- Bei einer Darmspiegelung (Koloskopie) betrachten Ärztinnen und Ärzte den Dickdarm von innen mit einem flexiblen Untersuchungsgerät.
- So können sie Veränderungen in der Darmschleimhaut erkennen und oft direkt weiter untersuchen.
- Darmkrebsvorstufen oder auch Tumoren sind durch die Untersuchung frühzeitig erkennbar. Auch Beschwerden wie anhaltende Bauchschmerzen oder Blut im Stuhl können abgeklärt werden.
Wann ist eine Darmspiegelung sinnvoll?
Stellenwert der Darmspiegelung
Fachleute bewerten die Darmspiegelung als die genaueste Methode, um frühzeitig Veränderungen im Darm zu erkennen.
Es gibt verschiedene Gründe für eine Darmspiegelung, zum Beispiel:
- Früherkennung und Vorsorge von Darmkrebs: Mit einer Darmspiegelung können Ärztinnen und Ärzte Vorstufen von Darmkrebs und Darmkrebs frühzeitig erkennen. Sie können solche Vorstufen von Darmkrebs auch direkt entfernen.
- Beschwerden im Darm: Zum Beispiel bei Blut im Stuhl, anhaltenden Bauchschmerzen oder anderen unklaren Beschwerden. Mit einer Darmspiegelung kann auch ein Verdacht auf andere Darmerkrankungen abgeklärt werden.
- Nachsorge nach einer Darmkrebserkrankung: Regelmäßige Darmspiegelungen helfen dabei, den Darm nach der Krebserkrankung zu kontrollieren und Veränderungen früh zu entdecken.
Zum Weiterlesen
Ab dem Alter von 50 Jahren können Sie an regelmäßigen Untersuchungen des gesetzlichen Darmkrebs-Früherkennungs-Programms teilnehmen. Diese umfassen eine Darmspiegelung, die bei unauffälligem Befund nach 10 Jahren wiederholt werden kann.
Mehr zur Darmkrebs-Früherkennung erfahren Sie im gleichnamigen Text.
Wo wird eine Darmspiegelung durchgeführt?
Eine Darmspiegelung ist nur in spezialisierten Praxen oder Klinikambulanzen möglich.
Die eigentliche Darmspiegelung dauert in der Regel 30 Minuten, daher ist ein Krankenhausaufenthalt meistens nicht notwendig.
Wichtig: Nur speziell ausgebildete Ärztinnen und Ärzte dürfen eine Darmspiegelung durchführen. Dabei handelt es sich meist um Fachärztinnen und -ärzte, die sich auf Erkrankungen des Verdauungssystems spezialisiert haben (sogenannte Gastroenterologinnen und Gastroenterologen).
Was passiert bei einer Darmspiegelung?
Vor einer Darmspiegelung haben viele Menschen Fragen zum Ablauf der Untersuchung. Hier erfahren Sie Schritt für Schritt, was Sie bei einer Darmspiegelung erwartet und worauf Sie achten müssen:
Aufklärungsgespräch
Vor einer Darmspiegelung führt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt ein Aufklärungsgespräch mit Ihnen. In diesem Gespräch erfahren Sie unter anderem
- wie Sie sich vorbereiten müssen,
- was mögliche Risiken sein können und
- was Sie bei einer Kurznarkose (Sedierung) beachten sollten.
Zusätzlich können Sie Fragen stellen, wenn Ihnen etwas unklar ist.
Manche Ärztinnen und Ärzte prüfen vorab die Blutgerinnung mit einer Blutprobe. Denn bei einer Darmspiegelung und der Entnahme von Gewebeproben kann es zu kleinen Verletzungen und Blutungen kommen. Meistens sind sie nur leicht und hören von allein auf zu bluten.
Im Vorgespräch können Sie auch mit der Ärztin oder dem Arzt besprechen, ob wegen der Vorbereitung und der Durchführung eine Krankmeldung für den Arbeitgeber nötig ist.
Wichtig zu wissen
Sagen Sie der Ärztin oder dem Arzt im Vorgespräch, welche Vorerkrankungen Sie haben und welche Medikamente Sie einnehmen. Manches kann das Risiko für Komplikationen erhöhen. Für eine sichere Untersuchung ist es wichtig, dass die Ärztin oder der Arzt Bescheid weiß.
Darmspiegelung vorbereiten: Worauf muss ich bei der Darmspiegelung achten?
