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Zahlen und Statistiken zu Krebs

In unserer älter werdenden Gesellschaft wird Krebs immer häufiger. Gleichzeitig verbessern sich die Möglichkeiten, Krebserkrankungen frühzeitig zu erkennen und erfolgreich zu behandeln. In anderen Teilen der Welt kann das ganz anders aussehen.

Bevölkerungsbezogene Daten zu Krebs werden inzwischen in ganz Deutschland und in vielen Teilen der Welt in epidemiologischen Krebsregistern dokumentiert und ausgewertet. Klinische Krebsregister, in denen auch Therapien und diagnostische Maßnahmen flächendeckend erfasst werden, sind jedoch selbst in Deutschland noch im Aufbau. Daher gibt es aus diesem Bereich derzeit oft noch weniger gesicherte, allgemeingültige Informationen als zur Epidemiologie von Krebs. krebsinformationsdienst.med hat für Sie Recherchequellen zusammengestellt, in denen Sie Kennzahlen zu epidemiologischen und – wo möglich – klinischen Fragestellungen zu Krebs finden.

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Bevölkerungsbezogene Daten, Epidemiologie – National

Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD)

Das ZfKD (www.krebsdaten.de) ist im Robert Koch-Institut angesiedelt. Dort werden die Daten aus den einzelnen epidemiologischen Krebsregistern überprüft, zusammengefasst und ausgewertet. Hier gibt es die Möglichkeit, eigene Datenbankabfragen zu Häufigkeit und Prognose verschiedener Krebserkrankungen zu starten:
www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Datenbankabfrage/datenbankabfrage_stufe1_node.html.
Außerdem ist hier die jeweils aktuelle Version des Berichtes "Krebs in Deutschland" verlinkt, die das ZfKD zusammen mit der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland (GEKID) alle zwei Jahre herausgibt:
www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebs_in_Deutschland/krebs_in_deutschland_node.html.
Zudem wird alle fünf Jahre vom ZfKD ein ausführlicher Bericht zum Krebsgeschehen in Deutschland erstellt. Er enthält auch ein Kapitel zur Epidemiologie:
www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebsgeschehen/Epidemiologie/Epidemiologie_node.html.

Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland (GEKID e.V.)

Die GEKID (www.gekid.de) fördert die bundesweite einheitliche Dokumentation und Auswertung von Krebsregisterdaten. Im sogenannten GEKID-Atlas kann man sich epidemiologische Daten zu verschiedenen Krebserkrankungen in Deutschland grafisch oder als Tabelle darstellen lassen:
http://atlas.gekid.de/CurrentVersion/atlas.html.

Auf den Seiten der GEKID findet sich auch eine Auflistung der einzelnen bevölkerungsbezogenen Krebsregister der Länder. Dort sind oft die Zahlen zu Krebs weiter nach Lokalisation aufgeschlüsselt:
www.gekid.de/uebersicht.

Regionale Krebsregister sind wiederum auf den Seiten dieser landesweiten Krebsregister verlinkt.
Einige epidemiologische Krebsregister bieten für manche Krebserkrankungen detailliertere Auswertungen (etwa nach Tumorgröße, Stadium oder Subtyp) an, die öffentlich zugänglich sind.

Deutsches Kinderkrebsregister

Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren werden im Deutschen Kinderkrebsregister bundesweit erfasst und ausgewertet:
www.kinderkrebsregister.de/dkkr/ergebnisse/wichtigste-ergebnisse.html.

Bevölkerungsbezogene Daten, Epidemiologie – International

Global Cancer Observatory (GCO) der IARC

Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) (www.iarc.fr/) ist die Abteilung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die sich schwerpunktmäßig mit Krebs befasst. In ihrem Global Cancer Observatory (gco.iarc.fr/)können verschiedene Ressourcen genutzt werden:

European Cancer Information System (ECIS)

Unter dem Dach der Europäischen Kommission bietet das ECIS (https://ecis.jrc.ec.europa.eu/) die Möglichkeit, sich verschiedene Statistiken zu Krebs in Europa zusammenzustellen:

  • Schätzungen zu Inzidenz und Mortalität vieler Krebsarten in 40 europäischen Staaten im laufenden Jahr.
  • historische Zahlen zu Inzidenz und Mortalität nach Krebsart in Einzugsbereichen europäischer Krebsregister.
  • Schätzungen zum Überleben nach europäischem Land und Krebsart.

