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Hautkrebs, Foto: Wikimedia Commons © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Hautkrebs: Basaliome, Plattenepithelkarzinome, maligne Melanome

Hautkrebs - dieser Begriff ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene Erkrankungen der Haut. Ihr biologisches Verhalten ist unterschiedlich, und die einzelnen Krebsformen werden auch unterschiedlich behandelt.
Dieser Text bietet einen Überblick über die verschiedenen Krebserkrankungen der Haut; weiterführende Quellen sind direkt im Text verlinkt. Die Informationen richten sich an Menschen, die sich über die Ursachen der Erkrankungen informieren wollen, ebenso wie an Patienten, bei denen eine Form von Hautkrebs festgestellt wurde. Für individuelle Fragen steht der Krebsinformationsdienst am Telefon oder per E-Mail zur Verfügung. Informationen aus dem Internet, einer E-Mail oder einem Telefongespräch können eine persönliche Beratung durch Ärzte und weitere Fachleute jedoch nicht ersetzen.

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Basaliome und Plattenepithelkarzinome

Zu den Hauttumoren gehören die vergleichsweise häufigen Basaliome oder Basalzellkarzinome, die von der Basalzellschicht der Haut ausgehen. Ebenfalls häufig treten Plattenepithelkarzinome auf, weitere Bezeichnungen dafür sind Spinaliom oder Spindelzellkarzinom.

Experten schätzen, dass im Jahr 2012 etwa 159.200 Menschen an einem Basaliom und 44.300 an einem Plattenepithelkarzinom erkrankten. Basalzellkarzinome können oft ambulant beim Hautarzt entfernt werden. Daher erfassen die Krebsregister (www.gekid.de) die Erkrankungszahlen bisher nicht vollständig. Dies gilt auch für einige weitere, etwas seltenere Hautveränderungen, die insgesamt als wenig bösartig gelten.

Diese gelegentlich auch als "weißer" Hautkrebs bezeichneten Tumorformen metastasieren sehr selten. Sie können fast immer chirurgisch entfernt werden. Dann wird das entnommene Gewebe unter dem Mikroskop untersucht, um den genauen Tumortyp festzustellen und zu prüfen, ob auch alle Tumoranteile erfasst wurden. Mit dieser Vorgehensweise lässt sich der Tumor am besten kontrollieren.

Sitzt die Hautveränderung an einer Stelle, bei der nur schwer operiert werden kann, zum Beispiel am Auge? Dann sind auch andere Behandlungsformen möglich, etwa die Vereisung (Kryotherapie). Auch mit einigen Medikamenten in Salbenform und gegebenenfalls mit einer Bestrahlung kann eine Tumorrückbildung erzielt werden, wenn eine Operation nicht möglich ist.
Neu ist ein Medikament zum Einnehmen, das gezielt Signalwege unter bricht, die Karzinomzellen zum Wachstum benötigen: Es steht bisher allerdings nur für Patienten zur Verfügung, bei denen ein Basalzellkarzinom nicht operativ entfernt werden kann und sich trotz anderer Therapien weiter ausbreitet.

Malignes Melanom, der schwarze Hautkrebs

Einen anderen Verlauf als bei Basaliom und Plattenepithelkarzinom beobachten Mediziner beim Melanom, dem "schwarzen Hautkrebs". Diese Hautkrebsform ist gefährlicher, da sich die Krebszellen rasch über das Lymphgefäßsystem oder die Blutbahn im Körper ausbreiten können.

Zwar kann auch hier die chirurgische Entfernung ausreichen. Bei nicht wenigen Patienten haben sich aber zum Zeitpunkt der Entdeckung schon Metastasen gebildet. Daher spielen neben einer Operation eine Immuntherapie und gegebenenfalls eine Chemotherapie oder eine Bestrahlung bei der Behandlung eine wichtige Rolle.
Relativ neu sind sogenannte zielgerichtete Medikamente, die sich gegen besondere Eigenschaften der Tumorzellen richten. Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung profitieren von diesen neuen Arzneimitteln.

Vielen Patienten, bei denen sich der Tumor nur schlecht kontrollieren lässt, wird die Behandlung in klinischen Studien mit neuen und zum Teil noch experimentellen Verfahren empfohlen.

Maligne Melanome sind wesentlich seltener als Basalzellkarzinome oder Plattenepithelkarzinome: 2012 erkrankten nach Angaben der Gesellschaft der Epidemiologischen Krebsregister und des Zentrums für Krebsregisterdaten am Robert-Koch-Instituts etwa 20.820 Menschen an einem Melanom (www.krebsdaten.de oder www.gekid.de, Broschüre "Krebs in Deutschland 2011/2012"). Mehr zur Statistik von Krebserkrankungen hat der Krebsinformationsdienst hier zusammengestellt.

Während beim Basaliom und den Plattenepithelkarzinomen die Belastung der Haut durch Sonne oder Solarien als Risikofaktor eine entscheidende Rolle spielt, galten beim Melanom die Zusammenhänge mit der UV-Strahlung lange als weniger eindeutig. Inzwischen gehen Experten aber davon aus, dass Sonne, Solarien oder andere UV-Quellen auch hier viel zum Risiko beitragen.

Informationen am Telefon oder per E-Mail

Wir beantworten Ihre Fragen:
Aktuelle Hintergrundinformationen zu den verschiedenen Hautkrebsformen stellt der Krebsinformationsdienst KID am Telefon und per E-Mail zur Verfügung:

  • Wie einigen Hautkrebsformen vorgebeugt werden kann, wie der Arzt die verschiedenen Formen voneinander unterscheidet, wie die Behandlung aussieht und was Patienten nach der Therapie beachten sollten, können Sie mit uns unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 – 420 30 40 besprechen oder in einer E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.de erfragen.

Broschüren und Fachinformationen

Eine Auswahl von Broschüren anderer Institutionen, die innerhalb Deutschlands kostenlos erhältlich sind, hat der KID hier zusammengestellt. Dort sind sowohl Informationen zur Vorbeugung der häufigeren Hautkrebsformen als auch Übersichten zur Behandlung zu finden.

Primär an Fachleute richten sich die Leitlinien zur Diagnostik und Behandlung von Basaliomen, Plattenepithelkarzinomen sowie von Melanomen, die von Hautkrebsexperten im Auftrag der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft und in Zusammenarbeit mit  weiteren Fachgesellschaften erstellt wurden.

  • Patienten, die diese Leitlinientexte nutzen möchten, sollten sich auf jeden Fall mit ihren Ärzten darüber verständigen, welche Inhalte auf ihre Situation zutreffen und welche nicht. Auch gibt es bei der Hautkrebsbehandlung immer wieder neue Entwicklungen und aktuelle Studien, deren Ergebnisse erst mit einer gewissen Verzögerung bei der Leitlinienerstellung berücksichtigt werden können.

Kutane Lymphome - kein Hautkrebs im engeren Sinne

Nicht zur Gruppe der Hauttumoren zählen Fachleute die so genannten kutanen Lymphome: Diese Krebsform zeigt sich zwar durch Hautveränderungen, geht aber von Blut- und Knochenmarkszellen aus. Eine Übersicht über die wichtigsten Fakten zu Lymphomen lesen Sie in der Rubrik "Krebsarten", Stichwort "Lymphome".