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Mit Hautkrebs weiter auf Sonnenschutz achten?

Frage des Monats

Sonnenschutz ist stets wichtig: Warum Maßnahmen zum UV-Schutz auch für Menschen notwendig sind, die bereits an Hautkrebs erkrankt sind – zum Beispiel einem Basaliom – erläutern wir anhand einer Beispielanfrage.

Eine alte Frau sitzt auf dem Balkon und schaut nachdenklich.
Wer an Hautkrebs erkrankt ist, sollte draußen im Freien mit der Sonne besonders gut aufpassen. [Symbolbild] Foto: Tobias Schwerdt © Krebsinformationsdienst, DKFZ


Lexikon

Basalzellkarzinom: früher auch Basaliom genannt – eine Form von weißem oder auch "hellem" Hautkrebs

Es gibt Patientinnen und Patienten mit Hautkrebs, die verunsichert sind, wie sie sich im Sommer im Freien verhalten sollen. Manche von ihnen werden vermeintlich übervorsichtig. Andere wiederum sind mitunter unsicher, ob Sonnenschutzmaßnahmen – und wenn ja, welche – noch sinnvoll sind.

Fest steht: Intensive ultraviolette (UV) Strahlung erhöht auch während oder nach einer Erkrankung weiterhin das Risiko für alle Arten von Hautkrebs: für weißen Hautkrebs (Basalzellkarzinome und Plattenepithelkarzinome), schwarzen Hautkrebs (Melanome) sowie das Merkelzellkarzinom.

Sonnenschutz ist auch bei und nach Hautkrebs wichtig

Menschen, die bereits an einem Basalzellkarzinom erkrankt sind, haben ein deutlich erhöhtes Risiko dafür, dass sich bei ihnen ein zweites Basalzellkarzinom entwickelt oder dass bei ihnen eine andere Form von Hautkrebs entsteht. Fachleute raten daher, übermäßige UV-Strahlung auch nach der Diagnose von Hautkrebs zu vermeiden: Betroffene sollten sich daher ausreichend vor intensiver Sonnenstrahlung schützen.

Denn entscheidend für das Hautkrebsrisiko sind nicht nur kurzzeitige intensive Belastungen der Haut mit UV-Strahlung. Auch die gesamte UV-Dosis, die Sie im Laufe des Lebens trifft, führt zu Hautschäden, die sich anhäufen. Um diese UV-Belastung möglichst gering zu halten, empfiehlt sich also auch während oder nach der Therapie ein ausreichender Sonnenschutz.

Angemessener UV-Schutz kann für Sie folgende positive Effekte haben:

  • Zweittumoren vorbeugen: Sonnenschutz kann helfen, einem zweiten, neuen Basalzellkarzinom – einem sogenannten Zweittumor – vorzubeugen.
  • Schwarzem Hautkrebs vorbeugen: Mit UV-Schutz können Sie auch Ihr Risiko für eine weitere Erkrankung mit schwarzem Hautkrebs senken.

Rückfall vermeiden? Dass weitere UV-Strahlung das Rückfallrisiko steigert, ist wissenschaftlich nicht erwiesen. Ausschlaggebend für einen Rückfall ist vielmehr, ob Krebszellen im Körper verblieben sind.

Übliche UV-Schutzmaßnahmen sind meist ausreichend

Für Hautkrebsbetroffene gelten die gleichen Sonnenschutzmaßnahmen wie für gesunde Menschen, die der Krankheit vorbeugen möchten. Über individuelle Besonderheiten informiert in der Regel der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin.

  • Welche generellen Maßnahmen Expertinnen und Experten zum Sonnenschutz empfehlen, lesen Sie unter Hautkrebs vorbeugen.
Wichtig zu wissen

Auch Hautkrebspatienten, die ausreichend Sonnenschutz betreiben, sollten die Nachsorge wahrnehmen und ihre Haut regelmäßig kontrollieren lassen.

Durch Sonnenschutz während und nach der Hautkrebstherapie können zwar neue Hautschäden verhindert werden, bereits bestehende Schäden bleiben jedoch. Und auch der Krankheitsverlauf der ersten Erkrankung wird durch UV-Schutz nicht positiv beeinflusst.

Tipp: Zusätzlich können Sie Ihre Haut regelmäßig selbst untersuchen, um weitere Erkrankungen möglichst frühzeitig zu entdecken.

  • Über die Selbstuntersuchung informiert Sie Ihr behandelnder Arzt oder Ihre behandelnde Ärztin.

Fazit

Für Hautkrebspatienten gelten die gleichen Vorsichtsmaßnahmen wie für gesunde Menschen, die der Erkrankung vorbeugen möchten. Sie müssen die Sonne nicht komplett meiden und können auch weiterhin Zeit im Freien verbringen – Sie sollten allerdings auf ausreichenden UV-Schutz achten, besonders, wenn Sie einen empfindlichen hellen Hauttyp haben.





Herausgeber: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) │ Autoren/Autorinnen: Internet-Redaktion des Krebsinformationsdienstes. Lesen Sie mehr über die Verantwortlichkeiten in der Redaktion.

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