Für Alle

Sie sind Krebspatient, Angehöriger, Freund oder möchten sich zur Krebsvorbeugung und Krebsfrüherkennung informieren?

0800 - 420 30 40

Telefonisch täglich von 8 bis 20 Uhr, Anruf kostenlos

krebsinformationsdienst@dkfz.de

Per E-Mail (datensicheres Kontaktformular)

Für Fachkreise

Sie sind an der Versorgung von Krebspatienten beteiligt und benötigen unabhängig und neutral recherchierte Fakten?

0800 - 430 40 50

Telefonisch täglich von 8 bis 20 Uhr, Anruf kostenlos

kid.med@dkfz.de

Per E-Mail (datensicheres Kontaktformular)

Speiseröhrenkrebs © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum
Speiseröhrenkrebs

NEU: Chat zu Corona und Krebs: Di bis Fr von 15-17 Uhr. Auch am Telefon und per E-Mail erreichen Sie uns weiterhin.

KONTAKT

Speiseröhrenkrebs (Ösophaguskarzinom)

Letzte Aktualisierung: 10.07.2019

Speiseröhrenkrebs, auch Ösophaguskarzinom genannt, bezeichnet einen Tumor der Speiseröhrenschleimhaut. Es gibt zwei Arten des Speiseröhrenkarzinoms: das Adenokarzinom und das Plattenepithelkarzinom der Speiseröhre. Im frühen Stadium können Schluckbeschwerden ein Warnsignal für Speiseröhrenkrebs sein. Mit einer Spiegelung der Speiseröhre klären Ärzte den Verdacht ab. Entdecken sie Krebs, erfolgt eine vom Tumorstadium abhängige Therapie. Betroffene benötigen dann neben der Tumortherapie eine individuelle Ernährungsberatung.

Die Speiseröhre, auch Ösophagus genannt, ist ein Muskelschlauch. Er verbindet den Mund- und Rachenraum mit dem Magen. Die Innenwand des Schlauchs ist mit einer Schleimhaut ausgekleidet. Deren oberste Schicht besteht aus flachen Zellen, den sogenannten Epithelzellen. Bei Speiseröhrenkrebs verändern sich die Zellen in der Schleimhaut der Speiseröhre. Fachleute unterscheiden zwei Arten des Ösophaguskarzinoms:

  • Das Plattenepithelkarzinom entsteht aus den flachen Epithelzellen der Schleimhaut, die im gesamten Bereich der Speiseröhre vorkommen. Etwa fünf bis sechs von zehn Patienten mit Speiseröhrenkrebs sind von einem solchen Karzinom betroffen.
  • Das Adenokarzinom bildet sich aus Drüsenzellen der Schleimhaut, die sich im unteren Abschnitt der Speiseröhre am Übergang zum Magen befinden. Etwa vier bis fünf von zehn Patienten mit Speiseröhrenkrebs haben ein solches Adenokarzinom. Liegt das Adenokarzinom mehr als zwei Zentimeter unterhalb des Übergangs, gilt es als Magenkrebs.
Organe des Verdauungssystems © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum
Die Lage der Speiseröhre im Verdauungstrakt © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Besonders Männer erkranken an Speiseröhrenkrebs

Insgesamt erkranken in Deutschland jährlich schätzungsweise etwa 5.540 Männer und 1.740 Frauen an Speiseröhrenkrebs. Frauen erkranken im Durchschnitt mit 71 Jahren, Männer im Alter von 67 Jahren. Nur jeden siebten Tumor entdecken Ärzte in einem frühen Stadium: Das wirkt sich ungünstig auf die mit Speiseröhrenkrebs verbundene Überlebensaussicht aus.

Speiseröhrenkrebs: Themenübersicht

Risikofaktoren und Früherkennung: Als wichtigste Risikofaktoren für Speiseröhrenkrebs gelten Rauchen und hoher Alkoholkonsum sowie chronisches Sodbrennen und Übergewicht.

weiterlesen

Symptome erkennen: Speiseröhrenkrebs verursacht bei vielen Betroffenen erst dann Beschwerden, wenn die Erkrankung fortgeschritten ist. Der Tumor ist zu diesem Zeitpunkt bereits größer und macht spürbare Probleme.

weiterlesen

Diagnose stellen: Die gängige Methode bei Verdacht auf einen Tumor der Speiseröhre, ist die Spiegelung der Speiseröhre. Wenn sich der Verdacht auf einen Speiseröhrenkrebs bestätigt, schlagen die Ärzte weitere Untersuchungen vor.

weiterlesen

Speiseröhrenkrebs behandeln: Welche Therapie bei einer Krebserkrankung der Speiseröhre die richtige ist, hängt von vielen Faktoren ab. Wichtige Informationen für die Behandlungswahl sind die genaue Position und Ausbreitung des Tumors.

weiterlesen

Rehabilitation und Nachsorge: Nach der Krebsbehandlung schließen sich für viele Patienten mit Speiseröhrenkrebs die Nachsorge und Rehabilitation an. Die Nachsorge dient zum Beispiel dazu, einen Rückfall frühzeitig zu erkennen.

