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Magenkrebs, Foto: Clinical Pathomorphology and Cytology, Medical University, Lodz, Poland © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Mehr wissen über Magenkrebs

Adressen, Links, Broschüren, Fachliteratur

Dieser Text bietet eine Auswahl von Linktipps und Ansprechpartnern für Magenkrebspatienten, Angehörige und Interessierte. Für Fachkreise hat der Krebsinformationsdienst Literaturhinweise und wissenschaftliche Quellen zusammengestellt, die bei der Erarbeitung der Texte über Magenkrebs genutzt wurden.
Für die Suche nach weiteren Ansprechpartnern und für alle Fragen zum Thema Magenkrebs steht der Krebsinformationsdienst auch am Telefon oder per E-Mail zur Verfügung.

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Ansprechpartner finden: Ärzte und Krankenhäuser

Wie findet man den richtigen Arzt oder die richtige Klinik? Bei der Suche nach dem geeigneten Behandlungsort helfen normalerweise der Hausarzt oder der Facharzt für Innere Medizin/Gastroenterologie, der die ersten Untersuchungen durchgeführt hat. Die meisten Universitätskliniken und andere große Krankenhäuser haben spezialisierte Abteilungen, die Operationen an Magen und Speiseröhre durchführen. Spezialisierte Kliniken haben die Möglichkeit, ihre besondere Eignung als "Magenkrebszentrum" zertifizieren zu lassen. Außerdem gibt es Kliniken, die allgemein auf die Behandlung von Krebs spezialisiert sind und eine Zertifizierung als "onkologisches Zentrum" oder "onkologisches Spitzenzentrum" haben.

Was diese Zertifizierungen bedeuten und was für die Suche nach einem geeigneten Facharzt oder einer guten Klinik wichtig ist, hat der Krebsinformationsdienst in folgenden Texten zusammengestellt:

Krebsberatungsstellen: Unterstützung im Alltag

In vielen Städten und Gemeinden gibt es psychosoziale Krebsberatungsstellen. Dort sind Menschen aus verschiedenen Berufsgruppen tätig, die Erfahrung in der Beratung von Krebspatienten haben. Sie helfen Betroffenen, sich mit ihrer neuen Lebenssituation auseinanderzusetzen. Sie bieten aber auch Informationen zu praktischen Fragen, nennen weitere Ansprechpartner und beraten zu sozialrechtlichen Problemen. In einer Datenbank des Krebsinformationsdienstes können Patienten und Angehörige eine wohnortnahe Krebsberatungsstelle finden.

Psychoonkologen: Professionelle Hilfe bei der Krankheitsverarbeitung

Eine Krebserkrankung stellt für viele Betroffene eine große Herausforderung dar, die auch psychisch verarbeitet werden muss. Wer Unterstützung bei der Bewältigung der schwierigen Situation braucht, kann sich an Ärzte, Psychologen und weitere Fachleute wenden, die sich auf die psychologische Begleitung und Behandlung von Krebspatienten spezialisiert haben. Diese Psychoonkologen bieten Beratung und Hilfe für Patienten, aber auch für Angehörige. Für die Suche nach einem wohnortnahen Angebot stellt der Krebsinformationsdienst eine Suchmöglichkeit zur Verfügung.

Selbsthilfegruppen: Betroffene unterstützen sich gegenseitig

Eine deutschlandweite Selbsthilfeorganisation für Magenkrebspatienten ist dem Krebsinformationsdienst im Sommer 2016 nicht bekannt. Es existieren aber Selbsthilfeangebote in einzelnen Bundesländern oder Städten. Über solche regionalen Gruppen informiert der Krebsinformationsdienst am Telefon oder per E-Mail. Weitere Auskünfte kommen von den Krebsberatungsstellen oder der "Nationalen Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung von Selbsthilfegruppen" (NAKOS, www.nakos.de).
Magenkrebspatienten können sich außerdem an Selbsthilfegruppen wenden, die nicht auf eine bestimmte Tumorart festgelegt sind. Weitere Informationen und Adressen finden Interessierte auch im Text "Selbsthilfegruppen und Patientenverbände".

Weitere Ansprechpartner: Kliniksozialdienst, Kranken- und Rentenversicherung

Kliniksozialdienste

Stationär oder ambulant in einem Krankenhaus behandelte Patienten können sich in sozialrechtlichen Fragen an den Kliniksozialdienst wenden. Dort beraten ausgebildete Mitarbeiter zum Beispiel zur Krankenversicherung, zur Beantragung von Rehabilitationsmaßnahmen oder zur Anerkennung einer Schwerbehinderung. Termine mit dem Kliniksozialdienst bekommen Patienten über die Stationsleitung oder die Ärzte und Pflegenden.

Krankenkassen

Wer klären möchte, welche Kosten für welche Leistungen übernommen werden, sollte sich direkt an seine Krankenkasse wenden. Dazu gehören zum Beispiel Arzt- und Klinikkosten, Medikamente, Hilfsmittel oder die häusliche Krankenpflege. Die gesetzlichen Krankenkassen sind auch Ansprechpartner zur gesetzlichen Pflegeversicherung und bei Fragen zur medizinischen Rehabilitation.

Rentenversicherung

Die gesetzliche Rentenversicherung ist Ansprechpartner in vielen Rehabilitationsfragen, etwa wenn es um die Rückkehr ins Arbeitsleben oder um Rentenfragen geht. Die deutsche Rentenversicherung ist unter der zentralen kostenlosen Telefonnummer 0800 - 1 000 48 00erreichbar, im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung.de.

Ansprechpartner zur Rehabilitation sind auch die von allen Versicherungen getragenen Servicestellen REHA, im Internet unter www.reha-servicestellen.de

Mehr lesen zum Thema Magenkrebs: Bücher, Broschüren und Informationsblätter

Der Krebsinformationsdienst hat eine Liste mit Broschüren anderer Anbieter zusammengestellt. Dort finden sich Broschüren zum Thema Magenkrebs, aber auch zu Themen wie "Krebsvorbeugung", "Patienten- und Sozialrecht" oder "Leben mit Krebs". In der Rubrik "Unsere Broschüren" finden Interessierte Broschüren des Krebsinformationsdienstes zum Laden und Bestellen, sowie kurz gefasste Informationsblätter zu verschiedenen Themen, als PDF zum Laden und Ausdrucken.

Über den Buchhandel gibt es eine Reihe von Ratgebern, die besonders für Patienten mit Ernährungsproblemen nach einer Magenentfernung viele praktische Ratschläge bereit halten.

Bei der Auswahl von Büchern sollten Betroffene aber einen kritischen Blick auf die Qualifikation der Autoren werfen: Geeignete Bücher kommen normalerweise von Ärzten oder Ernährungsfachleuten, die selbst in der Behandlung oder Rehabilitation von Patienten tätig sind. Seriöse Autoren nennen beispielsweise die Quellen, die bei der Informationssuche genutzt wurden, weisen auf die Grenzen der Information aus Büchern und auf die Notwendigkeit hin, immer mit dem behandelnden Arzt Rücksprache zu halten, und sie bewerben vor allem keine Produkte, die Magenkrebspatienten angeblich unbedingt brauchen.

Zum Weiterlesen: Verwendete Quellen und weiterführende Informationen für Interessierte und Fachkreise (Auswahl)