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Archiv

Linktipp: Arzneimittel in der Palliativmedizin

Unterstützung bei der palliativen Pharmakotherapie von Krebspatienten

Krebspatienten in der Palliativsituation werden zunehmend ambulant behandelt, weil sie in ihrer häuslichen Umgebung bleiben möchten. Damit wächst die Herausforderung für Ärzte, diese Patienten adäquat medikamentös zu versorgen: Immer häufiger sind Informationen zur Zulassung und Verschreibung sowie zum Nebenwirkungsprofil und zur Pharmakodynamik von Arzneimitteln in der Palliativmedizin gefragt. Die Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin der Universität München (LMU) bietet auf ihrer Internetseite "Arzneimittel in der Palliativmedizin" (www.arzneimittel-palliativ.de) Informationen zu gesetzlichen Regelungen im Bereich Off-Label-Use sowie einen Arzneimittelinformationsdienst an. Ziel ist es, Ärzte, Pflegende und Apotheker bei der Planung und Durchführung der medikamentösen Arzneimitteltherapie zu unterstützen.

Recherchen zu Pharmakotherapie in der Palliativsituation

Im klinischen Alltag fehlt oftmals der schnelle Zugang zu geprüften und verlässlichen Informationen. Gerade in der Palliativsituation ist es jedoch wichtig, Nebenwirkungsprofile, Wirkdauer der Substanzen sowie die Polymedikation der Patienten zu beachten. Zudem werden bei dieser Patientengruppe bis zu einem Viertel aller verschriebenen Arzneimittel für nicht zugelassene Indikationen und/oder im Rahmen einer nicht zugelassenen Art der Anwendung verwendet. Dieser "Off-Label-Use" birgt aber Risiken auf verschiedenen Ebenen. Neben der Arzneimittelsicherheit müssen auch Kosten und haftungsrechtliche Aspekte berücksichtigt werden.

 

Was bietet die Internetseite "Arzneimittel in der Palliativmedizin"?

Internetsuche © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum
Internetsuche © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Die Seite www.arzneimittel-palliativ.de unterstützt Fachleute mit hilfreichen Informationen rund um das Thema Arzneimitteltherapie in der Palliativmedizin.

Eine Übersicht zu "Off-Label-Use" findet sich in der gleichnamigen Rubrik. Zusätzlich gibt es einen Zugang zur kostenlosen Informationsbroschüre „Zum Umgang mit Off-Label-Use in der Palliativmedizin". Sie gibt Orientierungshilfen zum Einsatz von Fertigarzneimitteln außerhalb der zugelassenen Anwendung. Dabei geht die Broschüre auf rechtliche Aspekte ein und kann bei der Entscheidung unterstützen, wann ein Off-Label-Use indiziert sein kann. Die Broschüre wurde gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin herausgegeben und richtet sich an Ärzte, Apotheker und Pflegekräfte, die an der Versorgung von Palliativpatienten beteiligt sind.

Unter der Rubrik "Arzneimittelinformation" können über ein Kontaktformular individuelle Fragen zur medikamentösen Palliativtherapie gestellt werden. Die Anfragen werden kostenlos beantwortet.

Weiterführende Links

Außerdem sind auf der Startseite wichtige Links zur Pharmakotherapie in der Palliativsituation zu finden:

  • Auf dem international anerkannten Portal www.palliativedrugs.com findet sich ein Zugang zu der deutschsprachigen Version des "Palliative Care Formulary", einem Handbuch mit Arzneimittelmonographien. Darin finden sich auch viele Hintergrundinformationen zur Arzneimitteltherapie in der Palliativsituation. Fachkreise müssen sich einmalig anmelden, um das Portal kostenfrei nutzen zu können. Auch ein Newsletter zur Pharmakotherapie kann abonniert werden.
  • Der Link www.pall-iv.de führt zu einer Datenbank, die Informationen zur chemischen und physikalischen Stabilität von Mischinfusionen bietet. Die Datenbank ist nach Registrierung kostenlos für Fachkreise nutzbar.

Wer steht hinter dem Angebot "Arzneimittel in der Palliativmedizin"?

Die fachliche Leitung für das Portal, welches sich noch im Aufbau befindet, haben die Fachapothekerin für klinische Pharmazie Frau Constanze Rémi und die Direktorin der Klinik und Poliklinik für Palliativklinik Frau Prof. Dr. Claudia Bausewein. Alle Mitarbeiter des Teams Arzneimittelinformation verfügen über klinische Erfahrung in der Versorgung von Palliativpatienten. Die Informationen basieren auf einer umfangreichen und aktuellen Literatursammlung, sowie nationalen und internationalen Datenbanken. Das Angebot des Universitätsklinikums München wird unterstützt von der Lesmüller Stiftung und der Deutschen Palliativ Stiftung.