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Hautkrebs vorbeugen: Sonnenschutz auch bei dunkler Haut

Sonnenbrand bei dunkler Hautfarbe? Auch dunkle Haut benötigt zusätzlichen Schutz, wenn sie intensiver UV-Strahlung ausgesetzt ist. Wir informieren, worauf People of Color noch achten sollten, um Hautkrebs zu vermeiden.

Eine Frau mit heller Haut cremt einen jungen Mann mit dunkler Haut mit Sonnencreme ein.
Auf ausreichenden Sonnenschutz zu achten, ist auch bei Menschen mit einer dunklen Hautfarbe wichtig. So können sie sich vor Hautschäden durch intensive UV-Strahlung schützen. Bild © Freepik

Der Sommer ist da: Endlich mal wieder Zeit, einfach die Sonne zu genießen. Zwar ist vielen Menschen bewusst, dass ein ausreichender Schutz vor den ultravioletten (UV)-Strahlen der Sonne wichtig ist, um Hautkrebs vorzubeugen. Dennoch gibt es oft noch Unklarheiten zum "richtigen" Sonnenschutz.

Eine dieser Unklarheiten: Brauchen Menschen mit dunkler Hautfarbe Sonnenschutz, etwa durch Textilien oder Sonnencreme, und können sie überhaupt einen Sonnenbrand bekommen?

Die Antwort ist ja: Bei intensiver Sonnenstrahlung ist die dunkle Haut kein ausreichender Schutz. So sind UV-bedingte Hautschäden wie Sonnenbrand bei Menschen mit sehr dunklem Hauttyp ebenso möglich. Empfehlungen zum Sonnenschutz gelten daher nicht nur für Menschen mit heller Haut, sondern für jeden.

Warum hat dunkle Haut dennoch einen besseren UV-Schutz?

Verantwortlich für die Färbung unserer Haut ist der Hautfarbstoff Melanin: Das gilt für die bereits angeborene Hautfarbe sowie die erworbene Bräunung der Haut durch Sonneneinstrahlung.

Melanin ist auch der Grund, warum dunkle Haut im Vergleich zu heller Haut besser vor UV-bedingten Schäden geschützt ist. Denn Melanin wirkt wie ein Schutzmantel für unsere Hautzellen. Je mehr Melanin die Zellen besitzen, desto kräftiger ist der Schutzmantel und umso weniger Schäden erfolgen bei gleicher UV-Belastung.

  • Kein absoluter Schutz: Eine dunklere Haut verlängert aber nur die Zeit, die man sich ungeschützt in der Sonne aufhalten kann, ohne UV-bedingte Hautschäden zu erleiden. Selbst bei stark gebräunter oder sehr dunkler Haut ist dieser Eigenschutz auf eine Dauer von circa 90 Minuten begrenzt.

Sich längerfristig intensiver UV-Strahlung auszusetzen, kann also auch bei Menschen mit einem sehr dunklen Hautton zu Sonnenbrand führen – ein Risiko für Hautkrebs.



Schwarzer Hautkrebs bei People of Color: Kommt das vor?

Menschen mit dunklem Hauttyp, zum Beispiel arabischer oder afrikanischer Herkunft, erkranken sehr selten an Malignem Melanom. Dennoch kommt es vor – Daten dazu findet man aus den USA. Dabei fällt auf, dass Hautkrebs bei Menschen mit dunkler Haut oft erst in einem späten Stadium entdeckt wird, im Vergleich zu Menschen mit heller Haut. Die Erkrankung ist dadurch schwieriger zu behandeln.

Weitere Auffälligkeiten von Hautkrebs bei People of Color:

  • Das Aussehen unterscheidet sich von dem auf heller Haut: Sie sollten nicht nur auf dunkle und/oder sich verändernde Hautflecken achten, sondern auch auf Wucherungen oder schwer heilende oder wiederkehrende Wunden.
  • Es sind eher untypische Körperstellen betroffen: Dazu zählen die Fuß- und Handflächen, Mundhöhle, Unterschenkel, Leistengegend und Gesäß, aber auch die Finger- und Zehennägel.


Was kann man noch tun, um Hautkrebs vorzubeugen: Ein ausreichender Sonnenschutz ist wichtig, um sich vor Hautkrebs zu schützen – unabhängig vom Hauttyp. Zusätzlich empfehlen Ärztinnen und Ärzte, die Haut regelmäßig selbst auf auffällige Veränderungen zu überprüfen und am gesetzlichen Hautkrebs-Screening teilzunehmen. Denn Hautkrebs frühzeitig zu erkennen, verbessert die Chancen, die Krankheit vollständig heilen zu können.





Herausgeber: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) │ Autoren/Autorinnen: Internet-Redaktion des Krebsinformationsdienstes. Lesen Sie mehr über die Verantwortlichkeiten in der Redaktion.

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