weiterlesen

Leben mit Speiseröhrenkrebs: Eine Krebserkrankung ist ein belastender Einschnitt im Leben. Viele Patienten und auch Angehörige fragen sich, was sie selbst tun können, um die Genesung zu unterstützen.

weiterlesen



Quellen zum Weiterlesen (Auswahl)

Patientenleitlinie
Allgemeinverständliche Informationen zu Speiseröhrenkrebs finden Patienten, Angehörige und alle Interessierten in der Patientenleitlinie des Leitlinienprogramms Onkologie, im Internet unter www.leitlinienprogramm-onkologie.de/patientenleitlinien/speiseroehrenkrebs/

Leitlinien
Die S3-Leitlinie "Diagnostik und Therapie der Plattenepithelkarzinome und Adenokarzinome des Ösophagus" ist abrufbar bei der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) unter www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/021-023OL.html.

Die S3-Leitlinie "Klinische Ernährung in der Onkologie" unter www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/073-006.html wurde herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V. (DGEM) in Kooperation mit weiteren Fachgesellschaften.

Für die Versorgung Betroffener ebenfalls relevant sind die S3-Leitlinie "Psychoonkologische Diagnostik, Beratung und Behandlung von erwachsenen Krebspatienten" unter www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/032-051OL.html, sowie gegebenenfalls die S3-Leitlinie "Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung" unter www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/128-001OL.html.

Zur begleitenden Behandlung von Therapienebenwirkungen steht die Leitlinie "Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen" zur Verfügung, unter www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/032-054OL.html.

Epidemiologie
Aktuelle statistische Daten bietet das Zentrum für Krebsregisterdaten unter www.krebsdaten.de. Eine Zusammenfassung bietet die Broschüre "Krebs in Deutschland" unter www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebs_in_Deutschland/krebs_in_deutschland_node.html.

Fachartikel (Auswahl)
Aggelis V, Cunningham D, Lordick F, Smyth EC. Peri-operative therapy for operable gastroesophageal adenocarcinoma: past, present and future. Ann Oncol. 2018 Jun 1; 29(6): 1377-1385. doi: 10.1093/annonc/mdy183

Alsina M, Moehler M, Lorenzen S. Immunotherapy of Esophageal Cancer: Current Status, Many Trials and Innovative Strategies. Oncol Res Treat. 2018; 41(5): 266-271. doi: 10.1159/000488120

Buckstein M, Liu J. Cervical Esophageal Cancers: Challenges and Opportunities. Curr Oncol Rep. 2019 Apr 4; 21(5): 46. doi: 10.1007/s11912-019-0801-7

Cools-Lartigue J, Ferri L. Should Multidisciplinary Treatment Differ for Esophageal Adenocarcinoma Versus Esophageal Squamous Cell Cancer? Ann Surg Oncol. 2019 Apr; 26(4): 1014-1027. doi: 10.1245/s10434-019-07162-9

Deng W, Lin SH. Advances in radiotherapy for esophageal cancer. Ann Transl Med. 2018 Feb; 6(4): 79. doi: 10.21037/atm.2017.11.28

Gockel I, Hoffmeister A. Endoscopic or surgical resection for gastro-esophageal cancer. Dtsch Arztebl Int 2018; 115: 513–9. doi: 10.3238/arztebl.2018.0513

Grimminger PP, Fuchs HF. Minimally invasive and robotic-assisted surgical management of upper gastrointestinal cancer. Chirurg. 2017 Dec; 88(12): 1017-1023. doi: 10.1007/s00104-017-0522-0

Kojima T et al. Pembrolizumab versus chemotherapy as second-line therapy for advanced esophageal cancer: Phase III KEYNOTE-181 study. J Clin Oncol 37, 2019 (suppl 4; abstr 2)

Lutz MP et al. The 4th St. Gallen EORTC Gastrointestinal Cancer Conference: Controversial issues in the multimodal primary treatment of gastric, junctional and oesophageal adenocarcinoma. Eur J Cancer. 2019 May; 112:1-8. doi: 10.1016/j.ejca.2019.01.106

Niclauss N, Chevallay M, Frossard JL, Mönig SP. Surgical strategy for early stage carcinoma of the esophagus. Chirurg. 2018 May; 89(5): 339-346. doi: 10.1007/s00104-018-0589-2

Petrelli F et al. Neoadjuvant chemoradiotherapy or chemotherapy for gastroesophageal junction adenocarcinoma: A systematic review and meta-analysis. Gastric Cancer. 2019 Mar; 22(2): 245-254. doi: 10.1007/s10120-018-0901-3

Ramay FH et al. What Constitutes Optimal Management of T1N0 Esophageal Adenocarcinoma? Ann Surg Oncol. 2019 Mar; 26(3): 714-731. doi: 10.1245/s10434-018-07118-5

Voeten DM et al. Definitive Chemoradiotherapy Versus Trimodality Therapy for Resectable Oesophageal Carcinoma: Meta-analyses and Systematic Review of Literature. World J Surg. 2019 May; 43(5): 1271-1285. doi: 10.1007/s00268-018-04901-z

Erstellt: 10.07.2019