Für eine Darmspiegelung (Koloskopie) muss der Darm vollständig entleert sein. Bei der Anmeldung in der Praxis erhalten Sie daher ein Rezept für ein Abführmittel.
Es gibt verschiedene Präparate, die unterschiedlich wirken. Welches Präparat in Ihrer Situation passend ist und wie Sie es anwenden, erfahren Sie beim Aufklärungsgespräch oder in der Apotheke.
Grundsätzlich gilt: Vor einer Darmspiegelung sollten Sie bis zu eine Woche auf schwer verdauliche Speisen verzichten.
Dazu gehören beispielsweise:
- Vollkornprodukte, wie Müsli oder grob geschrotetes Brot
- und andere Kern- und faserhaltige Lebensmittel, wie zum Beispiel Beeren oder Salat.
Lebensmittel mit Kernen oder Fasern brauchen lange, um den Darm zu verlassen und können die Untersuchung erschweren. Tagelanges Fasten ist vor der Koloskopie aber nicht nötig.
Sobald Sie das Abführen am Nachmittag oder Abend vor Ihrem Darmspiegelungs-Termin beginnen, sollten Sie nichts mehr essen und nur noch klare Flüssigkeit trinken. Einzelheiten erfahren Sie im Aufklärungsgespräch mit der behandelnden Ärztin oder dem Arzt.
Tipp
Wenn Sie Diabetes haben oder aus anderen gesundheitlichen Gründen nicht so lange fasten können, besprechen Sie das mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt im Aufklärungsgespräch. Es gibt Möglichkeiten, die Vorbereitungen für die Darmspiegelung möglichst schonend anzupassen.
Wie läuft eine Darmspiegelung ab?
Eine Darmspiegelung dauert circa 30 Minuten. Sie liegen dabei seitlich auf der Liege. Wenn Sie es wünschen, bekommen sie vorab eine "Schlafspritze" (Sedierung) – dann bekommen Sie von der Untersuchung nichts mit.
Die Ärztin oder der Arzt führt für die Darmspiegelung einen fingerdicken, biegsamen Schlauch über den After in den Enddarm ein. Dieses Untersuchungsgerät nennen Fachleute Koloskop. Am Ende dieses Schlauchs befindet sich eine Kamera, die Bilder aus dem Darm an einen Monitor überträgt.
Die Ärztin oder der Arzt schiebt das Untersuchungsgerät dann den Darm entlang. Während der Untersuchung wird der Darm geweitet, indem Luft in den Darm geblasen wird. Dadurch kann die Ärztin oder der Arzt die Schleimhaut des Darms besser sehen. Beim Zurückziehen des Koloskops kontrolliert sie oder er die Darmschleimhaut Abschnitt für Abschnitt.
Werden dabei verdächtige Wucherungen entdeckt, können direkt Proben entnommen werden. Kleinere Veränderungen werden komplett entfernt. Dafür nutzen die Ärztinnen oder Ärzte kleine Instrumente oder Schlingen, die über den Schlauch eingeführt werden.
Was muss ich nach einer Darmspiegelung beachten?
Nach der Darmspiegelung bleiben Sie noch eine kurze Zeit in der Klinik oder Praxis. Anschließend können Sie in der Regel wieder nach Hause gehen.
Sie sollten nach einer Darmspiegelung circa eine Stunde nichts essen oder trinken. Danach können Sie in der Regel wie gewohnt Mahlzeiten und Getränke zu sich nehmen, auch wenn die Ärztin oder der Arzt Gewebeproben entnommen hat.
Wenn Sie eine “Schlafspritze“ (Sedierung) bekommen haben, sollten Sie mit dem Essen warten, bis die Wirkung vollständig nachgelassen hat. Lassen Sie sich am besten auch von einer erwachsenen Bezugsperson nach Hause bringen.
Wichtig zu wissen
Nach einer Sedierung ist das Reaktionsvermögen eingeschränkt. Daher sollten Sie 24 Stunden nach der Untersuchung:
- nicht am Straßenverkehr teilnehmen,
- keine wichtigen Entscheidungen treffen,
- nicht an laufenden Maschinen arbeiten und
- keinen Alkohol trinken.
Wenn bei der Darmspiegelung Gewebeproben entnommen oder Vorstufen von Darmkrebs entfernt wurden, sollten Sie sich an diesem Tag körperlich schonen. Ansonsten können Sie ihren Alltag nach der Untersuchung wie gewohnt fortsetzen.
