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Zahl des Monats: 1,74 Millionen Packungen orale Krebsmedikamente in 2014 verkauft

Zehn Prozent mehr als im Jahr 2011

Im Jahr 2014 gingen in deutschen Apotheken 1,74 Millionen Packungen oraler Tumortherapeutika über den Ladentisch. Das sind zehn Prozent mehr als noch im Jahr 2011. Zu diesem Ergebnis kommt das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut e. V. (DAPI) in einer kürzlich veröffentlichten Analyse. Besonders häufig wurden Antiöstrogene, weitere Hormonantagonisten und Kinaseinhibitoren an Krebspatienten abgegeben.

Hohe Verantwortung in der Therapieführung

Tamoxifenrezept © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum
Die Menge der abgegebenen oralen Krebsmedikamente steigt. © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Der zunehmende Stellenwert der oralen Tumortherapie bedeutet auch einen Wandel in der Information und Begleitung Betroffener: Klassische Zytostatika werden selten im häuslichen Umfeld, sondern überwiegend in Klinik oder Praxis gegeben. Orale Tumortherapeutika wie Tabletten, Kapseln und Suspensionen nehmen Krebspatienten dagegen selbstständig ein. Ärzten und Apothekern kommt damit eine wachsende Verantwortung zu: Individuelle Einnahmepläne müssen mit den Betroffenen ebenso besprochen werden wie detaillierte Anweisungen zum Umgang mit den Medikamenten.

Dies bedeutet: Bei der Aufklärung sollten Ärzte wie Apotheker oder auch einbezogene Pflegefachleute nicht nur auf Nebenwirkungen und Wechselwirkungen eingehen. Wichtiges Thema im Gespräch müssen unter anderem arzneispezifische Besonderheiten sein: Dass man Kapseln nicht öffnen sollte, wissen die meisten Patienten. Weniger bekannt ist, dass beispielsweise nicht alle Tabletten geteilt werden dürfen. Ein weiteres Beispiel: Manche zielgerichteten Arzneimittel müssen in mehrstündigem Abstand zu Mahlzeiten eingenommen werden, um schwere oder andauernde Nebenwirkungen am Magen-Darm-Trakt zu verhindern.



Herausgeber: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) │ Autoren/Autorinnen: Fachkreise-Redaktion des Krebsinformationsdienstes. Lesen Sie mehr über die Verantwortlichkeiten in der Redaktion.

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