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Humane Papillomviren © Prof. Hans Walter Zentgraf,  Deutsches Krebsforschungszentrum
Adressen, Links, Quellen

Humane Papillomviren: Hintergrundwissen

Quellen, Linktipps, Stellungnahmen

Letzte Aktualisierung: 07.07.2020
  • Welche Rolle humane Papillomviren (HPV) bei der Krebsentstehung spielen und was sich mit einer Impfung erreichen lässt, hat für viele Diskussionen gesorgt.
  • Die meisten Daten liegen zu Gebärmutterhalskrebs vor, aber es gibt weitere Studien zu anderen Krebsarten.
  • Wir haben für Sie vertiefende Informationen, Stellungnahmen von Experten, weitere Linktipps und Quellen zusammengestellt.

Kurz gefasste Informationen zum Thema bieten folgende Informationsblätter des Krebsinformationsdienstes, zum Laden und Ausdrucken als PDF-Datei:

Auf unseren Internetseiten finden Sie mehr zum Schutz vor Krebsrisiken unter Risiken vermeiden - Krebs vorbeugen.

Was es an Vorsorgetests heute gibt, lesen Sie unter Früherkennung: Krebs und Krebsvorstufen rechtzeitig erkennen.



Weltgesundheitsorganisation (World Health Organisation, WHO)

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, dass die HPV-Impfung in nationale Impfprogramme aufgenommen werden sollte. Interessierte finden eine Zusammenfassung der Empfehlungen in englischer Sprache.

Europäischer Kodex zur Krebsbekämpfung

2014 erschien eine Neufassung des "Europäischen Kodex zur Krebsbekämpfung". Auch diese Empfehlungen betonen die Bedeutung der Impfung zum Schutz vor Tumoren. Verantwortlich ist die Internationale Krebsforschungsagentur, die zur Weltgesundheitsorganisation WHO gehört. Der Kodex wurde im Auftrag der EU überarbeitet. Hintergrundinformationen zum Schutz vor Krebsviren bietet ein Kapitel zu Impfungen und Infektionen.

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG)

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) bietet verschiedene Texte zum Thema an:

Robert Koch-Institut, Ständige Impfkommission STIKO

Das Robert Koch-Institut (RKI) bietet auf seinen Internetseiten viele Hintergrundinformationen zum Thema Infektionskrankheiten und Impfen:

Wie hoch im die HPV-Impfquote bei Mädchen in Deutschland? Das beschreibt ein Faktenblatt mit Ergebnissen der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (erste Folgebefragung KiGGS Welle 1).

Paul-Ehrlich-Institut

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), das Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, ist für die nationale Zulassung von Impfstoffen in Deutschland verantwortlich. Dort gibt es Informationen zu den HPV-Impfstoffen.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) informiert allgemein über Impfungen unter www.impfen-info.de und zur HPV-Impfung. Auf der Internetseite www.liebesleben.de informiert die BZgA über sexuell übertragbare Infektionen und die daraus entstehenden Krankheiten, unter anderem auch über HPV.

Links in den Texten zum Thema HPV verweisen auf weiterführende Internetseiten, sowohl des Krebsinformationsdienstes wie auch anderer Anbieter. Aufgeführt sind außerdem das jeweils letzte Überprüfungsdatum und genutzte Quellen, darunter Leitlinien von nationalen und internationalen Fachgesellschaften, Stellungnahmen und aktuelle Fachartikel. Eine Übersicht findet hier, diese Zusammenstellung erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Deutsches Krebsforschungszentrum: Fakten zur Krebsprävention

In der Publikationsreihe "Fakten zur Krebsprävention" fasst das Deutsche Krebsforschungszentrum wissenschaftliche Erkenntnisse zum Zusammenhang zwischen verschiedenen Krebsrisikofaktoren und Krebs in zweiseitigen Factsheets zusammen, unter anderem zur HPV-Infektion. Die Informationen richten sich vorwiegend an Fachleute und Multiplikatoren.

Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC)

Die Monographie der Internationalen Agentur für Krebsforschung zu humanen Papillomviren als Risikofaktor von 2007 ist in englischer Sprache über das Internet abrufbar.

Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA)

Der Gemeinsamen Bundesausschusses veröffentlicht eine Richtlinie über Schutzimpfungen nach § 20d Abs. 1 SGB V (Schutzimpfungs-Richtlinie). Sie ist Grundlage für die Kostenerstattung der HPV-Impfung durch die gesetzliche Krankenversicherung.

Die Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Früherkennung von Krebserkrankungen (Krebsfrüherkennungs-Richtlinie) ist als PDF abrufbar. Dort wird auch auf die HPV-Impfung und ihre Auswirkungen auf die Früherkennung bei Frauen sowie die Rolle des HPV-Tests Bezug genommen.

Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF)

Auf den Internetseiten der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. finden Interessierte Leitlinien deutscher Fachgesellschaften. Mehrere der aktuell verfügbaren Fachempfehlungen behandeln auch das Thema Humane Papillomviren, die Vorbeugung einer Infektion und die Behandlung assoziierter Erkrankungen. Hier eine Auswahl:

Arzneimittelfachinformationen zu den Impfstoffen

Hintergrundinformationen zu den verfügbaren Impfstoffen bietet die Europäische Arzneimittelagentur (EMA). Die EMA ist für die europaweite Zulassung von Arzneimitteln und Impfstoffen zuständig. Ausführliche Berichte sind im Internet in englischer Sprache abrufbar, in Deutsch gibt es eine Zusammenfassung für die Öffentlichkeit.

Als Quelle für Aussagen zu den Impfstoffen hat der Krebsinformationsdienst außerdem die aktuellen Fachinformationen der Hersteller herangezogen (zum Beispiel über www.fachinfo.de, für Fachkreise zugänglich). Frei zugängliche Arzneimittelinformationen in deutschen Datenbanken finden sich etwa unter www.pharmnet.bund.de. Wegen der Verfügbarkeit aktueller Impfstoffe wurden Anfragen direkt an die Hersteller gerichtet.

Analysen und Stellungnahmen von Institutionen und Fachgesellschaften zur HPV-Impfung

Bewertung der Ständigen Impfkommission STIKO
Die Ständige Impfkommission STIKO am Robert Koch-Institut ist in Deutschland für die jeweils geltenden Impfempfehlungen und Impfkalender zuständig. Veröffentlicht werden die aktuellen Texte im "Epidemiologischen Bulletin" des RKI, ältere Fassungen bleiben über das Archiv der Seite zugänglich.

Europäischer Kodex zur Krebsbekämpfung
Im Kodex wird die Bedeutung der Impfung zum Schutz vor Tumoren betont.

Zum Vergleich: Einschätzungen der HPV-Impfung in Nicht-EU-Ländern
Die U.S.-Amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) bietet Informationen zur Zulassungsindikation der jeweiligen Impfstoffe.
Die U.S.-Centers for Disease Control and Prevention informieren über die aktuellen Impfpläne und Empfehlungen und zu HPV im Besonderen.

Auch in Australien sind inzwischen Jungen in das staatliche Impfprogramm eingeschlossen. Mehr dazu findet sich in englischer Sprache auf den Seiten des australischen Gesundheitsministeriums.

HTA-Bericht zum Nutzen und zu möglichen Risiken der HPV-Impfung
Im Jahr 2009 erschien ein sogenannter HTA-Bericht zum Nutzen und zu möglichen Risiken der HPV-Impfung. HTA steht für "Health Technology Assessment": Dieser Begriff bezeichnet einen Prozess, mit dem Fachleute medizinische Verfahren und Technologien systematisch bewerten. Ziel ist die Sicherung der Qualität und Wirtschaftlichkeit der Gesundheitsversorgung.
Die Autoren des Berichts sehen als belegt an, dass die HPV-Impfung wirksam vor Krebsvorstufen des Gebärmutterhalses schützt, die von HPV 16 und 18 verursacht werden. Schwere Nebenwirkungen könnten nicht ursächlich mit der Impfung in Verbindung gebracht werden. Einige Fragen seien aber noch offen.
Herausgeber des HTA-Berichts ist das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI). Der HTA-Bericht trägt den Titel "Impfung gegen humane Papillomaviren (HPV) zur Prävention HPV 16/18 induzierter Zervixkarzinome und derer Vorstufen" (PDF).

Erneute Analyse des Sicherheitsprofils der HPV-Impfstoffe
2015 führte die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) eine zusätzliche Überprüfung des Sicherheitsprofils der HPV-Impfstoffe durch. Sie ergab keinen Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen einer HPV-Impfung und bestimmten Syndromen. Mehr dazu finden Interessierte in englischer Sprache bei der EMA sowie auf Deutsch beim Paul-Ehrlich-Institut.

Stellungnahmen von Institutionen und Fachgesellschaften zum HPV-Test

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)
Bewertung des Stellenwertes der HPV-Testung in der Krebsfrüherkennung, Schwerpunkt Gebärmutterhalskrebs. Aus den begutachteten Forschungsergebnissen ergeben sich Hinweise auf einen Nutzen des HPV-Tests.

Cochrane-Review zur HPV-Testung
Arbyn M, Roelens J, Simoens C, Buntinx F, Paraskevaidis E, Martin-Hirsch PPL, Prendiville WJ. Human papillomavirus testing versus repeat cytology for triage of minor cytological cervical lesions. Cochrane Database of Systematic Reviews 2013, Issue 3. Art. No.: CD008054. DOI: 10.1002/14651858.CD008054.pub2.

Weitere Quellen und Fachpublikationen (Auswahl)



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Erstellt: 07.07.2020