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Arztsuche

Wie hilft der Hausarzt? Wo findet man den Spezialisten?

Eigentlich ist alles ganz einfach: Man geht zum Arzt, um seine Fragen zu stellen oder seine Beschwerden zu schildern, und dieser kümmert sich um alles Weitere. Doch was tun, wenn man lange keinen Hausarzt mehr benötigt hat, nun aber wegen eines verdächtigen Symptoms einen Ansprechpartner sucht? Gibt es einen Facharzt für Krebs? Muss man immer gleich ins Krankenhaus, wenn es um die Nachbetreuung nach einer Krebsbehandlung geht?

Die folgenden Informationen richten sich an Krebspatienten und ihre Angehörigen. Sie zeigen auf, worauf man bei der Suche nach einem guten Arzt achten kann, wo man weitere Informationen findet und warum die Suche nach D E M Spezialisten manchmal gar nicht so schwierig ist.

Wichtig: Welcher Arzt für einen Krebspatienten der jeweils "Richtige" ist, hängt zum Teil auch von persönlichen Vorstellungen ab. Informationen aus dem Internet können zudem das persönliche Gespräch mit den Ärzten, die die Krebsbehandlung übernehmen sollen nicht ersetzen. Die folgenden Tipps sind daher nicht verbindlich und stellen nur eine Auswahl von Möglichkeiten dar.

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Qualifikation: Hausärzte, Fachärzte, Spezialisten - ein erster Überblick

Welche Spezialisierung muss man als Arzt oder Ärztin eigentlich haben, um Krebspatienten zu untersuchen, zu behandeln und zu betreuen? Die Antwort darauf ist gar nicht so einfach: D E N Facharzt für Krebsmedizin, D E N "Spezialisten" gibt es in Deutschland nicht. Je nach Tumorart und Therapie können Ärzte mehrerer verschiedener Fachrichtungen beteiligt sein.

Welche Vorschriften gibt es für die Medizinerausbildung? Wer in Deutschland als Arzt in einer eigenen Praxis gesetzlich krankenversicherte Patienten behandeln möchte, muss nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums der Humanmedizin noch eine mehrjährige Weiterbildung zum Facharzt absolvieren. In dieser Weiterbildung spezialisieren sich Ärzte auf ein Fachgebiet und können dabei Schwerpunkte auf bestimmte Bereiche setzten. Ergänzend zu dieser Facharztausbildung können sie noch weitere Zusatzqualifikationen erwerben.

Als Hausarzt tätig sind beispielsweise überwiegend Fachärzte für Allgemeinmedizin oder für Innere Medizin. Sie sind oft die erste Anlaufstelle, wenn man auffällige Beschwerden hat. Sie bleiben für viele Krebspatienten auch nach der Diagnose wichtige Ansprechpartner, auch dann, wenn sie meist nicht die Tumortherapie selbst übernehmen. Für die eigentliche Krebsbehandlung sind viele verschiedene Fachärzte zuständig: je nach Tumorart und Behandlungsverfahren beispielsweise Internisten, Frauenärzte, Hautärzte, Urologen, Strahlentherapeuten, Chirurgen, oder auch Ärzte und Psychologen, die sich auf Psychoonkologie spezialisiert haben.

Das bedeutet auch: Die meisten Betroffenen werden zumindest zeitweise "interdisziplinär" von mehreren Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen behandelt und betreut. So ist sichergestellt, dass Patienten nicht vom Wissen und Können eines einzelnen Arztes oder einer einzelnen Ärztin abhängig sind.

Qualitätscheck: Woran erkennt man eine gute Arztpraxis?

Sich gut aufgehoben fühlen, das will jeder Patient, wenn er zum Arzt geht. Doch woran erkennt man eine gute Praxis?
Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) hat im Auftrag der Bundesärztekammer (BÄK), der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und den im Patientenforum zusammengeschlossenen Patientenvertretern eine Broschüre erarbeitet. Sie führt wichtige Kriterien zur Beurteilung der Qualität von Ärzten und Arztpraxen auf. Diese Checkliste richtet sich an alle Patientinnen und Patienten, die sich darüber informieren wollen, was eine gute Ärztin/einen guten Arzt und eine gute Arztpraxis ausmacht.

