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Zielgerichtete Krebstherapie und ihre Nebenwirkungen

Mit welchen Behandlungsfolgen Betroffene rechnen müssen

In der modernen Krebsbehandlung spielen sie eine zunehmend wichtige Rolle: Gezielte Krebstherapien können das Tumorwachstum eindämmen und dabei gesundes Gewebe schonen. Es gibt bereits einige zugelassene Medikamente, vor allem für Patientinnen und Patienten mit einer fortgeschrittenen Erkrankung. Meist werden sie in Kombination mit anderen Krebstherapien eingesetzt.

Gemeinsam ist den zielgerichteten Medikamenten, dass sie in Vorgänge eingreifen, die für das Tumorwachstum wichtig sind – für gesunde Zellen aber nicht oder zumindest deutlich weniger. Bedeutet das, dass die Medikamente nebenwirkungsfrei oder zumindest nebenwirkungsarm sind? Leider ist das nicht so einfach zu sagen.

Entscheidend ist, welche Therapie man bekommt

Tabletten auf Beipackzettel © SABINE_IMMKEN/fotolia
Einige der zielgerichteten Medikamente erhalten Betroffene als Tabletten oder Kapseln, andere als Infusion oder als Spritze unter die Haut. © SABINE_IMMKEN/fotolia

Richtig ist: Die Nebenwirkungen sind bei einigen Betroffenen weniger stark als beispielsweise bei einer Chemotherapie. Das bedeutet aber nicht, dass es keine Behandlungsfolgen gibt. Und auch bei einer "Chemo" können die Nebenwirkungen sehr unterschiedlich sein – je nachdem, welche Medikamente man bekommt.

Für zielgerichtete Therapien gilt: Die Symptome unterscheiden sich in der Regel von denen, die Patienten bei einer "Chemo" oder einer Bestrahlung haben. Typisch sind zum Beispiel Nebenwirkungen an der Haut, am Herz und auf den Blutdruck. Auch Schilddrüse, Leber und Magen-Darm-Trakt können betroffen sein.

Mit welchen Nebenwirkungen man rechnen muss, hängt vom Medikament, das man bekommt. Auch wirken die Arzneimittel nicht bei jedem gleich. Einige Betroffene erhalten die Medikamente zudem in Kombination mit einer anderen Therapieform. Das kann eine Chemotherapie, eine Hormontherapie oder eine Strahlentherapie sein, was die Beschwerden unter der Behandlung zusätzlich beeinflusst.

Kann man selbst etwas gegen die Nebenwirkungen tun?

Einigen Nebenwirkungen kann man vorbeugen oder sie behandeln, wenn sie auftreten. Außerdem gilt: Viele der Symptome verschwinden mit Beendigung der Therapie

  • Wenn Sie eine zielgerichtete Krebstherapie erhalten, sollten Sie schon vorab mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten über mögliche Nebenwirkungen sprechen. Diese können Sie beraten, was Sie tun können, um eventuell vorzubeugen oder die Beschwerden zu lindern.




Herausgeber: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) │ Autoren/Autorinnen: Internet-Redaktion des Krebsinformationsdienstes. Lesen Sie mehr über die Verantwortlichkeiten in der Redaktion.

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