Beschwerden nach der Darmspiegelung?
Informieren Sie die Ärztin oder den Arzt umgehend, wenn Sie Beschwerden haben. Dazu gehören:
- Übelkeit oder Schwindel,
- Fieber über 38 Grad Celsius,
- anhaltende Bauchschmerzen oder
- stärkere Blutungen
Auch wenn diese Beschwerden erst einige Tage nach der Darmspiegelung auftreten, wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
Alternativen zur Darmspiegelung
Es gibt weitere Methoden, Bilder aus dem Darm zu erhalten: Dazu gehören zum Beispiel
- die virtuelle Darmspiegelung,
- die Kapselendoskopie und
- die Sigmoidoskopie.
Diese Verfahren sind jedoch nicht so zuverlässig wie eine Darmspiegelung. Außerdem können die Ärztinnen und Ärzte dabei keine Gewebeproben entnehmen.
Deswegen kommen diese Methoden normalerweise nur in Ausnahmesituationen in Betracht.
Virtuelle Darmspiegelung: Aufnahme des Darms von außen
Eine virtuelle Koloskopie erstellt Bilder des Darms mithilfe einer Computertomographie (CT) oder selten auch mithilfe einer Magnetresonanztomographie (MRT). Anders als bei der üblichen Darmspiegelung ist es dabei nicht notwendig ein Untersuchungsgerät in den Darm einzuführen. Die Darmreinigung mit einem Abführmittel ist bei einer virtuellen Darmspiegelung genau wie bei einer üblichen Koloskopie notwendig.
Fachleute empfehlen die virtuelle Darmspiegelung für die Früherkennung oder Diagnose von Darmkrebs nur eingeschränkt. Der Grund: CT-Untersuchungen belasten den Körper durch Röntgenstrahlung und eine MRT ist derzeit noch nicht präzise genug für eine zuverlässige Darmkrebs-Früherkennung.
In Ausnahmesituationen kann die virtuelle Darmspiegelung dennoch eingesetzt werden. Das kann unter anderem sein, wenn:
- wenn durch Narbenbildung oder Verengungen eine Koloskopie nicht möglich ist oder
- wenn der oder die Betroffene abklärungsbedürftige Symptome hat, aber eine Darmspiegelung ablehnt.
Wichtig
Die virtuelle Darmspiegelung gehört nicht zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Patientinnen und Patienten müssen die Kosten daher in der Regel selbst übernehmen. Informieren Sie sich vorher bei Ihrer Krankenkasse, ob in Ihrer Situation eine Kostenübernahme möglich ist.
Kapselendoskopie: Die Kamera als Pille schlucken
Bei der Kapselendoskopie schluckt die Patientin oder der Patient eine kleine Kapsel mit einer Kamera. Diese nimmt Bilder auf, während sie durch das Verdauungssystem wandert und sendet sie an ein Empfangsgerät. Die Kapsel scheidet die Person später auf natürlichem Wege aus.
Auch bei diesem Verfahren ist vorher eine gründliche Darmreinigung notwendig.
Die Kapselendoskopie gilt derzeit nicht als ausreichend zuverlässig für die Darmkrebs-Früherkennung oder Diagnostik. Tumoren und Krebsvorstufen werden dabei leichter übersehen als bei einer Darmspiegelung.
Nach Möglichkeit empfehlen die Ärztinnen und Ärzte dann eher eine virtuelle Darmspiegelung.
Wichtig: Die Kapselendoskopie ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Die Kosten für eine Kapselendoskopie müssen Patientinnen und Patienten in der Regel selbst übernehmen. Sprechen Sie vorher mit Ihrer Krankenkasse, ob in Ihrer Situation eine Kostenübernahme möglich ist.
Sigmoidoskopie: die "kleine" Darmspiegelung

Bild: © Krebsinformationsdienst, DKFZ; erstellt mit BioRender.com
Bei einer Sigmoidoskopie untersucht die Ärztin oder der Arzt nur den Enddarm und den letzten Abschnitt des Dickdarms. Die Methode funktioniert ähnlich wie eine übliche Darmspiegelung, allerdings führt die Ärztin oder der Arzt das Untersuchungsgerät nicht so weit in den Darm ein.
