, ist bisher noch unklar.

Sich über die eigenen Möglichkeiten der Krebsvorbeugung und der Krebsfrüherkennung zu informieren – das ist für HIV-Positive deshalb genauso wichtig wie für Nichtinfizierte.

HIV-infizierte Frauen haben ein erhöhtes Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken. Als Auslöser gelten Humane Papillomviren (HPV). Sie werden vor allem bei Sexualkontakten übertragen.
Gegen die Infektion mit den sogenannten "Hochrisiko-Typen" aus der Gruppe der Papillomviren stehen heute Impfstoffe zur Verfügung. Sie wirkt allerdings nur vorbeugend, daher ist sie vor allem vor dem ersten Geschlechtsverkehr sinnvoll.
Trotzdem sollten Frauen mit einer HIV-Infektion mit ihren Ärzten besprechen, ob bei ihnen eine Impfung auch später noch sinnvoll ist, um das Risiko von Gebärmutterhalskrebs zu senken. Dann muss allerdings auch abgeklärt werden, ob die Krankenkasse die Kosten der Impfung übernimmt.

Voraussetzung für einen guten Impfschutz durch die erfolgreiche Bildung von Antikörpern gegen HPV ist allerdings eine ausreichende Immunfunktion: Bei stark immungeschwächten HIV-Patientinnen ist es möglich, dass eine Impfung nicht zu einer ausreichenden Immunantwort führt.

An der Entstehung von Leberkrebs sind bei vielen Patienten ebenfalls Viren beteiligt. Das Risiko steigt, wenn das Immunsystem nicht optimal arbeitet. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Menschen mit einer HIV-Infektion daher, sich insbesondere gegen Hepatitis B impfen zu lassen.

Krebsvorstufen erkennen

Menschen mit einer HIV-Infektion sollten mit ihren Ärzten individuell klären, welche Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung sinnvoll sind, und in welchem Alter sie damit beginnen können.

Müssen HIV-infizierte Patienten häufiger zu Krebsfrüherkennungen gehen als Nichtinfizierte? Dies ist eine Frage, die man zurzeit am besten mit den behandelnden Ärzten bespricht. Angesichts des veränderten Krebsrisikos sind noch viele Fragen zur Durchführung und zum Nutzen besonderer Früherkennungsmaßnahmen bei Menschen mit einer HIV-Infektion offen. Daher fehlen auch offizielle Empfehlungen zu systematischen Screening-Verfahren. Betroffene sollten sich deshalb informieren, welche Möglichkeiten der der gesetzlichen Früherkennungsuntersuchungen für sie passen.

Wie sieht das aktuelle Krebsfrüherkennungsangebot aus? Welche Möglichkeiten der Vorbeugung gibt es?

In Deutschland werden Frauen ab 20 Jahren einmal jährlich Abstrichuntersuchungen des Gebärmutterhalses angeboten, zur frühzeitigen Erkennung von Gebärmutterhalskrebs. Sollten Frauen mit einer HIV-Infektion häufiger einen Abstrich machen lassen als HIV-negative Frauen? Noch gibt es dazu keine pauschalen Empfehlungen. Am besten klären Betroffene diese Frage mit ihrem Arzt.
Auch wegen der Früherkennungsuntersuchungen auf Brustkrebs, Darmkrebs und Prostatakrebs sollten HIV-positive Menschen am besten mit ihren Ärzten klären, wie hoch ihr individuelles Risiko ist.

Welche Tests könnten zusätzlich zum gesetzlichen Früherkennungsprogramm sinnvoll sein? Bei HIV-Positiven, die auch eine Hepatitis-Infektion haben oder hatten, sind Untersuchungen der Leber wichtig. In Studien wird geprüft, ob für HIV-positive Männer, die Sex mit Männern haben, regelmäßig Untersuchungen nach Hinweisen auf ein Analkarzinom sinnvoll sein könnten.

Noch keine Empfehlung gibt es zu besonderen Tests auf Lungenkrebs, auch wenn rein statistisch das Risiko bei HIV-infizierten Rauchern noch höher zu sein scheint als bei Nichtinfizierten: Ob die Strahlenbelastung regelmäßiger Computertomographien gegen das Risiko aufgewogen werden kann, ist noch nicht geklärt.

Was tun, wenn zu einer HIV-Infektion oder einer AIDS-Erkrankung die Diagnose Krebs hinzu kommt? Wie die Behandlung aussieht, hängt wie bei anderen Tumorpatienten auch von der Tumorart, vom allgemeinen Gesundheitszustand eines Patienten und seinem Alter ab.
Eine Rolle spielt außerdem, ob es Begleiterkrankungen gibt, sei es durch die HIV-Infektion oder aus anderen Ursachen.

Bei der Therapieplanung orientieren sich Ärzte ansonsten an den Standardempfehlungen, wie sie auch für HIV-negative Patienten gelten: Sie sind in sogenannten Leitlinien zusammengefasst. Verantwortlich dafür sind Ärzte, Wissenschaftler und Patientenvertreter, die sich zum jeweils aktuellen Wissensstand austauschen und Fachliteratur auswerten.

HAART und Krebstherapie: Warum sind an der Behandlung Ärzte verschiedener Fachdisziplinen beteiligt?

Neben der Krebstherapie erhält man als Patient mit einer HIV-Infektion in der Regel weiterhin eine antiretrovirale Therapie. Unter Umständen muss diese aber etwas verändert und angepasst werden. So lässt sich das Risiko senken, dass es zu unerwarteten Wechselwirkungen zwischen den Krebsmedikamenten und den Arzneimitteln der antiretroviralen Therapie kommt.

