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Liebe, Nähe, emotionale Verbundenheit und Intimität - welche Auswirkungen hat eine Krebserkrankung darauf?

Zum "Welttag der sexuellen Gesundheit" am 4. September

Am 4. September ist der Welttag der sexuellen Gesundheit. Die World Association for Sexual Health hatte ihn 2010 erstmals ausgerufen. In diesem Jahr dreht sich alles um die emotionalen Aspekte körperlicher Nähe und Intimität – ein wichtiges Thema für Krebsbetroffene und ihre Partner. Denn: Psychische Belastungen, Ängste und körperliche Veränderungen oder Schmerzen können das Sexualleben beeinträchtigen. Was hilft in der Partnerschaft? Was tun, wenn man allein lebt?
Der Krebsinformationsdienst hat Hintergründe für Betroffene zusammengestellt.

Sexualität: Auch eine Kopfsache

Eine Krebserkrankung kann das Sexualleben beeinträchtigen – auch über die eigentliche Behandlung hinaus. Auch wenn die Krebserkrankung geheilt ist, müssen nicht wenige Patientinnen und Patienten mit körperlichen Problemen leben. Nur ein Beispiel sind lang andauernde Hormontherapien: Sie können bei Frauen wie Männern dazu führen, dass man weniger Lust empfindet. Und schließlich bewirken manche Operationen und Bestrahlungen tatsächlich eine Einschränkung der sexuellen Möglichkeiten.

Aber auch Angst und psychische Belastungen lassen den Wunsch nach Sexualität in den Hintergrund treten. Hinzu kommt die Unsicherheit vieler Betroffener, ob sie trotz körperlicher Veränderungen durch die Erkrankung noch attraktiv sind: Das belastet die Beziehung – oder auch die Zuversicht, trotz Krebs eine neue Partnerschaft eingehen zu können.

Probleme mit körperlicher Nähe: Kein Tabuthema

Welche Probleme im Zusammenhang mit der Sexualität man auch hat - man sollte sich nicht scheuen, darüber mit den behandelnden Ärzten oder mit Psychoonkologen zu sprechen, oder auch mit anderen Betroffenen in einer Selbsthilfegruppe. Für viele Situationen und Probleme gibt es Mittel und Wege, um Linderung oder Abhilfe zu schaffen.

Auch der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums bietet Hintergründe und nennt Anlaufstellen: am Telefon, per E-Mail oder im Internet und in Broschüren.