Für eine Sigmoidoskopie ist keine vorbereitende Darmreinigung zuhause notwendig. Das Behandlungsteam reinigt den Darmabschnitt, der untersucht wird, kurz vorher mit einem Einlauf. Das Risiko für Komplikationen ist bei der Untersuchung geringer als bei der Koloskopie.
Sigmoidoskopie bei der Früherkennung: Die Sigmoidoskopie gilt nicht als Standard-Untersuchung zur Früherkennung von Darmkrebs. Daher bezahlt die Krankenkasse die Kosten für eine Sigmoidoskopie nicht, wenn sie zur Früherkennung von Darmkrebs eingesetzt wird.
Sigmoidoskopie bei Diagnostik und Nachsorge: Auch bei der Diagnose und Nachsorge von Darmkrebs empfehlen Fachleute eine komplette Darmspiegelung, da die Ärztin oder der Arzt bei der Sigmoidoskopie große Teile des Dickdarms nicht untersucht. Tumoren und Vorstufen von Darmkrebs, die sich dort befinden, kann sie oder er also nicht entdecken.
Sigmoidoskopie bei Enddarmkrebs: Bei Enddarmkrebs (Rektumkarzinom) kann die Sigmoidoskopie in der Nachsorge helfen, örtliche Rückfälle frühzeitig zu erkennen.
Starre Rektoskopie
Ein ähnliches Verfahren ist die sogenannte starre Rektoskopie. Dabei verwendet die Ärztin oder der Arzt ein kürzeres, unbewegliches Untersuchungsgerät. Eine starre Rektoskopie kommt je nach Situation bei der Diagnose und Nachsorge von Enddarmkrebs zum Einsatz.
Ist eine Darmspiegelung schmerzhaft?
Eine Darmspiegelung ist unangenehm, aber selten schmerzhaft. Sie erhalten in der Regel ein Beruhigungsmittel oder ein Schmerzmittel. Sie können auch eine Sedierung mit dem Medikament "Propofol " erhalten. Dann fallen Sie in einen kurzen Tiefschlaf und spüren nichts von der Darmspiegelung.
Tipp
Besprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt beim Aufklärungsgespräch, ob es Gründe gegen die "Schlafspritze" gibt. Dazu zählen zum Beispiel Unverträglichkeiten auf die verwendeten Medikamente oder schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Personen, die eine Darmspiegelung hatten, berichten oft von Blähungen durch die eingeblasene Luft im Darm. Dadurch kann es zu Bauchschmerzen kommen.
In manchen Praxen ist es möglich, statt Raumluft Kohlendioxid in den Darm einzuführen, um diesen zu weiten. Das baut sich schneller ab und führt daher zu weniger Beschwerden. Die Nutzung von Kohlendioxid ist eine Individuelle Gesundheitsleistung (IGel). Sie müssen daher die Kosten dafür selbst bezahlen.
Risiken der Darmspiegelung
Hinweis
Eine Darmspiegelung ist eine sehr zuverlässige Untersuchung. Trotzdem kann es vorkommen, dass die Ärztinnen oder Ärzte kleine Veränderungen in der Darmschleimhaut übersehen.
Fachleute sind sich jedoch einig: Der Nutzen der Darmspiegelung ist größer als die möglichen Risiken.
Viele Menschen fürchten, dass eine Darmspiegelung sehr unangenehm ist. Studien haben allerdings gezeigt, dass die Untersuchung für die meisten Menschen weniger belastend ist, als sie befürchten. Sie kann unangenehm sein, ist aber selten schmerzhaft.
Tipp
Besprechen Sie Ihr persönliches Risiko am besten im Aufklärungsgespräch mit der Ärztin oder dem Arzt.
Wie jede Untersuchung birgt die Darmspiegelung auch Risiken: Nachdem die Ärztin oder der Arzt beispielsweise Polypen entfernt hat, können Blutungen auftreten. Diese können jedoch direkt gestillt werden und sind daher häufig unproblematisch.
Schwere Komplikationen wie starke Blutungen oder eine Verletzung der Darmwand sind sehr selten. Wenn Sie eine Kurznarkose (Sedierung) erhalten, können außerdem Herz-Kreislauf-Probleme auftreten. Auch das kommt nur selten vor.
Das Risiko für Komplikationen kann höher sein, wenn Sie bereits einmal am Bauch operiert wurden. Dann kann der Darm weniger beweglich sein und stärker mit dem umliegenden Gewebe verwachsen. Auch mit zunehmendem Alter steigt das Komplikationsrisiko.
