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Stammzelltransplantation: 2018 mehr als 7.000 Spender

Stammzellspenden bedeuten für viele Patienten mit Blutkrebs eine Chance auf Heilung

Über 7.000 Spenden von Blutstammzellen gab es im Jahr 2018, das meldet das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD). Und die Zahlen der registrierten Spender steigt stetig. Die Deutschen zeigen dabei im Vergleich zu anderen europäischen Ländern eine besonders hohe Bereitschaft zur Spende: Derzeit sind in Deutschland zehn Prozent der Einwohner im Zentralregister erfasst, das sind über 8,4 Millionen potenzielle Spender.

Von Stammzellspenden profitieren vor allem Patienten mit Leukämie oder einer anderen Krebserkrankung des blutbildenden Systems.

Operation der Spender kaum noch notwendig

Der 40.000 DKMS-Stammzellspender in der MediaPark-Klinik in Köln © DKMS
Eine sogenannte periphere Stammzellspende kann wie eine Blutspende ambulant durchgeführt werden © DKMS

Eine weitere Nachricht des ZKRD: Für die Entnahme der Blutstammzellen ist nur noch selten eine Operation notwendig: Bei rund 83 Prozent der Spender wurden die Zellen aus dem Blut herausgefiltert. Was bedeutet das genau?

  • Knochenmarkspende: Blutstammzellen für eine Transplantation können zum einen aus dem Knochenmark des Beckenknochens gewonnen werden. Für diesen Eingriff muss die Spenderin oder der Spender ins Krankenhaus und braucht eine Vollnarkose.
  • Periphere Blutstammzellspende: Die Spende von Stammzellen kann auch wie eine "Blutspende" ablaufen. Sie kann dann ambulant durchgeführt werden. Spender und Spenderinnen werden mit einem Medikament vorbehandelt: Es sorgt dafür, dass möglichst viele Blutstammzellen aus dem Knochenmark ins Blut wandern.

Fremdspende ist nur eine Möglichkeit

Register wie das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) suchen Spenderinnen und Spender für sogenannte "allogene" Stammzelltransplantationen – so nennen Fachleute die Stammzellübertragung von einem Menschen auf einen anderen.

Was viele nicht wissen: Es gibt auch eine sogenannte "autologe" Blutstammzell-Transplantation. Dabei spendet die Patientin oder der Patient während der Krebsbehandlung für sich selbst.

Ob für Betroffene eine allogene oder autologe Stammzelltransplantation infrage kommt, hängt von verschiedenen Umständen ab. Vor allem von der Art der Erkrankung, aber auch dem allgemeinen Gesundheitszustand. Eine Rolle spielt auch die Verfügbarkeit eines Spenders.





Herausgeber: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) │ Autoren/Autorinnen: Internet-Redaktion des Krebsinformationsdienstes. Lesen Sie mehr über die Verantwortlichkeiten in der Redaktion.

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