Schluss mit Rauchen: Welche Methoden funktionieren?

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Von: Vanessa Schöner (Zellbiologin, M.Sc.)

Viele Menschen, die rauchen, haben schon einmal versucht, mit dem Rauchen aufzuhören. Rückfälle kommen dabei häufig vor. Es gibt zahlreiche Methoden zur Rauchentwöhnung, die Hilfe versprechen – zum Beispiel Nikotinersatzprodukte, Apps, Akupunktur oder E-Zigaretten. Doch nicht alle Methoden sind wirksam. Manche sind sogar mit Risiken verbunden. Laut aktuellem Stand der Forschung wirkt eine Kombination von Verhaltenstherapie und Medikamenten am besten. 

Die Chancen dauerhaft mit dem Rauchen aufzuhören, sind am besten, wenn Raucher sowohl die körperliche als auch die psychische Abhängigkeit angehen.

  • Verhaltenstherapeutische Ansätze helfen, Gewohnheiten zu verändern und Rückfälle zu vermeiden. So ist es möglich, die psychische Abhängigkeit Schritt für Schritt zu überwinden.
  • Medikamente können Entzugssymptome lindern und das Verlangen nach Nikotin senken. Das hilft dem Körper, sich nach und nach an weniger Nikotin zu gewöhnen. 
Faust zerdrückt eine Schachtel mit Zigaretten.
Die Mehrheit der Rauchenden hat schon einmal versucht, mit dem Rauchen aufzuhören.
Bild: © Freepik

Empfohlene Methoden zum Rauchstopp

Die Wirksamkeit folgender Maßnahmen gilt als wissenschaftlich erwiesen:

  • Kurze Beratungen durch Fachleute aus dem medizinischen oder psychosozialen Bereich
  • Beratung am Telefon
  • Verhaltenstherapie, entweder einzeln oder in Gruppen
  • Geprüfte Apps, Online-Programme und Materialien zur Selbsthilfe
  • Nikotinersatzprodukte wie Kaugummis, Inhalatoren oder Lutschtabletten
  • Unterstützende Medikamente, die typische Entzugserscheinungen mildern

Apps auf Rezept

Manche Apps sind als sogenannte Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) zur Rauchentwöhnung zugelassen und durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) geprüft. Ihr Hausarzt kann Ihnen diese App auch wie ein Medikament verschreiben.

Außerdem ist auch eine Hypnotherapie möglich. Ihre Wirksamkeit ist jedoch nicht eindeutig bewiesen.

Nicht empfohlene Methoden zum Rauchstopp

Zwei Methoden empfehlen Fachleute derzeit nicht zur Rauchentwöhnung:

  • E-Zigaretten, denn auch ihr Dampf enthält Schadstoffe.
  • Akupunktur, denn es ist nicht ausreichend belegt, dass sie beim Rauchstopp hilft.

Krebsrisiko durch E-Zigaretten

Auch wenn E-Zigaretten weniger Schadstoffe enthalten als Zigarettenrauch – der Dampf enthält krebserregende Stoffe. 

Nur wer vollständig auf E-Zigaretten umsteigt, kann die eigene Belastung durch Schadstoffe reduzieren. Das bedeutet aber nicht automatisch ein geringeres Gesundheitsrisiko.

Deswegen sollten Rauchende nur auf Vapes umsteigen, wenn bereits alle anderen Möglichkeiten vom Nikotin loszukommen gescheitert sind. 

Häufige Fragen zum Rauchstopp

Zum Weiterlesen

Informationen zum Rauchen als Risikofaktor für Krebs finden Sie in unserem Text Rauchen verursacht Krebs.

Auf den Seiten der Stabstelle Krebsprävention des Deutschen Krebsforschungszentrum finden zahlreiche Informationen zum Thema Rauchen.

Das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit hat hilfreiche Materialien zum Rauchstopp zusammengestellt.

Quellen und Links (Auswahl)

Tabakatlas Deutschland 2025 (PDF)

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