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Aktuelles

Trocken, kühl, aber nicht einfrieren: Krebsmedikamente im Sommer richtig transportieren und lagern

Muss die Salbe in den Kühlschrank? Oder sollte man sie besser gleich einfrieren? Wohin packt man die Tabletten am besten, wenn man mit dem Auto unterwegs ist?
Die meisten Menschen wissen heute, dass der Arzneischrank besser im kühlen Schlafzimmer als im feuchten Bad oder in der warmen Küche hängt, damit die Vorräte in der Hausapotheke nicht ihre Wirksamkeit verlieren.

Doch wie sieht es mit den besonderen Arzneimitteln aus, die man als Krebspatient benötigt? Aktuell machen die Apotheker darauf aufmerksam, dass man im Sommer beim Transport und der Lagerung von Arzneimitteln einige wichtige Punkte beachten sollte.

Manche Arzneimittel empfindlicher als andere

Unter den im Jahr 2016 auf Kassenrezept verordneten Arzneimitteln seien rund 27,7 Millionen Packungen kühlpflichtig gewesen, berichtet die ABDA, die Bundesvereinigung der Deutschen Apothekerverbände. Ein Drittel davon war so empfindlich, dass die Arzneimittel nicht nur bei der Lagerung, sondern sogar bei kurzen Transporten gekühlt werden mussten.

Auch viele Substanzen, die heute zur Krebstherapie eingesetzt werden, fallen in diese Kategorie: zum Beispiel fast alle Antikörper und zielgerichteten Arzneimittel, die man als Infusion oder als Spritze erhält. Diese Mittel müssen überwiegend bei zwei bis acht Grad Celsius aufbewahrt werden.

Allerdings sind die allermeisten Patienten dafür nicht selbst verantwortlich: Die Arzneimittelgabe findet in der Regel in der Arztpraxis, der Klinik oder Klinikambulanz statt. Die Arzneimittel werden von der Apotheke direkt dorthin geliefert. Man muss sie nicht selbst kaufen und bewahrt sie normalerweise nicht zuhause auf. Besonders wichtig ist das bei Medikamenten, die sogar beim Transport ununterbrochen gekühlt werden müssen.

Muss man kühlpflichtige Medikamente doch einmal selbst besorgen oder vorübergehend selbst lagern? Dann sollte man unbedingt darauf achten, dass die vorgeschriebenen Temperaturangaben nicht über- und auch nicht unterschritten werden: Einfrieren kann den Arzneimitteln genauso schaden wie der längere Transport im heißen Auto.
Medikamente, die tatsächlich nur tiefgekühlt transportiert und gelagert werden dürfen, sind die absolute Ausnahme.

Ambulante Krebstherapie – lassen Sie sich beraten

Die meisten Arzneimittel zur ambulanten Krebstherapie sind allerdings deutlich weniger empfindlich. Die heutigen Verpackungen schützen sie vor Feuchtigkeit. Und sie bewahren sie vor zu viel Licht, das manche Wirkstoffe zerstören würde. 
Auf diesen Schutz sollte man auch achten, wenn man sich zuhause Tabletten oder Kapseln aus der Originalverpackung in eine Dosierbox für den Tag oder die Woche umfüllt.

Ob man ein Medikament nur mit besonderer Vorsicht lagern darf, ist schon auf der Packung und im Beipackzettel angegeben. Wie man die eigenen Arzneimittel aufbewahrt und bei großer Hitze auch über längere Strecken transportieren kann, sollte man sich am besten gleich beim Arzt und in der Apotheke erklären lassen.