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Handhygiene – für Krebspatienten nicht nur in Zeiten von Corona wichtig

Welt-Handhygiene-Tag

Das Thema Handhygiene hat seit dem letzten Jahr aufgrund der Corona-Pandemie zwangsläufig an Aufmerksamkeit gewonnen. Für Krebspatienten sind Händewaschen und Desinfizieren aber auch jenseits von Covid-19 wichtig – vor allem, wenn ihre Immunabwehr geschwächt ist, etwa aufgrund von Chemo- oder Strahlentherapie. In dieser Situation ist ihr Infektionsrisiko erhöht und sie sind anfälliger für Krankheitserreger aller Art. Gerade für sie sind Hygienemaßnahmen daher eine wichtige Maßnahme, um Keimen möglichst keine Angriffsfläche zu bieten. Der Welttag der Handhygiene am 5. Mai ist eine willkommene Gelegenheit, die wichtigsten Empfehlungen für Krebspatienten auf den Punkt zu bringen – findet der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums.

Person wäscht Hände mit Seife.
Regelmäßiges Händewaschen kann das Infektionsrisiko für Krebspatienten senken. © Jenny K, Pexels

Bei immungeschwächten Krebspatienten können Infektionen zu schweren Erkrankungen führen. Die Einhaltung von Hygiene-Maßnahmen, auch durch Angehörige, kann das Infektionsrisiko für Betroffene senken, indem mögliche Infektionsketten unterbrochen werden. Wie wichtig die Handhygiene ist, hat das letzte Jahr gezeigt. Bevor es die Corona-Impfung gab, waren die sogenannten AHA-Regeln zunächst die einzige Präventiv-Maßnahme, die der Pandemie entgegensetzt werden konnte. "Für Krebspatienten, die noch nicht geimpft sind, ist das nach wie vor eine dringend erforderliche Maßnahme, um sich vor Corona-Viren, aber auch allen anderen Keimen zu schützen", so Dr. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums.

Händewaschen – Tipp Nummer eins

Man kann es nicht oft genug sagen: Händewaschen, aber richtig, ist eine effektive und im Grunde einfach umzusetzende Maßnahme. Darauf ist zu achten:

  • Gründlich mit Wasser und Seife waschen
  • Immer wieder: Wenn man nach Hause kommt, vor dem Zubereiten und Essen von Speisen, nach dem Toilettengang
  • Ausreichend lange: 20–30 Sekunden
  • Handrücken, Fingerzwischenräume, Fingernägel und Daumen nicht vergessen
  • Nach dem Spülen mit fließendem Wasser sorgfältig abtrocknen

Händedesinfektion

Aufgrund des erhöhten Infektionsrisiko kann es sein, dass Krebspatienten zusätzlich die Verwendung von Desinfektionsmitteln empfohlen wird. Die behandelnden Ärzte und Pflegefachleute geben Betroffenen meist klare Anweisungen, ob, wann und welche Desinfektionsmittel oder weitere Maßnahmen in der individuellen Situation sinnvoll sind. Wichtiger Hinweis: Das Mittel sollte ausreichend lange auf der Haut einwirken. Angaben dazu sind den Anwendungsvorgaben des Produktes zu entnehmen. Wann soll desinfiziert werden? Nach einem Toilettenbesuch, vor der Zubereitung von Mahlzeiten, nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten in die vorgehaltene Hand. Außerdem immer dann, wenn die Berührung von vielen Händen im Spiel ist, zum Beispiel nach dem Anfassen von Treppengeländern, Haltestangen in Bus oder Bahn, Klingelknöpfen oder Geld.

Richtige Reihenfolge beachten

Erst Hände waschen, dann desinfizieren – so lautet die Regel. Und nach dem Waschen gründliches Abtrocknen nicht vergessen, sonst wird das Desinfektionsmittel durch Wasserrückstände verdünnt und weniger wirksam. Hände waschen und desinfizieren kann die Haut angreifen und austrocknen. Rissige und trockene Hände stellen für Keime eine ideale Eintrittspforte dar. Das gilt es zu vermeiden, indem die Haut mit einer rückfettenden Handcreme gepflegt wird.





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