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GIST © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum
GIST

Reha und Nachsorge bei GIST

Letzte Aktualisierung: 04.10.2021
  • An die Krebsbehandlung schließen sich für viele Patientinnen und Patienten mit GIST die Nachsorge und Rehabilitation an.
  • Die Nachsorge dient dazu, den Erfolg der Behandlung zu kontrollieren und einen Rückfall frühzeitig zu erkennen.
  • Die Rehabilitation (Reha) soll dabei helfen, Krankheitsfolgen zu lindern und die Rückkehr in den Alltag zu erleichtern.
Sport nach Krebs hilft: Patientin trainiert mit einer Physiotherapeutin. Foto: Tobias Schwerdt © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum
Nach der Therapie folgt eine Zeit der Rehabilitation. [Symbolbild] Tobias Schwerdt © Krebsinformationsdienst, DKFZ

Viele Patientinnen und Patienten mit einem gastrointestinalen Stromatumor (GIST), sind nach dem Krankenhausaufenthalt körperlich nicht fit genug, um den Alltag wie gewohnt zu bewältigen. In dieser Situation kommt für sie eine sogenannte Anschlussrehabilitation infrage, auch als Anschlussheilbehandlung (AHB) bezeichnet.

Für Patienten, die nicht im Krankenhaus waren, sondern ambulant behandelt werden, kann eine Rehabilitation, kurz Reha, ebenfalls sinnvoll sein.

Ziel der Reha: Die Reha dient dazu, Krankheits- und Therapiefolgen vorzubeugen oder zu mindern und in den gewohnten Alltag zurückzufinden. Dabei helfen können zum Beispiel Krankengymnastik, eine Ernährungstherapie, Entspannungstraining und psychologische Angebote. Für Berufstätige gehört auch die Rückkehr in den Beruf zu den Zielen der Rehabilitation.

Wo findet die Reha statt? Patienten können die Reha im Rahmen eines stationären Aufenthalts in einer spezialisierten Klinik machen. Sie können die einzelnen Reha-Maßnahmen aber auch ambulant von zuhause aus wahrnehmen.

Ansprechpartner: Erste Ansprechpartner für alle Fragen zur Reha sind die behandelnden Ärzte und der Kliniksozialdienst. Sie informieren darüber, ob und welche Reha-Maßnahmen infrage kommen.



Ärztin und Patientin im Wartezimmer. Foto: Tobias Schwerdt © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum
Nachsorgetermine bei Krebs: Eine gute Gelegenheit, das eigene Befinden anzusprechen und Fragen zu stellen. [Symbolbild] Tobias Schwerdt © Krebsinformationsdienst, DKFZ

Nach der Therapie bleiben regelmäßige Untersuchungen beim Arzt oder der Ärztin weiterhin wichtig. Sie werden als Nachsorge bezeichnet, wenn die eigentliche Behandlung abgeschlossen ist.

Ist die Behandlung nicht abgeschlossen, weil die Ärzte den Tumor zum Beispiel nicht vollständig entfernen konnten oder sich bereits Metastasen gebildet haben? Dann ist es wichtig, den weiteren Verlauf der Erkrankung und die fortlaufende Therapie zu überwachen. Dazu sind regelmäßige Arzttermine zur sogenannten Verlaufskontrolle notwendig.

So laufen Nachsorge und Verlaufskontrollen ab: Basis der Nachsorge oder Verlaufskontrollen ist ein ausführliches Gespräch zwischen dem Patienten oder der Patientin und den Ärzten. Vor einem Termin können sich Krebspatienten überlegen und aufschreiben, was sie dem Arzt oder der Ärztin gerne mitteilen oder welche Fragen sie ihm oder ihr stellen möchten. Auch seelische oder soziale Probleme können angesprochen werden.

Im Anschluss an das Gespräch führt der Arzt oder die Ärztin meist eine körperliche Untersuchung durch. Dann können weitere Untersuchungen folgen, etwa eine Blutentnahme, eine bildgebende oder eine endoskopische Untersuchung.

