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Brustkrebs-Früherkennung: Soll ich am Mammographie-Screening teilnehmen?

Frage des Monats

Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren wird zur Früherkennung von Brustkrebs alle 2 Jahre eine Mammographie angeboten. Wir informieren, was bei der Entscheidung für oder gegen die freiwillige Untersuchung helfen kann.

Symbol für das Abwägen von Vor- und Nachteilen der Mammographie: Eine Waage aus Holzklötzen mit Plus- und Minus-Klötzchen.
Es kann Frauen helfen, Nutzen und Risiken von Früherkennungsuntersuchungen persönlich abzuwägen, um informiert entscheiden zu können. © Cagkan Sayin, iStock


Die Entscheidung für oder gegen die Teilnahme am Mammographie-Screening-Programm können wir Ihnen nicht abnehmen. Wir als Krebsinformationsdienst können Sie jedoch über Nutzen und mögliche Risiken informieren, was Ihnen vielleicht bei der Entscheidungsfindung helfen kann.

Vorab gut zu wissen: Eine Einladung zum Mammographie-Screening bekommt jede Frau im Alter von 50 bis 69 Jahren per Post zugesendet. Nur weil Sie persönlich eingeladen wurden, bedeutet das nicht, dass Sie teilnehmen müssen – die Teilnahme ist freiwillig.

Um für sich zu entscheiden, ob Sie am Mammographie-Screening teilnehmen möchten, kann es hilfreich sein, sich zunächst über Nutzen und Risiken zu informieren.

Diese Informationsmöglichkeiten gibt es

Wichtig zu wissen

Die Mammographie kann helfen, Brustkrebs frühzeitig zu erkennen – aber nicht verhindern, dass er entsteht.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich über den Nutzen und die Risiken des Mammographie-Screenings zu informieren:

  • Informationsbroschüre: Gemeinsam mit der Einladung zum Mammographie-Screening erhalten Sie eine sogenannte Entscheidungshilfe des Gemeinsamen Bundesauschusses. Diese informiert ausführlich über Nutzen und Risiken des Mammographie-Screenings.
  • Aufklärungsgespräch: Vor der Mammographie können Sie ein persönliches Aufklärungsgespräch in der Screening-Einheit vereinbaren. Bei diesem bespricht eine Ärztin oder ein Arzt mit Ihnen den Nutzen und die Risiken des Mammographie-Screenings.
  • Krebsinformationsdienst: Selbstverständlich können Sie sich mit Ihren Fragen zum Mammographie-Screening auch an uns wenden. Unsere Ärztinnen und Ärzte am Telefon und im E-Mail-Service nehmen sich gerne Zeit für Ihre persönlichen Fragen und Sorgen.

Wichtig zu wissen: Im Aufklärungsgespräch geht es nicht um Ihr persönliches Brustkrebsrisiko – wenden Sie sich mit Ihren Fragen dazu am besten an Ihre Frauenärztin oder Ihren Frauenarzt. Er oder Sie kennt individuelle Risikofaktoren und kann Ihnen möglicherweise dabei helfen, Ihr persönliches Brustkrebsrisiko einzuschätzen.

Persönlich entscheiden: Was ist Ihnen wichtig?

Fachleute empfehlen das Mammographie-Screening. Denn bisher konnte nur für die Mammographie nachgewiesen werden, dass sie bei regelmäßiger Inanspruchnahme die Wahrscheinlichkeit senkt, an Brustkrebs zu versterben.

Allerdings sind mit der Untersuchung auch Risiken verbunden, die Frauen mitunter unterschiedlich bewerten. Ob auch für Sie der Nutzen überwiegt, können nur Sie selbst abwägen: Bei der Entscheidung spielen persönliche Einstellungen, Bedürfnisse, Sorgen und Ängste eine Rolle. Überlegen Sie sich, was für und was gegen Ihre Teilnahme spricht.

  • Allgemeine Informationen zum Mammographie-Screening – auch zum Nutzen und zu möglichen Risiken – finden Sie auf unserer Internetseite zur Brustkrebs-Früherkennung.

Fazit

Informieren Sie sich vor der Teilnahme an der Brustkrebs-Früherkennung über die Vor- und Nachteile des Mammographie-Screenings. Diese zu kennen und für sich einzuordnen, kann Ihnen dabei helfen, sich für oder gegen die Teilnahme am Mammographie-Screening zu entscheiden.

Gut zu wissen: Wenn Sie dieses Mal nicht am Mammographie-Screening teilnehmen möchten, können Sie in 2 Jahren erneut abwägen und neu entscheiden.





Herausgeber: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) │ Autoren/Autorinnen: Internet-Redaktion des Krebsinformationsdienstes. Lesen Sie mehr über die Verantwortlichkeiten in der Redaktion.

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