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Rauchen: Ursache für rund 85.000 Krebserkrankungen im Jahr

Ein Rauchstopp senkt das Krebsrisiko

Durch Rauchen erkranken in Deutschland jährlich schätzungsweise 85.000 Menschen an Krebs. Zudem entstehen hohe Kosten für die Gemeinschaft. Durch einen Rauchstopp können Raucherinnen und Raucher ihr Krebsrisiko senken.

Ein Mann zieht an einer Zigarette. © Cheryl Holt, Pixabay
Rauchen hat gesundheitliche und finanzielle Folgen. © Cheryl Holt, Pixabay

Rund 85.000 Neuerkrankungen an Krebs lassen sich in Deutschland jährlich auf das Rauchen zurückführen. Das haben Wissenschaftler für das Jahr 2018 berechnet. Demnach ist Rauchen für etwa jede 5. Krebsneuerkrankung verantwortlich. Das berichtet das Deutsche Krebsforschungszentrum im Tabakatlas Deutschland 2020.

Die Zahl der tabakbedingten Krebsneuerkrankungen steigt seit Jahren an. Der Grund: Rauchen ist im 20. Jahrhundert immer populärer geworden, vor allem bei Frauen. In jüngster Zeit setzt sich dieser Trend jedoch nicht fort. Der Tabakkonsum nimmt vor allem bei jungen Menschen ab. Allerdings entwickelt sich Krebs über viele Jahre bis Jahrzehnte hinweg. Es dauert daher, bis sich der sinkende Tabakkonsum auf die Zahl der Krebsneuerkrankungen auswirkt.

Nicht nur Lungenkrebs kann durch Rauchen ausgelöst werden. Auch für andere Krebsarten gelten Zigaretten, Zigarren und Pfeife als Risikofaktor: Dazu zählen beispielsweise Kopf-Hals-Tumoren, Speiseröhrenkrebs oder Darmkrebs. Weitere Erkrankungen, wie zum Beispiel chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD) und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, kommen hinzu.

Rauchen verursacht hohe Krankheitskosten

Welche Mehrkosten Raucherinnen und Raucher für die Gesellschaft verursachen, haben Wissenschaftler ebenfalls berechnet. Demnach kosten die durch das Rauchen verursachten Krankheits- und Todesfälle das Gesundheitswesen und die Volkswirtschaft schätzungsweise rund 97 Milliarden Euro jährlich.

Die Kosten entstehen durch die Behandlung, Pflege, gesundheitliche und berufliche Rehabilitation von Menschen, die durch Rauchen geschädigt wurden. Dazu zählen nicht nur Raucher, sondern auch Lebenspartner und -partnerinnen sowie im Haushalt lebende Kinder, die passiv mitrauchen, und Personen, die bei durch Rauchen verursachten Unfällen zu Schaden kommen.

Des Weiteren entstehen indirekte Kosten durch den Verlust von Arbeitskräften infolge von Tod und Arbeitsunfähigkeit oder während der Pflege, der Rehabilitation und der Arbeitslosigkeit.

Aufhören lohnt sich

Dass sich das Aufhören für Raucherinnen und Raucher lohnt, ist wissenschaftlich belegt: Bei ehemaligen Rauchern sinkt das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, kontinuierlich. Auch das Erkrankungs- und Sterberisiko für andere Erkrankungen verringert sich mit der Zeit.







Herausgeber: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) │ Autoren/Autorinnen: Internet-Redaktion des Krebsinformationsdienstes. Lesen Sie mehr über die Verantwortlichkeiten in der Redaktion.

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