Ansprechpartner finden: Wann zu welchem Arzt?

Der therapieführende Arzt: was versteht man darunter?

Teilen sich mehrere Ärzte die Betreuung oder findet die Krebsbehandlung in der Ambulanz eines Krankenhauses statt? Dann sollte man die Zuständigkeiten eindeutig regeln, um eine optimale Behandlung zu gewährleisten. Am besten übernimmt einer der beteiligten Ärzte die Koordination. Dieser "therapieführende Arzt" übernimmt die Zuweisungen zu Fachärzten und Krankenhäusern. Bei ihm laufen die Informationen aus Befunden und Laborberichten zusammen. Er ist in den meisten Fragen der erste Ansprechpartner für Patienten.

Die Vorteile: Doppeluntersuchungen oder sich möglicherweise gegenseitig störende Therapieverfahren werden vermieden, wenn alle Beteiligten über die gesamte Behandlung informiert sind. Auch in Notfällen müssen nicht erst verschiedene Ansprechpartner befragt werden, bis alle Informationen zur gesundheitlichen Situation vorliegen.

Wer die Therapieführung übernimmt, zum Beispiel der Hausarzt, die behandelnden Ärzte in der Klinikambulanz oder ein niedergelassener Spezialist, sollten Betroffene und alle beteiligten Ärzte möglichst frühzeitig abklären, spätestens jedoch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus.

Wichtig ist diese Klärung auch für gesetzlich versicherte Krebspatienten, die das sogenannte Hausarztmodell gewählt haben, oder für privat Versicherte, falls deren Vertrag ebenfalls vorschreibt, immer zunächst zum Hausarzt zu gehen.

Partner im Alltag: Hausärzte

Hausärztin oder Hausarzt sind für viele Menschen die ersten Ansprechpartner, an die sie sich bei gesundheitlichen Beschwerden oder einem Krebsverdacht wenden. Die eigentliche Krebsbehandlung gehört jedoch in der Regel nicht zum Spezialgebiet der Allgemeinmediziner oder als Hausarzt tätigen Internisten.

Trotzdem kann ein Hausarzt eine wichtige Vertrauensperson sein. Er kann, falls es die Behandlung und die konkrete Krankheitssituation ermöglichen, auch die Funktion des therapieführenden Arztes übernehmen.

Wie der bisherige Hausarzt selbst seine Rolle bei der Begleitung der Krebsbehandlung definiert, sollte man als Patient in einem persönlichen Gespräch abklären. Wer übernimmt die Führung der Krebstherapie? Wie arbeitet der Hausarzt mit dem behandelnden Krankenhaus zusammen? Wo sieht er die Grenze, von der an er bei Problemen grundsätzlich weiter verweist? Diese Fragen sollten unbedingt eindeutig geregelt sein.
Nicht vergessen werden sollte, dass auch Krebspatienten an vom Krebs unabhängigen Erkrankungen und Beschwerden leiden können: bei einem Schnupfen, für eine Impfung oder für die Kontrolle des Blutdrucks oder Blutzuckerspiegels bleibt der Hausarzt der behandelnde Arzt. Auch wenn es um die Versorgung im Alltag und die Pflege zu Hause geht: Hier ist der Hausarzt der erste Ansprechpartner.

Auf Krebs spezialisiert: Fachärzte

Der Hausarzt ist für viele Menschen der erste Ansprechpartner, wenn es um die Abklärung von Symptomen geht. Viele Allgemeinmediziner oder hausärztlich tätige Internisten führen besondere Untersuchungen bei Krebsverdacht zwar nicht selbst durch. Sie stellen aber eine Überweisung zum passenden Facharzt aus.

Auch einige Früherkennungsuntersuchungen können Hausärzte übernehmen. Für die Krebsfrüherkennung und die Abklärung von Symptomen sind ansonsten je nach Fragestellung Gynäkologen, Internisten, Urologen oder Hautärzte zuständig. Werden besondere Untersuchungen notwendig, überweisen sie zu weiteren Fachärzten, zum Beispiel zu einem Radiologen für Röntgenaufnahmen oder andere bildgebende Verfahren.