Surveillance, Epidemiology, and End Results (SEER)-Programm

Das SEER-Programm (seer.cancer.gov) führt in den USA, ähnlich wie das Zentrum für Krebsregisterdaten oder die GEKID in Deutschland, Zahlen aus epidemiologischen Krebsregistern zusammen, wertet sie aus und veröffentlicht sie. Allerdings werden dort derzeit nur knapp 30 % der U.S.-amerikanischen Bevölkerung erfasst, mit einem Schwerpunkt auf ethnischen Minderheiten. SEER bietet die Möglichkeit, sich Statistiken zu Inzidenz, Prävalenz, Sterberaten und auch das Lebenszeitrisiko für ausgewählte Krebserkrankungen anzeigen zu lassen.
Auf der Seite "For Researchers" können auch eigene Datenbankabfragen zu speziellen Fragestellungen getätigt werden:
seer.cancer.gov/resources/.

National Program of Cancer Registries (NPCR)

Auf den Internetseiten des NPCR (cdc.gov/cancer/npcr) gibt es unter "Cancer Data and Statistic Tools" verschiedene Möglichkeiten, sich Zahlen und Statistiken zu Krebs in den USA anzeigen zu lassen: cdc.gov/cancer/npcr/tools.htm.

  • United States Cancer Statistics: Data Visualizations bildet die offiziellen Krebszahlen der USA aus dem USCS-Bericht grafisch ab: nccd.cdc.gov/USCSDataViz/.
  • Der Interactive Cancer Atlas (InCA) stellt Daten der USCS zwischen 1999 und 2014 interaktiv dar: nccd.cdc.gov/DCPC_INCA/.
  • CDC WONDER ermöglicht eigene detailliertere Anfragen zu Krebserkrankungen, auch aufgeschlüsselt nach Einflussfaktoren wie Ethnie, Alter oder Region: wonder.cdc.gov/cancer.html.

Daten zur Früherkennung von Krebs

Bericht zum Krebsgeschehen in Deutschland – Früherkennung

Der Bericht "Krebs in Deutschland" umfasst auch ein Kapitel zur Früherkennung. Dort wird der jeweilige Stand zu den derzeit gesetzlich verankerten Krebsfrüherkennungsuntersuchungen (mit Zahlen zur Inanspruchnahme) und zusätzlich zu einigen individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) zur Krebsfrüherkennung diskutiert:
www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebsgeschehen/Frueherkennung/Frueherkennung_node.html.

Mammographie-Screening-Programm

Die Kooperationsgemeinschaft Mammographie (www.mammo-programm.de/) stellt auf der Website des Mammographie-Screening-Programms unter anderem Informationen zu rechtlichen Grundlagen und Publikationen zu den bisherigen Ergebnissen des Screening-Programms zusammen:
fachservice.mammo-programm.de/.

Jahresbericht des Zentralinstituts für die Kassenärztliche Versorgung (Zi) zur Darmkrebs-Früherkennung

Zur Darmkrebs-Früherkennung hat das Zi (www.zi.de) im Jahr 2016 einen Jahresbericht veröffentlicht:
www.zi.de/cms/fileadmin/user_upload/Jahresbericht_2014_Darmkrebs_Frueherkennung.pdf (PDF).

Berichterstattung zur Umsetzung des Nationalen Krebsplans des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG)

Hier wird vom BMG (www.bundesgesundheitsministerium.de) der aktuelle Stand bezüglich im Nationalen Krebsplan definierten Zielen dargestellt. Die Ziele im Handlungsfeld 1 betreffen dabei die Krebsfrüherkennung, speziell für Darm- und Gebärmutterhalskrebs:
www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/nationaler-krebsplan/was-haben-wir-bisher-erreicht.html.

Daten zur Therapie von Krebs

Bericht zum Krebsgeschehen in Deutschland: Versorgung von Menschen mit Krebs

Der Bericht "Krebs in Deutschland" enthält auch ein Kapitel zur Versorgung von Krebspatienten. Es enthält beispielsweise Informationen darüber, wie häufig eine stationäre versus vertragsärztliche Versorgung oder eine Rehabilitation sowie eine psychoonkologische Betreuung in Anspruch genommen wird:
www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebsgeschehen/Versorgung/Versorgung_node.html.

Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren e.V. (ADT)

Die ADT (www.tumorzentren.de) ist ein gemeinnütziger Verein, in dem sich die Tumorzentren Deutschlands zusammengeschlossen haben, um die Versorgung von Krebspatienten in Deutschland zu verbessern. Auf den Seiten der ADT finden sich beispielsweise

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