Für HIV-positive Patienten die optimalen Therapien zu finden und aufeinander abzustimmen, ist nicht einfach. Wichtig für Betroffene ist deshalb, dass bei ihrer Behandlung die Ärzte mit Erfahrung in der Krebsbehandlung wie auch HIV/AIDS-Spezialisten zusammenarbeiten und sich austauschen.

Nebenwirkungen der Krebstherapie: Auswirkungen auf den Immunstatus?

Ärzte berücksichtigen bei der Krebsbehandlung von HIV-infizierten Patienten immer den Immunstatus, sie achten auf vorhandene Infektionen und den Allgemeinzustand. Und sie überwachen, ob die Krebstherapie die Immunschwäche weiter verstärkt, insbesondere bei einer Chemotherapie.

  • Insgesamt kann die Krebsbehandlung bei sehr vielen HIV-Infizierten aber ebenso wirksam durchgeführt werden wie bei nicht Infizierten.


Quellen und weiterführende Informationen (Auswahl)

Allgemeine Information zu HIV und AIDS
Die Deutsche Aids-Hilfe bietet ausführliche Informationen zum Thema HIV und AIDS im Internet unter www.aidshilfe.de. Dazu gehört auch die Broschüre "HIV und Krebs", unter www.aidshilfe.de/de/shop/med-info-nr-66-hiv-und-krebs.

Das Robert-Koch-Institut stellt unter www.rki.de/hiv allgemeine Informationen zu HIV und AIDS zur Verfügung, sowohl für Betroffene und Angehörige als auch für Fachkreise. Die jeweils aktuellen Berichte zu den gemeldeten Neuinfektionen und weitere Eckdaten werden jährlich auch im "Epidemiologischen Bulletin" veröffentlicht. Den jeweils letzten gültigen Link finden man ebenfalls auf der RKI-Themenseite zu HIV und AIDS.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) informiert mit ihrer Internetseite www.liebesleben.de über die Vorbeugung von HIV und anderer sexuell übertragbarer Erkrankungen.

Unter anderem in englischer Sprache bietet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zahlreiche Publikationen zu HIV und AIDS unter www.who.int/hiv/en.

Patienteninformation zu HIV und Krebs in englischer Sprache
Das Nationale Krebsforschungsinstitut der USA über "AIDS-Related Cancers" informiert über AIDS-assoziierte Krebserkrankungen unter www.cancer.gov/types#a (dort findet man eine Auflistung). Die Informationen richten sich sowohl an Patienten wie auch an Fachkreise, sind aber am amerikanischen Gesundheitssystem orientiert und möglicherweise nicht vollständig auf die Situation in Deutschland übertragbar.

Psychosoziale Unterstützung - Adressen
Kommt zu einer HIV-Infektion noch eine Krebserkrankung hinzu, stellt dies für Betroffene eine außerordentliche Belastung dar. Erste Unterstützung bei sozialrechtlichen Fragen sowie der Krankheitsbewältigung bieten Krebsberatungsstellen, hier eine Liste.
Wer gerne mehr als psychosoziale Beratung in Anspruch nehmen möchte, für den sind ambulant psychotherapeutisch tätige Psychologen die richtigen Ansprechpartner.

Leitlinien zur Vorbeugung, Diagnostik und Behandlung von Tumorerkrankungen
Wer sich zu einzelnen Tumorarten informieren möchte, findet Leitlinien auf den Seiten der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) unter www.awmf.org/leitlinien/leitlinien-suche.html. In einigen Leitlinien wird die besondere Situation bei HIV-Infizierten bereits berücksichtigt.

Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) bietet unter www.dgho-onkopedia.de/de/onkopedia/leitlinien/leitlinien_overview eine Reihe von Leitlinien, die sich auch auf die Situation von Menschen mit einer HIV-Infektion beziehen. Die Eingabe von HIV und/oder AIDS führt zu den jeweiligen Texten.

Leitlinien und weitere Informationsquellen zur Behandlung von Menschen mit einer HIV-Infektion
Leitlinie "Antiretrovirale Therapie der HIV-Infektion" (2014) der Deutschen AIDS-Gesellschaft (DAIG) und der Österreichischen AIDS-Gesellschaft unter www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/055-001.html. Die Leitlinie ist gültig bis zum 12.05.2019.

Eine europäische Leitlinie findet sich in englischer Sprache auf den Seiten der European AIDS Clinical Society. Die Version 9.0 "European Guidelines for treatment of HIV-infected adults in Europe" von 2017 ist abrufbar unter www.eacsociety.org/guidelines/eacs-guidelines/eacs-guidelines.html. Es finden sich dort beispielsweise Empfehlungen zu Früherkennung einiger Krebserkrankungen.

Impfempfehlungen
Auf den Internetseiten des Robert Koch-Instituts finden sich die Empfehlungen der ständigen Impfkommission unter www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/Impfempfehlungen_node.html.

Arzneimittel
Als Quelle für Aussagen zu Medikamenten hat der Krebsinformationsdienst aktuelle Fachinformationen der Hersteller herangezogen (über www.fachinfo.de für Fachkreise zugänglich), weiter Arzneimittelinformationen in deutschen Datenbanken (vor allem www.pharmnet.bund.de), aktuelle Hinweise des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte unter www.bfarm.de sowie die Informationen der EU-Arzneimittelbehörde EMA unter www.ema.europa.eu/ema. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) wird in Deutschland regelmäßig beauftragt, den Zusatznutzen neuer Medikamente bzw. den von Weiterentwicklungen zu beurteilen. Die entsprechenden Berichte sind abrufbar unter www.iqwig.de, im Bereich "Projekte & Ergebnisse".

Weitere Übersichtsarbeiten, Fachartikel und Fachbücher (Auswahl)

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Erstellt: 04.11.2016