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Bundesamt für Strahlenschutz:
Künstliches UV-Licht für Vitamin-D-Versorgung nicht notwendig

Der menschliche Körper benötigt auch in der dunklen Jahreszeit kein Solarium, um seinen Bedarf an Vitamin D zu decken. Niemand sollte zur Vorbeugung eines Vitamin-D-Mangels ins Solarium gehen.
Mit dieser Stellungnahme bekräftigen die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG), der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) und das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) frühere Empfehlungen. Hautärzte und Strahlenschützer wenden sich mit dieser Klarstellung auch gegen Werbekampagnen der Solarienbetreiber, die zur Solariennutzung gegen Vitamin-D-Mangel auffordern. Dem versprochenen Nutzen steht das reale Risiko gravierender Langzeitfolgen gegenüber: "Die Haut vergisst nichts – gefährliche Folgen wie Hautkrebs werden erst Jahre später sichtbar", warnt DDG-Präsident Prof. Rudolf Stadler.

Vitamin-D-Speicher reicht über den Winter

In den vergangenen 30 Jahren hat sich die Zahl der UV-bedingten Hautkrebs-Neuerkrankungen verdreifacht. Ursache ist eine übermäßige UV-Belastung. Allein am Schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) erkranken in Deutschland jedes Jahr rund 24.000 Menschen – Tendenz weiter steigend. 

Der Vitamin-D-Spiegel des Körpers schwankt zwar mit den Jahreszeiten. Damit auch im Winter genügend Vitamin D zur Verfügung steht, ist es aber im Normalfall ausreichend, in den Sommermonaten regelmäßig ins Freie zu gehen und sich ausgewogen zu ernähren.
Ein behandlungsbedürftiger Vitamin-D-Mangel gehört dagegen in die Hände eines Arztes. Er verfügt über wirkungsvollere Behandlungsmethoden als zusätzliche UV-Bestrahlungen.



Herausgeber: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) │ Autoren/Autorinnen: Internet-Redaktion des Krebsinformationsdienstes. Lesen Sie mehr über die Verantwortlichkeiten in der Redaktion.

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