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Orale Krebstherapie: Informationen für Erkrankte und Fachkreise

Ein Projekt stellt sich vor

Tabletten gegen Krebs: Das ist eine Option, die immer mehr Krebserkrankten offensteht. Um Betroffene dabei in ihrer Eigenverantwortung zu unterstützen, stellt das Uniklinikum Erlangen Informationsmaterialien bereit.

Krebspatientin sortiert Tabletten. Foto: Tobias Schwerdt © Krebsinformationsdienst, DKFZ
Bei einer oralen Krebstherapie müssen Krebspatientinnen und Krebspatienten selbst darauf achten, diese richtig anzuwenden. [Symbolbild]. Foto: Tobias Schwerdt © Krebsinformationsdienst, DKFZ

Krebspatientinnen und Krebspatienten können ihre Erkrankung immer häufiger mit Tabletten oder Kapseln behandeln, die sie eigenständig einnehmen. Der Fachbegriff für eine solche Behandlung ist "orale Krebstherapie". Häufig handelt es sich dabei um Wirkstoffe aus dem Bereich der zielgerichteten Krebstherapie.

Dadurch sparen Betroffene vor allem Zeit, da seltener Arztbesuche und zeitaufwendige intravenöse Chemotherapien ("über einen Tropf") notwendig sind.

Die orale Krebstherapie führt aber auch zu einer höheren Eigenverantwortung. Denn: Der Erfolg der Krebstherapie hängt im hohen Maß davon ab, dass Betroffene ihre Medikamente korrekt, regelmäßig und fortlaufend einnehmen – auch dann, wenn Nebenwirkungen auftreten. Außerdem kann es mit Nahrungsbestandteilen sowie freiverkäuflichen oder anderen verordneten Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Dass das zu einem häufigen Problem werden kann, hat die AMBORA-Studie gezeigt.



Mehr Wissen hilft

Da die AMBORA-Studie gezeigt hat, dass die Arzneimitteltherapiesicherheit steigt, wenn Betroffene in ihrer oralen Krebstherapie begleitet werden, wurde am Comprehensive Cancer Center (CCC) Erlangen-Europäische Metropolregion Nürnberg ein Kompetenz- und Beratungszentrum ins Leben gerufen – ebenfalls gefördert durch die Deutsche Krebshilfe. Es betreut und schult vor Ort behandelte Patientinnen und Patienten, aber stellt auch bundesweit zahlreiche Informationsmaterialien zur oralen Krebstherapie zum kostenlosen Herunterladen zur Verfügung.

Patientinnen und Patienten finden frei zugänglich Merkblätter zu häufigen Nebenwirkungen, beispielsweise zu Erschöpfung und Müdigkeit, Gelenkschmerzen oder Übelkeit.

Fachkreise finden außerdem Arzneimittelmerkblätter und Einnahmepläne, die sie zur Aufklärung ihrer Patientinnen und Patienten nutzen können. Der Zugang zu diesen Informationsmaterialien erfordert eine DocCheck-Anmeldung.

Die Merkblätter wurden bereits in der AMBORA-Studie eingesetzt und sind unabhängig von der pharmazeutischen Industrie entstanden. Sie beruhen auf den aktuellen Fachinformationen und Leitlinien und werden jährlich aktualisiert.





Herausgeber: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) │ Autoren/Autorinnen: Internet-Redaktion des Krebsinformationsdienstes. Lesen Sie mehr über die Verantwortlichkeiten in der Redaktion.

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