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Das Risiko für Magenkrebs sinkt

Weltweit erkranken immer weniger Menschen an einem Magentumor

Immer weniger Menschen erkranken an Magenkrebs: In Deutschland hat sich die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen innerhalb von 40 Jahren halbiert. Die Zahl der Menschen, die an einem Magentumor sterben ist in diesem Zeitraum sogar auf etwa ein Drittel zurückgegangen. Dieser Trend ist nicht nur in Deutschland zu beobachten: Weltweit sinkt die Zahl der Menschen, die jährlich die Diagnose Magenkrebs erhalten.

Woran liegt das? Fachleute vom deutschen Zentrum für Krebsregisterdaten machen vor allem eine verringerte Verbreitung von Infektionen mit dem Bakterium Helicobacter pylori für den Rückgang verantwortlich. Das Bakterium gilt als wichtigster Risikofaktor für Magenkrebs. Dabei spielen vermutlich verbesserte Lebensverhältnisse und Hygienebedingungen eine Rolle: Sie verhindern unter anderem eine Übertragung des Erregers innerhalb der Familie.

Das Magenkrebsrisiko ist nicht überall gleich hoch

Dennoch erkranken weltweit immer noch jedes Jahr etwa eine Million Menschen an Magenkrebs. Und: Die regionalen Unterschiede sind groß. Beispielsweise erkranken in den baltischen Staaten etwa drei- bis viermal so viele Menschen an einem Magentumor wie in Skandinavien. Am höchsten liegen die Zahlen in Ostasien.

Das liegt vermutlich an unterschiedlichen Ernährungsgewohnheiten. Auch Unterschiede bei der Verarbeitung von Lebensmitteln spielen eine Rolle. Ein Beispiel: In den Industrieländern werden Lebensmittel heute überwiegend durch Kühlung haltbar gemacht. Dadurch verlieren Konservierungsmethoden wie Räuchern oder Pökeln an Bedeutung: Beim Pökeln werden Salze verwendet, die beim Verdauungsprozess im Magen krebserregende Stoffe bilden. Fachleute vermuten, dass bespielsweise ein in Ostasien immer noch weit verbreitetes Pökel-Verfahren mitverantwortlich für die Entstehung von Magenkrebs ist.