© Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Diese Seiten sind Ausdrucke aus www.krebsinformationsdienst.de, den Internetseiten des Krebsinformationsdienstes, Deutsches Krebsforschungszentrum. Mehr über den Krebsinformationsdienst und seine Angebote lesen Sie auf unseren Internetseiten. Am Telefon stehen wir Ihnen täglich von 8.00 bis 20.00 für Fragen zur Verfügung, unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 – 420 30 40. Oder Sie schreiben uns eine E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.de.

Bitte beachten Sie: Internet-Informationen sind nicht dazu geeignet, die persönliche Beratung mit behandelnden Ärzten oder gegebenenfalls weiteren Fachleuten zu ersetzen, wenn es um die Diagnose oder Therapie einer Krebserkrankung geht. Die vorliegenden Informationen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Vervielfältigung oder Verbreitung dieser Inhalte, unabhängig von Form, Zeit oder Medium bedarf der schriftlichen Zustimmung des Krebsinformationsdienstes, Deutsches Krebsforschungszentrum.

Ursprüngliche Adresse dieses Ausdrucks: https://www.krebsinformationsdienst.de


Blasenkrebs, Foto: Wikimedia Commons © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Mehr wissen über Blasenkrebs

Adressen, Links, Broschüren, Fachinformationen

  • Patientinnen und Patienten mit Harnblasenkrebs finden im nachfolgenden Text Informationen dazu, welche Ansprechpartner sie bei Fragen kontaktieren können.
  • Seit 2019 gibt es zertifizierte Harnblasenkrebszentren: Das sind Krankenhäuser, in denen bei der Behandlung von Patienten mit Harnblasenkrebs besonders viel Erfahrung vorliegt.
  • Betroffene, Angehörige und Interessierte finden außerdem Quellen und Linktipps zum Thema Harnblasenkarzinom für einen Einstieg in die weitere Suche nach Informationen.

 

Erstellt: 02.01.2020
Letzte Aktualisierung:

Ansprechpartner: Ärzte, Kliniken, Studienzentren

Drei Kontakt-Icons
Die richtigen Ansprechpartner zu finden, ist nicht immer ganz leicht. ©Tumisu, Pixabay

Für Patientinnen und Patienten mit Blasenkrebs gibt es folgende Ansprechpartner:

  • Hausärzte und Urologen helfen bei der Suche nach geeigneten Kliniken oder spezialisierten Klinikambulanzen weiter.
  • Krankenkassen unterstützen bei der Suche nach guten Therapiezentren, entweder am Telefon, in der zuständigen Geschäftsstelle oder auf der jeweiligen Internetseite.
  • Selbsthilfegruppen und Patientenorganisationen können aufgrund ihrer Erfahrungen gute Hilfe leisten und Tipps geben (mehr unter "Selbsthilfe").

Ärzte

Einen niedergelassenen Facharzt für Urologie finden Sie mithilfe der gemeinsamen Homepage der Deutschen Urologen e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. unter www.dgu.de/urologensuche.

Möglicherweise sind auf dieser Seite nicht alle infrage kommenden Ärzte und Ärztinnen aufgeführt. Hier helfen bei der Facharztsuche die Kassenärztlichen Vereinigungen und Ärztekammern am Telefon oder im Internet weiter: www.kbv.de/html/arztsuche (Mediziner mit Kassenzulassung) sowie www.bundesaertrkammer.de/service/arztsuche.

Kliniken

Logo für zertifizierte Harnblasenzentren
Kliniken mit diesem Siegel sind zertifiziert. © Deutsche Krebsgesellschaft

Krankenhäuser, in denen bei der Behandlung von Patienten mit Harnblasenkrebs besonders viel Erfahrung vorliegt, können sich dies seit 2019 durch eine "Zertifizierung" bestätigen lassen. Dazu müssen folgende Kriterien erfüllt sein:

  • Die Klinik muss eine Mindestanzahl von Patienten mit Harnblasenkrebs pro Jahr behandeln.
  • Es müssen verschiedenen ärztliche Fachdisziplinen vorhanden sein, die zusammenarbeiten.
  • Es müssen Psychoonkologen vor Ort sein.

Die Einrichtung von Harnblasenzentren soll die Versorgungsqualität von Blasenkrebspatienten verbessern. Die Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) legt die Kriterien für eine Zertifizierung fest und ein unabhängiges Institut (OnkoZert) kontrolliert die Einhaltung der Qualitätsanforderungen.

Die Adressen von zertifizierten Zentren finden Sie über die Suchmaschine OncoMap (www.oncomap.de/centers). Wenn Sie auf dieser Internetseite eine Klinik nach bestimmten Kriterien aussuchen möchten, können Sie folgende Auswahl treffen:

  • Tumororgan "Harnblase"
  • Land "Deutschland", gewünschtes Bundesland
  • Postleitzahl oder Ort
  • Umkreis in Kilometern

Generell ist zu beachten, dass auch Zentren ohne Zertifizierung sehr viel Erfahrung bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Harnblasenkrebs haben, etwa große Krankenhäuser oder Universitätskliniken mit urologischen Abteilungen. Sie haben nur den Prozess der Zertifizierung (noch) nicht durchlaufen.

Urologische Universitätskliniken in Deutschland (unabhängig von einer Zertifizierung) können Sie auch über eine gemeinsame Homepage (das Urologenportal) der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und des Berufsverbandes der Deutschen Urologen e.V. (BvDU) finden: www.dgu-forschung.de/service-links/urologische-kliniken.

Linktipps Arzt- und Kliniksuche

Allgemeine Tipps für die Arzt- oder Kliniksuche hat der Krebsinformationsdienst zusammengestellt:

Einen kurz gefassten Überblick bietet das gleichnamige Informationsblatt (PDF).