Ein Blick auf die Zahlen
Studien zeigen, dass höchstens 3 von 1.000 Untersuchten starke Blutungen erleiden. Eingerechnet sind dabei alle Koloskopien: im Rahmen der Früherkennung, Diagnostik und bei der Nachsorge.
Damit ist das Risiko für Komplikationen bei einer Darmspiegelung insgesamt sehr gering.
Wie geht es nach der Darmspiegelung weiter?
Nach einer Darmspiegelung erläutert die Ärztin oder der Arzt das vorläufige Ergebnis der Untersuchung. Hierbei geht es vor allem um folgende Fragen:
- War die Darmschleimhaut unauffällig?
- Gab es auffällige Veränderungen oder Polypen?
Entnehmen Ärztinnen oder Ärzte bei einer Darmspiegelung Proben oder entfernen Polypen, senden sie die Proben zur Untersuchung in ein Labor. Dort untersuchen Expertinnen und Experten das Gewebe genau. So lässt sich feststellen, ob die Veränderungen harmlos sind oder ob es Hinweise auf Darmkrebs gibt.
Bis die Ergebnisse aus dem Labor vorliegen kann es einige Tage dauern. Dann lädt die Ärztin oder Arzt Sie meist zu einem Besprechungstermin ein.
Mehr dazu finden Sie in unserem Text „Darmkrebs: Untersuchungen bei Krebsverdacht“.
Muss ich die Darmspiegelung selbst bezahlen?
Im Rahmen der gesetzlichen Darmkrebs-Früherkennung oder weil es medizinische Gründe dafür gibt, übernimmt die Kosten für eine Darmspiegelung in der Regel die Krankenkasse. Wenn die Koloskopie auf Ihren eigenen Wunsch gemacht wird, müssen Sie die Kosten selbst übernehmen.
Wichtig zu wissen
Die behandelnde Ärztin oder der Arzt kann durch die Darmspiegelung auch andere Darmerkrankungen feststellen. Beispielsweise:
- Infektionen,
- eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung (CED) oder
- Hämorrhoiden.
Quellen und Links für Interessierte und Fachkreise
Im Folgenden finden Sie eine Auswahl an hilfreichen Links zum Weiterlesen und Quellen, die für die Erstellung dieses Textes genutzt wurden.
Quellen und weiterführende Informationen
Leitlinien
S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom, Langversion 3.2, AMWF-Registernummer: 021-007OL, Stand: März 2026, abgerufen am 29.07.26
S2k-Leitlinie Qualitätsanforderungen in der gastrointestinalen Endoskopie, Version 2.1, Stand 31.07.2025, abgerufen am 29.07.26
S3-Leitlinie Sedierung in der gastrointestinalen Endoskopie, Version 3.1, Stand 01.06.2023, abgerufen am 29.07.26
Im "Atlas der gastroenterologischen Endoskopie" finden Interessierte Bilder und Videos von Koloskopien im gesunden Darm, aber auch bei verschiedenen Darmerkrankungen. Die Webseite wird betrieben vom Albertinen-Krankenhaus Hamburg.
Fachartikel (Auswahl)
Ell C, Friedrich-Rust M, Schmitt W. Positionspapier der Sektion Endoskopie der DGVS zur Darmreinigung vor Koloskopie [Position paper of the Endoscopy Section of the DGVS intestinal lavage before colonoscopy]. Z Gastroenterol. 2007 Nov;45(11):1191-8. doi: 10.1055/s-2007-963632.
Buchner AM, Shahid MW, Heckman MG, Krishna M, Ghabril M, Hasan M, Crook JE, Gomez V, Raimondo M, Woodward T, Wolfsen HC, Wallace MB. Comparison of probe-based confocal laser endomicroscopy with virtual chromoendoscopy for classification of colon polyps. Gastroenterology. 2010 Mar;138(3):834-42. doi: 10.1053/j.gastro.2009.10.053.
Spada C, Hassan C, Bellini D, Burling D, Cappello G, Carretero C, Dekker E, Eliakim R, de Haan M, Kaminski MF, et al. Imaging alternatives to colonoscopy: CT colonography and colon capsule. European Society of Gastrointestinal Endoscopy (ESGE) and European Society of Gastrointestinal and Abdominal Radiology (ESGAR) Guideline - Update 2020. Endoscopy. 2020 Dec;52(12):1127-1141. doi: 10.1055/a-1258-4819.
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