Für Alle

Sie sind Krebspatientin oder Krebspatient, Angehöriger, Freund oder Interessierter und haben Fragen zu Krebs?

0800 - 420 30 40

Telefonisch täglich von 8 bis 20 Uhr, Anruf kostenlos

krebsinformationsdienst@dkfz.de

Per E-Mail (datensicheres Kontaktformular)

Für Fachkreise

Sie sind an der Versorgung von Krebspatienten beteiligt und benötigen unabhängig und neutral recherchierte Fakten zu Krebs?

0800 - 430 40 50

Telefonisch täglich von 8 bis 20 Uhr, Anruf kostenlos

kid.med@dkfz.de

Per E-Mail (datensicheres Kontaktformular)

Aktuelles

Bambusgeschirr: wegen krebserregenden Stoffen nicht verwenden

Verbraucherzentralen warnen

Seit Jahren steht Plastikgeschirr mit beigemischten Naturfasern in der Kritik: Solche Produkte – wie etwa Bambusbecher – können krebserregende Stoffe freisetzen. Verbraucherzentralen raten, sie nicht mehr zu verwenden.

Vier Mehrwegbecher aus einem Gemisch aus Kunststoff und Bambusfasern.
Bambusbecher bestehen zum Teil aus Kunststoff, der bedenkliche Mengen eines krebserregenden Schadstoffs freisetzen kann. © Krebsinformationsdienst, DKFZ

Um Einwegartikel zu vermeiden sind Mehrwegbecher aus Kunststoff und weiteren Füllstoffen wie etwa Maisstärke oder Fasern aus Bambus, Reis oder Weizen recht beliebt. Da dieses Material als sehr bruchsicher gilt, gibt es auch Geschirr für Kinder aus derartigen Plastikgemischen. Die vermeintlich umweltfreundlichen Produkte können jedoch gesundheitsschädlich sein – viele von ihnen setzen krebserregende Schadstoffe frei.

In den letzten Jahren ergaben verschiedene Untersuchungen: Vor allem Bambusbecher setzen unter anderem erhebliche Mengen von Formaldehyd frei. Dies gilt als krebserregend. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnte bereits 2019. Seit 2020 dürfen Produkte aus solchen Kunststoffgemischen zudem nicht mehr verkauft werden. Nun warnen auch die Verbraucherzentralen.

Verbraucherzentralen raten …

... potenziell schädliches Kunststoffgeschirr nicht zu kaufen oder weiter für Lebensmittel und Getränke zu benutzen.

Die Verbraucherzentrale fordert darüber hinaus einen bundesweiten Rückruf. Es wurde zwar bereits begonnen, derartige Produkte vom Markt zu nehmen, dies ist jedoch noch nicht flächendeckend abgeschlossen – besonders im Online-Handel. Potenziell schädliches Geschirr ist also weiterhin erhältlich, sodass Verbraucherinnen und Verbraucher Acht geben sollten.

Was Sie sonst noch tun können: Informieren Sie andere Menschen in Ihrem Umkreis über die potenzielle Gefahr der Utensilien – etwa Freunde oder Bekannte. Wer solche Produkte im Handel findet, kann dies außerdem dem Geschäft rückmelden oder der zuständigen Lebensmittelüberwachung Bescheid geben.

Welche Alternativen gibt es? Die Verbraucherzentralen raten zu Mehrwegbechern aus Edelstahl, Glas und Porzellan. Darüber hinaus können Kunststoff-Deckel aus Polypropylen verwendet werden.





Herausgeber: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) │ Autoren/Autorinnen: Internet-Redaktion des Krebsinformationsdienstes. Lesen Sie mehr über die Verantwortlichkeiten in der Redaktion.

powered by webEdition CMS