Die eigentliche Krebsbehandlung und die Nachsorge nach der Erstbehandlung in einer Klinik werden, je nach Situation und Art der Erkrankung, ebenfalls Fachärzte verschiedener Disziplinen übernehmen. Beteiligt sein können unter anderem Chirurgen, Radiologen, Strahlentherapeuten und Nuklearmediziner, Schmerztherapeuten oder andere Spezialisten. Manche Fachärzte, wie zum Beispiel den Pathologen oder den Laboratoriumsmediziner, bekommt man als Patient unter Umständen nie zu Gesicht, obwohl ohne sie die Krebsbehandlung nicht durchführbar wäre.

Einen Facharzt für "Krebs" im engeren Sinn gibt es nicht. Innerhalb der eigentlichen Fachdisziplinen gibt es jedoch die Möglichkeit, Schwerpunkte zu setzen oder sich durch Zusatz-Weiterbildungen zu spezialisieren. Zum Beispiel können sich Gynäkologen den Schwerpunkt "Gynäkologische Onkologie" erarbeiten. Internisten mit besonderer Spezialisierung auf die Krebsbehandlung haben Schwerpunktkompetenzen in "Hämatologie und Onkologie". Auf die Früherkennung und Behandlung von Darmkrebs spezialisiert sind Internisten als "Gastroenterologen". Für Kinderärzte heißt der entsprechende Schwerpunkt "Kinder-Hämatologie und –onkologie". Anästhesisten sind nicht nur Narkosespezialisten, sondern mit der Zusatz-Weiterbildung "Spezielle Schmerztherapie" auch Ansprechpartner für die Planung einer Krebsschmerzbehandlung.

Leistungsangebot: Auf Besonderheiten achten!

Heute können auch aufwändigere Behandlungsverfahren außerhalb eines Klinikaufenthalts durchgeführt werden. Ein Beispiel ist die Chemotherapie. Sie wird nicht nur stationär, sondern auch von spezialisierten Klinikambulanzen, und von vielen niedergelassenen Fachärzten angeboten.

In solchen Klinikambulanzen oder spezialisierten Facharztpraxen arbeiten unter anderem niedergelassene Internisten mit dem Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie. Auch Gynäkologen, Urologen oder Ärzte anderer Fachrichtungen mit der Zusatzweiterbildung "Medikamentöse Tumortherapie" führen Krebsbehandlungen ambulant durch.
Die Erlaubnis zur ambulanten Behandlung mit Zytostatika werden über die Standesorganisationen geregelt, also die jeweils zuständige Ärztekammer und die Kassenärztliche Vereinigung.

  • Adressen spezialisierter Praxen lassen sich über die Arztsuchsysteme dieser Organisationen und auch zum Beispiel die Arztsuchsysteme der Krankenkassen und die Berufsverbände finden (siehe Adressliste am Textende).
  • Die Suche nach auf Krebs spezialisierten Krankenhäusern, die auch nach einer stationären Behandlung die Betreuung weiter übernehmen können, wird im Text "Kliniksuche" erläutert.

Behandlung durch spezialisierte interdisziplinäre Teams: Ambulante spezialfachärztliche Versorgung

Was tun, wenn die eigene Erkrankung nicht nur von einem einzelnen Facharzt behandelt werden kann, man aber trotzdem nicht immer zur Therapie ins Krankenhaus möchte? Zumindest für Betroffene mit Tumoren im Verdauungstrakt und Bauchraum und für Krebspatientinnen mit einem gynäkologischen Tumor gibt es seit einiger Zeit ein besonderes Angebot; weitere Krebsarten sollen dazu kommen:

Im Jahr 2012 wurde mit dem Gesetz zur Verbesserung der Versorgungstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-VStG) die sogenannte ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) für Patienten mit bestimmten "seltenen oder komplexen" Krankheiten eingeführt. Dazu zählt auch Krebs. Ziel der ASV ist eine insgesamt verbesserte Versorgung.