Nachsorge bei GIST

Sie haben Beschwerden?

Warten Sie nicht bis zum nächsten Nachsorgetermin – gehen Sie besser gleich zum Arzt.

Ziel der Nachsorge ist es

  • den allgemeinen Gesundheitszustand zu überwachen,
  • Krankheitsrückfälle frühzeitig zu erkennen und
  • etwas gegen Krankheits- oder Therapiefolgen zu unternehmen.

Wo findet die Nachsorge statt? Patientinnen und Patienten sollten bereits gegen Ende ihrer Behandlung klären, wo ihre Nachsorge stattfindet. Infrage kommen niedergelassene Ärzte, die mit der Erkrankung Erfahrung haben, oder die Ambulanz des Krankenhauses, in dem sie bisher behandelt wurden.

Wie oft findet die Nachsorge statt? Die zeitlichen Abstände der Kontrolluntersuchungen sind abhängig davon, wie lange die Behandlung schon zurückliegt. Fachleute empfehlen eine regelmäßige Kontrolle des Bauchraums und des Beckens mittels Computertomographie (CT) oder unter Umständen auch mittels Magnetresonanztomographie (MRT):

  • in den ersten 5 Jahren alle 3 bis 6 Monate
  • nach 5 Jahren einmal jährlich

War der Tumor kleiner als 2 Zentimeter, können die Abstände der Kontrolluntersuchungen größer ausfallen.

Eine Ultraschall-Untersuchung des Bauchraums oder eine Magen- beziehungsweise Darmspiegelung empfehlen Fachleute hingegen nicht generell zur Nachsorge.



Verlaufskontrollen bei GIST

Ist die Krebserkrankung nicht geheilt? Dann ist eine gute ärztliche und pflegerische Betreuung sehr wichtig. Regelmäßige Verlaufskontrollen helfen dabei, belastende Symptome frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Patientinnen und Patienten, die Imatinib nehmen, sollten Ihre Ärzte über Nebenwirkungen informieren. Die Ärzte können dann versuchen, diese zu lindern, zum Beispiel durch andere Medikamente. Trotz Nebenwirkungen ist es wichtig, die Krebsmedikamente wie verordnet einzunehmen und seine Ärzte zu informieren, wenn man davon abweichen will. Gemeinsam lässt sich über die Möglichkeit einer Therapiepause sprechen.

Patientinnen und Patienten mit Tumorabsiedlungen (Metastasen) des GIST empfehlen die Ärzte zur Kontrolle in der Regel eine Computertomographie (CT) des Bauch- und Beckenraums alle 3 bis 4 Monate.



Seelische und soziale Probleme ansprechen

Ein mittelaltes Paar sitzt bei einem Therapeuten auf dem Sofa. © Troels Graugaard, Getty Images
Auch das seelische Befinden ist Thema bei der Nachsorge. © Troels Graugaard/Getty Images

Neben dem körperlichen Befinden können Patientinnen und Patienten beim Nachsorgetermin oder der Verlaufskontrolle auch seelische Beschwerden ansprechen. Auch Probleme im Alltag, in der Familie oder gegebenenfalls im Beruf können Thema des Gesprächs sein. Denn auch zu sozialrechtlichen und beruflichen Fragen gibt es Ansprechpersonen, die helfen können.

Die betreuenden Ärzte können dabei helfen, eine psychoonkologische Praxis oder eine Krebsberatungsstelle zu suchen. Beratungsstellen sind darauf spezialisiert, Krebspatientinnen und Krebspatienten zu unterstützen.





Quellen und weiterführende Informationen

Informationen zu den für die Erstellung des Textes genutzten Quellen sowie nützliche Links, zum Beispiel zur Patientenleitlinie, sind in der Übersicht zum Thema GIST aufgeführt.

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Erstellt: 04.10.2021

Herausgeber: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) │ Autoren/Autorinnen: Internet-Redaktion des Krebsinformationsdienstes. Lesen Sie mehr über die Verantwortlichkeiten in der Redaktion.

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