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Neues Informationsblatt für Angehörige von Krebspatienten

Helfen und sich helfen lassen

Die Diagnose Krebs ist für die meisten Menschen ein Schock. Das gilt auch für Partner, Familienangehörige und Freunde von Krebspatienten. Neben der Sorge und dem Impuls, den anderen zu unterstützen, fühlen sich viele in dieser Situation zunächst unsicher und überfordert. Die Angst, im Miteinander etwas falsch zu machen, ist groß.

Zur Unterstützung von Angehörigen und Freunden hat der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums ein neues Informationsblatt mit dem Titel „Für Angehörige von Krebspatienten: Helfen und sich helfen lassen" entwickelt.

 

Älteres Ehepaar geht spazieren. Bild: Tobias Schwerdt © Krebsinformationsdienst, DKFZ
Auch Angehörige von Krebspatienten sind emotional und psychosozial belastet. Bild: Tobias Schwerdt © Krebsinformationsdienst, DKFZ

Studien zeigen, dass emotionale und psychosoziale Belastungen von Angehörigen und Krebspatienten in ihrem Ausmaß vergleichbar sind. Handelt es sich um eine fortgeschrittene Erkrankung, ist für Angehörige die Situation besonders schwer: Zur Sorge um die Betroffenen und die gemeinsame Zukunft kommen viele organisatorische Fragen und die Belastung durch die Pflege und Versorgung.

Hinzu kommt: Vielen Angehörigen fällt es schwer, über Krebs zu sprechen. Wie findet man die richtigen Worte? Wie umgehen mit der Angst, die Partnerin, den Freund oder die Mutter zu verlieren und gleichzeitig für den anderen stark sein zu wollen?

In der Versorgung kommen Angehörige von Krebspatienten und ihr Bedarf an Informationen und psychosozialer Unterstützung häufig zu kurz. "Vor diesem Hintergrund war uns das neue Informationsblatt ein wichtiges Anliegen. Es gibt Angehörigen Orientierung und zeigt auf, wie wichtig es ist, auf die eigenen Kräfte zu achten", so Dr. Birgit Hiller vom Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums.

 

 

Weitere Tipps für Angehörige

  • Die Kliniksozialdienste beraten nicht nur zu psychosozialen Themen, sondern informieren auch über Unterstützungsmöglichkeiten, Pflege und finanzielle Absicherung.
  • In vielen Krankenhäusern gibt es zudem spezielle psychoonkologische Beratungsangebote, die teilweise auch von Angehörigen genutzt werden können.
  • Regionale Krebsberatungsstellen stehen ebenfalls Familien und Freunden offen.
  • Wichtige Ansprechpartner können außerdem regionale Selbsthilfegruppen sein.

Adressen nennt der Krebsinformationsdienst am Telefon, per E-Mail oder unter Service.

Außerdem gilt: Nur mit einer Vorsorgevollmacht können Angehörige stellvertretend für den Krebspatienten handeln. Sie ist Voraussetzung, um etwa die Post öffnen zu können, Gespräche mit der Bank zu führen oder Auskünfte der behandelnden Ärzte einzuholen.