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Aktuelles

Brustkrebs: Senken Sport und Bewegung das Risiko für einen Rückfall?

Faktencheck zum Brustkrebsmonat Oktober

Körperlich aktiv sein, Sport treiben – das wird Betroffenen immer wieder empfohlen, wenn es darum geht, ihr Risiko für einen Rückfall bei Brustkrebs zu senken. Doch wie sicher kann man sich mit körperlicher Bewegung vor einem Rezidiv schützen?

Auch wenn die Datenlage zu dieser Frage bisher noch nicht eindeutig ist, sind sich die meisten Experten einig: Nach Brustkrebs körperlich aktiv zu sein, wirkt sich in vielerlei Hinsicht positiv aus. Zum Brustkrebsmonat Oktober hat der Krebsinformationsdienst den aktuellen Stand der Forschung für Sie zusammengefasst.

Einfluss von körperlicher Aktivität auf das Rückfallrisiko bei Brustkrebs: Stand der Forschung

Ältere Frau walkt im Herbst mit Walking-Stöcken © smspsy, Shutterstock
Körperliche Aktivität kann nach einer Krebserkrankung zum Wohlbefinden beitragen. © smspsy, Shutterstock

Bisherige Studien deuten darauf hin, dass Brustkrebspatientinnen mit körperlicher Aktivität möglicherweise das Risiko für einen Rückfall senken können. Als wissenschaftlich bewiesen gilt dieser Zusammenhang jedoch nicht: Die bislang vorliegenden Studien zum Thema sind in ihrer Qualität nicht ausreichend aussagekräftig. Zudem sind die Ergebnisse der Untersuchungen nicht immer einheitlich.

Es gibt also erste Hinweise, dass körperliche Aktivität das Rezidivrisiko bei Brustkrebs senken kann. Um dies zweifelsfrei zu klären, besteht jedoch weiterer Forschungsbedarf. Trotzdem profitieren Betroffene mit Brustkrebs durch verschiedene andere Aspekte von Bewegung und Sport.

Warum sich körperliche Aktivität dennoch lohnt

Da Bewegung und Sport zahlreiche gesundheitliche Vorteile mit sich bringt, empfiehlt es sich für Betroffene, regelmäßig körperlich aktiv zu sein. Studien haben gezeigt, dass sich ein Normalgewicht positiv auf den Krankheitsverlauf bei Brustkrebs auswirkt. Aus diesem Grund empfehlen Experten während und nach einer Krebserkrankung, einen Body-Mass-Index (BMI) im Normalbereich beziehungsweise ein Normalgewicht anzustreben – und dabei können körperliches Training und Sport unterstützen.
Darüber hinaus kann regelmäßige körperliche Aktivität die Krankheitsbewältigung bei Brustkrebs erleichtern. Bessern können sich:

  • körperliche Funktionen,
  • Lymphödeme,
  • die psychische Situation bei Angst oder Depression sowie
  • Erschöpfungszustände (Fatigue),
  • die Lebensqualität.

Moderate körperliche Aktivität ist ausreichend

Gerade nach der Diagnose fühlen sich viele Betroffene nicht unbedingt in der Lage, intensiv Sport zu machen. Es kann ein Anfang sein, zu normalen Alltagsaktivitäten zurückzukehren. Und auch im Anschluss an die Behandlung muss es nicht anstrengender und intensiver Sport sein – 150 Minuten moderate körperliche Aktivität pro Woche können ausreichen. Darunter fällt zum Beispiel Radfahren, Walken oder Gartenarbeit. Wichtig ist, worauf man selbst Lust hat und was Spaß macht.

Wenn man sich nicht sicher ist, was man sich zumuten kann: Dann empfiehlt es sich, mit seinem Arzt oder seiner Ärztin zu sprechen. Ärzte kennen die Situation und den Krankheitsverlauf genau und können Auskunft geben, welches Bewegungspensum und welche Art der Aktivität in der persönlichen Situation sinnvoll sind. Nur in wenigen Fällen raten die Ärzte Krebspatientinnen oder Krebspatienten von körperlicher Betätigung ab.

Raus in den Oktober: Sich auch in der kalten Jahreszeit motivieren

Auch wenn jetzt die Tage kürzer und kälter werden, können Sie die Gelegenheit nutzen und sich ausreichend bewegen. Genießen Sie zum Beispiel bei einem Spaziergang an der frischen Herbstluft das Farbspiel der Blätter. Warm eingepackt kann moderates Walken auch in der kalten Jahreszeit Spaß machen. Vielleicht können Sie im Rahmen einer Krebssportgruppe oder einem Sportverein eine neue Sportart für sich entdecken. Ganz egal, welche Möglichkeit Sie nutzen: Sie können davon profitieren, während und nach einer Krebserkrankung körperlich aktiv zu sein.