Klinische Studien

In Deutschland gibt es derzeit noch keinen vollständigen Überblick über alle laufenden klinischen Krebsstudien. Wichtige Studien zum Thema Blasenkrebs bietet aber beispielweise die Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie unter www.auo-online.de.

Hinweise auf weitere Studienregister und Hintergrundinformationen hat der Krebsinformationsdienst unter "Klinische Studien für Krebspatienten – Wie entscheiden?" zusammengestellt. Auch das Informationsblatt "Was sind klinische Studien?" (PDF) bietet einen kurz gefassten Einstieg in das Thema.

Selbsthilfe, Patientenverbände: Wie kann man sich mit Betroffenen austauschen?

Eine Zusammenstellung von bundesweit aktiven Selbsthilfegruppen bietet der Krebsinformationsdienst unter "Wegweiser/Adressen". Die dort aufgeführten Dachverbände bieten auf ihren Internetseiten sowohl allgemeine Informationen wie auch Anlaufstellen vor Ort. Aufgenommen hat der Krebsinformationsdienst aber auch Patientenorganisationen, die vorwiegend im Internet über Foren aktiv sind.

Neben den Verbänden, die direkt zum Thema Blasenkrebs arbeiten, gibt es auch Selbsthilfeorganisationen, die sich für die Anliegen von Menschen mit Stoma stark machen. Wichtig für Patientinnen und Patienten mit Blasenkrebs können zudem Organisationen sein, die sich ganz allgemein zum Thema Krebs engagieren und die Rechte Betroffener vertreten.

Beratung: Wer hilft bei sozialrechtlichen Fragen oder bei der Krankheitsbewältigung?

Kliniksozialdienste

Kliniksozialdienste sind Ansprechpartner für alle ambulant oder stationär im Krankenhaus behandelten Krebspatienten. Auch in Nachsorgeeinrichtungen oder "Reha"-Kliniken gibt es diese Einrichtungen.

Geschulte Mitarbeiter beraten zu allen sozialrechtlichen Fragen, etwa zur Krankenversicherung oder zur Rente, zur Beantragung von Rehabilitationsmaßnahmen und zur Rückkehr in den Alltag und den Beruf. Sie helfen auch weiter, wenn man befürchtet, durch die Erkrankung in eine finanzielle oder andere Notlage zu geraten. Außerdem können sie über die Anerkennung einer Schwerbehinderung informieren und bei der Antragstellung helfen.

  • Termine mit dem Kliniksozialdienst können Patienten und je nach Situation auch Angehörige über die Stationsleitung oder die Ärzte ausmachen.

Psychoonkologische Dienste, Krebsberatungsstellen, Psychoonkologen

In großen Krankenhäusern gibt es fast immer einen psychoonkologischen Dienst oder eine vergleichbare Einrichtung: Patienten wie Angehörige können sich bei der Stationsleitung oder den behandelnden Ärzten nach einem Termin erkundigen.
Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus sind sowohl für sozialrechtliche Fragen wie auch zur Krankheitsbewältigung die regionalen psychosozialen Krebsberatungsstellen gute Ansprechpartner, nicht nur für Patienten, sondern auch für Angehörige. Die Suche nach Angeboten am Wohnort oder in der Region bietet der Krebsinformationsdienst unter "Psychosoziale Krebsberatungsstellen".

Patientinnen und Patienten, die längerfristige Unterstützung benötigen, können sich an Fachleute mit einer Weiterbildung in Psychoonkologie wenden: Das sind in der Regel Ärzte oder Psychologen in eigener Praxis. Ein Adressverzeichnis sowie weitere Informationen sind zugänglich unter "Praxen ambulant psychotherapeutisch tätiger Psychoonkologen".

Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD)

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet Ratsuchenden im gesetzlichen Auftrag Beratung zum Umgang mit einer Erkrankung und ihren Folgen; ein wichtiger Schwerpunkt sind die Rechte, die man als Patient hat. Im Internet ist die UPD unter www.patientenberatung.de zu finden. Telefonisch kann man sich auf Deutsch, Türkisch, Russisch und Arabisch beraten lassen, vor Ort in UPD-Beratungsstellen sowie per E-Mail oder über eine Beratungs-App. Unter besonderen Voraussetzungen ist auch ein Hausbesuch möglich. Mehr über die Angebote der UPD finden Interessierte unter www.patientenberatung.de/de/uber-uns/angebot.

Schriftliche Information: Welche Broschüren und Informationsblätter bieten Rat?

Kostenlos erhältliche Broschüren zum Thema Krebs gibt es von verschiedenen Anbietern. Eine Liste mit Bestelladressen und Links zu kostenlosen Download-Möglichkeiten hat der Krebsinformationsdienst zusammengestellt unter "Kostenloses Informationsmaterial zu Krebs".

Aufgeführt sind außer Broschüren zu Krebs im engeren Sinn auch Angebote zu vielen weiteren Themen, die für Betroffene und ihre Angehörigen interessant sein können.

Broschüren des Krebsinformationsdienstes

Was sollte man bei der Behandlungswahl beachten? Wie lebt man mit einer Krebserkrankung? Was hilft bei der Krankheitsbewältigung? Zu vielen Themen, die für Menschen mit einer Krebserkrankung wichtig sind, bietet der Krebsinformationsdienst eigene Broschüren und Informationsblätter an.

  • Eine Übersicht sowie Bestell- und Download-Möglichkeiten sind unter "Unsere Broschüren" zu finden.

Zum Weiterlesen: Linktipps und Quellen (Auswahl)