Angst vor Krebs nachvollziehbar
Die Erkrankung Krebs ist wie keine andere mit der Vorstellung von großem Leid und einem tödlichen Ausgang verbunden. Viele Menschen haben prägende persönliche Erfahrungen – etwa durch erkrankte Familienmitglieder oder Freunde. Auch die Berichterstattung in den Medien kann dazu beitragen, dass Krebs als besonders bedrohlich wahrgenommen wird. Es ist aber auch wichtig zu wissen, dass sich Diagnostik und Behandlung in den vergangenen Jahren enorm verbessert haben.

Viele Krebserkrankungen können heute früh erkannt und erfolgreich behandelt werden. Und selbst wenn eine Krebserkrankung nicht vollständig geheilt werden kann – mit entsprechender Behandlung können viele Betroffene noch über lange Zeit ein aktives Leben führen.“
Wissen gegen Angst – was kann ich selbst tun?
Gesunde Lebensgewohnheiten können helfen, das Krebsrisiko zu senken. Menschen, die sich nach den Empfehlungen des Europäischen Kodex zur Krebsbekämpfung richten, erkranken statistisch gesehen seltener an Krebs. Wer zum Beispiel nicht raucht, sich regelmäßig bewegt und sich gesund und ausgewogen ernährt, hat ein geringeres Krebsrisiko. Das gesetzliche Früherkennungsprogramm bietet Untersuchungen für verschiedene Krebsarten an, mit dem Ziel, Krebsvorstufen oder Krebs im Frühstadium zu erkennen.
Wenn die Angst überhandnimmt
Eine gewisse Sorge vor Krebs kennen die meisten. Sie kann dazu beitragen, dass Menschen im positiven Sinne auf ihre Gesundheit achten. Manchmal passiert es jedoch, dass die Angst ein Eigenleben entwickelt und zu einem hartnäckigen Begleiter wird. Die Beschäftigung mit der Angst kann dann viel Zeit und Energie kosten und zur echten Belastung werden.
Typische Warnzeichen können sein:
- ständiges Grübeln über mögliche Krebserkrankungen,
- häufiges Kontrollieren des eigenen Körpers,
- wiederholte Arztbesuche oder Untersuchungen, die nicht wirklich beruhigen oder auch umgekehrt, das Vermeiden von Arztterminen aus Angst vor einer Diagnose,
- intensive Internetrecherchen zu Symptomen oder Risiken,
- Schlafstörungen, starke Anspannung oder sozialer Rückzug.
Im Zweifelsfall Unterstützung suchen
Wer merkt, dass die Angst vor Krebs oder anderen schweren Erkrankungen übermäßig viel Raum einnimmt und den Alltag bestimmt, muss sich damit nicht abfinden. Es gibt Möglichkeiten, mit Sorgen und Ängsten so umzugehen zu lernen, dass sie das Leben weniger beeinträchtigen.
Tipp
Beim Umgang mit Sorgen und Ängsten können erfahrene Fachleute helfen, zum Beispiel im Rahmen einer kognitiven Verhaltenstherapie. Auch der Austausch mit anderen, denen es ähnlich ergeht, kann hilfreich sein. Wir unterstützen bei der Suche nach Adressen von Psychotherapeuten und weiteren Ansprechpartnern.
Zum Weiterlesen
Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) vom 27.07.2026.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter Krebs vorbeugen: Das persönliche Krebsrisiko senken

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