© Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Diese Seiten sind Ausdrucke aus www.krebsinformationsdienst.de, den Internetseiten des Krebsinformationsdienstes, Deutsches Krebsforschungszentrum. Mehr über den Krebsinformationsdienst und seine Angebote lesen Sie auf unseren Internetseiten. Am Telefon stehen wir Ihnen täglich von 8.00 bis 20.00 für Fragen zur Verfügung, unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 – 420 30 40. Oder Sie schreiben uns eine E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.de.

Bitte beachten Sie: Internet-Informationen sind nicht dazu geeignet, die persönliche Beratung mit behandelnden Ärzten oder gegebenenfalls weiteren Fachleuten zu ersetzen, wenn es um die Diagnose oder Therapie einer Krebserkrankung geht. Die vorliegenden Informationen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Vervielfältigung oder Verbreitung dieser Inhalte, unabhängig von Form, Zeit oder Medium bedarf der schriftlichen Zustimmung des Krebsinformationsdienstes, Deutsches Krebsforschungszentrum.

Ursprüngliche Adresse dieses Ausdrucks: https://www.krebsinformationsdienst.de


Speiseröhre Querschnitt, Foto: Image Source/Getty Images © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Speiseröhrenkrebs (Ösophaguskarzinom)

Adeno- und Plattenepithelkarzinom der Speiseröhre

Speiseröhrenkrebs, auch Ösophaguskarzinom genannt, bezeichnet einen Tumor der Speiseröhrenschleimhaut. Es gibt zwei Arten des Speiseröhrenkarzinoms: das Adenokarzinom und das Plattenepithelkarzinom der Speiseröhre. Im frühen Stadium können Schluckbeschwerden ein Warnsignal für Speiseröhrenkrebs sein. Mit einer Spiegelung der Speiseröhre klären Ärzte den Verdacht ab. Entdecken sie Krebs, erfolgt eine vom Tumorstadium abhängige Therapie. Betroffene benötigen dann neben der Tumortherapie eine individuelle Ernährungsberatung.

Erstellt:
Zuletzt überprüft:
Volles Bierglas steht auf einem Tisch neben einem Aschenbecher mit einer qualmenden Zigarette © Lecic - thinkstock.com

Risikofaktoren und Früherkennung: Als wichtigste Risikofaktoren für Speiseröhrenkrebs gelten Rauchen und hoher Alkoholkonsum sowie chronisches Sodbrennen und Übergewicht.

weiterlesen

Älterer Mann greift sich vor Schmerzen an den Hals © Chris Fertnig - thinkstock.com

Symptome erkennen: Speiseröhrenkrebs verursacht bei vielen Betroffenen erst dann Beschwerden, wenn die Erkrankung fortgeschritten ist. Der Tumor ist zu diesem Zeitpunkt bereits größer und macht spürbare Probleme.

weiterlesen

Gastroskopie © Hakan Corbaci, Thinkstock

Diagnose stellen: Die gängige Methode bei Verdacht auf einen Tumor der Speiseröhre, ist die Spiegelung der Speiseröhre. Wenn sich der Verdacht auf einen Speiseröhrenkrebs bestätigt, schlagen die Ärzte weitere Untersuchungen vor.

weiterlesen

Tumor in der Speiseröhre © MediDesign Frank Geisler

Speiseröhrenkrebs behandeln: Welche Therapie bei einer Krebserkrankung der Speiseröhre die richtige ist, hängt von vielen Faktoren ab. Wichtige Informationen für die Behandlungswahl sind die genaue Position und Ausbreitung des Tumors.

weiterlesen

Blutentnahme bei einem Mann © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Rehabilitation und Nachsorge: Nach der Krebsbehandlung schließen sich für viele Patienten mit Speiseröhrenkrebs die Nachsorge und Rehabilitation an. Die Nachsorge dient zum Beispiel dazu, einen Rückfall frühzeitig zu erkennen.

weiterlesen

Frau trinkt Wasser © Jupiterimages - Stockbyte/Thinkstock by Getty Images

Leben mit Speiseröhrenkrebs: Eine Krebserkrankung ist ein belastender Einschnitt im Leben. Viele Patienten und auch Angehörige fragen sich, was sie selbst tun können, um die Genesung zu unterstützen.

weiterlesen

Wenn sich die Schleimhautzellen der Speiseröhre verändern

Organe des Verdauungssystems © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum
Die Lage der Speiseröhre im Verdauungstrakt © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Die Speiseröhre, auch Ösophagus genannt, ist ein Muskelschlauch. Er verbindet den Mund- und Rachenraum mit dem Magen. Die Innenwand des Schlauchs ist mit einer Schleimhaut ausgekleidet. Deren oberste Schicht besteht aus flachen Zellen, den sogenannten Epithelzellen. Bei Speiseröhrenkrebs verändern sich die Zellen in der Schleimhaut der Speiseröhre. Fachleute unterscheiden zwei Arten des Ösophaguskarzinoms:

  • Das Plattenepithelkarzinom entsteht aus den flachen Epithelzellen der Schleimhaut, die im gesamten Bereich der Speiseröhre vorkommen. Etwa fünf bis sechs von zehn Patienten mit Speiseröhrenkrebs sind von einem solchen Karzinom betroffen.
  • Das Adenokarzinom bildet sich aus Drüsenzellen der Schleimhaut, die sich im unteren Abschnitt der Speiseröhre am Übergang zum Magen befinden. Etwa vier bis fünf von zehn Patienten mit Speiseröhrenkrebs haben ein solches Adenokarzinom. Liegt das Adenokarzinom mehr als zwei Zentimeter unterhalb des Übergangs, gilt es als Magenkrebs.

Besonders Männer erkranken an Speiseröhrenkrebs

Insgesamt erkranken in Deutschland jährlich schätzungsweise etwa 5.700 Männer und 1.700 Frauen an Speiseröhrenkrebs. Frauen erkranken im Durchschnitt mit 71 Jahren, Männer im Alter von 67 Jahren. Nur jeden siebten Tumor entdecken Ärzte in einem frühen Stadium: Das wirkt sich ungünstig auf die mit Speiseröhrenkrebs verbundene Überlebensaussicht aus.

Quellen und Links für Interessierte und Fachkreise