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Aktuelles

Valsartan: Krebsauslösende Substanz in Blutdrucksenker – Arzneimittel trotzdem nicht absetzen

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte bietet Hintergründe zum Rückruf

Viele Menschen in Deutschland leiden unter Bluthochdruck und nehmen deshalb Medikamente ein. Valsartan ist eine der Substanzen, die den Blutdruck zuverlässig senkt und gegen die auch Hypertonie genannte Erkrankung helfen kann.
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) informiert nun: In der EU wird ein Rückruf für manche Valsartan-haltige Medikamente erfolgen. Betroffen sind ausschließlich Produkte mit Valsartan, die der chinesische Hersteller Zhejiang Huahai Pharmaceutical geliefert hat. Welche Markenprodukte im Einzelnen betroffen sind, kann man bei Arzt oder Apotheker erfragen.

Der Grund für den Rückruf: In einigen Chargen wurden Verunreinigungen mit einer wahrscheinlich krebserregenden Substanz gefunden. Vermutlich ist die Chemikalie N-Nitrosodimethylamin bei der Produktion in die Arzneimittel gelangt.
Warum dies passierte, steht noch nicht fest.
Innerhalb der Europäischen Union arbeiten die Arzneimittelbehörden an einer gemeinsamen Lösung des Problems.

Was bedeutet diese Nachricht für Menschen mit Bluthochdruck?

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM, www.bfarm.de) rät im Moment:

  • Setzen Sie Ihre Blutdruckmittel auf keinen Fall ohne Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab.
    Das Risiko für Ihre Gesundheit wäre wesentlich höher als das mögliche Risiko durch ein verunreinigtes Medikament.
  • Betroffen ist bisher ausschließlich der Wirkstoff Valsartan, keine anderen Sartane, und nicht generell alle Arzneimittel gegen Hypertonie.
  • Vermutlich findet sich die Verunreinigung auch nicht in allen Markenprodukten, die Valsartan enthalten.
  • Bisher gilt der Rückruf daher nur Mitteln, deren Inhaltsstoff von einem ganz bestimmten Hersteller geliefert wurde. Und er gilt laut BfArM außerdem nur einigen Chargen, also nicht der gesamten Produktion der letzten Jahre. Welche dies sind, können Ärzte und Apotheker sagen - entsprechende Listen stehen ihnen zur Verfügung.
  • Sowie weitere Erkenntnisse vorliegen, wird das BfArM unverzüglich darüber informieren.
  • Bitte wenden Sie sich mit Fragen zu Ihrer Hypertonie-Behandlung an Ihre Ärzte.

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