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Archiv

Literaturtipp: Nachrichten zu Krebs – Berichterstattung in den Medien

Warum Ärzte der Medienberichterstattung nicht immer trauen können

Heutzutage wächst das Fachwissen – auch im Bereich der Krebsmedizin – rasant. Wie können es Ärzte bei dieser Entwicklung schaffen, stets auf dem aktuellen Wissensstand zu bleiben? Die Berichterstattung über Krebs in Print- und Online-Medien verspricht einen schnellen Überblick: Allgemeine Medien und fachspezifische Wissensportale greifen neue Forschungsergebnisse zu Krebs auf, fassen sie zusammen und berichten darüber. Nicht immer sind die Nachrichten jedoch ausgewogen, inhaltlich korrekt und neutral. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommt eine Untersuchung, die die mediale Berichterstattung zur ProtecT-Studie ausgewertet hat.

Literaturtipp

Zusammenfassung

Westermann und Kollegen analysierten die Medienberichterstattung zur ProtecT-Studie innerhalb eines Monats nach Publikation der Studienergebnisse: Insgesamt sind 33 passende Medien-Nachrichten in die Untersuchung eingeflossen. Knapp über die Hälfte waren Online-Medien, die restlichen Artikel stammten aus dem Printbereich.

Die Autoren identifizierten insgesamt acht Schlüsselinhalte der ProtecT-Studie: Dazu gehörten unter anderem konkrete Angaben zur Studienpopulation, zum Krankheitsverlauf von Patienten unter Active Surveillance und zur begrenzten Nachbeobachtungszeit. Die Auswertung ergab, dass die Nachrichten über die Krebsstudie unvollständig waren. Sie enthielten durchschnittlich nur die Hälfte der wesentlichen Inhaltspunkte: Vier von acht Punkten fehlten.

Im Originalartikel finden sich darüber hinaus weitere interessante Details zur Auswertung, wie beispielsweise Verzerrungen (Bias) in der Berichterstattung.

Fazit für Ärzte

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  • Nicht immer können sich Ärzte auf eine fachlich korrekte Berichterstattung durch die Medien verlassen.
  • Im Zeitalter von Fake-News und vermehrter Nutzung digitaler Medien ist es für Fachleute wichtig, Nachrichten zu Wissensthemen in Medien kritisch zu prüfen und auf die richtige Darstellung der Fakten zu achten – sowohl im Hinblick auf das eigene Fachwissen zu Krebs als auch, um Krebspatienten kompetent zu beraten.
  • Es lohnt sich also, einen Blick in die Originalliteratur zu werfen.