2 Hände werden unter einen fließenenden Wasserhahn gehalten.

Ist Krebs ansteckend?

Aktualisiert am:

Von: Dr. Anke Ernst (Pharmazeutin)

  • Nein, Krebs ist nicht ansteckend: Krebszellen können normalerweise nicht von Mensch zu Mensch übertragen werden. Sie können deshalb als Krebspatientin oder Krebspatient engen Kontakt zu anderen Menschen haben und auch Gegenstände bedenkenlos gemeinsam benutzen.
  • Es gibt aber Viren, die das Risiko erhöhen können, später an Krebs zu erkranken – zum Beispiel humane Papillomviren (HPV) oder Hepatitisviren. Vor ihnen kann man sich jedoch schützen, beispielsweise durch eine Impfung. Hinzu kommt: Nur ein sehr kleiner Teil der Menschen, die sich mit diesen Viren anstecken, bekommen auch Krebs.
  • In diesem Text beantworten wir häufige Fragen zu diesem Thema und erklären, warum Krebs nicht ansteckend ist.

Krebs ist nicht ansteckend – Wichtiges in Kürze

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Wichtig: Informationen aus dem Internet können Ihnen einen Überblick bieten. Sie sind aber nicht dazu geeignet, die Beratung durch einen Arzt oder eine Ärztin zu ersetzen.

Wie Krebs entsteht

Krebs entsteht durch Veränderungen im eigenen Körper – nicht durch Ansteckung von anderen Menschen.

Einen verständlichen Überblick über die Bildung von Krebs bietet der Text Krebsentstehung.

Krebs ist keine ansteckende Krankheit. Krebszellen verhalten sich nicht wie Bakterien oder Viren. Sie können Menschen nicht "infizieren" – auch nicht über offene Wunden, Blut, Speichel oder andere Körperflüssigkeiten. Deshalb besteht für gesunde Menschen kein Risiko, wenn sie mit einer Krebspatientin oder einem Krebspatienten zusammen sind.

Wichtig zu wissen:

  • Menschen mit Krebs geben normalerweise keine lebenden Krebszellen nach außen ab.
  • Selbst wenn Krebszellen in den Körper eines anderen Menschen gelangen würden, ist die Gefahr, davon krank zu werden oder Krebs zu bekommen, sehr gering.
  • Der Grund: Das Immunsystem erkennt die fremden Krebszellen sehr schnell als nicht zum Körper gehörend und zerstört sie.

Deswegen ist der enge Kontakt mit Krebspatienten ungefährlich – auch umarmen, küssen oder Geschlechtsverkehr. Krebs lässt sich auch nicht durch gemeinsames Benutzen von Gegenständen im Alltag übertragen.

Nur wenige Krebsarten hängen mit Viren zusammen

Bei wenigen Krebsarten können bestimmte Viren das Erkrankungsrisiko erhöhen. 

  • Dazu gehört zum Beispiel Leberkrebs. Hier gilt eine chronische Infektion mit Hepatitis C- und Hepatitis B-Viren als Krebsrisiko.
  • Bei Gebärmutterhalskrebs und auch bei einigen Krebsarten im Mund-, Rachen- und Genitalbereich können Human Papillomviren (HPV) Viren eine Rolle spielen.

Vor Hepatitis B und HPV schützt eine Impfung.

Bei den allermeisten Krebsarten spielen Viren allerdings keine Rolle. Das gilt auch für die häufigsten Krebsarten wie Brustkrebs, Prostatakrebs, Darmkrebs und Lungenkrebs.

Wichtig zu wissen

Ansteckend ist nur das Virus – nicht die Krebserkrankung selbst.

Fast alle Menschen kommen im Laufe ihres Lebens mit diesen Viren in Kontakt. Das Virus allein verursacht jedoch keinen Krebs. Erst wenn weitere Risikofaktoren hinzukommen, kann sich nach einigen Jahren Krebs entwickeln.

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