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Coronavirus: Das müssen Krebspatienten wissen

Ansteckungsgefahr und Maßnahmen zum Schutz

Bitte beachten Sie: Diese Nachricht wird nicht mehr aktualisiert und enthält daher möglicherweise veraltete Informationen. Aktuelle Hinweise und Informationen für Krebspatienten und ihre Angehörigen finden Sie in unserem Text "Corona und Krebs: Antworten auf häufig gestellte Fragen".

In Deutschland breitet sich das Corona-Virus (SARS-CoV-2) weiter aus. Insbesondere Krebspatienten sollten zu ihrem Schutz entsprechende Hygiene- und Verhaltensmaßnahmen beachten – vor allem, wenn ihr Immunsystem geschwächt ist.

Seit Dezember 2019 verbreitet sich das neu entstandene Virus SARS-CoV-2 aus der Familie der Coronaviren. Menschen können sich bei anderen Menschen über eine Tröpfcheninfektion damit anstecken. Eine Impfung gegen das Virus gibt es bislang nicht. Bei Infizierten kann SARS-CoV-2 die Atemwegserkrankung COVID-19 auslösen.

Das Robert Koch-Institut informiert fortlaufend über die Situation in Deutschland.

Soziale Kontakte reduzieren – Ansteckung verhindern

Corona-Viren (grafische Darstellung) © mattthewafflecat / Pixabay
Corona-Viren (grafische Darstellung) © mattthewafflecat / Pixabay

Grundsätzlich gilt, Krebspatienten sollten die empfohlenen Hygiene- und Verhaltensempfehlungen hinsichtlich des Coronavirus SARS-CoV-2 beachten. Dazu gehören unter anderem eine gute Händehygiene sowie der Abstand zu Erkrankten.

Experten empfehlen darüber hinaus, Menschenansammlungen zu vermeiden, die sozialen Kontakte einzuschränken und Reisen zu reduzieren. Auch eine häusliche Isolation kommt – insbesondere für Risikogruppen – zum Schutz infrage.

Wie reagieren Krebspatienten auf das Virus?

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Derzeit gibt es lediglich Informationen aus Fallberichten, wie Krebspatientinnen und Krebspatienten auf einen Kontakt mit dem Virus reagieren. Es ist davon auszugehen, dass Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist (Immunsuppression), schneller und möglicherweise auch schwerer erkranken als Gesunde.

Als besonders gefährdet gelten ältere Menschen, Raucher und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen. Konkret nennt das Robert Koch-Institut Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems oder der Lunge, chronische Lebererkrankungen, Diabetes und Krebs.

Bei Krebspatienten kann das Immunsystem aus folgenden Gründen geschwächt sein, darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie (DGHO) hin:

  • Erkrankung an einer Leukämie oder einem Lymphom,
  • wenig weiße Blutkörperchen im Blut (Leukozytopenie),
  • wenig Antikörper im Blut (niedrige Immunglobulinwerte),
  • langfristige Einnahme von Medikamenten, die das Immunsystem unterdrücken (zum Beispiel Kortison),
  • Transplantation körperfremder Stammzellen oder andere zelluläre Therapien (zum Beispiel eine CAR-T-Zell-Therapie).


Krebstherapie verschieben?

Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie (DGHO) empfiehlt Patienten, eine geplante Krebstherapie nicht grundlegend zu verschieben. Der Nutzen der Behandlung überwiegt bei den meisten Patienten, die akut an Krebs erkrankt sind, das Risiko einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus. Patienten mit einer gut beherrschten Krebserkrankung können mit ihren Ärzten jedoch darüber sprechen, ob sich die Therapie verschieben lässt.