Empfohlene Methoden zum Rauchstopp
Die Wirksamkeit folgender Maßnahmen gilt als wissenschaftlich erwiesen:
- Kurze Beratungen durch Fachleute aus dem medizinischen oder psychosozialen Bereich
- Beratung am Telefon
- Verhaltenstherapie, entweder einzeln oder in Gruppen
- Geprüfte Apps, Online-Programme und Materialien zur Selbsthilfe
- Nikotinersatzprodukte wie Kaugummis, Inhalatoren oder Lutschtabletten
- Unterstützende Medikamente, die typische Entzugserscheinungen mildern
Apps auf Rezept
Manche Apps sind als sogenannte Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) zur Rauchentwöhnung zugelassen und durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) geprüft. Ihr Hausarzt kann Ihnen diese App auch wie ein Medikament verschreiben.
Außerdem ist auch eine Hypnotherapie möglich. Ihre Wirksamkeit ist jedoch nicht eindeutig bewiesen.
Nicht empfohlene Methoden zum Rauchstopp
Zwei Methoden empfehlen Fachleute derzeit nicht zur Rauchentwöhnung:
- E-Zigaretten, denn auch ihr Dampf enthält Schadstoffe.
- Akupunktur, denn es ist nicht ausreichend belegt, dass sie beim Rauchstopp hilft.
Krebsrisiko durch E-Zigaretten
Auch wenn E-Zigaretten weniger Schadstoffe enthalten als Zigarettenrauch – der Dampf enthält krebserregende Stoffe.
Nur wer vollständig auf E-Zigaretten umsteigt, kann die eigene Belastung durch Schadstoffe reduzieren. Das bedeutet aber nicht automatisch ein geringeres Gesundheitsrisiko.
Deswegen sollten Rauchende nur auf Vapes umsteigen, wenn bereits alle anderen Möglichkeiten vom Nikotin loszukommen gescheitert sind.
Häufige Fragen zum Rauchstopp
Wo finde ich Hilfe, wenn ich mit dem Rauchen aufhören möchte?
Wenn Sie aufhören möchten zu rauchen, müssen Sie das nicht alleine schaffen. Es gibt viele Möglichkeiten, sich Unterstützung zu holen:
- Das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit bietet auf der Website rauchfrei-info.de neben Informationen zum Thema auch kostenlose Telefonberatung, Gruppenprogramme sowie einen Chat und ein Forum an.
- Ihr Hausarzt oder Ihre Hausärztin ist eine gute erste Anlaufstelle. Hier können Sie Medikamente und Digitale Gesundheitsanwendungen auf Rezept bekommen. Außerdem kennen Hausärzte oft andere Anlaufstellen in Ihrer Nähe.
- Krankenkassen bieten teilweise eigene Kurse an oder bezuschussen externe Angebote.
- In Apotheken können Sie auch rezeptfrei Nikotinersatzpräparate, wie Nikotinpflaster oder Nikotinkaugummis kaufen.
Was kann mir sonst noch dabei helfen, mit dem Rauchen aufzuhören?
- Suchen Sie sich viel Ablenkung für die ersten Tage. Egal ob Schwimmen, Wandern, Kino oder ein ganz neues Hobby – Hauptsache, sie sind beschäftigt.
- Meiden Sie Orte und Menschen, die Sie zum Rauchen animieren. Treffen Sie sich in der ersten Zeit zum Beispiel lieber mit Freunden, die nicht rauchen.
- Suchen Sie Alternativen für alte Gewohnheiten. Trinken Sie beispielsweise nach dem Aufstehen einen Tee, statt eine Zigarette zu rauchen.
- Belohnen Sie sich für Ihre Leistung. Berechnen Sie das durch den Rauchstopp gesparte Geld und gönnen Sie sich etwas davon.
Ich habe Krebs: Sind Nikotinersatzprodukte auch für mich geeignet?
Studien zeigen, dass Nikotin die Wirkung von Chemotherapien und Immuntherapien abschwächen könnte. Das gilt auch für Nikotin in Nikotinersatzprodukten.
Besprechen Sie daher mit Ihren Ärztinnen und Ärzten, wie Sie den Rauchstopp am besten angehen können. Vielleicht können Sie sogar komplett auf nikotinfreie Methoden zurückgreifen.
Zum Weiterlesen
Informationen zum Rauchen als Risikofaktor für Krebs finden Sie in unserem Text Rauchen verursacht Krebs.
Auf den Seiten der Stabstelle Krebsprävention des Deutschen Krebsforschungszentrum finden zahlreiche Informationen zum Thema Rauchen.
Das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit hat hilfreiche Materialien zum Rauchstopp zusammengestellt.
Quellen und Links (Auswahl)

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