Um dies umzusetzen, arbeiten in einem ASV-Team verschiedene Fachärzte, aber bei Bedarf auch Pflegefachleute und soziale Dienste, zusammen. Ganz wichtig: Ähnlich wie im Krankenhaus koordiniert eine Teamleitung die Behandlung und sorgt dafür, dass alle Beteiligten sich untereinander engmaschig austauschen. Diese Leitung ist auch der Ansprechpartner für Patienten. ASV-Teams sind nicht nur auf niedergelassene Fachärzte begrenzt: Auch Ärzte eines Krankenhauses können einbezogen sein. Auch die Qualität der Behandlung wird gewährleistet - alle beteiligten Ärzte müssen ihre Qualifikation zur Behandlung der Krankheit nachgewiesen haben.

Die ambulante spezialfachärztliche Versorgung ist noch im Aufbau, das Angebot wird weiter wachsen.

Behandlung bei sehr schwerer Erkrankung: Spezialisierte ambulante Palliativversorgung

Auch bei fortschreitender Erkrankung können Betroffene ambulant behandelt werden und in einer vertrauten Umgebung leben – vorausgesetzt, alle an der Versorgung Beteiligten arbeiten eng zusammen. Möglich wird dies durch die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) gemäß § 37b und § 132d des Sozialgesetzbuch V. Die SAPV ermöglicht es dem therapieführenden Arzt, ein spezialisiertes Palliativteam (Palliative Care Team) aus Pflegekräften und Palliativmedizinern zur Betreuung des Patienten hinzuzuziehen. Diese interdisziplinären Teams bringen viel Erfahrung in der Versorgung von Menschen mit, deren Erkrankung zwar nicht mehr geheilt, aber deren Beschwerden in der Sterbephase gelindert werden können.

Hohe Anforderungen bei einigen Untersuchungen

Für einige Diagnoseverfahren sind besondere Kenntnisse und die Einhaltung von Qualitätsstandards gesetzlich vorgeschrieben:

  • Die sogenannte "kurative" Mammographie also die Untersuchung zur Abklärung von verdächtigen Symptomen in der Brust, zum Beispiel eines Knotens, darf nur von Ärzten durchgeführt werden, die eine besondere Qualifikation nachweisen können. Auch ihre Praxis als solche muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen.
  • Das Mammographie-Screening zur Früherkennung von Brustkrebs bei gesunden Frauen darf sogar nur von besonders spezialisierten Zentren angeboten werden.
  • Auch die Darmspiegelung, die in der Früherkennung für Menschen im Alter ab 55 Jahren angeboten wird, muss von nachweislich qualifizierten Ärzten und qualitätsgeprüften Praxen durchgeführt werden. In der Regel sind dies Internisten, die sich auf Gastroenterologie spezialisiert haben, also auf Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, und eine besondere Weiterbildung zur Koloskopie des Darms haben.
  • Das Hautkrebs-Screening erfordert ebenfalls eine besondere Zusatzqualifikation. Diese kann von Hausärzten und anderen Fachärzten und natürlich von Dermatologen als Fachärzten für Hauterkrankungen erworben werden.

Teamarbeit: Nicht nur Ärzte spielen eine Rolle

In einer guten Arztpraxis arbeiten nicht nur Mediziner. Ein großer Teil der Organisation und viele Untersuchungen und einzelne Behandlungen, von der Blutabnahme bis zur Mammographie, werden heute durch Arzthelferinnen, Schwestern, technische Assistentinnen und andere Fachkräfte mit entsprechender Ausbildung übernommen. Physiotherapeuten kümmern sich in eigener Praxis um Krankengymnastik, Bewegungstherapie oder Lymphdrainage. Ernährungsberater, die ebenfalls immer häufiger in eigener Praxis tätig sind, helfen bei Fragen der täglichen Ernährung weiter.

Besonders wichtig ist ein solches Teamwork bei der häuslichen Pflege von Krebspatienten. Hier arbeiten viele Berufsgruppen Hand in Hand. Eine Übersicht von Ansprechpartnern bietet der Krebsinformationsdienst im Text "So wird häusliche Krankenpflege organisiert: Ansprechpartner".

