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Sachsen erweitert Impfempfehlung: HPV-Impfung auch für Jungen

Als erstes Bundesland in Deutschland empfiehlt Sachsen die Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) auch für Jungen und Männer. Die Empfehlung gilt bisher nur für den Impfstoff Gardasil®. Die Umsetzung orientiert sich an dessen  europäischer Zulassung, die eine Impfung von Jungen grundsätzlich erlaubt. Damit geht die Sächsische Impfkommission (SIKO) über die bundesweit geltenden Impfempfehlungen hinaus.
Die für die Impfempfehlungen in Deutschland zuständige Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) rät bisher nur bei Mädchen von zwölf bis 17 Jahren zur Schutzimpfung. Die STIKO verweist als Begründung auf die noch nicht ausreichenden Daten zum Nutzen, den eine zusätzliche Impfung von Jungen und Männern für die Gesundheit der Gesamtbevölkerung erbringen würde. Zugelassen ist der Impfstoff Gardasil europaweit aber schon seit Längerem sowohl für Mädchen wie auch für Jungen ab neun Jahren. Das heißt, dass sich sowohl Jungen wie auch ältere Frauen in Deutschland prinzipiell impfen lassen können. Die Kosten werden jedoch in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen getragen.

Auch die neuen sächsischen Impfempfehlungen bedeuten nicht automatisch, dass die gesetzlichen oder privaten Krankenkassen die Impfung für diese Gruppen übernehmen. Eltern, die ihre Söhne impfen lassen möchten, sollten also grundsätzlich mit ihrer Krankenkasse Rücksprache halten.



Herausgeber: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) │ Autoren/Autorinnen: Internet-Redaktion des Krebsinformationsdienstes. Lesen Sie mehr über die Verantwortlichkeiten in der Redaktion.

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