Wie kann ich von HPV geheilt werden?
Die HPV-Infektion selbst ist nicht behandelbar. Das heißt, es gibt keine Medikamente oder andere Behandlungsmöglichkeiten, um eine HPV-Infektion zu bekämpfen.
Folgeerkrankungen wie Krebsvorstufen am Gebärmutterhals können Ärztinnen und Ärzte aber gut behandeln. Deshalb werden Sie engmaschiger überwacht, wenn Sie eine HPV-Infektion haben.
Dazu gehört ein weiterer HPV-Test in kürzerem Abstand, um zu prüfen, ob die Infektion von selbst abgeheilt ist. Außerdem zeigt der Pap-Test, ob das Gewebe am Gebärmutterhals verändert ist und zum Beispiel Krebsvorstufen vorliegen könnten. Je nach Situation kann auch eine Scheidenspiegelung (Kolposkopie) sinnvoll sein. Dabei schaut die Ärztin oder der Arzt den Gebärmutterhals mit einem speziellen Mikroskop an.
Hilft eine HPV-Impfung noch, wenn ich bereits HPV-positiv bin?
Die Impfung kann eine schon bestehende HPV-Infektion nicht heilen. Sie kann aber vor einer neuen Ansteckung schützen, zum Beispiel mit einem anderen HPV-Typ. Ob eine HPV-Impfung sinnvoll ist, entscheiden Sie und Ihre Ärztin oder Ihr Arzt anhand Ihrer individuellen Situation.
Wie geht es bei Gewebeveränderungen weiter?
Geringer ausgeprägte Veränderungen bilden sich möglicherweise von selbst wieder zurück. Sie werden deshalb zunächst weiter beobachtet.
Bei stark ausgeprägten Veränderungen kann es sich aber um Krebsvorstufen handeln, die sich meist nicht mehr zurückbilden. Es ist wahrscheinlicher, dass sie sich zu Gebärmutterhalskrebs weiterentwickeln. Deshalb empfehlen Ärztin oder Arzt, sie vorsorglich zu entfernen. Dafür kommt zum Beispiel eine Konisation infrage. Dabei schneiden Ärztin oder Arzt einen kleinen Gewebekegel aus dem Gebärmutterhals aus.
Wie und wann habe ich mich angesteckt?

Bild: © Andrey Popov, IStockphoto.com
Das lässt sich im Nachhinein meist nicht mehr sicher nachvollziehen. Infektionen mit HPV sind sehr weit verbreitet: Die meisten Menschen stecken sich im Lauf ihres Lebens mit den Viren an. Sie werden vor allem beim Geschlechtsverkehr übertragen. Das kann vaginaler, oraler oder analer Verkehr sein. Möglich, wenn auch sehr selten, ist eine Ansteckung auch beim Petting oder bei intensiven Zungenküssen.
Weil die Infektion keine Beschwerden verursacht, merken Sie normalerweise nichts davon. Die Ansteckung kann also auch schon Jahre zurückliegen.
Ein positiver Test bedeutet deshalb auch nicht, dass ein Partner/ eine Partnerin, mit der Sie schon länger zusammen sind, fremdgegangen ist.
Ein negativer Test in der Vergangenheit (also ohne HPV-Nachweis) muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass Sie zu dieser Zeit nicht infiziert waren: Das Virus kann in den Zellen "schlafen" und später wieder "aufwachen". Oder die Virusmenge war so gering, dass sie im Test nicht nachweisbar war. Denn: Die Tests sind darauf ausgelegt, nur solche HPV-Infektionen zu erkennen, die auch wirklich das Krebsrisiko erhöhen können.
Sollte mein Partner oder meine Partnerin sich untersuchen lassen?
Wenn Sie in einer Partnerschaft sind und einen positiven HPV-Test erhalten, dann ist oder war ihr Partner/ihre Partnerin vermutlich bereits infiziert.
Gut zu wissen
Die häufigste durch HPV ausgelöste Krebsart ist Gebärmutterhalskrebs. Deshalb haben Männer ein geringeres Risiko, an HPV-bedingtem Krebs zu erkranken.
Ob Personen in einer monogamen Beziehung sich gegenseitig immer wieder anstecken können (Ping-Pong-Effekt), ist bisher nicht ausreichend erforscht. Deshalb gibt es auch keine einheitlichen Empfehlungen dazu, in der Partnerschaft Kondome oder Lecktücher (Dental Dams) zu benutzen, wenn bei einer Person HPV nachgewiesen wurde.
Empfehlungen für Männer mit einer HPV-positiven Partnerin: Es gibt keinen in Deutschland zugelassenen HPV-Test für Männer. Fachleute halten es zudem nicht für sinnvoll, gesunde Männer auf HPV zu testen, weil die Infektion nicht heilbar ist. Männer mit einer HPV-infizierten Partnerin können sich aber ärztlich untersuchen lassen: auf sichtbare Veränderungen im Genital- oder Analbereich und auf verdächtige Veränderungen im Mund.
Für Frauen mit einer HPV-positiven Partnerin gilt: Sie können sich im Rahmen der allgemeinen Früherkennung auf HPV am Gebärmutterhals untersuchen lassen. Es gibt keine gesonderten Empfehlungen.
Zum Weiterlesen
Lesen Sie mehr zu HPV als Krebsauslöser und zu den Untersuchungen zur Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung.

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