Adressen und Links: Einen Arzt finden

Wie geht man konkret vor, wenn man bisher keine regelmäßigen Arztkontakte hatte und gute Ansprechpartner sucht? Über die Empfehlung von Freunden und Bekannten oder den Blick ins Telefonbuch hinaus kann man sich über folgende Suchmöglichkeiten weiter informieren:

Ärztekammern, Kassenärztliche Vereinigungen

  • Die Bundesärztekammer bietet die Möglichkeiten einer Online-Arztsuche: Unter www.bundesaerztekammer.de gelangt man beim Stichwort "Service" zur Arztsuche. Über eine Deutschlandkarte sind dann die regionalen Verzeichnisse abrufbar. Je nach Bundesland findet man jeweils eine gemeinsame Liste von Landesärztekammer und Kassenärztlicher Vereinigung, oder zwei getrennte Listen. Für gesetzlich Versicherte sind dann die Ärzte wichtig, die als Vertragsärzte direkt mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen können.
  • Gesetzlich Versicherte können auch direkt über die Arztsuche der Kassenärztliche Vereinigung suchen: Unter www.kbv.de/html/arztsuche.php gelangt man zu den regionalen Verzeichnissen. Die regionalen Kammern sind überwiegend auch am Telefon mit Auskünften bei der Suche nach qualifizierten Ansprechpartnern behilflich.

Krankenkassen

Die gesetzlichen Krankenkassen bieten ihren Versicherten Hilfe bei der Arztsuche an, entweder über die nächstgelegene Geschäftsstelle, über die Servicetelefone der Kasse oder über das Internet. Die Krankenkassen haben Portale entwickelt, in denen man Ärzte suchen, aber auch die eigenen Erfahrungen mit dem Arzt weitergeben sowie die Bewertung anderer Patienten einsehen kann.

  • Die Online-Angebote zur Arztsuche der AOK, Barmer GEK, Bertelsmann BKK und Techniker Krankenkasse verwenden die Inhalte der "Weissen Liste". Diese Inhalte sind auch direkt unter www.weisse-liste.de/de/arzt/arztsuche frei zugänglich. Die "Weisse Liste" ist ein werbefreies Online-Portal zur Arztsuche und wird von der Bertelsmann-Stiftung finanziert.
  • Auch der Verband der Ersatzkassen e.V. bietet mit dem "Arztlotsen" unter www.vdek-arztlotse.de ein Portal zur Arztsuche an.

Berufsverbände, Fachgesellschaften

Der Berufsverband der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen in Deutschland e.V. (BNHO) bietet eine Online-Suche nach Krebsspezialisten mit eigener Praxis, unter www.bnho.de/arztsuche.html. Ratsuchende können dort viele Adressen von Fachärzten für Innere Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie finden, die zum Beispiel eine ambulante Chemotherapie durchführen oder bei fortgeschrittener Krebserkrankung betreuen können. Doch Achtung: Es gibt weitere Ärzte aus anderen Fachrichtungen, die sich auf die Krebsbehandlung spezialisiert haben, aber kein Mitglied im BNHO sind und deshalb auch nicht in dieser Arztsuche aufgeführt werden.

Bei der Suche nach weiteren Berufsverbänden, die Listen spezialisierter Mitglieder führen, kann der Krebsinformationsdienst am Telefon und per E-Mail helfen.

Arztbewertungsportale

Immer häufiger genutzt werden Online-Bewertungsportale für Ärzte. Arztbewertungsportale lassen sich im Internet unter einem entsprechenden Stichwort finden. Aber Achtung: Meist stehen hinter diesen Portalen kommerzielle Anbieter und die Qualität der angebotenen Information ist unterschiedlich hoch.

Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) hat deshalb eine Checkliste erarbeitet, mit der man die Qualität eines Bewertungsportals ermitteln kann, mehr unter www.aezq.de/mdb/edocs/pdf/info/gute-praxis-bewertungsportale.pdf. Unter www.aezq.de/aezq/arztbewertungsportale/bewertete-portale finden sich die Ergebnisse der bereits vom ÄZQ durchgeführten Abgleiche der Qualitätskriterien für eine Auswahl von Bewertungsportalen.