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Magenkrebs © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum
Magenkrebs

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Magenkrebs: Adressen, Broschüren, Fachliteratur

Letzte Aktualisierung: 23.01.2020

Dieser Text bietet eine Auswahl von Linktipps und Ansprechpartnern für Magenkrebspatienten, Angehörige und Interessierte. Für Fachkreise hat der Krebsinformationsdienst Literaturhinweise und wissenschaftliche Quellen zusammengestellt, die bei der Erarbeitung der Texte über Magenkrebs genutzt wurden.
Für die Suche nach weiteren Ansprechpartnern und für alle Fragen zum Thema Magenkrebs steht der Krebsinformationsdienst auch am Telefon oder per E-Mail zur Verfügung.

Wie findet man den richtigen Arzt oder die richtige Klinik? Bei der Suche nach dem geeigneten Behandlungsort helfen normalerweise der Hausarzt oder der Facharzt für Innere Medizin/Gastroenterologie, der die ersten Untersuchungen durchgeführt hat. Die meisten Universitätskliniken und andere große Krankenhäuser haben spezialisierte Abteilungen, die Operationen an Magen und Speiseröhre durchführen. Spezialisierte Kliniken haben die Möglichkeit, ihre besondere Eignung als "Magenkrebszentrum" zertifizieren zu lassen. Außerdem gibt es Kliniken, die allgemein auf die Behandlung von Krebs spezialisiert sind und eine Zertifizierung als "onkologisches Zentrum" oder "onkologisches Spitzenzentrum" haben.

Was diese Zertifizierungen bedeuten und was für die Suche nach einem geeigneten Facharzt oder einer guten Klinik wichtig ist, hat der Krebsinformationsdienst in folgenden Texten zusammengestellt:

In vielen Städten und Gemeinden gibt es psychosoziale Krebsberatungsstellen. Dort sind Menschen aus verschiedenen Berufsgruppen tätig, die Erfahrung in der Beratung von Krebspatienten haben. Sie helfen Betroffenen, sich mit ihrer neuen Lebenssituation auseinanderzusetzen. Sie bieten aber auch Informationen zu praktischen Fragen, nennen weitere Ansprechpartner und beraten zu sozialrechtlichen Problemen. In einer Datenbank des Krebsinformationsdienstes können Patienten und Angehörige eine wohnortnahe Krebsberatungsstelle finden.

Eine Krebserkrankung stellt für viele Betroffene eine große Herausforderung dar, die auch psychisch verarbeitet werden muss. Wer Unterstützung bei der Bewältigung der schwierigen Situation braucht, kann sich an Ärzte, Psychologen und weitere Fachleute wenden, die sich auf die psychologische Begleitung und Behandlung von Krebspatienten spezialisiert haben. Diese Psychoonkologen bieten Beratung und Hilfe für Patienten, aber auch für Angehörige. Für die Suche nach einem wohnortnahen Angebot stellt der Krebsinformationsdienst eine Suchmöglichkeit zur Verfügung.

Eine deutschlandweite Selbsthilfeorganisation für Magenkrebspatienten ist dem Krebsinformationsdienst im Sommer 2016 nicht bekannt. Es existieren aber Selbsthilfeangebote in einzelnen Bundesländern oder Städten. Über solche regionalen Gruppen informiert der Krebsinformationsdienst am Telefon oder per E-Mail. Weitere Auskünfte kommen von den Krebsberatungsstellen oder der "Nationalen Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung von Selbsthilfegruppen" (NAKOS, www.nakos.de).
Magenkrebspatienten können sich außerdem an Selbsthilfegruppen wenden, die nicht auf eine bestimmte Tumorart festgelegt sind. Weitere Informationen und Adressen finden Interessierte auch im Text "Selbsthilfegruppen und Patientenverbände".

Kliniksozialdienste

Stationär oder ambulant in einem Krankenhaus behandelte Patienten können sich in sozialrechtlichen Fragen an den Kliniksozialdienst wenden. Dort beraten ausgebildete Mitarbeiter zum Beispiel zur Krankenversicherung, zur Beantragung von Rehabilitationsmaßnahmen oder zur Anerkennung einer Schwerbehinderung. Termine mit dem Kliniksozialdienst bekommen Patienten über die Stationsleitung oder die Ärzte und Pflegenden.

Krankenkassen

Wer klären möchte, welche Kosten für welche Leistungen übernommen werden, sollte sich direkt an seine Krankenkasse wenden. Dazu gehören zum Beispiel Arzt- und Klinikkosten, Medikamente, Hilfsmittel oder die häusliche Krankenpflege. Die gesetzlichen Krankenkassen sind auch Ansprechpartner zur gesetzlichen Pflegeversicherung und bei Fragen zur medizinischen Rehabilitation.

Rentenversicherung

Die gesetzliche Rentenversicherung ist Ansprechpartner in vielen Rehabilitationsfragen, etwa wenn es um die Rückkehr ins Arbeitsleben oder um Rentenfragen geht. Die deutsche Rentenversicherung ist unter der zentralen kostenlosen Telefonnummer 0800 - 1 000 48 00erreichbar, im Internet unter www.deutsche-rentenversicherung.de.

Ansprechpartner zur Rehabilitation sind auch die von allen Versicherungen getragenen Servicestellen REHA, im Internet unter www.reha-servicestellen.de

Der Krebsinformationsdienst hat eine Liste mit Broschüren anderer Anbieter zusammengestellt. Dort finden sich Broschüren zum Thema Magenkrebs, aber auch zu Themen wie "Krebsvorbeugung", "Patienten- und Sozialrecht" oder "Leben mit Krebs". In der Rubrik "Unsere Broschüren" finden Interessierte Broschüren des Krebsinformationsdienstes zum Laden und Bestellen, sowie kurz gefasste Informationsblätter zu verschiedenen Themen, als PDF zum Laden und Ausdrucken.

Über den Buchhandel gibt es eine Reihe von Ratgebern, die besonders für Patienten mit Ernährungsproblemen nach einer Magenentfernung viele praktische Ratschläge bereit halten.

Bei der Auswahl von Büchern sollten Betroffene aber einen kritischen Blick auf die Qualifikation der Autoren werfen: Geeignete Bücher kommen normalerweise von Ärzten oder Ernährungsfachleuten, die selbst in der Behandlung oder Rehabilitation von Patienten tätig sind. Seriöse Autoren nennen beispielsweise die Quellen, die bei der Informationssuche genutzt wurden, weisen auf die Grenzen der Information aus Büchern und auf die Notwendigkeit hin, immer mit dem behandelnden Arzt Rücksprache zu halten, und sie bewerben vor allem keine Produkte, die Magenkrebspatienten angeblich unbedingt brauchen.



Quellen zum Weiterlesen (Auswahl)

Leitlinien
S3-Leitlinie "Magenkarzinom - Diagnostik und Therapie der Adenokarzinome des Magens und ösophagogastralen Übergangs" www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/032-009OL.html, herausgegeben  im "Leitlinienprogramm Onkologie" der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebshilfe. Federführende Fachgesellschaft war die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS).

Die Europäische Gesellschaft für medizinische Onkologie (European Society for Medical Oncology, ESMO, www.esmo.org) publiziert in englischer Sprache die Leitlinie "Gastric cancer: ESMO Clinical Practice Guidelines for diagnosis, treatment and follow-up". Sie ist im Internet abrufbar unter www.esmo.org/Guidelines/Gastrointestinal-Cancers/Gastric-Cancer.

S3-Leitlinie "Sedierung in der Gastrointestinalen Endoskopie" unter www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/021-014.html, herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). Achtung

Die S2e-Leitlinie "Supportive Maßnahmen in der Radioonkologie" ist abrufbar unter www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/052-014.html. Sie wird herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie e.V. (DEGRO).

Arzneimittelinformationen
Als Quelle für Aussagen zu Medikamenten hat der Krebsinformationsdienst aktuelle Fachinformationen der Hersteller herangezogen (über www.fachinfo.de für Fachkreise zugänglich). Frei zugänglich sind Arzneimittelinformationen in deutschen Datenbanken (vor allem www.pharmnet.bund.de), aktuelle Hinweise des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte unter www.bfarm.de sowie die Informationen der EU-Arzneimittelbehörde EMA unter www.ema.europa.eu/ema/. Zu neueren Arzneimitteln können als Quelle auch Nutzenbewertungen gemäß § 35a des SGB V herangezogen werden. Die bisher vorliegenden Berichte sind abrufbar beim Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Medizin unter www.iqwig.de, Stichwort „Projekte & Ergebnisse“, dann „Publikationen“. Auch der Gemeinsame Bundessausschuss (G-BA) als Auftraggeber der Nutzenbewertung bietet Informationen zu aktuellen Änderungen. In der Regel handelt es sich dabei um Anpassungen der Arzneimittel-Richtlinie. Eine Übersicht bietet der G-BA unter www.g-ba.de/institution/themenschwerpunkte/arzneimittel/.

Krebsstatistik
Als Quelle statistischer Angaben diente die Broschüre "Krebs in Deutschland". Sie ist eine gemeinsame Veröffentlichung des Zentrums für Krebsregisterdaten am Robert-Koch-Institut und der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (GEKID). Im Internet steht sie unter www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebs_in_Deutschland/krebs_in_deutschland_node.html und unter www.gekid.de zur Verfügung. Der gedruckte Bericht kann kostenlos per E-Mail an krebsdaten@rki.de oder gbe@rki.de bestellt werden.

Staging
Für das Staging von Magenkarzinomen ist derzeit die "TNM: Classification of Malignant Tumours" relevant: abrufbar unter www.uicc.org/resources/tnm.

Erstellt: 09.06.2016

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